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Materialkunde (Subject) / Beton (Lesson)
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- 1. Woraus wird Porenbeton hergestellt? Nennen Sie eine typische Produktbezeichnung. Porenbeton entsteht durch Porosierung des Bindemittelleims durch den Einsatz von Gasbildnern als Gasbeton oder durch Schaum als Schaumbeton. Porenbeton hat eine große Bedeutung vor allem durch die Entwicklung von Gassilikatbeton (Rohdichte meist unter 800 kg/m3 und Wärmeleitzahl ca 0,2 W/(mK)). Er stellt damit Übergang zu den Dämmstoffen dar.
- 4. Die Betonfestigkeit hangt u.a. von der Gesteinsfestigkeit ab. In welchem Bereich liegen diese Festigkeiten? Eigendruckfestigkeit der Gesteinskörnungen beträgt je nach Gesteinsart: 80,0 - 400,0 N/mm2 Eigendruckfestigkeit des Zementsteins: je nach Zementgüte und Wasserzementwert: 25,0 - 60,0 N/mm2 Bei Leichtbeton überschneiden sich die Werte, do dass hier neben der Zementsteinfestigkeit auch die Kornfestigkeit für die Betonfestigkeit maßgebend ist.
- 5. Erläutern Sie die Expositionsklassen von Beton. Die Expositionsklassen sind in durch die Umgebung entstehende Einwirkung eingeteilt (laut ÖNORM B 4710-1). Unter Umgebung versteht man die chemischen und physikalischen Einwirkungen auf den Beton oder die Bewehrung, welche nicht als Lasten in der Tragwerksplanung berücksichtig wurden. Die Bezeichnung der Expositionsklassen ergibt sich aus: X0 Kein Angriffsrisiko Bewehrungskorrosion verursacht durch · XC Karbonatisierung (Carbonatisation) · XD Chloride (Deicing - Salt) · XS Meerwasser (Sea) XF Frost und Frost-Tausalz (Frost) XA Chemischer Angriff (Acid) XM Verschleiß (Mechanicl Abrasion)
- 6. Was versteht man im Rahmen der Betontechnologie unter einem SCC? Selbstverdichtender Beton Beton, der ohne Verdichtung in die Schalung eingebaut wird. Mehlkorngehalt soll mind. 500kg/m3 sein; Größtkorn ist mit 16 zu begrenzen. Die Sieblinie soll in der Mitte des günstigen Bereich der Normsieblinie oder in dessen oberer Hälfte liegen.
- 7. Wie werden Zuschläge im Beton in der Praxis bezeichnet - Kurzbeschreibung und Erklärung. Wie werden in den jeweiligen Korngruppen die Zuschläge aus ungebrochenem und gebrochenem Zuschlag bezeichnet? (5 Pkte.) Zuschlag: Gesteinskörnungen sind ein Gemenge von Körnern aus natürlichen od künstlichem, dichtem oder porigem Gestein. Mengen- und volumenmäßig bildet der Zuschlag den Hauptbestandteil des Betons; daher bestimmen seine Eigenschaften auch wesentlich die des Betons. In der Praxis wird häufig der Begriff "Zuschlag" für Gesteinskörnungen verwendet. Ungebrochene und Gebrochene Zuschlage sind eine Unterteilung der natürlichen Gesteinskörnungen. Ungebrochene(natürlich gekörnt): zb. Schwerspat (Bart BaSO4)[Schwerbeton], Flußsand [Normalbeton, Mörtel], sehr feine Natursande (GB)[Leichtbeton, Leichtmörtel]... Gebrochene (mechanisch zerkleinert): zb. Gebroch. Schwerspat[Schwerbeton], Splitt[Normalbeton, Mörtel], Holzfasern [Leichtbeton, Leichtmörtel]...
