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WISO I (Subject) / Märkte Übung (Lesson)

Uni Bonn WS'16/'17

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  • Diskutieren Sie die Realitätsnähe des Cobwebtheorem (Spinnwebtheorem)?  Pro: Realitätsnähe ist gegeben durch empirische Relevanz in den Agrarwissenschaften; die liegt an der langen Produktionsdauer in der Landwirtschaft  b. Kontra: Die Hypothese der naiven Preiserwartung ist unrealistisch Es gibt zyklusdämpfende Effekte:1. Lagerhaltung2. Außenhandel3. Marktregulierungen 
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit es zu Preisschwankungen auf einem Markt kommt? Das Marktgleichgewicht wird durch exogene Einflüsse gestört. Kurzfristig ist die Angebotsreaktion (völlig) preisunelastisch, langfristig ist sie bedeutend elastischer  Die Preiserwartungen, die für die langfristige Angebotsreaktion entscheidend sind, orientieren sich an den Gegenwartspreisen 
  • Welche Bedingung des Mechanismus der Preisschwankungen müssen für zunehmende, abnehmende und konstante Amplituden gegeben sein?! 1. Zunehmende Amplituden = |dqA/dp| > |dqN/dp| (Steigung N > Steigung A) Preisschwankungen & Mengenschwankungen nehmen im Zeitablauf zu 2. Abnehmende Amplituden = |dqN/dp| > |dqA/dp| (Steigung A > Steigung N) Langfristig bildet sich ein stabiles Marktgleichgewicht (da Preis- und Mengenschwankungen im Zeitablauf abnehmen) 3. Konstante Amplituden = |dqN/dp| = |dqA/dp| (Steigung A = Steigung N) Preis- und Mengenschwankungen behalten über die Zeit eine gleichbleibende Amplitude
  • Nennen Sie die Marktbeteiligten (Akteure) auf Warenterminmärkten und erläutern Sie deren Ziele und Funktionen? 1. Börsenorganisation Organisation, Leitung, Kontrolle, Aufrechterhaltung des Terminhandels 2. Makler Ausführung von Kundenaufträgen Handeln auf eigene Rechnung  3. Hedger Ziel: Reduktion des Preisrisikos Preissicherungsgeschäfte (Produzenten, Verarbeiter, Händler) Vorrübergehender Ersatz einer bestehenden oder erwarteten Kauf- oder Verkaufsposition durch den Kauf bzw Verkauf von Terminkontrakten Kombination von Effektivgeschäft (Kassmarkt) und Börsengeschäft  4. Spekulanten Ziel: Spekulationsgewinne  idR ausschließlich Börsengeschäft 
  • Stimmen die folgenden Aussagen bzw. wie wäre die Aussage korrekt: 1. Unter dem „Glattstellen“ eines Kontraktes wird die Befreiung von der physischen Erfüllungspflicht eines Geschäftes an der Warenterminbörse verstanden. Das „Glattstellen“ erfolgt durch den Rückkauf (Verkauf) eines zuvor verkauften (gekauften) Kontraktes. 2. Gegengeschäfte an der Warenterminbörse (Glattstellen von Kontrakten) sind von untergeordneter Bedeutung. Zu über 90% erfolgt die physische Erfüllung der Kontrakte. 3. Die Verkaufsabsicherung über die Warenterminbörse bezeichnet man als Short Hedge (Lieferverpflichtung). Hierbei erfolgt eine Absicherung gegen Preissteigerungen. Ein typischer Short-Hedger ist ein landwirtschaftlicher Erzeuger, der an der Terminbörse Verkaufkontrakte eingeht, um z. B. schon vor der Ernte den Preis abzusichern, den er nach der Ernte erhält. 