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Sozialpsychologie (Subject) / Vorurteile und Diskriminierung (Lesson)

1. Definitionen und Merkmale von Vorurteilen 2. Stereotype: Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Vorurteilen 3. Diskriminierung und Diskriminierungsarten 4. Unterschiedliche Varianten von Vorurteilen 5. Die zentrale Fragestellung und die zentralen Ergebnisse der frühen Studien von Clark & Clark. 6. Was sind Illusorische Korrelationen?

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  • Definiere Stereotype threat Gefahr laufen, ein negatives Stereotyp über die eigene Gruppe als Selbstbeschreibung zu bestätigen.
  • Funktionen von Stereotype threat Kann Konsequenzen von Stereotypen darstellen  Kann Stereotypen und Vorurteile aufrechterhalten  Hat Auswirkung auf Identität und Selbst
  • Welche Bedingungen ,müssen gegeben sein, damit es in Tests deutliche Leistungsunterschiede gibt die mit Stereotypen übereinstimmen? Es werden Leistungen geprüft die angeblich Informationen über Gruppenzugehörigkeit liefern. (ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht)
  • Stereotype threat Studienergebnisse Identität wird mit einem negativen Stereotyp verbunden  und dieses Stereotyp in einer bestimmten Situation von Bedeutung ist.   Je nachdem, welche Art Identität „geprimed“, fallen die Ergebnisse besser oder schlechter aus. 
  • Vermittelnden Prozesse zwischen der Aktivierung des Stereotyps und dem jeweiligen Verhalten Angst, erhöhter Blutdruck in derartigen Testsituationen, erhöhte Hautleitfähigkeit, genereller Erregungsanstieg
  • Vermittelnden Prozesse zwischen der Aktivierung des Stereotyps und dem jeweiligen Verhalten Angst, erhöhter Blutdruck in derartigen Testsituationen, erhöhte Hautleitfähigkeit, genereller Erregungsanstieg Reduktion der kognitiven Lestung durch die Erfahrung der stereotypen Bedrohung.
  • Shapiro und Neuberg (2007) zwei Dimensionen der Arten von Bedrohungen Ziel der Bedrohung: Eigene Person oder Gruppe? Urasche der Bedrohung: Liegt Ursache bei eingener Person oder bei Mitgliedern der in-group oder out-group
  • Faktoren für Reduktion von Stereotype threat individuelle Unterschiede: . interne Kontrollüberzeugung, ausgeprägtes Selbstwertgefühl und geringe Erfolgserwartunge Stärke und Relevanz an sozialer Identität Strategien der Ablenkung von stereotypisierten Gruppen-Identifikation Situative Faktoren: Zusammensetzung der Gruppe (bei gleichgeschlechtlicher Gruppe verschwindet Stereotype threat Effekt) Bezeichnung der Aufgabe
  • Wie hoch ist die Korrelation zwischen Vorurteilen und diskriminierendem Verhalten Meta-Analyse (Schütz & Six, 1996) mittlere Korrelation r=.29
  • Korrelation zwischen Vorurteilen und Verhaltensintention nach Meta-Analyse (Schütz & Six, 1996) r=.37
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  • Möglichkeiten für Veränderung/ Reduktion von Vorurteilen, Stereotypen und diskriminierendem Verhalten . Strategien persuasiver Kommunikation (inklusive Filme, Anzeigenspots, Appelle, Informationen etc.) Lehr-Lernprogramme in mehrteiligen Unterrichtsprogrammen Kognitive Trainings (z.B. Abbau des kognitiven Ethnozentrismus)  Rollenspiele (Lernen von Perspektivenübernahme)  Kontaktprogramme, Klassenfahrten  Veränderung des Erziehungsverhaltens in der Schule Veränderung der sozioökonomischen Bedingungen . Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen (Zuwanderungsgesetze, Arbeitserlaubnis, Aufhebung von Rassentrennung (Apartheid-Politik) Soziale Protestbewegungen
  • eines der wichtigsten Mittel, um Vorurteile und diskriminierendes Verhalten zu reduzieren systematische Erhöhung des Kontakts
  • Bedingungen zur Kontakthypothese nach (Amir, 1969, Allport, 1954) Freiwilligkeit der Kontaktaufnahme und Kontakt auf „Augenhöhe“ (d.h. vergleichbarer, ähnlicher Status)
  • Bedingungen von Kontakt für eine Vorurteilsminderung Gemeinsame übergeordnete Ziel (wie z.B. in der letzten Phase der Ferienlager-Experimente von Sherif et al.)  Intergruppale Kooperation (kein Wettbewerb; Jigsaw-Methode) Gleicher oder vergleichbarer Status  Unterstützung durch Autoritäten und Institutionen, als Förderer und Unterstützer von Kontakt . Etablierung von intergruppalen Freundschaften als Etablierung der Vorurteilsminderung.