- 8. Erläutern Sie die Druckfestigkeitsklassen von Beton. Bsp: C8/10 -> Druckfestigkeitsklasse Die erste Zahl gibt die charakteristische Zylinderdruckfestigkeit an, die zweite Zahl die charakteristische Würfelfelddruckfestigkeit C - Concrete 8 N/mm2 Charakteristische Druckfestigkeit von Zylindern fck,cyl, mindestens 10 N/mm2 Charakteristische Druckfestigkeit von Würfeln fck,cube, mindestens
- 9. Bei der Sanierung von Betonbauwerken wird die Carbonatisierung geprüft, was versteht man darunter? Warum wird diese Prüfung durchgeführt? Tritt bei Instandsetzung/ Umbau/ oder Verstärkungsarbeiten der Verdacht auf äußerliche nicht sichtbare Schäden auf so kommt die Prüfung der Carbonatisierungstiefe in Frage. Carbonatisierungstiefe Bewehrungs- und Spannstahl ist bei ausreichend dichter und dicker Betonüberdeckung dauerhaft korrosionsgeschützt. Die Schutzwirkung ergibt sich aus der Basizität des Wassers in den Zementsteinporen mit einem pH-Wert von ~12-13. Das in der Luft enthaltene Kohlendioxid diffundiert langsam in die Betonporen, wobei es in Gegenwart von Wasser mit dem Calciumhydroxyd reagiert und dieses zum sauren, nichtschützenden Calciumcarbonat umwandelt: Ca(OH)2+CO2+H2O -> CaCO3+2H2O Dadurch sinkt der pH-Wert in der Betondeckung unter 10 ab, d.h. es findet der Übergang von stark basischem zu schwach basischem bis zu neutralen Verhalten statt. Carbonisierungstiefe ist der Abstand von der Betonoberfläche innerhalb dessen der pH-Wert unter 9,6 abgesunken ist. Überprüfung: Zur Bestimmung der Carbonatisierungstiefe ist eine genügend tiefe Bruchstelle zu schaffen, für das einbringen der Reaktionsflüssigkeit. Der Beton wird bis zur untersuchenden Stelle abgehoben. Unmittelbar danach wird eine 0,1%-ige alkoholische Phenolphtaleinlösung aufgebracht. Nicht carbonatisierter Beton verfärbt sich rot bis violett. Unverfärbter Beton bleibt weißgrau, er bietet nicht mehr genügend Korrosionsschutz für die darunter liegende Bewehrung. Die Dicke der unverfärbt bleibenden Randzone entspricht der Carbonatosierungstiefe. Davon werden Mittelwert und Extremwert der untersuchten Zone auf mm genau angegeben.
- 10. Darf man Gips mit Zement mischen? Wenn ja / nein, warum/nicht? Gipstreiben: wird hervorgerufen wenn der Gipsgehalt eines Zementes seiner chemischen Zusammensetzung nicht angepasst ist. Wird der Zement zur Erstarrungsregelung zugesetzte Gips (ca.3,5%) nicht verbraucht, so kann er nur noch langsam mit dem durch das schnell entstandene Calciumaluminatsulfathydrat umhüllt und damit geschützte Zementkorn reagieren. Dieser Vorgang verzögert sich zusätzlich, d.h. dass auch noch im weitgehend erhärteten Zementstein Calciumaluminatsulfathydrat gebildet wird, was durch die vielen gebundenen Wassermoleküle und durch das dadurch 8-fache größere Volumen gegenüber den Ausgangswirkungen zu großen inneren Spannungen führen kann.
- 11. Erläutern Sie die Expositionsklassen von Beton Die Expositionsklassen sind in durch die Umgebung entstehende Einwirkung eingeteilt (laut ÖNORM B 4710-1). Unter Umgebung versteht man die chemischen und physikalischen Einwirkungen auf den Beton oder die Bewehrung, welche nicht als Lasten in der Tragwerksplanung berücksichtig wurden. Die Bezeichnung der Expositionsklassen ergibt sich aus: X0 Kein Angriffsrisiko Bewehrungskorrosion verursacht durch · XC Karbonatisierung (Carbonatisation) · XD Chloride (Deicing - Salt) · XS Meerwasser (Sea) XF Frost und Frost-Tausalz (Frost) XA Chemischer Angriff (Acid) XM Verschleiß (Mechanicl Abrasion)
