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Kognition (Subject) / Kognition 2 (Lesson)

Kognition 2 (nicht Krems)

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  • Abduktion wenn die Prämissen wahr sind, ist die Schlussfolgerung vernünftig, aber nicht sicher wahr Allaussage und Evidenz / Symptom gegeben; im Alltag die wichtigste Form logischen Schließens Alle Bälle in der grünen Schachtel sind rot. Dieser Ball ist rot. →Dieser Ball stammt aus der grünen Schachtel.
  • Aussagenlogik (konditionales Schließen) Teilgebiet der Logik, das sich mit Aussagen und deren Verknüpfungen durch Junktoren befasst und diesen einen Wahrheitswert zuordnet klassische vs. nicht-klassische Aussagenlogik: zweiwertige Logik mit Wahrheitswertausprägung „wahr“ oder „falsch“ (1 vs. 0) Fuzzy-Logik, unendlich viele Wahrheitswertausprägungen möglich (1 vs. 0,5 vs. 03, vs. … vs. 0)
  • Aussagenlogik (konditionales Schließen) Verknüpfungsmgl von Aussagen Negation(Verneinung von Aussagen)  Konjunktion (Verknüpfung von Aussagen mit „und“)  Disjunktion (Verknüpfung von Aussagen mit „oder“)  Implikation (Formulierung einer hinreichenden Bedingung für eine Konsequenz - Formulieren von Wenn, dann... Regeln)  Äquivalenzrelation 

  • konditionales Schließen zwei Aussagen A und B sind durch eine Implikation (⇒) verknüpft - Wenn-Dann-Aussage Wenn es regnet (A - antecedent), ist die Straße nass (B - consequence) A, B = einzelne Aussagen = Nebenprämissen A --> B = komplette Implikation = Hauptprämisse
  • Wahrheitswertetafel    A             B             A>B        nicht B > nicht A falsch      falsch         wahr                wahr falsch      wahr          wahr                 wahr wahr       falsch         falsch              falsch wahr       wahr           wahr                 wahr
  • Konditionales Schließen - Schlussfolgerungsschemata modus ponens: consequence aus antecedent schließen denial of the antecedent: Verneinung des Vordersatzes / der Bedingung modus tollens: Verneinung von consequence erlaubt Negation von antecedent affirmation of the consequence: Bestätigung der Konsequenz nach Gesetzen der Logik führen nur 1. und 3. zu gültigen Schlüssen
  • modus ponens A ⇒ B >> Wenn es regnet, ist die Straße nass. A >> Es regnet. B >> →Die Straße ist nass. korrekter Schluss
  • denial of the antecedent Wenn es regnet, ist die Straße nass. A ⇒ B Es regnet nicht. 
 ¬A  →Die Straße ist nicht nass. ? >> kein gültiger Schluss mgl
  • modus tollens Wenn es regnet, ist die Straße nass. A ⇒ B Die Straße ist nicht nass. ¬B
 →Es regnet nicht. ¬A >> gültiger Schluss
  • Zusammenfassung für un/ gültige Schlüsse gültig: Aus A folgt B + Aus ¬B folgt ¬A (modus ponens und tollens) ungültig: Aus ¬A folgt ¬B. (denial of the antecedent) + Aus B folgt A. (affirmation of the consequence)
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  • empirische Befunde des Konditionalen Schließens Rips & Marcus (1977, 1979) + Gründe für Fehlschlüsse modus ponens kann korrekt eingesetzt werden (fast 100%) modus tollens verursacht Probleme (ca. 50%) Fehlschlüsse: - denial of the antecedent fallacy (ca. 25%) - affirmation of the consequence fallacy (ca. 25%) Interpretation: - bikonditionale Aussagen - Verwechslung von Schluss und Hypothese - keine Übung im Umgang mit negierten Aussagen (modus tollens)
  • empirische Befunde - konditionales Schließen Evans (1993) Name > Schlussfigur > "gültig" modus ponens                          >> Wenn p, dann q; p q      >> ca. 95%modus tollens                           >>  Wenn p, dann q; ¬q ¬p >> ca. 60%denial of the antecedent           >> Wenn p, dann q; ¬p ¬q  >> ca. 40%affirmation of the consequence >> Wenn p, dann q; q p     >> ca. 40% nur modus ponens und modus tollens = gültige Schlüsse, auch die anderen beiden Schlüsse häufig als gültig eingestuft
  • Vier-Karten-Aufgabe 
 / Wahlaufgabe 
 (Wason, 1964) Regel: Wenn eine Karte auf der einen Seite einen Vokal hat, dann hat sie auf der anderen Seite eine gerade Zahl Frage: Welche Karten müssen für die Prüfung der Regel umgedreht werden?