4. Die Kaufabsicherung über die Warenterminbörse bezeichnet man als Long Hedge (Abnahmeverpflichtung). Hierbei erfolgt eine Absicherung gegen Preissteigerungen. Ein typischer Long-Hedger ist ein Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse, der an der Terminbörse Kaufkontrakte eingeht, um sich den Preis für landwirtschaftliche Rohprodukte, die er in der Zukunft beziehen wird bereits heute abzusichern. 1. Unter dem „Glattstellen“ eines Kontraktes wird die Befreiung von der physischenErfüllungspflicht eines Geschäftes an der Warenterminbörse verstanden. (Richtig) Das „Glattstellen“ erfolgt durch den Rückkauf (Verkauf) eines zuvor verkauften (gekauften) Kontraktes. (Richtig) Rückkauf/Verkauf = Gegengeschäft 2. Gegengeschäfte an der Warenterminbörse (Glattstellen von Kontrakten) sind von untergeordneter Bedeutung. (Falsch) Zu über 90% erfolgt die physische Erfüllung der Kontrakte. (Falsch = nur in etwa 1% der Fälle erfolgt die physische Erfüllung, 99% wird glattgestellt)  3. Die Verkaufsabsicherung über die Warenterminbörse bezeichnet man als Short Hedge (Lieferverpflichtung). Hierbei erfolgt eine Absicherung gegen Preissteigerungen. (Falsch = gegen Preissenkungen) Ein typischer Short-Hedger ist ein landwirtschaftlicher Erzeuger, der an der Terminbörse Verkaufkontrakte eingeht, um z. B. schon vor der Ernte den Preis abzusichern, den er nach der Ernte erhält. (Richtig) 4. Die Kaufabsicherung über die Warenterminbörse bezeichnet man als Long Hedge (Abnahmeverpflichtung). (Richtig) Hierbei erfolgt eine Absicherung gegen Preissteigerungen. (Richtig) Ein typischer Long-Hedger ist ein Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse, der an der Terminbörse Kaufkontrakte eingeht, um sich den Preis für landwirtschaftliche Rohprodukte, die er in der Zukunft beziehen wird bereits heute abzusichern. (Richtig)
  • Charakterisieren Sie die Preisbildung beim monopol. 1 Anbeiter, viele Nachfrage Nachfrage als Mengenanpasser Preisbilung erfolgt durch den Monopolisten unter Berücksichtigung der Preis-Absatz-Funktion (Nachfragefkt.)  Zielsetzung des Monopolisten: Gewinnmaximierung → Gegeben wenn Grenzerlös = Grenzkosten 
  • Vergleichen Sie die Preis-, Mengen-, Allokations- und Verteilungseffekte eines Monopolmarktes im Vergleich zu einem Polypolmarkt. a. Preise niedriger im Polypolb. Marktversorgung besser im Polypol
  • Richtig oder Falsch? Monopole führen zwangsläufig/immer zu einer schlechteren Marktversorgung und gesamtwirtschlichen Wohlfahrtsverlusten. Falsch  
  • Welche Faktoren beeinflussen die Stärke der Monopolstellung? Monopolstärke ist umso größer, Je weniger sensibel (= unelastisch) die Nachfrager auf eine Preisänderung reagieren  Je geringer die Substitutionsmöglichkeiten für das vom Monopolisten angebotene Gut sind  Je höher die Markteintrittsbarrieren sind 
  • Charakterisieren Sie die Preisbildung beim Monopsen 1 Nachfrage, viele Anbieter Anbieter verhalten sich als Mengenanpasser Preisbildung erfolgt durch Nachfrager unter Berücksichtigung der Preisbezugsfunktion (Faktorangebotsfunktion) Zielsetzung des Monopsonisten: Gewinnmaximierung - Gegeben wenn Grenzerlös = Grenzkosten/Grenzausgaben
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  • Vergleichen Sie die Preis-, Mengen, Allokations- und Verteilungseffekte eines Monopsonmarktes im Vergleich zu einem Polypolmarkt. Faktormenge und Faktorpreis höher im Polypol  Faktoreinkommen höher im Polypol 
