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Feldbodenkunde (Subject) / Einführung (Lesson)

Allgemeine Einführung zur Feldbodenkunde.

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  • Warum überhaupt Feldbodenkunde? Bodenkartierung wissenschaftliche Boden- und Vegetationskunde,Geomorphologie gutachterliche Situationsbeurteilung Umweltbildung
  • Was versteht man unter Bodenkartierung? Allg. Landesaufnahme (Bodenkarte versch. Maßstäbe) Nutzungspotentiale (z.B. Forstliche Standortkarte) Filter/Puffer/Speicher (z.B. Wasserhaushalt, C-Sequestrierung) Naturschutzfachliche Bewertung off-site Gefährdungen (Erosionsgefährdung,Trinkwasserschutz)
  • Nennen Sie die inhaltlich und der Orientierung dienenden vier Punkte des Moduls. Faktoren der Bodenbildung Bodenbildenden Prozesse Horizontdifferenzierung Bodenprofil
  • Nennen sie die 7 Faktoren der Bodenbildung. Ausgangsgestein Klima Vegetation Topografie Fauna Anthropogene Einflüsse Zeit
  • Was versteht man unter einem Bodenhorizont? (4) vertikale Gliederung im Bereich der Erdoberfläche Unterscheidung von Nachbarlagen vertikale und horizontale Heterogenität im Horizont geringer als zwischen den Nachbarlagen entstanden durch bodenbildende (pedogene) Prozesse
  • Wodurch können sich Bodenhorizonte unterscheiden? (9) Farbe, Mineralbestand, pH KAK (Kationen-Austausch-Kapazität) Basensättigung Durchwurzelung Körnung Dichte Porosität etc.
  • Wie werden Bodenhorizonte bezeichnet? Mit Großbuchstaben.
  • Mit welchen Bezeichnungen werden Bodenhorizonte noch weiter untergliedert? (3) mit Kleinbuchstaben zu den Großbuchstaben des Bodenhorizontes nachgestellt: pedogene Merkmale vorangestellt: geogene, anthropogene Merkmale
  • Was ist der A-Horizont? mineralische Oberbodenhorizonte Humusangereichert und/oder pedogen verarmt an Kolloiden, Humus (durch Auswaschung)
  • Was ist der B-Horizont? Was sind die Hauptmerkmale? (4) durch Verbraunung/Verlehmung, oder durch Einwaschung geprägt Stoffanreicherung Mineralumwandlung Strukturbildung
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  • Nennen sie die Großbuchstaben der pedogen geprägte Unterbodenhorizonte. (6) B P T S G M
  • Was sind die Charakteristika eines P-Horizontes? sehr tonreich mit abiotischer Strukturbildung
  • Was sind die Charakteristika eines T-Horizontes? Residualtone aus Carbonatverwitterung mit abiotischerStrukturbildung
  • Was sind die Charakteristika eines S-Horizontes? durch Wechselfeuchte (Stauwasser) geprägt, redoximorph
  • Was sind die Charakteristika eines G-Horizontes? durch permanente Feuchte (Grundwasser) geprägt redoximorph
  • Was sind die Charakteristika eines M-Horizontes? Akkumulation von humosem Oberbodenmaterial aus Erosion
  • Was sind die Charakteristika eines C-Horizontes? Untergrund Ausgangsmaterial, z.T. vorverwittert
  • Nennen Sie die drei organischen Horizonte in ihrer theoretisch möglichen Abfolge von oben nach unten. L O H
  • Was sind die Charakteristika eines L-Horizontes? weitgehend unveränderte Streu oft nur temporär
  • Was sind die Charakteristika eines O-Horizontes? stark fragmentierte Streu bis zu vollständig humifiziertem Materialan der Bodenoberfläche
  • Was sind die Charakteristika eines H-Horizontes? Torfe, wassergeprägt
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "d", und womit wird es kombiniert? dicht (wasserstauend) kombinierbar mit S
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "e", und womit wird es kombiniert? eluvial (ausgewaschen) kombinierbar mit A
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "f", und womit wird es kombiniert? vermodert kombinierbar mit O
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "h", und womit wird es kombiniert? humifiziert bzw. humusangereichert kombinierbar mit O, A,B
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "i", und womit wird es kombiniert? initial kombinierbar mit A
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "l", und womit wird es kombiniert? lessiviert (ausgewaschen) kombinierbar mit A
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "o", und womit wird es kombiniert? oxidiert kombinierbar mit G
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "p", und womit wird es kombiniert? gepflügt kombinierbar mit A
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "r", und womit wird es kombiniert? reduziert kombinierbar mit G
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  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "s", und womit wird es kombiniert? Anreicherung von Al und Fe-Oxiden (Sesquioxide) mit B
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "t", und womit wird es kombiniert? Einwaschung von Ton kombinierbar mit B
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "v", und womit wird es kombiniert? (4) verbraunt verlehmt verwittert kombinierbar mit B und C
  • Welche Information für pedogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das nachgestellte Formzeichen "w", und womit wird es kombiniert? stauwasserbeeinflusst kombinierbar mit S
  • Was versteht man unter Sesquioxiden? Sesquioxide sind chemische Verbindungen Oxide, die ein Verhältnis des Metalls oder Halbmetalls zu Sauerstoff von 1 : 1,5 aufweisen (sesqui = „eineinhalbfach“) stöchiometrisch genauen Zusammensetzung haben daher die allgemeine Summenformel A2O3 wobei A die Oxidationszahl +III besitzt.
