74
Allgemeine Psychologie (Subject) / Kognition: wichtigste Theorien (Lesson)
Advertisement
- Prozessmodell von Hussy Wir haben drei Prozesse, die beim Problemlösen von großer Bedeutung sind. · Heursitsch: Regelwissen · Evaluativ: Werte Faktenwissen
- Multiattribute Theory Dies beschreibt die Bestimmung des Gesamtnutztens von Handlungsalternativen, die sich in mehreren Gesichtspunkten unterscheiden. Man durchläuft folgende Stufen: Assumption und Contrary Evidence Man schaut sich alle Ziele an und dann berechnet man für jedes den Gesamtnutzten (MAU-Regel: Für jede Option wird ein Gesamtnutzten gezogen und dann wird die Option gewählt, welche am meisten Nutzten bringt) Es gibt verschiedenen Regeln: · Disjunktionsregel: Option, die mindestens einen cut-off erfüllt (nicht-kompensatorisch) · Konjunktionsregel: Alle cut offs müssen erfüllt werden. Wenn z.B. eine Option, welche nicht perfekt ist durch eine andere kompensiert werden kann, dann haben wir kompensatorische Regeln.
- bounded Rationality von Simon Information begrenzt durch Umwelt und Verstand, daher nicht optimale Wahl sondern im Rahmen der Möglichkeiten Information costs: Umwelt Limited attention: Verstand Limited memory: Verstand Dies ist auch das psychologische Konzept von Nutzenoptimierung und nicht so aufgebaut, wie das ökologische, wo man immer einen perfekten Nutzen haben kann.
- Satisficing Regel Die Idee ist, dass wir nicht immer nach der perfekten Option suchen, sondern die nehmen, welche uns befriedigt. Man entscheidet sich für die relativ beste.
- Elemination by Aspect Theory Man geht davon aus, dass man alle Optionen Schritt für Schritt durch-geht und dann am Schluss, die nimmt welche subjektiv am besten ist. Dabei gehe ich wieder nach der bounded rationality vor. Ich nehme die Option, welche mir subjektiv am meisten bringt.
- Conscious thought theory nur durch bewusste Prozesse zu einer Entscheidung Nur durch die bewussten Prozesse kann ich strengen Regeln folgen.
- Unconscious thought theo-ry von Dijksterhuis unbewusste fähig, außerhalb der Aufmerksamkeit Aufgaben zu lösen besser beim Lösen komplexer Probleme mit vielen Variablen schlechter bei wenigen Variablen
- Bisoziationstheorie Wenn ich vor einem Problem stehe, dann verwende ich erstmals be-wusste Prozesse mit denen komme ich zu einer Lösungsfindung. Wenn ich zu keinem Ziel komme, dann verwende ich die unbewussten Pro-zesse. Ich probiere synaptische Verknüpfungen aus, bis es irgendwann eine Lösung für mein Problem gibt → Bisoziation
- Bewusstsein nach Pinker (3) Aufgeteilt in drei Bereiche: Sentience: Dies ist das Empfindungsvermögen. Es ist das, was nur das Individuum empfinden kann. Access to Information: Man kann sagen, was man empfindet aber nicht wie es dazu kam. Self-knowledge: Das ist das Bewusstsein über uns selbst.
- Bewusstsein auf drei Ebenen · Erleben: Dies sind meine inneren Erfahrungen · Kognition: Das ist die Informationsverarbeitung Gehirn: Die Vorgänge im Nervensystem
- Advertisement
- 3 Faktoren der Handlungskontrolle Priorität: Die Handlung folgt zeitlich dem Gedanken Kontinuität: Die Handlung und der Gedanke stimmen überein Exklusivität: Der Gedanke ist der ausschließliche Grund für die Handlung.
- Wort-Nichtwort-Paradigma von Kiefer Es wird untersucht, wie wir damit umgehen, wenn wir mit echten be-kannten Wörter und Pseudowörtern konfrontiert werden. Selbst wenn wir Wörter nicht direkt wahrnehmen entsteht trotzdem ein N400. Dies ist ein negativer Ausschlag, wenn wir mit einem Wort, welches nicht in den Kontext passt konfrontiert werden.
