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Erziehungswissenschaft (Subject) / Methoden I VL 4 (Lesson)

VL4

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  • Forschungstypen a) Explorative Forschungb) Deskriptive Forschungc) Explikative (explanative) Forschungd) Evaluation
  • Explikative Untersuchungen und Arten von Hypothesen Zu c) Explikative Untersuchungen dienen der Überprüfung vonFragestellungen und ggf. zur Weiterentwicklung von Theorien durchTesten von Hypothesen:• Zusammenhangshypothesen• Unterschiedshypothesen• Veränderungshypothesen
  • Versuchspläne one-shot-study • Formal: X --> M (one-shot-study)• X (häufig auch: T für treatment) = Maßnahme, Behandlung, Stimulus,Manipulation u. ä.,• M = Messung• Der Untersuchungsplan ist kausal nicht zu interpretieren, da die Variationder in M erfassten Messwerte nicht notwendig auf ‚X’ zurückgeführtwerden kann.
  • Versuchspläne Eingruppenplan mit Vor- und Nachtest • Formal: M1 --> X --> M2(Eingruppenplan mit Vor- und Nachtest)• Ziel: Messung und Erklärung der Unterschiede (Differenz) zwischenMessung 1 (M1) und Messung 2 (M2)• alternative Erklärungen:• Entwicklungseinflüsse (kognitive Entwicklung, Spätfolge frühererEreignisse)• zwischenzeitliches Geschehen (Beschäftigung mit X)• Test- und Messeffekte (z.B. durch Vortest)• statistische Effekte (z. B. Regressionseffekte = Tendenz zur Mitte)
  • Versuchspläne Zweigruppenplan mit Nachuntersuchung                --> EG:     X --> M(N,F) R -->              --> KG:                M(N,F) EG= Experimental-, KG= Kontrollgruppe, R =Randomisierung •Man spricht von einem Experiment, weil folgende Kennzeichen vorliegen:• prinzipielle Wiederholbarkeit• systematische Manipulation der unabhängigen Variablen• Kontrolle externer Faktoren• selten Bedingungen für Experimente in Humanwissenschaften, da• meist natürliche Gruppen vorhanden sind,• Variablen sich nicht systematisch variieren lassen,• ethische Grenzen bestehen und• das Kennzeichen „Wiederholbarkeit“ selten gegeben ist.
  • Versuchspläne Zweigruppenplan mit Vor- und Nachuntersuchung              UG: Mt1 --> X1 --> Mt2 formal:               KG: Mt1 --> x2 ---> Mt2 • quasi-experimenteller Plan (Zuweisung zu Untersuchungs- undKontrollgruppe nicht nach Zufallsprinzip)• Es können nur bekannte (gemessene) Störvariablen kontrolliert werden:untersuchungsbedingte <-> personenbedingte Störvariablen• Personenbedingte Störvariablen werden unter anderem kontrolliert durch: Konstanthalten  Parallelisieren  „matching“  statistische Kontrolle
  • Interne (IV) und externe Validität (EV) • IV: Effekte können eindeutig auf die unabhängige Variable zurückgeführtwerden• EV: Übertragbarkeit der Ergebnisse über die Experimentalsituation hinaus                                                         Designs Situation                 Experimentell                    Quasi-experimentell Feld                          IV+, EV+                             IV-, EV+ Labor                         IV+, EV-                              IV-,EV-
  • Versuchspläne Ex-post-facto-Untersuchung (kausal-analytisch) X? <-- M • kein Stimulus• QuerschnittuntersuchungenKausalität im Sinne des linearen Modells:unabhängige Variable x wirkt als Ursache auf abhängige Variable y,wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:• x und y sind empirisch korreliert(die Beziehung zwischen x und y verschwindet nicht beiKontrolle anderer Einflüsse [Einfluss von Störfaktoren])• Verhältnis von x und y:  x geht y zeitlich voraus und/oder  x und y sind im Rahmen einer Theorie miteinander verknüpft.
  • Grundsätzliches zu Versuchsplänen • Kausalität = fundamentale Kategorie unseres Denkens• Forschungstyp zu Prüfung kausaler Beziehungen: Explanation• Forschungsdesign (= Anlage der Untersuchung) entscheidet übero Aussagekraft der Untersuchungo Eindeutigkeit der kausalen Beziehung zwischen x und y• Grundsätzliche Unterscheidung Designs(1) Korrelative Studien (Unterscheidung Prädiktor, Kriterium nicht möglich)(2) Experimentalstudien (unterscheidet kausal, prüft Einfluss des Prädiktors auf Kriterium)
  • Korreative Studien -Korrelationsstudien: Einmalig, keine Differenzierung unabhängiger und abhängiger Variablen.-Ex-post-facto-Designs: Gleichzeitige Messung unabhängiger und abhängiger Variablen,  keine Kontrolle von Störvariablen      o Querschnitt: einmalige Messung der Variablen      o Längsschnitt: mehrmalige Messung der Variablen- Vorexperimentelles Design: einmalig („Behandlung“ und ”Effekt”; ”one-shot-case-study”)
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  • Experimental-Studien Experimente (Experimental-Studien, Randomisierung)Quasi-Experiment (statistische Kontrolle von Störvariablen)
  • kausalanalytischer Spezialfall: Pfadmodelle (-analyse) Pfadanalyse: Entwicklung/Überprüfung von kausalen BeziehungenManifeste Variablen (Gegensatz: latente Variablen): direkt beobachtet;Notation manifester Variablen: lateinische Buchstaben; Darstellung: ViereckExogene Variablen: unabhängig,nicht durch das Modell erklärt.Endogene Variablen: Variablen, auf diemindestens eine andere wirkt(Sonderform: Mediatorvariablen)Fehlervariable=: Residualvarianz endogener V. Pfadkoeffizienten:direkte Effekte + indirekte Effekte=> Gesamteffekt (Multiplikationsregel) Folie 10
  • Besipiel Pfadmodell Übergang von der Grundschule in dieSekundarstufe 1: Quantifizierungprimärer und sekundärer Herkunftseffekteprimärer Herkunftseffekte: Einflüsse der sozialenHerkunft, die sich auf die Kompetenz der Schülerauswirken und in ihren Zensuren, Übergangsempfehlungenund Schulformwahlen niederschlagen.sekundäre Herkunftseffekte: Einflüsse des sozialenHintergrunds, die losgelöst von der Schulleistung ausunterschiedlichen Bildungserwartungen undEntscheidungsverhalten resultieren.Sekundäre Effekte stehen in der Kritik, da sienicht mit Vorstellungen einer leistungsbezogenenVerteilungsgerechtigkeit vereinbar sind.
  • Längsschnittuntersuchungen • Dienen der Veränderungsmessung• Formen:1. Panel-Untersuchung: Erhebung zu mindestens zwei Zeitpunkten beidenselben Untersuchungsobjekten2. Trendanalyse: Erhebung zu mindestens zwei Zeitpunkten anverschiedenen Untersuchungsobjekte --> Mischform = Kohrtenanalyse