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Bodenkunde (Subject) / 01. Einführungsteil (Lesson)
Bodenkunde
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- 1. Wie viel Oberfläche befindet sich in einer Hand voll Boden (20g Festsubstanz, lehmiger Boden)? Es befindet sich etwa 2000m² in einer Hand voll Boden. Die Eigenschaften von Böden werden fast ausschließlich durch die Oberflächeneigenschaften bestimmt.
- 2. Wie würden Sie die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass Boden gefährdet ist? Es müssen die Zusammenhänge des Bodens mit der Ernährungssicherheit, dem Klimawandel etc. herausgestellt werden und der Boden müsste in Umweltschutzkampagnen mit einbezogen werden. Global könnte man darauf hinweisen, dass der Boden immer unfruchtbarer wird und dies oftmals von Dürre und Erosion begleitet ist. Durch Bodenmessungen kann man ebenfalls beweisen, dass der Boden vielerorts an den Schadstoffen der Industrie zu leiden hat.
- 3. Ist Bodendegradation ein Problem? Warum? Als Bodendegradation bezeichnet man die Verschlechterung der ökosystemaren Dienstleistungen des Bodens bis hin zu deren völligem Verlust. Bodendegradation kann zur Verschlechterung und Verringerung der sich darauf befindlichen Biomasseproduktion führen. Böden und Pflanzen stehen in enger Beziehung und sind gegenseitig einander abhängig.
- 4. Was unterscheidet Boden von: 1. Einem Oberflächengewässer? 2. Dem oberirdischen Teil terrestrischer Ökosysteme? 3. Gestein? 4. Totholz? 5. Hefeteig? Der Boden ist ein komplexes Ökosystem, das aus der Menge seiner Einzelteile besteht. Es hat wohl ähnliche Eigenschaften wie die genannten Vergleiche, jedoch kann man den Boden nicht als etwas Homogenes beschreiben.
- 5. Was ist Boden? Boden ist der von Organismen belebte Teil der Pedosphäre, entstanden durch Umwandlung der unbelebten Lithosphäre.
- 6. In naturnahen Ökosystemen ist die Bodenstruktur (= Verteilung von Poren und Festsubstanz) das Ergebnis der Wechselwirkung von Wurzeln, Bodentieren und der Bodenfestphase. In Ackerböden bestimmt oft der Pflug die Aggregat-Umsetzungsrate. Zusammenhänge sind einfacher und geschaffene Strukturen instabiler. Dennoch gibt es viel mehr Untersuchungen zur Bodenstruktur auf Ackerflächen als im Wald – können Sie sich vorstellen warum? Der Mensch beeinflusst die Ackerflächen direkter als den Wald und ist auch direkter davon abhängig, da er sie für die Produktion von Nahrung benötigt. Außerdem werden Ackerböden durch die landwirtschaftliche Nutzung häufig in ein ökologisches Ungleichgewicht gebracht. Außerdem ist es schwieriger, im Wald einen großen Teil des Bodens auszuheben, die Untersuchung kann durch Wurzeln gestört werden.
- 7. Geben Sie zwei Beispiele dafür, wie Böden Pflanzen beeinflussen. Sie beeinflussen die Qualität der Biomasseproduktion. Außerdem beeinflussen sie die Qualität der Pflanzen. Durch die unterschiedliche Nährstoffverfügbarkeit haben sich die Pflanzen auf etwaige Mängel eingestellt und reagieren darauf zum Beispiel durch unterschiedliche phänotypische Erscheinungen. Stickstoffmangel im Boden lässt zum Beispiel Mais gelb wirken. Bei der Blume Hortensie beeinflusst Aluminium die Blütenfarbe. Bei viel Aluminium im Boden entstehen blaue Blüten, bei wenig Aluminium entstehen hingegen rosa Blüten.
- 8. Erklären Sie an einem Beispiel, wie Pflanzen umgekehrt Böden beeinflussen. Pflanzen beeinflussen die Qualität des Bodens. Wurzeln verändern im Bereich der Rhizosphäre den pH-Wert des Bodens. Auch der Wasserhaushalt und der Stoffeintrag von Böden ist maßgeblich von den Pflanzen beeinflusst.
- 9. Sie befinden sich in den Tropen. Am Hang wachsen dort die Pflanzen viel besser als auf der ebenen Hochfläche. Was könnte die Ursache sein? In den Tropen regnet es sehr stark. In der Ebene könnte sich deshalb das Wasser im Boden aufstauen. Das Wasser am Hang fließt hingegen ab, weshalb der Boden besser durchlüftet ist und deshalb können die Pflanzen dort besser wachsen.
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