4
Futtermittel (Subject) / BBB (Lesson)
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen scheinbarer und tatsächlicher Verdaulichkeit. (2 Pkt.) [---] Scheinbare Verdaulichkeit: (Aufnahme (I)-Ausscheidung(E))/(Aufnahme (I)) x 100tatsächliche Verdaulichkeit: (Aufnahme - Ausscheidung + endogene Verluste (S))/Aufnahme x 100 - endogene Verluste (= Sekretion: Darmepithelzellen, Darmschleim, mikrobielle Synthese, Enzyme) werden berücksichtigt
- Beschreiben Sie das Verfahren zur Verdaulichkeitsbestimmung am Tier. (2 Pkt.) Standardverfahren zur Bestimmung der Verdaulichkeit am Tier ist das in vivo-Verfahren (am lebenden Tier): Aufnahme – Kot = Bilanz
- Welche indirekten Verfahren zur Verdaulichkeits-Bestimmung stehen für Wiederkäuer zur Verfügung? Nennen Sie 3. Beschreiben Sie stichwortartig das Prinzip und nennen Sie je einen wichtigen Vor- und Nachteil. (3 Pkt.) 1. 2-Stufen-Test nach Tilley und Terry: Differenz OS – Verdaulichkeit (Vq) Prinzip: 1. Inkubation d. Futterprobe in Pansensaft über 48h 2. Inkubation in saure Pepsinlösung über 48 h -> Rückstand entspricht unverdautem Futteranteil in vivo Vorteil: sehr robust, besonders für Rauhfuttermittel geeignet Nachteil: Anwendungsbereich sehr begrenzt 2. Hohenheimer Futterwerttest (HFT): Formel (Gasbildung + Nährstoff) Prinzip: Bestimmung der Gasmenge einer Probe in vitro, die mit einem Pansensaft- Puffer-Gemisch über 24 h versetzt wird -> Gasmenge steht in enger Verbindung zum Nährstoffabbau durch Fermentation Vorteil: sehr genau und robust Nachteil: Spendertier nötig 3. in Situ / in Sacco Prinzip: Futterprobe in durchlässigen,unverdaulichen Beutel in gewünschten Teil des Magen-Darm-Traktes gebracht. Gewichtsdifferenz = Substratabbau. Vorteil: natürliche Bedingungen Nachteil: extrem hoher Aufwand
- Für welche Zwecke werden Aussagen zur Verdaulichkeit der Futtermittel oder einer Ration benötigt? Nennen Sie drei. (1,5 Pkt.) - Schätzung des Energiewertes - Anpassung der Ration an die Anforderungen des Tieres - Qualität des Futters
Advertisement