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Einführung in die BWL (Subject) / Schröder WS 2016/17 (Lesson)
Aufgaben Schröder Uni Due
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- 1 a) Was ist Handel im funktionalen Sinne? 1. a) Handel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Markteilnehmer Güter von anderen Markteilnehmern beschaffen, mit dem Ziel sie an dritte abzusetzen.
- 1 b) Was ist Handel im institutionellen Sinne? 1 b) Handel im institutionellen Sinne umfasst Institutionen deren wirtschaftliche Tätigkeit dem Handel im funktionellen Sinn zuzurechnen ist.
- 1 c) Was spricht gegen eine – im Sinne von b) – institutionenorientierte Ausrichtung der Betriebswirtschaftslehre des Handels? Alle Formen des handels werden ausgeschlossen, die nicht von Handelsbetrieben ausgeübt werden.
- 2. Verdeutlichen Sie an vier Handelsfunktionen, wie die Diskrepanzen zwischen Produktion und Konsumtion überwunden werden können. (1) Räumliche FunktionDer Handel sorgt dafür, dass die örtlich konzentrierte Produktion zu den davon abweichenden Standorten der Konsumenten gelangt.(2) Zeitliche FunktionDer Handel sorgt für den zeitlichen Ausgleich zwischen Angebots- oder Nachfrageüberhängen.Emanzipation der Nachfrage von der Produktion durch die Lagerhaltung des Handels möglich.(3) Quantitätsfunktion(a) Verteilungsfunktion: große Mengen werden in kleinere Mengen aufgeteilt(b) Sammelfunktion: kleine Mengen werden zu größeren Mengen gebündelt(4) Qualitätsfunktion(a) Warenfunktion: Manipulation an der Ware, z.B. Sortieren, Mischen, Verpacken, Endmontage(b) Sortimentsgestaltung: Zusammensetzung des Sortiments stiftet den Kunden einen bestimmten Nutzen (One-Stop Shopping, Kauferlebnis, Image etc.)(c) Ergänzung der Waren um Dienstleistungen, um der Ware einen anderen Nutzen zu geben(5) KreditfunktionÜberbrückung von Liquiditätsengpässen Hersteller: Bezahlung der Ware, vor dem Verkauf an Endverbraucher, eventuell sogar vor der Produktion Verbraucher: Finanzierung des Kaufs durch den Handel (6) Kommunikationsfunktion(a) Informationen vom Hersteller an den VerbraucherDer Handel übernimmt durch die Beratung die Aufklärung der Verbraucher über den Ge- undVerbrauch der Waren.(b) Informationen vom Verbraucher an den HerstellerDer Handel gibt (standortbezogene) Informationen über die Verbraucher an den Hersteller.
- 3 a) Nennen und erläutern Sie zwei Ursachen, warum beim Handel mit Sachgütern Transaktionskosten entstehen? Eine Transaktion ist die Übertragung von Verfügungsrechten und entstehen durch tauschbeziehungen.Bei der Transaktion fallen Kosten der Kommunikation und Information für die Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung, Kontrolle und Anpassung des Leistungsaustausches an.
- 3 b) Nennen und erläutern Sie jeweils eine Möglichkeit, wie ein Handelsbetrieb die Transaktionskosten der Hersteller bzw. der Endkunden senken kann. a) eigene Transaktionskosten senken und diese Vorteile in Form von Preissenkungen an die Nachfrager weitergeben b) Transaktionskosten der Nachfrager senken c) gleichzeitig Transaktionskosten im Handel und bei den Nachfragern senken
- 4. Erläutern Sie mit dem Baligh‐Richartz‐Effekt die Kontaktkostenersparnis, die durch die Einschaltung einesHandelsbetriebes entsteht. Die Kontaktkostenersparnis durch die Einschaltung eines Handelsbetriebesbeträgt m * n - (m+n)
- 5 a)Unterwelchen Voraussetzungen gilt ein Ziel als vollständig operationalisiert? wenn Zielgruppen, Zielinhalte, Zielausmaße, Zeithorizont und der Bedarf an Ressourcen so festgelegt werden, sodass sich daraus konkrete Handlungsanweisungen ableiten lassen und der Erreichungsgrad der Ziele messbar ist (Indikatoren)
- 5 b) Welche Folgen ergeben sich für den Managementprozess, wenn Ziele nicht vollständig operationalisiert sind? Gehen Sie bei IhrerAntwort zu b) auf drei Phasen des Managementprozesses ein. Wenn Ziele in der Phase der Planung nicht vollständig operationalisiert werden, kommt es zu Komplikationen im weiteren Managmentprozess.Sind beispielsweise die Zielinhalte bzw. das Ausmaß der Ziele unzureichend, bleibt unklar, was genau der angestrebte Zustand der Unternehmung ist ( sprich in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln soll.) Es ist wenig sinnvoll maßnahmen zu planen & durchzuführen, wenn unklar ist, was überhaupt erreicht werden soll. Auch vorgesehene Ressourcen & zeitlicher Rahmen sollte konkretisiert werden, da sie neben der Maßnahmenplanung besonders für die kontrolle der ergriffenen Maßnahmen von Bedeutung sind.
