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Päda (Subject) / Kreativität (Lesson)

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This lesson was created by hannemac.

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  • Hohe Erwartungen an den Begriff „Kreativität“ An wenig andere Begriffe werden so hohe Erwartungen gestellt wie an den Begriff der Kreativität. „Kreativität“ steckt voller Versprechungen“. Der Begriff „Kreativität“ wird selten kritisiert. Frage: Rührt diese Hochschätzung von einer pessimistischen oder von einer optimistischen Betrachtung? Frage: Ist „Kreativität“ ein Ziel oder ein Mittel?
  • Forschungsgeschichte Die Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Kreativität“ beginnt in den USA nach dem ersten Weltkrieg. IQ-Messungen der Army lieferten unzufrieden stellende Ergebnisse (geringer Durchschnittswert der Gesamtbevölkerung, geringerer Durchschnitts-IQ von Schwarzen im Vergleich zu Weißen) Im Zuge des Kalten Krieges und des Wettbewerbs um die „Vorherrschaft im Weltraum“ mit der UdSSR wurde in den USA der Begriff „Begabung“ genauer betrachtet, wobei „creativity“ als eine von vier Komponenten (creativity, intelligence, morality, psychological adjustment) festgelegt wurde.   Die Frage: Was ist Kreativität? bleibt bestehen. Von Hentig dazu: „Der Intelligente tut, was er soll. Der Kreative tut, was er will.“
  • Forschungsmängel   Nach wie vor gibt es (so von Hentig) keine genaue Begriffsbestimmung von „Kreativität“   1)      Kreativität wird in der Regel an Personen festgemacht: “der Kreative” Problem: eine Abgrenzung von „Schöpferisch“ und „Intelligent“ ist nicht haltbar. Personen können auch beides sein 2)      Kreativität wird in der Regel nicht an Situationen festgemacht, doch gibt es eine Reihe von Situationen, die der Kreativität förderlich sein können. (Spiel, Not, Furcht, Streit, Stille, Langeweile, …) 3)      Auch Weltanschauungen können Kreativität beeinflussen: Existentialismus vs. Prädestination 4)      Das Wagnis des Neuen allein macht noch keinen Schöpferischen Akt aus. 5)      Der Witz als Bestandteil der Kreativität
  • Praxismängel Von Hentig kritisiert scharf, dass vieles, das in der Schule als Kreativität verkauft wird, keine ist.
  • Die Rolle der Kunst „Kreativität“ als befreiende Funktion – kann nicht programmatisiert werden.
  • Skepsis aus vielerlei Gründen falsche Gegnerschaft und falsche Berühmung der Kreativität falsche Auslegung der Kreativität falsche Instrumente der Kreativitätsförderung falsche Motive der Kreativitätsförderung
  • falsche Gegnerschaft und falsche Berühmung der Kreativität Kritik: „das staatliche Schulewesen ist aufgrund seiner utilitären Ausrichtung „Gegner“ von Kreativität“ von Hentig: Eher das Gemeinwesen, als „Bestimmer“ ist hier verantwortlich Kritik: „Die ‚Verkopfung’ der Schule hemmt Kreativität“ von Hentig: Eher die sachwidrige Zuordnung der Kreativität (z.B. nicht in den Mathematikunterricht) ist das Problem Kritik: „Eltern und Schule setzen Kinder mit der Einschulung auf die Karriere an“ von Hentig: Dies ist zwar tatsächlich ein aktuelles Problem, jedoch kein Hemmnis für Kreativität Kritik: Ordnung, Disziplin, Tradition als „natürliche Feinde“ der Kreativität von Hentig: sie sind sogar Voraussetzungen!
  • falsche Auslegung der Kreativität Kreativität wird oft als Ursprünglichkeit Unmittelbarkeit Kindlichkeit Ausgelassenheit dargestellt. Diese Auslegungen sind erstens ungenau („Kindlichkeit“ wird  hier beispielsweise mit einem stereotypen, Kindern nicht gerecht werdenden Bild belegt) und zweitens nicht richtig.   Von Hentig kritisiert auch die oftmals  dargestellte Beziehungen von Chaos und Kreativität und Kreativität und Destruktion
  • falsche Instrumente der Kreativitätsförderung Kreativität kann nach von Hentig nicht durch das Befolgen von Rezepten erreicht werden. Paradoxon: „Anleitung zum Querdenken“
  • falsche Motive der Kreativitätsförderung Kritik: das ökonomische Interesse an Kreativitätsförderung („Kreativität als Chance für den Standort Deutschland“) wird von der Institution Schule kritiklos umgesetzt. Von Hentig: „Kreativität lässt sich nicht in den Dienst einer herrschenden Ordnung oder gegebenen Einrichtung nehmen. Ein Produkt einer sochen – zum Beispiel des Marktes oder der Schule – kann sie nicht sein“ (S.68)
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  • Fazit Das Positive liegt in der Bescheidung. Man kann Kreativität nicht so sehr fördern oder gar herstellen   Man muss sich die Verhinderung klarmachen und diese vermeiden. Verhinderer: Sättigung, Gewissheit, die Folgen des Reichtums und der guten pädagogischen Absichten Voraussetzungen für Kreativität: die Erfahrung eines Problems, das einem „zu schaffen macht“ ein ermutigendes Vorbild der Widerstand der Realität gegen beliebige Einfälle ein ermutigendes Echo – eine sachliche Anerkennung