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Erziehungswissenschaft (Subject) / Methoden I VL 7 (Lesson)
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- Stichprobentheorie Regeln für Auswahl von Untersuchungseinheiten, damit Ergebnisse auf größere Kreise übertragen werden können zwei Extremsituationen: 1. Vollerhebung (alle Fälle) 2. Teilerhebung (Extremfall: Kasuistik (Einzelfall)
- Grundgesamtheit und Stichprobe zwei Schlüsse GG: Gesamheit aller Fälle (N) Stichprobe: Systematische Auswahl der GG (n) --> zwei verschiedene Schlüsse: 1. Inklusionsschluss (Von Grundgesamtheit auf Stichprobe) 2. Repräsentationsschluss (Von Stichprobe auf Grundgesamtheit)
- Gründe für den Repräsentationsschluss Wirtschaftlichkeit (Material, Personal) Zeitfaktor bei Datensammlung in gegebenen Zeitraum präzisere Datenauswertung möglich
- Wie kann man repräsentative Aussagen machen? • Ziel: Schluss von Stichproben auf Grundgesamtheit (Kennwerte)• Die Auswahl der Stichprobe sollt gestaltet werden, dass miteiner bestimmten Irrtumswahrscheinlichkeit/innerhalb eines Intervalls aufdie Grundgesamtheit geschlossen werden kann.• Die Auswahl muss regelgeleitet, d.h. intersubjektiv nachvollziehbarerfolgen• Auch der Stichprobenumfang ist von Bedeutung.
- Auswahlverfahren 1. nicht zufallgesteuerte: willkürliche(Quoten-Auswahlverfahren --> Schneeballverfahren) oder bewusste Auswahl (typische Fälle, Konzentrationsprinzip (auf bestimmte Fälle) 2. zufallsgesteuerte: einfache Wahrscheinlichkeitsauswahl ( Karteiauswahl oder GEbietsauswahl) oder komplexe Wahrscheinlichkeitsauswahl (Klumpen-Auswahl, geschichtete Auswahl, mehrstufige Auswahl)
- nicht zufallsgesteierte Auswahlverfahren (3) 1. Willkürliche Auswahl: Auswahl der Personen liegt in freiem Ermessender Person, die die Datenerhebung durchführt.2. Bewusste Auswahl: Es existieren vorab festgelegte Auswahlkriterien3. Quotenverfahren: kommerzielle Forschung, Interviewern sind für ihreStichprobe Merkmalsquoten vorgegeben
- Zufallsgesteuerte Auswahlverfahren (Wahrscheinlichkeitsauswahl) Alle Elemente der Grundgesamtheit haben die gleiche Chance, in die Stichprobe zu gelangen. (Urnenmodell) Neben diesem wichtigen Kennzeichen des Urnenmodells gilt: „Je größerdie Stichprobe, desto eher ist die Übereinstimmung mit derGrundgesamtheit gegeben“.• Der Stichprobenumfang n entscheidet über Genauigkeit derSchätzung, d.h.• die Schätzgenauigkeit hängt weder von N noch von n/N ab.• In der GG selten enthaltene Merkmale finden sich in derStichprobe relativ seltener als in der GG häufige enthaltene Merkmale
- einfache Wahrscheinlichkeitsauswahl einfache Wahrscheinlichkeitsauswahl• Karteiauswahl (reine oder systematische Zufallsauswahl)• Gebietsauswahl (reine oder systematische Zufallsauswahl)
- komplexe Wahrscheinlichkeitsauswahl 2. komplexe Wahrscheinlichkeitsauswahl• Klumpen-Auswahl• geschichtete Auswahl (proportional (entspricht Schichtung in GG) oder disproportional)• mehrstufige Auswahl
- Ausfallpoblematik • Ein Problem der Stichprobenziehung ist der Ausfall von Probanden. Zuunterscheiden sind hier:• die Nicht-Befragbaren• Schwer-Erreichbare• die Verweigerer--> Man begegnet fehlenden Werten häufig mit einem geeigneten„Missing Value Management“.
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- Stichprobenziehung in der qualitativen Forschung Verfahren der bewussten Auswahl stehen im Vordergrund, indem man diefür eine Fragestellung typischen Fälle auf- und untersucht• Extremfall: „theoretical sampling“• Auswahl der Fälle schrittweise (nämlich im Zuge der Entwicklung derFragestellung) erfolgt• strebt keine Repräsentativität an