  • Charakterisieren Sie die Preisbildung beim (nicht-kooperierenden) Oligopol. Viele Nachfrager stehen wenigen Anbietern gegenüber  Nachfrager verhalten sich wie Mengenanpasser  Unternehmen am Markt können gemeinsam Marktmacht ausüben  Homogenität der erzeugten Produkte wird unterstellt  Entscheidungsparameter des Einzelnen: Preis- und Menge  Preisbildung erfolgt durch den Oligopolisten unter Berücksichtigung der Reaktionensowie der selbstständigen Aktionen der Konkurrenten  Zielsetzung des Oligopolisten: GewinnmaximierungErwartete Grenzerlöse = Grenzkosten 
  • Diskutieren Sie die Marktstruktur und die Wettbewerbssituation in der Landwirtschaft Landwirtschaft: Polypolistische Unternehmensstruktur = Viele Anbieter Relativ hoher Homogenitätsgrad landwirtschaftlicher Erzeugnisse  Immobilität des Produktionsfaktors Boden  Saisonale Produktionscharakter  Hohe Verderblichkeit der Produkte  Hohe Marktaustrittsschranken 
  • Was sind Besonderheiten der Pflanzenschutzmittelindustrie? Oligopolistische Angebotsstruktur Starke horizontale Konzentrationstendenzen weltweit-  Konzentration primär durch Übernahmenund Zusammenschlüsse -  Motivation: Sehr forschungsintensiv   (hoher Kapitalaufwand für Produktneuentwicklungen); Hohe fortschrittsoptimal Betriebsgröße - deshalb z.T. auch Kooperationen in F&E- Anstrengungen. Vertikale Integration mit Saatgut- und Biotech-Unternehmen- Ausschluss von unerwünschten Wettbewerb
  • Richtig oder Falsch? a) Monopolpreisbildung: Der Grenzerlös ist stets größer als der Produktpreis. b) Der Monopolist bietet im unelastischen Bereich der Preis-Absatz-Funktion an. c) Monopsonpreisbildung: Die Grenzausgaben sind stets größer als der Faktorpreis. d) Monopsone führen im Vergleich zu Polypolen grundsätzlich zu einer Verringerung der Faktornachfrage, einer Verringerung des Faktorpreises und zu gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtsverlusten. e) Bei Existenz von Marktmacht im vorgelagerten Sektor der Landwirtschaft kann es zu einem verringerten Faktorangebot und zu verringerten Faktorpreisen für die Landwirte kommen. f) Bei Existenz von Marktmacht im nachgelagerten Sektor der Landwirtschaft kann es zu einer verringerten Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen und geringeren Erzeugerpreisen kommen. a) Monopolpreisbildung: Der Grenzerlös ist stets größer als der Produktpreis.Falsch = Produktpreis > Grenzerlös b) Der Monopolist bietet im unelastischen Bereich der Preis-Absatz-Funktion an.Falsch = im ELASTISCHEN Bereich c) Monopsonpreisbildung: Die Grenzausgaben sind stets größer als der Faktorpreis.Richtig = Grenzausgaben > Faktorpreis d) Monopsone führen im Vergleich zu Polypolen grundsätzlich zu einer Verringerung der Faktornachfrage, einer Verringerung des Faktorpreises und zu gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtsverlusten. Falsch e) Bei Existenz von Marktmacht im vorgelagerten Sektor der Landwirtschaft kann es zu einem verringerten Faktorangebot und zu verringerten Faktorpreisen für die Landwirte kommen. Falsch = zu höhere Faktorpreisen* Landwirtschaft vorgelagerte Bereiche: Saatzucht, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Landtechnik, Tierzucht, Futtermittel