- 6 a) Erläutern Sie, was man unter (absoluten) relativem Marktanteil versteht. absoluter Marktanteil: Anteil des Umsatzes der eigenen Unternehmung, am Umsatz des gesamten Marktes. relativer Marktanteil: absoluter Marktanteil der eigenen Unternehmung in Relation zum absoluten Marktanteil des stärksten Konkurrenten.
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- 6 b) Geben Sie ein Zahlenbeispiel Umsatz = 50 ; Stärkster Konkurrent = 210 ;Gesamtmarkt= 500 Abs_Martanteil eigen Unternehmung= 50/500=10% Abs_Martanteil Konkurrent = 210/500=42% Relation : 10/42= 23,8%
- 6 c) Welche Probleme sehen Sie bei der Ermittlung des relativen Marktanteils? Es wird nur ein Vergleich zu dem stärksten Konkurrenten gemacht abhängigkeit und Verbundeffekte werden nicht berücksichtigt
- 7 Ein Handelsbetrieb wird als ein theoretisches Konstrukt bezeichnet. a) Was versteht man unter einem theoretischen Konstrukt? Ein theoretisches Konstrukt ist eine gedankliche Vorstellung von der Realität. Es erfasst sprachlich die Realität (Konzeptualisierung)
- 7 b) Verdeutlichen Sie an dem Beispiel von Handelsbetrieben, wie man dieses theoretische Konstrukt einer empirischen Untersuchung zugänglich machen kann. Es bedarf einer Konzeptualisierung (Definition) und Indikatoren (Operationalisierung), die eine Messung ermöglichen.Vorgehensweise1. Konzeptualisierung2. Operationalisierung3. Messung
- 7 b) Verdeutlichen Sie an dem Beispiel von Handelsbetrieben, wie man dieses theoretische Konstrukt einer empirischen Untersuchung zugänglich machen kann. Will man die Unternehmensgröße oder den Unternehmenserfolg eines Handelsbetriebs untersuchen, so muss man beide Begriffe erst operationalisieren unter Zuhilfenahme empirischer Indikatoren wie Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Gewinn, Marktanteil etc.
- 8 a) Nennen und erläutern Sie zwei Unterschiede, wie die Methoden der Klassifizierung und der Typisierung bei der Systematisierung vorgehen. a) Klassifizierung: Eine Einteilung/Gruppierung von Objekten/Begriffen nach einem bestimmten gemeinsamen Merkmal. b) Typisierung: Die Einteilung von Objekten nach multiplen gleichrangigen Merkmalen. 1) Während dieKlassifizierung durch starre Klassengrenzen gekennzeichnetist, sind die Grenzen der Typisierung fließend. 2)Typisierung hat mehr Freiraum&Flexibilität zur Kennzeichung von Handelbetrieben als bei Klassifizierung. bei jedem merkmal wird untersucht, ob die jeweilige Ausprägung auf den betracgtetn handelsbetrieb zutrifft.
- 9 Es gibt verschiedene Ansätze der Systematisierung der Erscheinungsformen von Handelsbetrieben. a) Wasist gemeint, wenn man in diesem Zusammenhang von einer Anbieterperspektive und einer Nachfragerperspektive– siehe Weinberg und Purper (2004) – spricht? Die Anbieter und Nachfrager betrachten Handelsbetriebe aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Während Anbieter Handelsbetriebe eher Objektiv nach Typ und Klasse systematisieren, tun Nachfrager dies oft Anhand von subjektiven Präferenzen wie der Vorliebe für ein bestimmtes Kaufhaus oder Produkt etc.
- 9 b)Warum wird der Anbieterperspektive offenbar sowohl in der Forschung als auch in der Praxis der Vorzug gegeben? Weil diese im gegnsatz zu der nachfragerperspektive als "erforscht" angesehen werden kann.Die klassiche Betriebsformenmerkmale/sortimentsbreite/-tiefe, Preisnieveau, Serviceniveau, Verkaufsfläche, Ladengestaltung Standort ordnen Handelsanbieter in Betriebsformen ein. Ein Geschäft XY wird aus Anbietersicht einem Supermarkt zugeordnet, da es die entsprechenden Kriterien erfüllt bzw. die erforderlichen Merkmale aufweist. Durch die problemlose Einordnung werden Betriebsformen und die dazugehörigen Handelsanbieter empirisch untersuch & vergleichbar. Im Gegensatz dazu weist die Nachfragerperspektive eine große Forschungslücke auf, wodurch die Konsumenten meistens anders entscheiden als die Literatur/Anbieter
- 9 c) Es gibt verschiedene Ansätze der Systematisierung der Erscheinungsformen von Handelsbetrieben. b) Warum wird der Anbieterperspektive offenbar sowohl in der Forschung als auch in der Praxis der Vorzug gegeben? c) Nehmen Sie dazu kritisch Stellung. In der Forschung und in der Praxis ist es wenig sinnvoll die Nachfragerperspektibe als Maßstab anzunehmen, da es nahezu unmöglich ist, das alle Konsumenten nach den gleichen Krieterien entscheiden. Konsumenten haben eine unterschiednliche Wahrnehmung da diese stest nach ihren eigenen Bedürfnissen entscheiden. So verfolgt die Nachfragerperspektive lediglich subjektive Interessen&keine objektiven ziele wie Marketing oder Image
- 10 a) Welche Zielsetzung verfolgen Weinberg und Purper (2004) mit ihrer Untersuchung? Sie wollen die Frage klären ob Konsumenten die Betriebsformen tatsächlich so beurteilen wie es in der Literatur behauptet wird.
