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Lernfeld 7 - Anatomie (Subject) / Gefäßsystem (Lesson)

Anatomie Gefäßsystem, Funktionen des arteriellen und venösen System, Funktion terminale Strombahn, Organisation des Gesamtkreislaufes, Blutdruckregulation

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  • Über welche Gefäße verläuft der Körperkreislauf? Welche Besonderheit gibt es? linker Ventrikel -> Aorta -> Arterien -> Arteriolen -> Kapillaren -> Venolen -> Venen -> Hohlvene - > rechter VorhofBesonderheit: Pfortadersystem:- Blut aus allen Organen der Bauchhöhle (außer distaler Bereich des Rectums) sammelt sich in Vena portae- Vena portae transportiert Blut in Leber -> von dort aus dann in Vena cava
  • Durch welche Gefäße verläuft der Lungenkreislauf? rechter Ventrikel -> Truncus pulmonalis -> Kapillaren der Alveolen -> Lungenvenen -> linker Vorhof
  • Wie sind die Gefäßwände großer Gefäße aufgebaut (von innen nach außen)? Wie sehen im Gegensatz dazu die Wände von Kapillaren aus? Große Gefäße:Intima aus: Endothel, Stratum subendotheliale und Membrana elastica internaMediaAdventitia mit Vasa vasorumKapillare:EndothelBasalmembran-> Unterscheidung in: nicht fenesrierte kontinuierliche Kapillare, fenestrierte kontinuierliche Kapillare und fenestrierte diskuntinuierliche sinusoide Kapillare
  • Wie unterscheiden sich Arterien von Venen? Arterien:- herznahe Arterien mit mehr elastischem Material -> Arterien vom elastischen Typ- je weiter weg vom Herzen, umso mehr Muskelzellen -> Arterien vom muskulären TypVenen: - weniger deutliche Schichtung mit dünnerer Media- Venenklappen aus Intimadublikaturen- zusätzlich zu tiefen Venen auch oberflächliche Venen
  • Was ist die Compliance und wie wird sie berechnet? Compiance = Dehnbarkeit = ΔV/ΔpMaß für Dehnbarkeit von Gefäßen- ca. 50% des systolischen Schlagvolumens elastisch in Aorta gespeichert und erst bei nachlassendem Arotendruck weiter befördert
  • Was versteht man unter dem systolischen und diastolischen Blutdruck? Was ist der arterielle Mitteldruck? systolischer Blutdruck = Maximalwert der Druckpulskurve am jeweiligen Messortdiastolischer Bludruck = Minimalwert der Druckpulskurve am jeweiligen Messortarterieller Mitteldruck = zeitlicher Mittelwert am jeweiligen Messort
  • Was sind die treibenden Kräfte beim Flüssigkeitsaustausch in der terminalen Strombahn? Wie werden sie berechnet? Wie berechnet sich der effektive Filtrationsdruck? hydrostatische Druckdifferenz (Δp):- zwischen Kapillaren pKap und Interstitium pIsΔp = pKap - pIskolloidosmotische Druckdifferenz (Δπ):- Plasmaproteine können Kapillarwand nicht passieren- Differenz zwischen Blutplasma πPl und Interstitium πIsΔπ = πPl - πIsΔp und Δπ wirken entgegengesetzt -> Δp > Δπ : Auswärtsfiltration-> Δp < Δπ : Reabsorptionpeff = Δp - Δπ
  • Wie wird das Blut zum Herz zurück transportiert? Muskelkontraktion in Venen:- Komprimieren der Venen durch Muskelkontraktion umliegender Muskeln- gegenläufige arterielle Pulswelle- Venenklappen verhindern RückstromKontraktion des rechten Ventrikels -> Blut aus herznahen Venen in Artrien gesaugtDruckunterschiede:- während Inspiration sinkt intrathorakaler Druck und steigt abdominaler Druck
  • Was kennzeichnet das venöse System? - große elastische Dehnbarkeit- kleinere Strömungsgeschwindigkeit als in Arterien- stärkere Abhängigkeit der relativen Druckänderung in Folge von Änderung der Körperposition- großes Fassungsvermögen
  • Welche Folgen hat ein Blutdruckabfall auf das vegetative Nervensystem? Abfall des Blutdrucks führt zu:- Aktivierung des Sympatikus- Hemmung des Parasympathikus-> Herzfrequenz steigt, Kontraktilität des Herzmuskels steigt, Widerstand steigt-> Blutdruck steigt wieder an
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  • Welche Folgen hat ein Blutdruckanstieg auf das vegetative Nervensystem? Anstieg des Blutdrucks führt zu:- Aktivierung des Parasympathikus- Hemmung des Sympathikus-> Herzfrequenz sinkt, Kontraktilität des Herzmuskels sinkt, Widerstand steigt-> Blutdruck sinkt wieder
  • Was sind Widerstandsgefäße und was sind Kapazitätsgefäße? Kapazitätsgefäße: Teiel des Gefäßssystems, die große Blutvolumina aufnehmen können (Venen des Körperkreislaufes, gesamter Lungenkreisauf)Widerstandsgefäße: Gefäße mit großem Strömungswiderstand und kleiner Kapazität (kleine Arterien und Arteriolen)
  • Welche Faktoren sind an der Blutdruckregulation beteiligt? Grundtonus der Blutgefäße:- Schrittmacherzellen in glatter gefäßmuskulatur (basaler Tonus)- ständige Impulse sympathischer Nerven (neurogener Tonus)sympathisch adrenerge Tonuskontrolle:- Noradrenalin (Vasokonstriktion)- Adrenalin (Vasodilatation)myogene Autoregulation:- Erhöhung des Gefäßinnendrucks durch Kontraktion glatter Muskulatur -> konstante DurchblutungVasodilatatorische Metabolite:- ADP, AMP und Adenosin -> Vasodilatationendothelvemittelte Durchblutungsregulation- NO -> Vasodilatation- Endothelin -> starke Vasokonstriktion
  • Von was hängen arterieller Mitteldruck, Herz-Zeit-Volumen, Widerstand und Blutdruck ab? arterieller Mitteldruck: von Herz-Zeit-Volumen und peripherem WiderstandHerz-Zeit-Volumen: von Schlagvolumen und HerzfrequenzWiderstand: von Durchmesser der WiderstandsgefäßeBlutdruck: vom Blutvolumen
  • Wie kann der Blutdruck kurzzeitig geregelt werden? Presso-Rezeptoren =Dehnungsrezeptoren in Wänden der A. carotis communis und Aortenbogen-> bei Dehnung Frequenzzunahme der Nervenimpulse 
  • Wie kann der Blutdruck mittelfristig geregelt werden? - Renin-Angiotensin-System- Transkapilläre Flüssigkeitsverschiebung -> Zunamhe des effektiven Filtrationsdruck in terminaler Strombahn
  • Durch was kann der Blutdruck langfristig reguliert werden? - Anpassung des Blutvolumens- renales Volumenregelsystem- Renin-Angiotensin-Aldosteron-System- Adiuretin (ADH)- Natriuretische Peptide (ANP)