und Mischfutter, Tiergesundheit, Stalltechnik und Hofinnenwirtschaft; f) Bei Existenz von Marktmacht im nachgelagerten Sektor der Landwirtschaft kann es zu einer verringerten Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen und geringeren Erzeugerpreisen kommen. Richtig * Nachgelagerte Sektoren: (Handel) Getreidehandel, Viehhandel, Obst- und Gemüsegroßhandel, Getreide- und Malmühlen, Schälmühlen, Ölmühlen, Schlachthöfe und Zerlegebetriebe, Molkereien, Stärkeverarbeitung, Eiprodukte, Fischverarbeitung, Obst- und Gemüseverarbeitung, Mälzereien, Gewürzwerke, Kellereien, Zuckerfabriken; Lebensmittelindustriezweige - Bäckerhandwerk, Fleischerhandwerk, Süßwarenhersteller; Getränkeproduzenten, ua., Systemgastronomie; Caterer
  • Nennen Sie die Ziele des Marketings. Ökonomische Marketingziele: Gewinn/Deckungsbeitrag  Marktanteil  Erzwingung des Marktzugangs  Umsatz- und Absatzsteigerungen  Steigerung der Marktdurchdringung  Ausschöpfung von Absatzpotentialen Psychographische Marketingziele: Erhöhung des Bekanntheitsgrades  Erzielung von Wissenswirkungen  Veränderung bzw. Verstärkung von Einstellungen bzw. Images  Erhöhung der Präferenzen  Verstärkung der Kaufabsicht
  • Welches sind die vier Aktionsfelder des Marketings? Strategische Marketingplanung: Produkt- und Programmpolitik  Preis- und Konditionspolitik  Distributionspolitik  Kommunikationspolitik 
  • Was besagt das Rationalitätsprinzip und wie kennzeichnet die Ökonomin rationale Entscheidungen? Konsument wählt bei gleichen Kosten das Gut, welches ihm den höchsten Nutzen stiftet (Maximumprinzip)  Konsument wählt bei gleichem Nutzen das Gut mit geringsten Kosten (Minimumprinzip) 
  • Was kann bei einer intransitiven Präferenzordnung passieren? Wahlhandlungen der Konsumenten sind offensichtlich nicht prognostizierbar "unschlüssiges" Verhalten Es kommt zu keiner Entscheidung  
  • Typen des Nachfrageverhaltens 1. Rationalverhalten 2. Gewohnheitsverhalten 3. Impulsverhalten/Affektverhalten 4. Sozial abhängiges Verhalten Rationalverhalten (echte Kaufentscheidung)--> homo oeconomicus, langlebige Gebrauchsgüter Gewohnheitsverhalten (habituelle Kaufentscheidung)--> Produkte mit geringem Anteil am Gesamtbudget z.B. LM Impulsverhalten/Affektverhalten (impulsive Kaufentscheidung) --> Ausnutzen des Affektverhaltens: Süßigkeiten an der Kasse Sozial abhängiges Verhalten--> Konsument lässt sich von Normen der Umwelt leiten
  • Was beschreibt a) der Snob-Effekt b) der Veblen-Effekt im Bezug auf sozial abhängiges Nachfrageverhalten? a) Snob-Effekt Beschreibt Wunsch nach wahrgenommener Exklusivität Auslöser des Konsums: Einzigartigkeit (limitierte Mengen oder Ablehnen der breiten Masse) b) Veblen-Effekt Auswahl von höherpreisigen Marken aufgrund ihrer Öffentlichkeitswirksamkeit (Demonstration von Wohlstand, Prestige,...) Auslöser der Konsums: Preis
  • Unter welchen Bedingungen ist der optimale Umfang der Informationssuche erreicht? Optimal: Grenzkosten der Informationsbeschaffung = Grenznutzen der Informationsbeschaffung Bedingungen: Vollständige Information ist nicht sinnvoll, da die Kosten der Informationssuche (Erfassung aller Alternativen) deren Nutzen übersteigt.
