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Motivation und Emotion (Subject) / Motivationspsychologie 5 & 6 (Lesson)

Tu Chemnitz Skinner Lewin

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  • Skinner's "System" wird nicht als Motivationstheorie im engeren Sinne bezeichnet? Warum ist es trotzdem von Nöten es im Hinblick auf die Motivation zu kennen? - Erklärungen grundlegender Prinzipien des Verhaltens- Untersucht Intensität, Dauer und Aufrechterhaltung erlernter Reaktionen und kann somit zur Erklärung herbeigezogen werden, um zu erklären, warum wir uns so verhalten, wie wir es tun
  • Wann lebte Skinner? Welcher psychologischen Strömung gehörte er an? - 1904 bis 1990 - ist ein humanistischer und behavioristischer Psychologe
  • Differenziere respondentes und operantes Verhalten! respondentes Verhalten= Antwortverhalten- Reflexe- ausgelöst durch einen vorauslaufenden Stimulus(passiv ausgelöst operantes Verhalten= Wirkverhalten- willentlich ausgeführtes Verhalten- zweckgerichtete Handlungen(zu einem bestimmten Zweck, aktiv gezeigt)
  • Differenziere Klassisches von Operantem Konditionieren! Triff Aussagen zu der Auftretenswahrscheinlichkeit der beiden Arten Klassisches Konditionieren- Thorndike (Watson, Pawlow)- Vorauslaufende Bedingungen rufen bestimmte Reaktionen hervor= S-R-Verbindung (Assoziation)- Auftretenwahrscheinlichkeit von Assoziation abhängig Operantes Konditionieren- Skinner- Verhalten wird nicht durch Situation ausgelöst, sondern vom Organismus aktiv gezeigt- Auswirkungen eines operanten Verhaltens bestimmen seine nachfolgende Auftretenswahrscheinlichkeit (Abhängig von Konsequenzen)
  • Definiere Verstärkung, Bestrafung und Löschung allgemein! Verstärkung:ein Stimulus führt zur Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion Bestrafung:ein Stimulus führt zur Senkung der Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion Löschung:wenn eine Reaktion keinerlei Konsequenzen hat
  • Unterscheide positive und negative Verstärkung! Positive Verstärkung:- ein positiver Stimulus folgt einem Verhalten- erhöht die Auftretenswahrscheinlichkeit Negative Verstärkung:- ein negativer Stimulus wird entfernt, nachdem ein Verhalten aufgetreten ist- erhöht die Auftretenswahrscheinlichkeit
  • Welche zwei Arten der Bestrafung gibt es? Definiere diese! Bestrafung Typ 1:- ein negativer Stimulus folgt einem Verhalten- senkt die Auftretenswahrscheinlichkeit Bestrafung Typ 2:- ein positiver Stimulus wird entfernt, nachdem ein Verhalten aufgetreten ist- senkt die Auftretenswahrscheinlichkeit
  • Welche zeitlichen Merkmale eines Verstärkungsprozesses sind möglich? - kontinuierliche Verstärkung-> nach jeder Reaktion - intermittierende Verstärkung-> nach manchen Reaktionen-> Quotenverstärkung -> Intervallverstärkung
  • Beschreibe die Unterkategorien der Quoten- und Intervallsverstärkung an jeweils einem Beispiel! Quotenverstärkung:- erfolgt auf der Basis der Reaktionshäufigkeit-> fixierte Quotenpläne (Beispiel: jede 2. Reaktion wird verstärkt)-> variable Quotenpläne (Beispiel: Im Schnitt wird jede 3. Reakion verstärkt) Intervallverstärkung- erfolgt auf Basis von Zeitintervallen-> fixierte Intervallpläne (Beispiel: Immer nach genau 10 Minuten wird eine Reaktion verstärkt)-> variable Intervallpläne (Beispiel: Eine Verstärkung erfolgt im Schnitt nach 10 Minuten (und zwar dann, wenn die richtige Reaktion auftritt))
  • Welche Auswirkungen können die die Verstärkungsarten haben? - Akquisition (neue Reaktionen)- Löschung- Reaktionsrate (mit der eine Reaktion gezeigt wird, wird verändert)
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  • Beschreibe das Premarck-Prinzip! - jedes Verhalten kann potentieller Verstärker sein-> Verhalten ist nicht an spezifische Bedürfnisse gebunden, sondern ausschließlich an dessen Konsequenzen- Verhalten mit höherer Auftretenswahrscheinlichkeit kann davon abhängig gemacht werden, dass ein Verhalten mit niedriger Auftretenswahrscheinlichkeit gezeigt wird - Beispiel: Eine Tafel Schokolade fnach jedem gelesenen Kapitel in Motivationspsychologie
  • Welche empirischen Belege für Skinners behavioristische "Theorie" gibt es? - die Skinnerbox- VErstärkung und abergläubisches Verhalten