  • Welche Information für geogene und anthropogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das vorangestellte Formzeichen "a", und womit wird es kombiniert? Auendynamik mit A, C, G, M
  • Welche Information für geogene und anthropogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das vorangestellte Formzeichen "c"? carbonatisch (> 75%)
  • Welche Information für geogene und anthropogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das vorangestellte Formzeichen "e"? mergelig (2 bis 75 % Carbonat)
  • Welche Information für geogene und anthropogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das vorangestellte Formzeichen "i"? silikatisch (< 2% Carbonat)
  • Welche Information für geogene und anthropogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das vorangestellte Formzeichen "l"? locker grabbar
  • Welche Information für geogene und anthropogene Merkmale bei Bodenhorizonten enthällt das vorangestellte Formzeichen "m"? massiv nicht grabbar
  • Nennen Sie allgemein 6 Prozesse, die innerhalb von Böden ablaufen können. Verwitterung Humusakkumulation Tonmineralneubildung Lessivierung Podsolierung Versauerung
  • Nenne SIe vier allgemeine Merkmale zur Beschreibung von Böden. Farbe Körnung KAK Wasserleitfähigkeit
  • Nennen Sie 5 allgemeine Funktionen von Böden. Nutzugsart Pflanzenertrag Tragfähigkeit Befahrbarkeit Filterleistung
  • Nennen Sie die drei wichtigesten Klassifikationsprinzipien von Böden. Faktorenklassifikation (z.B. nach klimatischen Klassen) Merkmalsklassifikation (Merkmale wie Farbe etc. stehen im Vordergrund) genetische Klassifikation (berücksichtig vorallem Bodenbildende Prozesse als Gliederungsmerkmal; deutsche Klassifikation)
  • Was versteht man unter einem Kolloid? Teilchen oder Tröpfchen die im Dispersionsmedium (Feststoff, Gas oder Flüssigkeit) fein verteilt sind die Größe der einzelnen Teilchen liegt typischerweise im Nanometer- oder Mikrometer-Bereich.
  • Was versteht man unter humidem Klima? Humides Klima ist gleichbedeutend mit feuchtem Klima in Anlehnung an französisch humide in gleicher Bedeutung von lateinisch umidus „feucht, nass, wässerig“
  • Nennen Sie die drei Prozesse die in-situ in Böden stattfinden. Verbraunung Humusakkumulation Verlehmung
  • Was versteht man unter Verbraunung von Böden? Die Verbraunung ist ein wesentlicher Prozess der Bodenbildung (Pedogenese), bei dem sich im Boden durch Verwitterung intensiv gefärbte Eisenverbindungen bilden, die die Bodenfarbe beeinflussen.Im Boden liegen zahlreiche eisenhaltige Primär-Minerale wie Olivin, Biotit, Amphibol oder Pyroxen vor. Infolge der chemischen Verwitterung wird das ehemals in den Mineralgerüsten eingebaute, farblose Eisen(II) freigesetzt. Anschließend oxidiert es im Beisein von Wasser und Sauerstoff zu unterschiedlichen und farbigen Eisen(III)verbindungen. Diese umhüllen die Mineralkörner als feines Häutchen und nehmen zusammen mit Humus (schwarz) einen wesentlichen Einfluss auf die Farbe des Bodens.Welche Verbindungen in welcher Menge entstehen, ist von den Klimaverhältnissen abhängig (Temperatur und Wasserverfügbarkeit).
  • Was versteht man unter Verlehmung in der Bodenkunde? Die Verlehmung ist ein wesentlicher Prozess der Bodenbildung (Pedogenese), bei dem es durch Silikatverwitterung und Neubildung von Tonmineralen zu einer Korngrößenverminderung kommt. Dadurch wird die Textur eines Bodens immer feiner. Im Boden liegen zahlreiche bodenbildende Silikate vor (z.B. Glimmer, Olivin, Biotit, Amphibol oder Pyroxen). Durch die chemische Verwitterung (Oxidation, Hydrolyse und Hydratation) werden deren Gerüste in Fragmente aufgespalten, so dass Eisenverbindungen, leichtlösliche Ionen sowie Kieselsäure und Aluminiumhydroxide freigesetzt werden. Die Kieselsäure und die Aluminiumhydroxide reagieren in Situ miteinander und fügen sich zu neuen Gerüsten zusammen. Dadurch bilden sich im Boden neue Tonminerale wie Illit, Vermiculit und Smectit. Diese neu entstandenen Minerale besitzen eine deutlich geringere Korngröße als die verwitterten, aus deren Fragmenten sie bestehen. Mit fortschreitender Verwitterung wird der Boden damit immer feiner. Die meisten leicht löslichen Ionen werden ausgewaschen (Entkalkung und Auswaschung); ein Teil wird in die Gerüste der neuen Minerale eingebaut. Die Verlehmung ist untrennbar mit dem Prozess der Verbraunung verbunden. Hierbei bildet das freigesetzte Eisen intensiv gefärbte Verbindungen, die die Bodenfarbe beeinflussen. Im gemäßigten Klima Mitteleuropas nimmt der Boden hierdurch seine typischen braunen Farbtöne an.