  • Erläutern Sie den Grundgedanken der Neuen Nachfragetheorie Konsumenten sind nicht an Gütern an sich interessiert, sondern an den für die Konsumenten relevanten Eigenschaften der Güter = Charakteristika. Es sind die Gütereigenschaften die dem Konsumenten Nutzen stiften. Die Summe der Eigenschaften, die das Güterbündel liefert bestimmt den Nutzen, den der Konsument aus dem Konsum des Güterbündels zieht. 
  • Welche Vorteile hat der Lancaster Ansatz bei Nachfrageanalysen heterogener Güter gegenüber dem traditrionellen Nachfragemodell? Vorteile: Mit Hilfe des Lancaster-Modells kann man zeigen, dass Verbraucher unterschiedliche Präferenzen für die Verschiedenen Charakteristika von Gütern haben → Die liefert Anhaltspunkte für Unternehmen vrschiedene Sorten eines Produktes zu produzieren, die sich bezüglich der Kombination der Charakteristika unterscheiden→  Dies erklärt ua die Existenz industrieller Handelsströme Mit Hilfe des Lancaster-Modells ist es leichter die Effekte von Werbung zu analysieren als im traditionellen Nachfragemodell. 
  • Was ist die Optimum-Regel auf dem Produktmarkt und auf dem Faktormarkt um diese Zielsetzung zu erreichen. 1. Produktmarkt: Preis = Grenzkosten  G(q) = E(q) – K(q) = p • q – K(q)G'(q) = ΔE/Δq – ΔK/Δq = p • K'(q) = 0⇒ p = ΔK/Δq = GK  2. Faktormarkt: Faktorpreis (= Lohnsatz) = Wertgrenzprodukt  G(x) = E(x) – K(x) = p • q(x) – l • x G'(x) = E'(x) – K'(x) = p • Δq(x)/Δx – l = 0 l = p • Δq(x)/Δx = WGP = GK
  • Was unterscheidet das kurzfristige Angebot vom langfristigen Angebot? Auf kurze Sicht: Produktionsfaktoren vorgegeben→ Niedrige Preiselastizität des mengenmäßigen Angebots  Aus lange Sicht: Produktionsfaktoren sind variabel→ Höhere Preiselastizität des mengenmäßigen Angebots 
  • Arbeiterhaushalte reagierten auf Brotpreissteigerungen mit einer Erhöhung der Brotnachfrage. a) Erklären Sie diese Erscheinung unter Verwendung der Begriffe „Einkommens- und Substitutionseffekt“! a) Erklärung: Ein Preisanstieg des inferioren Gutes (Brot) führt hinsichtlich des Einkommens-effektes zu einer ansteigenden (Brot)nachfrage & hinsichtlich des Substitutionseffektes zu einer sinkenden (Brot)nachfrage;→ die sinkenden (Brot)Nachfrage des Substitutionseffekts stammt von einer veränderten Steigung der Budgetgerade zugunsten des anderen Gutes (dies ist superior).  Der trotz Preissteigerung ansteigende Einkommenseffekt lässt sich aus den notwendigen Bedingungen des Giffen-Gutes erschließen: → die Nachfrage nach dem preiswerten, inferioren Gut (Brot) steigt, da man sich in der Summe bei diesem Nahrungsmittel immer noch mehr für weniger Geld leisten kann, als wenn man sich nun nur auf das superiore Gut beschränkt (z. B Fleisch). So verändert sich die erwerbbare Menge z. B   1 Brot & 1 Fleisch ⇒ 2 Brot & 0 Fleisch ⇒ im Gesamteffekt die nachgefragte Menge nach „Brot“ steigt. Für das Giffen-Paradoxon gilt: Einkommenseffekt > Substitutionseffekt
  • Arbeiterhaushalte reagierten auf Brotpreissteigerungen mit einer Erhöhung der Brotnachfrage. b) Handelt es sich bei Produkten die aus Sicht eines Haushaltes inferiore Güter sind immer um Giffen Güter? b) Handelt es sich bei Produkten die aus Sicht eines Haushaltes inferiore Güter sind immer um Giffen Güter?Giffen-Güter sind immer inferiore Güter (aber inferiore Güter sind nicht immer Giffen-Güter)Erklärung: Es gibt kein Substitute für die inferiore Güter, und die machen eine Großteil der Ausgaben der Haushalt an die Gesamtausgaben. 