 Wenn Vokal … = p (antecedent) - … dann gerade Zahl = q (consequence) - häufigste Antwort: E (p), 4 (q) = 4 als affirmation of the consequence richtige Antwort: E (p), 7 (¬q) (nur von ca. 10 % genannt) = 7 als modus tollens
  • Vier-Karten-Aufgabe 
 / Wahlaufgabe 
 (Wason, 1964) Fehlerquelle confirmation bias: man sucht nach Bestätigung einer Aussage und wählt daher die gerade Zahl (als affirmation of the consequence) fehlerhafte Anwendung des modus tollens
  • Vier-Karten-Aufgabe 
 / Wahlaufgabe 
 (Wason, 1964) Erleichterungseffekte realitätsnahe konditionale Schlüsse sind manchmal leichter zu lösen „Wenn eine Person Bier trinkt, dann muss sie älter als 18 Jahre sein.“
 (Griggs & Cox, 1982)
  • Vier-Karten-Aufgabe 
 / Wahlaufgabe 
 (Wason, 1964) Gründe für Erleichterungseffekte Theorie der sozialen Verträge (Social Contract Theory: Cosmides, 1989; Gigerenzer & Hug, 1992) Evolutionäre Perpektive Grundlegende Metapher: die menschl Kognition ist wie ein "Werkzeugkasten" (Ansammlung spezieller Fkt für spezif Aufg) Konzept des soz Austauschs (social exchange): Kosten-Nutzen-Betrachtung soz Vereinbarungen zw (mind) 2 Parteien (Vertrautheit (availability theory) - Theorie pragmatischer Inferenzschemata)
  • Konzept des sozialen Austauschs (social exchange) Kosten-Nutzen-Betrachtung sozialer Vereinbarungen zwischen (mind.) 2 Parteien soziale Beziehungen basieren auf den erwarteten wechselseitigen Vorteilen der Beteiligten Betrug einer Partei - findet statt, wenn sie den Nutzen beansprucht, ohne die für sie vereinbarten Kosten zu tragen - heißt Benachteiligung der anderen Partei  daher ist ein Mechanismus zur Entlarvung von Betrügern evolutionär adaptiv
  • kategoriale Syllogismen Definition - Form des deduktiven Schließens, bei dem Quantoren verwendet werden vier verschiedene Quantore: alle, einige, keine, einige nicht
  • kategoriale Syllogismen - Aufbau 2 Prämissen, 1 Konklusion Randterme kommen nur in jeweils einer Prämisse vor Mittelterm kommt in beiden Prämissen vor Konklusion verbindet die beiden Randterme
  • kategoriale Syllogismen - Bsp für gültige Schlüsse B-C --- A-B --> A-C (zB Alle Menschen sind sterblich - Alle Psychologen sind Menschen > Alle Psychologen sind sterblich) C-B --- A-B --> A-C B-C --- B-A --> A-C C-B --- B-A --> A-C
  • Deduktion: Kategoriales Schließen Veranschaulichung (siehe Darst im "Denken") bzw Gültigkeitsprüfung mit Hilfe von Venn-Diagrammen oder Euler-Kreisen  Konklusion nur dann gültig, falls es keine Möglichkeit gibt, die Prämissen so zu interpretieren, dass sie mit der Konklusion in Widerspruch stehen
  • Gültigkeitsprüfung mithilfe von Venn-Diagrammen oder Euler-Kreisen Vorgang 1. Konklusion als Venn-Diagramm repräsentieren 2. Prämissen als Venn-Diagramme repräsentieren 3. Konklusion(en) aus Prämissen ableiten 4. Vergleich der vorgegebenen mit der abgeleiteten Konklusionsobald auch nur eine abgeleitete mit der vorgegebenen 
 Konklusion in Widerspruch steht, ist der Schluss ungültig
  • Deduktion: Kategroiales Schließen: Befunde bzgl Fehler viele Fehler mehr Fehler bei Partikularquantoren als bei Universalquantoren weniger Fehler, wenn Hintergrundwissen über die beteiligten Kategorien vorliegt
  • Deduktion: Kategroiales Schließen: Befunde/ Hypothesen Warum akzeptieren Menschen mitunter ungültige Schlüsse? belief-bias (Janis & Frick, 1943) Atmosphärenhypothese (Woodworth & Sells, 1935) Konversionshypothese (Chapman & Chapman, 1959) mentale Modelltheorie (Johnson-Laird, 1991)