- Global Workspace theory von Baars weite Teile der menschlichen Informationsverarbeitung unbewusst ablaufen und nur ein Bruchteil der aufgenommenen Informationen ins Bewusstsein gelangt Bewusstseinsinhalte wesentlich dadurch ausgezeichnet, dass sie anderen kognitiven Systemen zur Weiterverarbeitung in einem globalen Arbeitsraum präsentiert werden
- Dehance und Naccachee Global Workspace theory versch Gebiete bei Infoverarbeitung aktiv Präfrontaler Kortex BA46, anteriorer cingulärer Kortex, verschiedene Gebiete die aufgabenspezifisch sind Bewusst: Hier sind die grundlegenden Verarbeitungsregionen aktiv: Parietal, präfrontal, cingulär Vorbewusst: Ausreichend grundlegende visuelle Verarbeitung, beweusstsein wird ermöglicht à unzureichende top-down Aufmerksamkeit Unterschwelliger Zustand: Eine zu geringe Aktivierung, um Bewusstsein zu ermöglichen. Unabhängig von der Beteiligung der Aufmerksamkeit.
- Bewusstsein ohne Aufmerksamkeit Wir sind uns vieler Dinge bewusst ohne dass wir unsere Aufmerksam-keit auf sie legen. Es kann sogar sein, dass Bewusstsein der Aufmerk-samkeit vorausgeht oder auch umgekehrt. Auch kann beides unab-hängig voneinander existieren. Die Aufmerksamkeit konzentriert sich nur auf ein einzelnes Merkmal einer Situation während sich das Be-wusstsein auf alle Faktoren bezieht. Es probiert auch immer Fehler in der Umgebung zu finden.
- Funktionen Bewusstsein (3) Humpfrey: soz. Miteinander leichter, wenn in Lage anderer hineinversetzen Baars: 18 Funktionen (Adaption und Lernen, Entscheidungen, Selbstdarstellung, etc) Kontrolle der Handlungen ?!
- Willensfreiheit: subjektives Gefühl aufgrund von Illusion alternativer Möglichkeoten, mentaler Verursachung und Urheberschaft eig Unbewusst, aber bewusste Gedanken aus drei Prinzpien: Priorität, Exklusivität, Konsistenz tatsächl.: Emotion, Gewohnheit, externale Kräfte etc
- Problemlösen nach Behaviorismus (4) Thorndike: Problemkäfig mit Katze, Faden, Futter learning by trial and error law of effect: Assoziation Reiz+ Hebel + Futter reproduktives Denken
- Gestaltpsychologie und Problemlösen (4) Köhler: Schimpansen zeigen Einsicht, aha effekt Gestalt ist emergent, neue Eig bilden sich aus Zusammenspiel der einzelnen elemente aus schlechte zu guter Gestalt durch Einsicht Maier: Seilproblem
- bowden et al: Welche Hirnareale aktiviert bei Einsicht? -anterior superior temporal gyrus der rechten H -> semantische Beziehungen und semantische Reinterpretation werden hier gemacht -> rechte H wichtig für Einsicht
- Inkubation Wallas: manchmal muss man Probleme eine Zeit lang ignorieren (Inkubationszeit), Unterbewusstsein arbeitet dann weiter an Problem dazu vergliech man Gruppen mit und ohne Inkubationszeit
- Sio + Ormeriod: Inukabtionszeit kleine aber hochsignifkanter allg Inkubationseffekt stärker bei kreativen Problemen mit vielen Lösungen als bei linguistischen/verbalen mit einer Lösung lange Preptime vor Inkubation hilft
- Galottis Studien zu komplexem Problemlösen wir limitieren stets die Infos die wir benutzen um komplexe Entscheidungen zu treffen -> wie bei Simons bounded rationality, nicht wie multi-attribute utility theory
- Evaluation komplexes Problemlösen nicht ideal, da wir uns nicht auf alle Infos fokussieren irrational, da zB unsere Präferenzen einfach verändert werden können durch Optionen die wir auswählen oder Reihenfolge, in der sie gezeigt werden relativ konsistent mit bounded rationality und elimination by aspect