  • Arbeiterhaushalte reagierten auf Brotpreissteigerungen mit einer Erhöhung der Brotnachfrage. c) Welches sind die notwendigen Bedingungen des Giffen-Paradoxon? Die notwendigen Bedingungen des Giffen-Gutes gelten: Inferiores Gut  Keine engen Substitute zu diesem Gut (z. B Nudeln als Substitut für Brot)  Ausgaben für das Gut machen einen hohen Anteil an den Gesamtausgaben des HH aus 
  • Nennen Sie die Bestimmungsfaktoren der individuellen und der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage nach Produkten der Agrar- und Ernährungswirtschaft. a. Individuelle Nachfrage: Preisniveau, Einkommensniveau, Preisrelationen, Präferenzen b. Gesamtwirtschaftliche Nachfrage: Preisniveau, Einkommensniveau, Preisrelationen, Präferenzen, Einkommensverteilung, Bevölkerung, Demographische Struktur 
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  • Was ist die Einkommenselastizität der mengenmäßigen Nachfrage? Quotient aus der relativen Mengenänderung eines Gutes (Δqi) und der sie bewirkenden relativen Einkommensänderung (ΔY) η qi,y = Δqi/ΔY      i.d.R gleichgerichtet (positiv) Ausnahme: inferiore Güter
  • Welchen Wert nimm die Einkommenselastizität bei folgender Nachfrage an? - absolut inferioren - relativ inferioren - absolut superioren - relativ superioren Absolut inferior:     ηq,y < 0        negativ Relativ inferior:      0 < ηq,y < 1   negativ Absolut superior:    ηq,y > 0        positiv Relativ superior:     ηq,y > 1        positiv
  • Stimmen die folgenden Aussagen bzw. Wie wäre die Aussage korrekt: 1. Die Einkommenselastizität der mengenmäßigen Nachfrage ist im Regelfall positiv. 2. Die Eigenpreiselastizität der mengenmäßigen Nachfrage ist im Regelfall positiv. 3. Die Kreuzpreiselastizität ist bei komplementären Produkten negativ und bei Substitutionsgütern positiv. 4. Eine Einkommenselastizität der mengenmäßigen Nachfrage nach Nahrungsmitteln von <1 besagt, dass das Engelsche Gesetz zutrifft. 5. Ein Gut kann sowohl normal als auch inferior sein. 6. Unter einer isoelastischen Nachfragekurve versteht man eine Nachfragekurve, die an jedem Punkt die gleiche Steigung hat. Die Einkommenselastizität der mengenmäßigen Nachfrage ist im Regelfall positiv (Richtig Bei normalen Gut & Superior Gut; Ausnahme: inferiore Güter (negativ))  Die Eigenpreiselastizität der mengenmäßigen Nachfrage ist im Regelfall positiv (Falsch: negativ)  Die Kreuzpreiselastizität ist bei komplementären Produkten negativ und bei Substitutionsgütern positiv (Richtig)  Eine Einkommenselastizität der mengenmäßigen Nachfrage nach Nahrungsmitteln von <1 besagt, dass das Engelsche Gesetz zutrifft (Falsch: Einkommenselastizität der wertmäßigen)  Ein Gut kann sowohl normal als auch inferior sein.(Richtig: Bei steigendem Einkommen, steigt auch die Nachfrage. Aber bei weiteren Anstieg des Einkommens kann der Nachfrage abnehmen ⇒ Abhängig von Einkommenniveau) Unter einer isoelastischen Nachfragekurve versteht man eine Nachfragekurve, die an jedem Punkt die gleiche Steigung hat. (Falsch; Elastizität ≠ Steigung)