- 12. Bei der Sanierung von Betonbauwerken wird die Carbonatisierung geprüft, was versteht man darunter? Warum wird diese Prüfung durchgeführt? Tritt bei Instandsetzung/ Umbau/ oder Verstärkungsarbeiten der Verdacht auf äußerliche nicht sichtbare Schäden auf so kommt die Prüfung der Carbonatisierungstiefe in Frage. Carbonatisierungstiefe Bewehrungs- und Spannstahl ist bei ausreichend dichter und dicker Betonüberdeckung dauerhaft korrosionsgeschützt. Die Schutzwirkung ergibt sich aus der Basizität des Wassers in den Zementsteinporen mit einem pH-Wert von ~12-13. Das in der Luft enthaltene Kohlendioxid diffundiert langsam in die Betonporen, wobei es in Gegenwart von Wasser mit dem Calciumhydroxyd reagiert und dieses zum sauren, nichtschützenden Calciumcarbonat umwandelt: Ca(OH)2+CO2+H2O -> CaCO3+2H2O Dadurch sinkt der pH-Wert in der Betondeckung unter 10 ab, d.h. es findet der Übergang von stark basischem zu schwach basischem bis zu neutralen Verhalten statt. Carbonisierungstiefe ist der Abstand von der Betonoberfläche innerhalb dessen der pH-Wert unter 9,6 abgesunken ist. Überprüfung: Zur Bestimmung der Carbonatisierungstiefe ist eine genügend tiefe Bruchstelle zu schaffen, für das einbringen der Reaktionsflüssigkeit. Der Beton wird bis zur untersuchenden Stelle abgehoben. Unmittelbar danach wird eine 0,1%-ige alkoholische Phenolphtaleinlösung aufgebracht. Nicht carbonatisierter Beton verfärbt sich rot bis violett. Unverfärbter Beton bleibt weißgrau, er bietet nicht mehr genügend Korrosionsschutz für die darunter liegende Bewehrung. Die Dicke der unverfärbt bleibenden Randzone entspricht der Carbonatosierungstiefe. Davon werden Mittelwert und Extremwert der untersuchten Zone auf mm genau angegeben.
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- 14. Woraus wird Porenbeton hergestellt? Porenbeton entsteht durch Porosierung des Bindemittelleims durch den Einsatz von Gasbildnern als Gasbeton oder durch Schaum als Schaumbeton.
- 15. In welcher Größenordnung liegen die Dichte und die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl von Porenbeton. Rohdichte (ρ) meist unter 800 kg/m3 WDD-Widerstandszahl (µ) : 80-180
- 17. In welcher Größenordnung muss die Dichte von Blähtonbeton liegen? Blähtonbeton ist ein Leichtbeton: 0,8 - 2,0 kg/dm3
- 18. In welcher Größenordnung muss die Dichte und die Wärmeleitzahl von Beton? Dichte: Normalbeton 2,0 - 2,6 kg/dm3 Wärmeleitzahl: 2,04 W/mK
- 20. Wie groß sind der E-Modul und Wärmeleitzahl von Beton? E-Modul (nach Hooke'schen Gesetz): E = σ/ε -> 30 000 N/mm2 Wärmeleitzahl: 2,04 W/mK
- 21. Zeichnen Sie die Arbeitslinie von Beton und erläutern sie diese. Zeichnen Sie die Arbeit ein, die zum Bruch erforderlich ist? Siehe Unterlagen
- 22. Erläutern Sie die Angaben der Druckfestigkeitsklassen. Woraus setzt sich Normalbeton zusammen? Bsp: C8/10 -> Druckfestigkeitsklasse Die erste Zahl gibt die charakteristische Zylinderdruckfestigkeit an, die zweite Zahl die charakteristische Würfelfelddruckfestigkeit 8 N/mm2 Charakteristische Druckfestigkeit von Zylindern fck,cyl, mindestens 10 N/mm2 Charakteristische Druckfestigkeit von Würfeln fck,cube, mindestens Normalbeton: Als Festbeton bezeichnet man das erhärtete Gemisch aus Zement, grober und feiner Gesteinskörnungen und Wasser (mit oder ohne Zugabe von Zusatzmittel und Zusatzstoffen).
- 23. Zeichnen Sie die Arbeitslinie von Beton und erläutern sie diese. Zeichnen Sie die Arbeit ein, die zum Bruch erforderlich ist? Arbeitslinie -> Unterlagen Die Bestandteile des Beton (Zuschlagkörner; Calcium-Silicathydrat-Kristalle im Zementstein) sind spröde Werkstoffe. Beton hingegen verhält sich nicht spröde, weil sich bei der Druckbeanspruchung lokal begrenzte Spannungsspitzen ausbilde, die zu örtlich begrenzten Mikrorissen führen, wodurch die Spannungsspitzen abgebaut werden. Ein großer Teil der zugeführten Verformungsenergie wird durch diese Mikrorisse und das Zerkleinern einzelner Partikelchen aufgezehrt. Anhand der im Kurzzeit-Druckversuchs Spannungs-Dehnungs-Linie erkennt man, das Beton kein elastischer Werkstoff ist. Die σ-ε-Linie verläuft von Anbeginn an gekrümmt. Be- und Entlastungslinie fallen nicht zusammen. Auch nach vollständiger Entlastung ist eine geringfügig bleibende Dehnung vorhanden. Betone geringerer Festigkeit sind weniger spröde und verformen sich deshalb stärker als hochfeste Betone.