  • In welchen wird Skinner's System heute noch angewendet? - Suche nach Schiffbrüchigen - operantes Konditionieren im Klassenzimmer (Schmidt & Ulrich) - operantes Konditionieren im klinischen Kontext ( Ayllon & Azrin)
  • Definiere: Grundrate, Akquisitionsrate, Extinktion! Grundrate = Baseline- Häufigkeit, bestimmtes Verhalten zu zeigen, ohne Verstärkung(in bestimmter Zeit) Akquisitionsrate- wie schnell eine Reaktion gelernt wird Extinktion- wie schnell eine Reaktion gelöscht wird(Wenn Reaktionsrate = Baseline)
  • Triff Aussagen zu ethischen Fragen bezüglich Skinners System! -> durch operante Prinzipien lässt sich nahezu jedes Verhalten verstärken-> bestimmte Personen: Selbstbestimmungsrecht und -Fähigkeit eingeschränkt-> können Umweltkontingenzen nicht oder nur teilweise bestimmen-> wer bestimmt in solchen Situationen, welche Kontingenzen angemessen sind?-> Wo beginnt/endet die Freiheit des Betroffenen? fünf Bereiche, in denen Kontrolle nicht durch Gegenkontrolle begegnet wird (oft Beispiele für fehlgeleitetes Verhalten)- Sorge und Erziehung der Kinder- Behandlung alter Menschen- Gefängnisinsassen- seelisch Kranke- geistig Zurückgebliebene -> Kinder und Alte sind zu schwach, sich zu wehren-> Gefängnisinsassen durch Staatsgewalt kontrolliert-> geistig und seelisch Kranke können ihr eigenes Verhalten oft nicht organisieren--> hier kann wenig oder gar nichts erreicht werden, solange nicht eine externe Gegenkontrolle eingeführt wird
  • Vergleiche die Psychoanalyse mit Skinners System! Gemeinsamkeiten:- breite öffentliche Beachtung- Determinismus- rationales und irrationales Verhalten des Individuums (im Fokus der Theorie) Unterschiede- Ursachen von irrationalem Verhalten- mentale Konzepte als "explanatory fictions"- Skinnder und das Problem des Bewusstseins (Beispiele: Repression, unbewusste Konflikte, Angst)- Position S->R und S->C (Skinner) vs. S->C->R (Freud)
  • Beschreibe abergläubisches Verhalten nach Skinner! - zufälliges, beliebiges Verhalten wird an eine Verstärkung gekoppelt- keine wirkliche funktionale Verbindung zu tatsächlichen Mechanismen der Verstärkung- vermutlich intermittierend, deswegen auch relativ löschresistent
  • Nenne mindestens 3 führende Vertreter der Gestaltpsychologie in Deutschland! Kurt LewinMax WertheimerWolfgang KöhlerOtto von SelzKurt KoffkaFritz Heider
  • Nenne mindestens 4 Schüler Lewins! Vera ZeigarnikFerdinand HoppeLeon FestingerArthur MarrowMaria OvsiankinaRobert Sears
  • Nenne zwei elementare Untersuchungen zur Gestaltpsychologie! Wertheimers Untersuchungen zu Wahrnehmungsfehlern Köhlers Untersuchungen tu "Intelligenz bei Menschenaffen" (Sultan)
  • Was bedeutet "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile"? [Gestaltpsychologie) Analyse von psychologischen Phänomenen oftmals nicht möglich indem man es in möglichst viele Teilprozesse zerlegt gibt noch mehr Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Teilen des Phänomens!
  • Beschreibe Lewins ahistorischen Ansatz! es erfolgt eine Analyse "der momentan vorhandenen Kräfte", die auf eine Person einwirkendiese wird auch als phänomenologischer Ansatz bezeichnet -> Gegensatz zu Freud
  • Was ist der Lebensraum nach Lewin? - Der Lebensraum präsentiert alle Kräfte, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf eine Person einwirken- Gleichung: V=f(P,U)- bezieht sich auf Personen- und Umweltkonstrukte- ABER: subjektive Wahrnehmung der Person ist entscheidend, nicht nicht objektiven Gegebenheiten
  • Was bedeutet "Psychologische Realität" nach Lewin? Die subjektive Wahrnehmung, nicht die objektiven Gegebenheiten machen den Lebensraum einer Person aus
  • Vergleiche Freuds Konzept mit Skinners Analyse bezüglich der Repression! Freud:- unerfüllte Wünsche des ES- nicht it Normen der ÜBER-ICH vereinbar-> modifizierter Ausdruck in anderen Verhaltensweisen Skinner:- gegeneinander ankämpfende Kräfte (Freu) = unwisschenschaftliche Spekulation- bestrafendes Verhalten -> Auftretenswahrscheinlichkeit sinkt
  • Vergleiche Freuds Konzept der unbewussten Konflikte mit Skinners System! Freud:- widersprüchliches Verhalten durch Konflikte der Persönlichkeitsinstanzen Skinner:- Folge von inkompatiblen Verstärkungskontingenzen