  • Zeigen Sie grafisch, wie sich die Preiselastizität der mengenmäßigen Nachfrage bei einer nicht linearen Nachfragefunktion ermitteln lässt. Preis Elastizität =   εq,p = m/n m = Lange unterhalb den Tangentialpunkt bis x-Achse n =  Lange oberhalb den Tangentialpunkt bis y-Achse
  • Wie ändern sich die Ausgaben als Folge einer Preissenkung? Im elastischen Bereich: (oberhalb Preis1/2) Ausgabenrückgang aufgrund Preissenkung < Ausgabenzuwachs aufgrund Erhöhung Nachfragemenge  im unelastischen Bereich: (unterhalb Preis1/2)Ausgabenrückgang aufgrund Preissenkung > Ausgabenzuwachs aufgrund Erhöhung Nachfragemenge
  • Was versteht man unter der inversen Angebotsreaktion? Angebot steigt bei sinkenden Preisenbzw. Angebot sinkt bei steigenden Preisen Bsp.: Einkommen-Freizeit-Optimierung (Erhöhung des Arbeitseinsatzes bei Preissenkungen)        → Maximierung der Freizeit unter der Nebenbedingung eines zufriedenstellenden Einkommens        → Erhöhung des Arbeitseinsatzes bei einer Einkommensenkung zur Erzielung eines zufriedenstellenden Einkommen 
  • Welche Auswirkungen hat technischer Fortschritt auf a) die Produktionsfunktion b) die Isoquante c) die Grenzkostenkurve a) Produktionsfunktion verschiebt sich nach oben b) Isoquante verschiebt sich nach unten I alt = I neu : dieselben Output, nur Isokostenlinear sinkt da weniger Arbeit & Kapital (Faktormengen) eingesetz werden, also Kosten sinkt. c) Grenzkostenkurve verschiebt sich nach unten geringere zusätzliche Kosten pro produzierter Output-Einheit
  • Was versteht man unter neutralen und nicht neutralen technischen Fortschritt? Unter neutralen technischen Fortschritt nach Hicks versteht man:→  Die Verschiebung der Isoquante nach unten,      – bei gleicher Arbeitsintensität (A/K = Arbeit pro Kapital) = Selben Verhältnis     – auf dieselben Arbeitsintensität Linie. Unter nicht-neutralen technischen Fortschritt nach Hicks versteht man:→ Die Verschiebung der Isoquante nach unten,    – bei variierter Arbeitsintensität (A/K), = dh das Verhältnis zwischen Arbeit & Kapital        verändert sich (unkonstant)     – neue Arbeitsintensität Linie mit einer flachen/stieler Steigung
  • Wie verschiebt sich die Angebotskurve in einem Preis-Mengen-Diagram, wenn a) die Faktorpreis steigen? b) die Produktivität steigt? c) neue Anbieter am Markt erscheinen? a) die Faktorpreis steigen = Preise für Inputfaktoren steigen Angebotskurve verschiebt nach innen (oben) links in Richtung Ursprung. b) die Produktivität steigt = Mehr produziert  Angebotskurve verschiebt nach außen (unten) rechts. Steigung kann gleich bleiben oder variieren   c) neue Anbieter am Markt erscheinen = Konglomerat von vielen Anbietern  Angebotskurve verschiebt nach außen (unten) rechts.Steigung kann gleich bleiben oder variieren
  • Wie verschiebt sich die Nachfragekurve in einem Preis-Mengen-Diagram, wenn a) das Einkommen steigt? b) der Preis eines substitutiven Gutes steigt? c) die Präferenzen für das betrachtete Gut zunehmen? d) die Bevölkerung wächst? a) das Einkommen steigt?b) der Preis eines substitutiven Gutes steigt?c) die Präferenzen für das betrachtete Gut zunehmen?d) die Bevölkerung wächst? Nachfragekurve verschiebt nach außen (oben)