9
Forstliche Nutzung (Subject) / Biomasse für energetische Nutzung (Lesson)
This lesson was created by Paddelboot.
- Welche Energieholzsortimente gibt es? - Direkt aus dem Wald: Stammholz, Industrieholz, Waldrestholz - Altholz - Sägewerksnebenproduke: Rinde, Schwarten, Sägespäne und -Mehl -Holz aus der Landschaftspflege - Industrierestholz: Restrollen (Furnierherstellung), Endstücke etc. - Schwarzlauge
- Was ist Schwarzlauge? - Nebenprodukt aus der Zellstoffherstellung. - Besteht u.a. aus Lignin - Wird meist Werksintern zur Energiegewinnung genutzt, daher kein marktfähiges Produkt
- Ist die Verbrennung von Energieholz "umweltschädlich" (CO² Emission)? Die CO²-Emission bleibt die gleiche, egal ob das Holz verbrannt wird oder Verrottet.
- Welche Kritik gibt es an der Energiegewinnung mit Holz? Und wie kann man dieses Probleme lösen? Holz, das direkt aus dem Wald verbrannt wird kann nicht mehr für andere Zwecke verwendet werden, und der Kohlenstoff wird nur sehr kurz gespeichert. Zudem gibt es voraussichtlich ab 2020 eine Versorgungslücke für Holz. Lösung -> Kaskadennutzung
- Was versteht man unter "Kaskadennutzung"? Der Rohstoff (Holz) soll so oft wie möglich und so effizient wie möglich stofflich genutzt werden und erst am Ende zur Energiegewinnung eingesetzt werden. -> erhöhte Rohstoffproduktivität Vorteile: mehr verfügbare Holzrohstoffe, mehr Arbeitsplätze, längere CO²-Bindung, höhere CO²-Einsparung durch Substitution.
- Wie hat sich die Holznutzung in Bezug auf die stoffliche und energetische Verwendung entwickelt? 1990: stofflich etwa doppelt so hoch wie energetisch, beide Nutzungsarten gleich stark steigend. seit 2007: stoffliche Nutzung sinkt, energetische steigt weiter 2009: stofflich und energetisch sind gleichauf. seit 2011: energetische Nutzung stärker als stoffliche
- Wo wird Holz verbrannt? - In Feuerungsanlagen in kleineren/mittleren Anlagen: Erzeugung von Warmwasser und Strom für Eigenbedarf in großen Biomasse-(Heiz)kraftwerke: Erzeugung von Strom - In Privathaushalten: sog. "Komfortkamine" (Einzelraumfeuerungen) nehmen zu.
- Was kann ein Problem von steigenden "Komfortkamin"-Zahlen sein? Das meiste verbrannte Holz stammt direkt aus dem Wald, d.h. es wird kein Altholz verbrannt, Es bilden sich große Mengen gesunheitsschädlicher Feinstaub (Rauchpartikel der Gröe <10µm). Inzwischen stammen bis zu 25% des Feinstaubsaus Holzfeuerungen. Um dem Feinstaub entgegenzuwirken kann entweder ein Filter eingebaut werden oder den Brennvorgang optimieren (ausreichend Luftzufuhr, kurze Anheizphase, sauberer/trockener Brennstoff)
- Mengenverteilung der genutzten Energieholz-Sortimenten? Privat: ca 3/4 direkt aus Garten und Wald, der Rest SNP (8%), Altholz (6%), Pellets/Briketts (9%), Hackschnitzel, Späne (5%) Feuerungsanlagen >1MW LEistung: Altholz (44%), Waldrestholz (17%), Landschaftspflegeholz (9%) und Industrierestholz (9%). Feuerungsanlagen <1MW Leistung: 30% Hackschnitzel, 28% Industrieholz, der Rest Pellets udn Waldrundholz.
Advertisement