  • Erklärungsansätze für Fehler belief-bias (Janis & Frick, 1943) Konklusionen, die den persönlichen Überzeugungen entsprechen, werden eher als richtig akzeptiert
  • Erklärungsansätze für Fehler Atmosphärenhypothese (Woodworth & Sells, 1935) Art der Quantoren schaffen eine „Atmosphäre“ die Auswirkungen auf die Akzeptanz der Konklusion hat - 75% richtige Schlussfolgerung Faustregel, zB Prämissen mit Alle > dann Konklusion mit Alle
  • Erklärungsansätze 
 für Fehler - Konversionshypothese (Chapman & Chapman, 1959) invalide Konklusionen werden akzeptiert, weil Prämissen (falsch) uminterpretiert werden  z.B. Annahme, dass eine universell bejahende Prämisse bedeutet, dass auch ihre Umkehrung wahr ist (Alle A sind B und Alle B sind A)
  • Erklärungsansätze für Fehler: Mentale Modelltheorie (Johnson-Laird, 1991) + 3 Phasen + Befund Prinzip: es werden keine abstrakten Schlussfolgerungsregeln angewendet, sondern es wird ein mentales Modell konstruiert, das die Prämissen und die Konklusion enthält 3 Phasen logischen Schließens: (1) Verstehen der Prämisse → Modellkonstruktion (2) Kombination der Modellkomponenten → Ableitung der Konklusion (3) Suche nach Alternativen → Validieren / Evaluieren der Schlussfolgerung Gültigkeitsprüfung: Inspizierung des Modells, um zu kontrollieren, ob Konklusion gerechtfertigt erscheint - Befund: je mehr Informationen in ein MM integriert werden müssen, desto mehr Fehler werden gemacht
  • Denken: Zsfassung Erklärung zum Abweichen von logischen Gesetzen menschliches Denken folgt nicht immer den Regeln der Logik Abweichungen lassen sich häufig zurückführen auf - zu einfache / unvollständige MM (Gedächtniskapazität) - Verwendung von Heuristiken und dadurch resultierende biases (z.B. Repräsentativitätsheuristik)
  • Definition und Fkt von Sprache = System von Symbolen und Regeln, das es uns erlaubt, zu kommunizieren ist abstrakt, komplex, scheint unmgl zu entschlüsseln Funktionen (Crystal, 1997): • Kommunikation • Ausdruck von Emotionen • Soziale Interaktion • Ausdruck von Identität • Kontrolle der Umwelt • Denken > Verstehen von Sprache ist wichtig, um menschliches Verhalten zu verstehen
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  • Grundbegriffe der Sprache Anatomie, Psycholinguistik, Neuropsychologie, Linguistik anna pustet neue luftballons
  • Anatomie (Sprache) körperliche Beschaffenheit des Stimmtraktes/ Artikulationstraktes
  • Neuropsychologie (Sprache) neurologische Strukturen/ Gehirnareale für Sprachproduktion & -verständnis
  • Psycholinguistik vs. Linguistik - was steht im Mittelpunkt? Psycholinguistik/Sprachpsychologie: erlebender und handelnder Mensch steht im Mittelpunkt  Linguistik (Sprachwissenschaft): Beschaffenheit der Sprache (Sprache als System) im Mittelpunkt
  • Psycholinguistik (Sprache) Sprachpsychologie - konkrete Prozesse der Sprachverwendung: Sprachverstehen und -produktion Erinnern von Sprache  Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen  Spracherwerb  Interaktion mit anderen kognitiven Funktionen
  • Linguistik: Ziel Entdeckung eines Regelsystems, das alle grammatischen Sätze einer Sprache erzeugen kann und ungrammatische verhindert „Universalgrammatik“, generative Grammatik - bisher nicht gefunden
  • Linguistik: Charakteristika der Sprache Produktivität / Generativität - trotz nur 26 Buchstaben ist Anzahl der sprachlichen Äußerungen unendlich groß - Sprache ist ständiger Veränderung und Entwicklung unterworfen Regelhaftigkeit / Systematizität - Produktivität ist durch Regeln (Grammatik) eingeschränkt -  nicht beliebige Variation, sondern systematische Aneinanderreihung von Wörtern Situationsunabhängigkeit - Sprache auch möglich, wenn Dinge, über die gesprochen wird, in gegebenen Situation nicht anwesend oder abstrakt sind - ort- und zeitunabh