  • Vergleiche Freuds Konzept der Angst mit Skinners Analyse! Freud:- Angst wenn Triebkräfte des Es und Einschränkungen durch das Über-Ichs übermächtig werden Skinner:- Angst = Emotion = unwillkürlich konditioniertes Verhalten- Emotionen haben keinen kausalen Status (nur adaptiv)
  • Triff Aussagen über die Annahmen Skinners bezüglich Angst und Schuld! = innere Zustände- existieren- aber keine Elemente der kausalen Kette (S->R UND S->C ABER NICHT S->C->R)- sind Effekte (Auswirkungen), aber keine Ursachen- durch Umweltbedingungen determiniert
  • Erkläre das Konzept der Gegenkontrolle (Nach Skinner)! - durch operante Prinzipien lässt sich nahezu jedes Verhalten verstärken-> es ist möglich unter bestimmten Umständen das Selbstbestimmungsrecht und die Selbstbestimmungsfähigkeit einer Person einzuschränken - Personen aus bestimmten Bereichen-> Sorge und Erziehung der Kinder-> Behandlung alter Menschen-> Gefängnisinsassen-> seelisch Kranke-> geistig Zurückgebliebene 1&2 -> zu schwach3 -> von Staatsgewalt kontrolliert4&5 -> eigenes Verhalten oft nicht selbstorganisierbar
  • Welche vier Variablen sind in der Verhaltensgleichung nach Lewin enthalten? - Personenkonstrukte-> strukturelle-> dynamische - Umweltkonstrukte-> strukturelle-> dynamische
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  • Unterscheide zwischen strukturellen und dynamischen Personenkonstrukten! Strukturelle Konstrukte der Person- überdauernd- Bereiche der Person + Nachbarschaft (nach Stärke und Ähnlichkeit geordnet)- Grenzwände zwischen den Bereichen ( unterschiedliche Durchlässigkeit -> wichtig für dynamische) Dynamische Konstrukte der Person- fortwährend veränderbar- Bedürfnis (biologisch)- Quasibedürfnis (Ziele, Absichten, Vornahmen)- Spannung ( entsteht durch (Quasi)Bedürfnis, verschwindet wenn das oder ein ähnliches Bedürfnis gestillt ist)- Spannung durch ähnliche Bedürfnisse stillen abhängig von Durchlässigkeit der einzelnen Bereiche
  • Unterscheide strukturelle und dynamische Umweltkonstrukte! Strukturelle Umweltkonstrukte- Bereiche (analog zu Personenkonstrukten) bzw. Teilbereiche einer Handlung- Hindernisse zwischen den Bereichen (≙Grenzwände)- Bereiche beziehen sich auf Handlungen- Hindernisse (wenn Teilhandlungen abgeschlossen werden, müssen Hindernisse überwunden werden um das Ziel zu erreichen; Hindernisse markieren also den Raum, der einer Person zugänglich ist) Dynamische Umweltkonstrukte- Valenz ( = Spannung x Merkmale des Zielobjekts)- Kraft ( = Valenz / Entfernung)
  • Erläutere Lewins Taxonomie des Verhaltens! - der hodologische Raum = Gesamtheit der einer Person verfügbaren Umweltbereiche -> Verhalten kann durch unterschiedliche "Wege" geschehen- Richtung der Verhaltens-> konsumatorisches Verhalten (hin zu einem Bereich -> P bleibt in A)-> Fluchtverhalten (weg von einem Bereich -> P verlässt A)-> instrumentelle Annäherung ( hin zu (mehrere Bereiche involviert) -> P geht von A nach B)-> Vermeidungsverhalten ( weg von (mehrere Bereiche involviert) -> P ist in B und meidet A) Zusammenfassung:Positive und Negative Kräfte, die in einer Person lokalisiert sind führen entweder zu einem Objekt (Ziel)  hin oder von einem weg!
  • Beschreibe die Columbia Obstruction Box mit Hilfe der Lewin'schen Theorie! Spannung in einem Bereich des Organismus (Hunger) steigt -> Nahrung hat positive Valenz (steigt an) -> Kraft zur Nahrung zu gelangenAber: Hindernis von Start- zu Zielpunkt = negative Valenz(Bedürfnis, Schmerzen zu vermeiden) -> Vermeidungsverhalten bezüglich des Gitters--> wenn die hinführende Kraft zum Zielobjekt stärker ist (Hunger angestiegen) als die negative Krafr, die von dem Gitter ausgeht, wird das Versuchstier das Gitte überqueren -> psychologische Kräfte messbar durch Columbia Obstruction Box
  • Welche drei Interpretationsarten psychologischer Kräfte gibt es? Beschreibe diese kurz! Annäherungs-Annäherungs-Konflikt- mind 2 Objekte mit positiver Valenz-> Kräfte die zu beiden Objekten hinführen, müssen gleich groß sein (durch Entfernung und Valenz!)Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt- mind 2 Handlungsalternativen mit negativer Valenz-> schwer zu lösen (bewegt man sich zu einem, wird die abstoßende Kraft von diesem größer und vom anderen kleiner -> "hin und her")Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt- positive und negative Valenzen in einem Bereich-> Columbia Obstruction Box