- 10 b Welche Zielsetzung verfolgen Weinberg und Purper (2004) mit ihrer Untersuchung? b) Was ist derAnsatz ihrer empirischen Untersuchung? Ansatz der Untersuchung war eine Umfrage auf Konsumentenseite in Form von Interviews zur Systematisierung der Handelsbetriebe aus Konsumentensicht.
- 10 c c) Zu welchen Ergebnissen gelangen sie? Die in der Literaturangaben werden nur bedingt bestätigt. Einerseits werden Handelsanbieter zum Teil unterschiedlich beurteilt, andererseits weichen die Merkmalasuprägungen erheblich von den Literaturangaben ab.
- 11. Bauer (1995) sagt: „In Theorie und Praxis der Wirtschaft wird oft mit einem stillschweigenden Einverständnis darüber gesprochen, was man im konkreten Fall unter einem Markt zu verstehen hat. […] Meist wird jedoch nicht einmal erkannt, daß Aussagen über Marktgegebenheiten eine Bestimmung des Marktes voraussetzen.“ Wenn dies zutrifft, welche Konsequenzen hätte dies a) für marktbezogene Kennzahlen und b) für wissenschaftliche Aussagen? Richten Sie Ihre Ausführungen zu b) an den kognitiven Wissenschaftszielen aus. a) markbezogene Kennzahlen sind Indikatoren die man zur Analyse eines Marktes heranziehen kann. Ist der Markt nicht Definiert, kann auch keine Analyse stattfinden und die Kennzahlen würden einer Ansammlung von Daten entsprechen die in keinen Kontext gebracht werden können.b) Einen Markt beschreiben, erklären und prognostizieren ist ohne eine genau Definition des Marktes nicht möglich.
- 12 a) Welcher Zusammenhang besteht zwischen Wettbewerb und Märkten? Existenz von Märkten mindestens 2 Anbieter oder Nachfragerantagonistisches Verhalten der Marktteilnehmer
- 12.b) Wie sinnvoll kann es sein, von Wettbewerb in einer Branche zu sprechen? Es besteht ein großer Wettbewerb in einer Branche, aufgrund verschiedener Faktoren , die einen Wettbewerber verdrängen können: - neue Wettbewerber- Rivalität in der bestehenden Branche- Bedrohung durch Ersatzprodukte etc.
- 13. a) Erläutern Sie das Bedarfsmarktkonzept und das Beschaffungsmarktkonzept nach den Vorstellungen von Helmut Arndt. b) Zu welchen Ergebnissen gelangt man, wenn diese Konzepte angewandt werden? Das Bedarfsmarktkonzept hat die Austauschbarkeit der Anbieter durchNachfrager zum Gegenstand. Damit wird die Frage beantwortet, welche Akteure zu einem Markt auf der Anbieterseite gehören Das Beschaffungsmarktkonzept hat die Austauschbarkeit der Nachfragerdurch die Anbieter zum Gegenstand. Damit wird die Frage beantwortet, welche Akteure zu einem Markt auf der Nachfragerseite gehören
- 14 Diskutieren Sie die Sinnhaftigkeit, den Lebensmitteleinzelhandel und die Drogeriemärkte nicht als einen gemeinsamen Markt zu betrachten Es gibt keine Kunden, die Drogerieartikel ausschließlich in Drogeriemärkten kaufen. Die Käuferreichweite & Bedarfsdeckungsquote sprechen nicht dafür, dass Drogeriemärkte nicht zum sachlich relevanten Markt des Lebensmitteleinzelhandel gehören.
- 15. a) Was versteht das Bundeskartellamt unter einem Sortimentsmarkt? Sortimentsmarkt: Nahrungs- und Genussmitteln einschließlich Wasch-, Putz-, und Reinigungsmittel
- 15 b) Was ist dagegen ein Produktmarkt? Güter die typischerweise nicht unbedingt von Verbrauchern im LEH erwartet werden z.B Fahrräder, Fernseher
- 15 c) Wie zweckmäßig ist es, aus der Sicht der Endkunden bei Lebensmitteln von Sortimentsmärkten auszugehen? jj