- 24. Zur Bestimmung der Festigkeit werden die Bruchspannungen der Materialien ermittelt. Welche Festigkeit verwendet man bei Beton bei der normenmassigen Bezeichnung und wie wird die Bruchspannung ermittelt? Die wichtigste Eigenschaft ist die Druckfestigkeit. Diese wird ermittelt durch Probekörper (Würfel, Zylinder). Die Abmessungen der Körper sind genormt: · Würfel (15x15x15cm3) · Zylinder (Ø 15x30cm3) Die Probekörper bleiben bis zum 7. Tag in Wasser (Temperatur von 20°C), anschließend bis Prüfbeginn bei 18-22°C Raumtemperatur. Die Prüfung erfolgt nach dem 28. Tag. Die aus dem Protokoll der Prüfmaschine erhaltenen Werte sind mit nachfolgender Beziehung zu multiplizieren, um sie mit dem für die Würfelfestigkeit geforderten Anforderung der Festigkeitsklasse zu vergleichen und in eine Festigkeitsklasse einzuordnen. Für die Erstprüfung muss der Mittelwert aus 3 Prüfkörpern jeweils aus 3 Chargen (Charge = Masseneinheit) (mittlere Druckfestigkeit) mindestens die Werte erreichen, die bezogen auf verschiedene Festigkeitsklassen von der ÖNORM (ÖNORM EN 12390 - 3 und ÖNORM B 3303) vorgegeben sind. Der Einzelwert darf dabei vom Mittelwert um nicht mehr als 15% abweichen – je nach Wert ist der Beton in die jeweilige Festigkeitsklasse einzuordnen. Bruchmechanismus des unbewehrten Betons Wird Normalbeton mit gleichmäßigem Druck einachsig beansprucht, entsteht in seinem Inneren eine räumliche Spannungsverteilung, weil Zuschlag und Matrix unterschiedliche Verformungseigenschaften aufweisen. Die Zuschlagkörner haben einen höheren Elastizitäsmodul als die Mörtelmatrix, d.h. sie sind steifer und der Kraftfluss verläuft von Zuschlagkorn zu Zuschlagkorn. s. 37 festbeton Obwohl der Beton äußerlich (auf Druck) in einer Richtung beansprucht ist, entstehen im Inneren durch die räumliche Spannungsverteilung und durch das Umlenken der Druckrajektorien beträchtliche Zugspannungen, vorwiegend in der Haftfuge (Verbundzone) zwischen groben Zuschlagkörnern und Mörtelmatrix. -> Mikrorisse treten auf (parallel zur äußeren Druckkraftrichtung im Bereich des Haftverbundes). Bei steigender äußeren Druckbeanspruchung bilden sich weitere Zugspannungen durch die Querverschiebung der Zuschlagköner. -> Mikrorissen können sich auf den gesamten Körper ausdehnen. Das Tragverhalten des Betons bis zum Bruch lässt sich demnach in 4 Abschnitte unterteilen: die elastisch-plastische Verformung der Zementsteinzwischenschichten zwischen den Zuschlägen oder Rissbildung die Mikrorissbildung im Bereich des Haftverbundes die Ausdehnung der Mikrorisse zu Längsrisse durch den gesamten Betonkörper, wodurch dieser in ein stabbündelartiges Gebilde zerlegt wird das Ausknicken und Abscheren der Einzelstäbe dieses Stabbündels
- 25. Was ist die Wärmeleitzahl von Beton? Wärmeleitzahl: 2,04 W/mK
- 26. Schwinden von Beton? Unter Schwinden versteht man eine Volumensverringerung infolge Austrocknung. Bei Behinderung des Schwindens können Zugspannungen entstehen und in deren Folge Schwindrisse. Durch das Austrocknen tritt über den Querschnitt von innen nach außen ein Feuchtigkeits- und Schwindgefälle auf. Das Schwinden der äußeren Schicht wird durch den noch feuchten und nicht schwindenden Kern gehindert, sodass am Querschnittsrand Zug- und im Kern Druckspannungen auftreten (Einspannungszustand). Durch Risse infolge von Schwindspannungen wird die Biegesteifigkeit verringert. Maßnahmen zur Verringerung der Gefahr der Schwindrisse: Schwindung- bzw. Dehnfugen Betonieren in Abschnitten (Schwindlücken, -felder, -plomben) Abdeckung des Betons mit Kunststoffmatten Nachbehandlungsfilme auf Betonfahrbahnen Dampfbehandlung