  • Nach Pettigrew (1998) vier Prozesse zur Veränderung der Vorurteile und Stereotype 1. Aneignung von Wissen und Informationen 2. Änderung des eignen Verhaltens gegen über der anderen Gruppe 3. Aufbau affektiver Bindungen (setzt wiederholten Kontakt voraus) 4. Neubewertung der Eigengruppe
  • Ergebnisse Pettigrew & Tropp (2006) Meta-analyse  Kontakt führt zu einer Vorurteilsreduktion und das diese Reduktion um so größer ist je näher man an den optimalen Programm Bedingungen für Kontakt ist.  Korrelationen Vorurteile und Kontakt Labor r=.34 Feldstudien r=.20  Feldstudie + günstige Faktoren nach Allport r=.29
  • SIT steht für Theorie der sozialen Identität
  • Modelel für Reduktion von Vorurteilen und diskriminierendem Verhalten (Brewer & Miller, 1984; Gaertner & Dovidio, 2000). Modell der Dekategorisierung: Kategorisierung soll verhindert werden. Person soll mit jeweiliger Besonderheit (individueller, persönlicher Identität) wahrgenommen werden. Modell der Eigengruppenidentität (common in-group identity model) gemeinsame Kategorie für alle durch Veränderung der Kyategoriengrenzen Modell der wechselseitigen Distinktheit wechselseitig der anderen Gruppe positive Merkmale anerkennen.
  • Programm zur Reduktion von Vorurteilen wird in Schulen angewendet. von Aronson et al. (1978) 6 Schüler mit unteschiedlichem ethnischem Hintergrund arbeiten zusammen an einem Puzzle-Projekt. Jeder bekommt 1/6 der Information daher muss zusammengearbeitet werden
  • 2 Dimensionen der sozialen Wahrnehmung nach Fiske (Stereotype content model) Warmth Competence
  • Stereotype Content Model (SCM) v. Fiske et al., 2002 Erklären Zwei Dimensionen der sozialen Wahrnehmung - “warmth“ und „competence“ werden aus dem wahrgenommenen „competition“ und „status“ vorhergesagt Bestimmte Kombinationen der beiden Merkmale führen entweder zu Bewunderung, Verachtung, Neid und Missachtung
  • Paternalistic stereotype low status, not competitive (e.g. housewives, elderly people, disabled people)
  • Contemptuous sterotype low status, competitive (e.g. welfare recipients, poor people)
  • Admiration High status, not competitive (e.g. ingroup, close allies)
  • Envious stereotype high status competitive (e.g. Asians, Jews, rich people, feminists) 
  • Competition generates.. (Stereotype Content Model) No competition generates... low status generates... high status generates--- Competition generates = low warmth No competition generates = high warmthlow status generates = low compentencehigh status generates = high competence
  • Erfolge des Jigsaw Puzzles verbessertes Selbstwertgefühl bessere Leistungen erhöhte Interaktionsrate empathische Zuwendung
  • 10 verschiedene Arten feindseliger Einstellungen Part 1 1. Rassismus, „Aussiedler sollten besser gestellt werden als Ausländer, da sie deutscher Abstammung sind“ 2. Fremdenfeindlichkeit, „Es leben zu viele Ausländer in Deutschland“ 3. Antisemitismus, „Durch ihr Verhalten sind die Juden an ihren Verfolgungen mitschuldig“ 4. Homophobie, „Es ist ekelhaft, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen“ 5. Islamophobie, „Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land“ 
  • 10 verschieden Arten feindseliger Einstellungen Part 2 6. Etabliertenvorrechte,“Wer irgendwo neu ist, sollte sich erst mal mit weniger zufrieden geben“ 7. Klassischer Sexismus , „Für eine Frau sollte es wichtiger sein, ihrem Mann bei seiner Karriere zu helfen, als selbst Karriere zu machen“ 8. Abwertung von Menschen mit Behinderung, „Viele Forderungen von Behinderten finde ich überzogen“ 9.Abwertung von Obdachlosen, „Die meisten Obdachlosen sind arbeitsscheu“ 10. Abwertung von Langzeitarbeitslosen., „Ich finde es empörend, wenn sich die Langzeitarbeitslosen auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben machen
  • Allgemeine Fakten zur gruppenbasierten Menschenffeindlichkeit gmf generell eher in unteren Soziallagen verbreitet Islamophobie seit 2009 zugenommen deutlicher Anstieg bei der Einforderung von Etabliertenrechten Anstieg fremdenfeinlicher Einstelllungen
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  • Ergebnisse der Studie Rechtsextremismus der Mitte: Eine Studie von O. Decker, J.Kiess & E. Brähler, 2013 1.  Vorurteile und Stereotype am stärksten ausgeprägt bei den Ostdeutschen und den älteren Westdeutschen. 2. Die Zunahme  ärmere Bevölkerungsgruppen führt zu einer Zunahme anti-demokratischer Einstellungen. 3. Mehrmalige Arbeitslosigkeit führt zu höheren Werten in allen Dimensionen. 4. Die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen“  36% Zustimmung.
  • Ergebnisse der Studie Rechtsextremismus der Mitte: Eine Studie von O. Decker, J.Kiess & E. Brähler, 2013 1.  Vorurteile und Stereotype am stärksten ausgeprägt bei den Ostdeutschen und den älteren Westdeutschen. 2. Die Zunahme  ärmere Bevölkerungsgruppen führt zu einer Zunahme anti-demokratischer Einstellungen. 3. Mehrmalige Arbeitslosigkeit führt zu höheren Werten in allen Dimensionen. 4. Die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen“  36% Zustimmung. 5. Judeneinfluss zu groß  6. Ausländerfeindlichkeit im Osten am höchsten