  • Teilgebiete der Linguistik Phonologie Semantik Phonetik Syntax Pragmatik Morphologie
  • Def Phonologie Lautgebrauch, -kategorien (zB stimmlos, -haft) untersucht, welche Laute für eine Sprache bedeutungsunterscheidend Phonem - kleinste bedeutungsunterscheidende sprachliche Einheit > Veränd führt zu Änderung in Bedeutung der Äußerung Buchstaben / Doppelbuchstaben: Katze - Tatze, Rille - Rippe
  • Phonetik physikalische Eigenschaften von Lauten Phon: kleinste unterscheidbare Lauteinheit
  • Syntax Wortstellung (Subjekt, Prädikat, Objekt) Flexion (Deklination und Konjugation der Wörter je nach Funktion im Satzgefüge) - Bildung von Sätzen/ Wortfolgen > Grammatik
  • Semantik untersucht die inhaltliche Bedeutung von Sprache inhalts- / sinnfreien Sätze sollen vermieden werden
  • Pragmatik  beschäftigt sich mit kontextabhängigen Bedeutung sprachlicher Äußerungen und den Bedingungen für ihr Entstehen
  • Morphologie + Morphem Struktur, Aufbau von Wörtern und Regularitäten des Aufbaus  Morphem: kleinste bedeutungstragende oder mit einer grammatischen Funktion versehene Einheiten der Sprache - ungleich Silben (Wasser = 1 Morphem, 2 Silben)
  • Grundlage der 
 Worterkennung - sprachspezifisches Wissen individuelle Grundlage muttersprachlicher Kompetenz (Wortschatz, Regularitäten)
  • Grundlage der 
 Worterkennung - mentales Lexikon + Inhalte Teil des LZG, der sprachspezifisches Wissen über Wörter einer Sprache enthält - bei Erwachsenen ca. 70.000 Einträge (Nagy & Anderson, 1984) Inhalte: Lautstruktur, Morphologie, Orthographie, Zusammensetzung, Wortklasse, Funktion - Lachen macht ohne Zauber wenig Fun
  • Sprachkompetenz vs -performanz (Chomsky, 1965) Kompetenz - abstraktes Sprachwissens einer Person, Sprachfähigkeit eines idealen Sprecher-Hörers - z.B. höchstmögliche Kompetenz bezüglich der Erkennung korrekt angewandter Grammatik >> THEORIE Performanz - konkrete Anwendung des Sprachwissens beim Sprechen und Zuhören/Verstehen - determiniert durch Kompetenz >> PRAXIS laut Chomsky soll Kompetenz Gegenstand der Linguistik und 
 Performanz Gegenstand der Psychologie sein
  • Beeinflusst Sprache unser Denken? - Philosophische Ansichten Humboldt - „Sprache ist das bildende Organ der Gedanken“  Wittgenstein - „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“> das, was es nicht gibt, kann auch nicht verbalisiert werden> Sprache determiniert das Denken aber: viele komplexe Probleme werden ohne
 Sprache gelöst (z.B. mentale Rotation)
  • Ko-Evolution von 
 Sprache und Denken + Universalgrammatik (Begründer, Def) + andere Theorien - gleichzeitig entwickelt, da Sprachfähigkeit als Voraussetzung für gemeinsames Planen und Handeln sehr wichtig Chomsky: es muss grundlegende Gemeinsamkeiten struktureller Eigenschaften in allen Sprachen geben > Universalgrammatik: universelle grammatische Prinzipien sind angeboren, durch Muttersprache werden einige „Parameter“ gesetzt - kontroverse Diskussion - andere Forscher: Sprache entwickelt aus Gesten (Corballis; Tomasello) - anfangs Proto-Sprache, Vorform von Sprache, die über Vokabular, aber keine Syntax verfügte
  • Theorien über den 
 Zusammenhang von Sprache und Denken Behavioristischer Ansatz (Watson) - D = S
 (identisch) Sapir-Whorf-Hypothese - S →(determiniert) D
 Modularitätshypothese (Fodor) - | D | S | (unabh Module)