- 27. Porenbeton Arten der Zusatzstoffe Herstellung Porenbeton entsteht durch Porosierung des Bindemittelleims durch den Einsatz von Gasbildnern als Gasbeton oder durch Schaum als Schaumbeton. Die Steine besitzen eine sehr gute Wärmedämmfähigkeit bei eher mäßiger Druckfestigkeit. Die Struktur weißt eine feine Kupelporigkeit aus, deshalb spricht man von Porenbeton. Porenbeton hat eine große Bedeutung vor allem durch die Entwicklung von Gassilikatbeton (Rohdichte meist unter 800 kg/m3 und Wärmeleitzahl ca 0,2 W/(mK)). Er stellt damit Übergang zu den Dämmstoffen dar. Zusatzstoffe: porenbildende Zusätze
- 28. Größtkorn Beton Größtkorn - in der Regel 2x Durchmesser des Kleinstkorns. Muss kleiner als ¼ der kleinsten Abmessungen des Betons sein. Bei einlagiger Bewehrung darf nicht grösser als 1,25 Faches der dünnere Überdeckung sein. Bei mehrlagiger Bewehrung darf nicht grösser als 0,8 Faches der dünnere Überdeckung sein.
- 30. Kornzusammensetzung? Einkorn, Füllkorn, Sperrkorn und Größtkorn erklären. Erklären sie allgemeine Anforderungen an Korngrößenverteilung bzw. Zusammensetzung zur Betonherstellung..3P Einkorn - Körner mit nahezu gleicher Korngröße Füllkorn - Die Korngröße, die gerade in die Zwickel zwischen den nächstgrößeren Körnern passt, wenn sie nacheinander eingebracht werden. (theoretisch Füllkorngröße = 0,225 des nächstgrößeren Korns) Sperrkorn - kleiner als das Ausgangskorn, aber größer als das Füllkorn (verhindert die Berührung von Einkorn-Kugeln eines Haufewerks) Größtkorn - in der Regel 2x Durchmesser des Kleinstkorns. Muss kleiner als ¼ der kleinsten Abmessungen des Betons sein. Bei einlagiger Bewehrung darf nicht grösser als 1,25 faches der dünnere Überdeckung sein. Bei mehrlagiger Bewehrung darf nicht grösser als 0,8 Faches der dünnere Überdeckung sein. Die Hohlräume müssen mit abgestuften kleineren Körnern ausgefüllt werden. Eine mindest Menge an kleinen Körnen muss vorhanden sein, da grobe Gemische zu sperrig sind zum verarbeiten. Zur Ermittlung günstiger Kornzusammensetzungen dient die Sieblinie (grafische Darstellung der Kornzusammensetzung von Gesteinskörnungen). Richtige Sieblinien haben einen lückenlosen Kornaufbau. (Bild in Unterlagen)
- 31. Betonieren bei hohen Temperaturen erklären. Erklären Sie die Temperatureinflüsse bei Erhärtung von Beton. Insbesondere hohe Temperaturen.2P Wenn die Außentemperaturen so hoch ist, dass die Frischbetontemperatur über 25°C beträgt, erstarrt der Beton so schnell, dass nicht mehr ordnungsgemäß gearbeitet werden kann. Lufttemperaturen zwischen 25-30°C können verabeiteten Beton so austrocknen, dass Risse entstehen oder die Betonoberfläche die erforderliche Beständigkeit/Festigkeit nicht erreicht (Verdunsten). Über 27°C ist meistens eine neue Erstprüfung des Betons notwendig (in der Regel Erstprüfung bei ≤27°C) Maßnahmen: Ausgangsstoffe: · Wasserbehälter hell gestrichen · Wasserleitung vor direkter Sonneneinstrahlung schützen · Zuschlag vor Sonneneinstrahlung schützen · Wasserberieselung für Grobzuschläge vorbereiten · Zement CEM 32,5 bestellen · Eignung der Zusatzmittel bei höheren Temperaturen überprüfen Betonherstellung: · weiche Konsistenz bei gleichem W/B-Wert · Erstarrungsverzögerer beigeben · Luftgehalt prüfen Transport und Einbau: · Transport und Einbau gut aufeinander abstimmen (keine Stehzeiten) · Pumpleitungen und Rutschen nicht der Sonne aussetzen · Beton sofort abdichten · Nachbehandlung setzt sofort ein · Sprühfilm 2x auftragen · Folienabdeckung · Keine Unterbrechung beim Feuchthalten mit Wasser
