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Erziehungswissenschaft (Subject) / Methoden I VL 12 (Lesson)
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- Definition: Soziometrie Soziometrie ist die quantitative Untersuchung zwischenmenschlicher Beziehungen unter dem Aspekt der Bevorzugung, der Gleichgültigkeit und Ablehnung in einer Wahlsituation.
- Sozionomie Soziometrie geht auf Jakob Levy Moreno zurück, der sie in die Sozionomie(Wissenschaft sozialer Beziehungen und Entwicklungsgesetze) einbetteteSozionomie beinhaltet die•Soziodynamik•Soziometrie•Soziatrie
- Soziodynamik Drei Entwicklungsstadien von Gruppen (soziogenetisches Grundgesetz):•die organische Isolation•die horizontale Differenzierung•die vertikale Differenzierung
- Soziometrie (und Begriffe in diesem Zusammenhang) •… ist mehr als eine Methode der Datenerhebung, sie intendiertVeränderungsprozesse.•Dynamik zwischen Individuen und Gesellschaft soll so gestaltet sein, dasssie sich gegenseitig fördern und optimieren.•Begriffe in diesem Zusammenhang:1. Soziodynamische Differenz2. Soziodynamischer Effekt3. Soziometrischer Status4. Soziometrischer Test
- soziodynamische Differenz •Oberflächenstruktur einer Gesellschaft/Gruppe: offizielle (formale)Struktur •Tiefenstruktur einer Gesellschaft/Gruppe: bestimmt durch emotionale,informelle Momente (= die innere Wirklichkeit --> soziometrische Matrix) --> Große Differenz bei unbefriedigenden Formen menschlicher Gruppierungen
- soziodynamischer Effekt Der soziodynamische Effekt ist eine Konsequenz der soziodynamischenDifferenz Er beschreibt folgendes:•Ausschluss einer gewissen Zahl von Gruppenmitgliedern produktivenVerbindungen•Die dauernde Vernachlässigung einiger Individuen und die dauerndeBegünstigung anderer über deren Bedürfnis hinaus•Anstieg der Konflikte/Spannungen in einer Gruppe mit der Größe dessoziodynamischen Effekts (Ansteigen der Polarität zwischenBegünstigten und Benachteiligten).
- soziometrischer Status •Spezifikation des soziodynamischen Effekts•Individuen mit einem hohen soziometrischen Status haben in einerGruppe mehr Handlungsspielraum als solche mit niedrigem Status•Wer bestimmt und beendet Situationen?
- soziometrischer Test •macht die Verteilung des soziometrischen Status sichtbar•meist in Form von Wahlen, die von den Gruppenmitgliedernuntereinander anhand von bestimmten Kriterien vorgenommen werden•Die Ergebnisse müssen in quantitativer und qualitativer Form interpretiertwerden•nicht nur diagnostisches Instrument, sondern zugleichInterventionstechnik: er verändert die Gruppe
- soziometrische Interesse Ziel der Soziometrie soziometrischen Qualitäten Das soziometrische Interesse liegt nicht vorrangig beim Individuum,sondern bei den Systemen, in denen Individuen leben.•Ziel der Soziometrie: Mitglieder/innen einer Gruppe oder einerGesellschaft zu „Aktoren“ (zu Wählenden) werden zu lassen•Die soziometrische Beweglichkeit kommt in Wahlen nach den Prinzipiender soziometrischen Qualitäten zum Ausdruck:•Anziehung•Abstoßung•Ambivalenz und•Gleichgültigkeit
- Voraussetzungen für eine soziometrische Untersuchung 1. Soziometrische Verfahren setzen eine nicht zu große Gruppe voraus.2. Diese muss durch einige Interaktion miteinander bekannt sein.3. Die Mehrdimensionalität der Beziehungen zwischen den einzelnenGruppenmitgliedern (z.B. Leistung, Sympathie etc.) erfordert einegenaue Ableitung der Kriterien.4. Die Ergebnisse sind anfällig gegenüber gruppendynamischer Prozesse.5. Die Art der Wahlen (positiv/negativ/beides), die Anzahl der Wahlen(genaue Angabe einer Zahl, eines Maximum, ohne Vorgabe), oder eineRangfolge der Wahlen (Gewichtung) muss vorab festgelegt sein. Weiterverarbeitung der Ergebnisse durch:Soziogramme und Berechnung von Kennwerten
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- Erstellung eines Soziogrammes 1. Zunächst zeichnet man in die Mitte die am häufigsten gewähltenMitglieder mit Kreisen/Dreiecken und deren Nummern.2. Um sie ordnet man die Gruppenmitglieder, die diese gewählt haben3. Positive Wahlen werden mit einem durchgezogenen, negative Wahlenmit einem unterbrochenen (punktierten) Strich gezeichnet, der bei dergewählten Person endet. Gegenseitige Wahlen werden mit Pfeilen anbeiden Enden dargestellt.4. Randfiguren werden im weiteren Umfeld eingezeichnet.
- Soziometrische Muster •Paare•Dreiecke•Ketten•Sterne•Cliquen•Stars•Isolierte•Graue Eminenzen•Abgelehnte•Vergessene•Pyramide oder Baumstruktur
- positive und negaltive Wahlen Anton wählt Bode, Chris, Dieter, Erich und lehnt Gero, Marius ab Bodo wahlt Anton, Chris Erich und leht Marius ab ..... Tabelle : Spalten: die Gewälten und am rrand abgegebene Stimmen Zeilen: die Wählenden, unten erhaltene Stimmen (Folie 14 und 15 und 16)
- Individual- und Gruppenkennwerte soziometirscher Status (positiv): S + = erhaltene + / n -1 soziomoetrischer Statur (negativ): S - = erhaltene - / n-1 Gruppenkohäsionsindiex: K = geenseitig / möglich mit möglich = n(n-1) / 2
- Soziales Netzwerk •Gesamtnetzwerke: Man ermittelt zu jedem Akteur, ob Beziehungen zujedem anderen Akteur der untersuchten Gruppe bestehen oder nicht•Persönliches Netzwerk: Man stellt für jeden Akteur der Menge fest, mitwelchen Akteuren Beziehungen der vorgegebenen Art bestehen