- 33. Erklären Sie die Betonkategorien Erstprüfbeton und Rezeptbeton. Nach den Anforderungen an die Herstellung und Überwachung unterteilt man nach ÖNORM B 4710-1 den Beton in Betonkategorien Erstprüfungsbeton (Beton E) Rezeptbeton (Beton R) Tabelle (Unterlagen): Betoneigenschaften Erstprüfungsbeton (Beton E) Rezeptbeton (Beton R) Betonfestigkeitsklasse Alle Festigkeitsklassen ≤ C 20/25 (Kubaturen ≤1m3 Verwendungszweck Alle Verwendungszwecke Expositionsklasse X0, XC1,XC2 Betonzusammensetzung Alle durch individuelle Erst Normalbeton gemäß Zusamme prüfungen festgelegten Bet setzung gemäß Tabelle. Als onzusammensetzungen, die Gesteinskörnung sind Korngem den Anforderungen der ÖNO ische aus natürlicher Gesteins RM B 4710-1 Abschnitt 5 körnung zu verwenden. Zusatz entsprechen. stoffe dürfen nicht verwendet werden
- 34. Beschreiben Sie die Nachbehandlung von Frischbeton lt. ÖNORM B 4710-1 (2 Punkte) Die ÖNORM B 4710-1 schreibt vor: der Beton mind. 3 Tage gegen Austrocknen zu schützen (zB.: Feuchthalten, Abdecken mit Folien, Aufsprühen von Nachbehandlunsmittel), auch nach dieser Zeit soll er nur langsam trocknen. Zur Vermeidung von größeren Temperaturgradienten oder bei Verwendung warmen Frischbetons sind entsprechende Maßnahmen vorzusehen. Schutz vor Austrocknung: Nassnachbehandlung: Feuchthalten des Betons bzw. der Schalung. Durch langsames Austrocknen wird auch das Schwinden verzögert. Abdecken der Betonflächen: Zusätzlich zur Nass-Nachhandlung kann bei starker Sonneneinstrahlung ein Abdecken der Betonfläche zweckmäßig sein (zB.: Betonstraßenbau) Auftragen von Nachbehandlungsfilmen: v.a. im Betonstraßenbau, verhindert rasche Austrocknung bzw. Verdunstung Aufsprühen von Wasser: Wichtig bei Beton mit höherer Temperatur: die Wassertemperatur sollte der Temperatur der nachbehandelnden Betonfläche entsprechen (Temperaturspannungen erzeugen ggf. Risse). Wichtig zu beachten (Sichtbeton): Wasser auf jungem, frisch entschlatem Beton kann Ausblühungen zur Folge haben. Schutz gegen Abkühlen oder Erwärmen: wärmedämmende Abdeckungen, Bauzelte o.ä. sind vorzusehen. Schutz gegen Äußere Einwirkungen
- 3. Die Verarbeitbarkeit und Verdichtbarkeit des Betons wird durch die Konsistenz beschrieben. Geben Sie die Ausbreitmaßklassen an. Tabelle Unterlagen
- 19. Geben Sie eine Einteilung von Beton nach der Dichte. Woraus setzt sich Normalbeton zusammen? Tabelle in Unterlagen Normalbeton: Als Festbeton bezeichnet man das erhärtete Gemisch aus Zement, grober und feiner Gesteinskörnungen und Wasser (mit oder ohne Zugabe von Zusatzmittel und Zusatzstoffen).
- 29. Arten von Beton und deren Rohdichte aufzählen. Und Unterscheidung nach Ort der Herstellung. 5P Tabelle in Unterlagen Nach Ort der Herstellung unterscheidet man: Baustellenbeton: hierbei werden die Bestandteile auf der Baustelle zugegeben und gemischt Transportbeton: hierbei wird der Beton, dessen Bestanteile außerhalb der Baustelle abgemessen und vorgemischt wurden, in einbaufertigem Zustand an der Baustelle angeliefert (Lieferbeton).