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Grundschulpädgogik (Subject) / Ganztagsschule (Lesson)
Ganztagsschule
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- Kompetenzbereiche des Personals (5 Kompetenzen) + Hinweis Holtappels Diagnosekompetenz, didaktisch-methodisches Repertoire für differenzirten Unterricht, Förderkompetenz (inidviduell), sozial-erzieherisches Repertoire, Schüler- und Elternberatungskompetenz. --> Festangesetllte nötig, Aushilfen nicht so effektiv.
- Empirische Ergebnisse (Eltern-Kind, GIM, Leistung + soziale Kompetenzen, offen vs. gebunden, Hans Gängler) Eltern-Kind-Beziehung gleich oder besser (40% der Mütter arbeiten (mehr)) in GTS. + Studie dass Eltern doppelte Zeit mit den Kindern verbringen als vor 50 Jahren. GTS + Integration + Migration (GIM) Reinders (2011): GTS mit mittleren Migrationsanteil offener als GTS mit niedrigen oder hohen Migrationsanteil sowie HTS mit mittleren Migrationsanteil. Patall+Cooper+Allen (2010): Leistung besser (v.a. Lesen und Rechnen) vs. IGLU 2006: keine Leistungssteigerung, StEG-Studie 2016: Differenziertes Bild --> Reichhaltiges Bildungsangebot, Leistung nicht eindeutig, bei 'guten' GTS (Passung): + soziale Kompetenz, + Motivation, + Selbstkonzept,Fischer+Kuhn+Züchner (2011): + Sozialverhalten (vor allem MH-Kinder?). Holtappels 2017: Laut StEG- Studie keine großen Unterschiede zwischen gebundner und offener Form in Leistung (wurmt Holtappels etwas). Eigentlich nur verlässliches Betreuungsangebot erreicht.
- Ungünstige Faktoren bei der Umsetzung (5 Faktoren) Appel: enge und überlastete Schulgebäude, wenig Engagement des Kollegiums, Ungeduld, zu hohe Erwartungen, bildungspolit. Barieren, Investitionsvorbehalte (Folgekosten).
- Voraussetzungen Appel / Holtappels (7) 1. Räumlichkeiten (versch.: Musik, Kunst, Sport, Werken), 2. Mensa (evtl. auch Platz für Mittagsruhe), 3. Außenanlagen, 4. Arbeitsplätze für Lehrer, 5. Besprechungsräume, 6. Aula, 7. + Quantität Personal (Lehrer, päd. Fachkräfte, Erzieher, Musiklehrer, Trainer).
- Begriffsbestimmung (KMK, StMBWK, Holtappels 3 Merkmale) KMK: mind. 3 Tage / mind 7 Zeitstunden / an allen TagenMittagessen / nachmittägliche Angebote in Verantwortung der Schulleitung und in konzeptionellen zusammenhang mit vormittäglichem Unterricht. StMBWK Bayern: 4Tage Holtappels: 1. zusätzliche Förderung, 2. sinnvolle gestaltung der Freizeit, 3. Erziehungsarbeit (ergänzung zur Familie).
- Historisch GTS und HTS hat Ursprung in Schulpflicht (Mitarbeit und Durchsetzung des Kinderarbeitsverbots --> "deutscher Sonderweg" (Hagemann und Gottschall 2002). Reformpädagogik (Dewey und Kerschensteiner) schon Empfehlungen für GTS 1969 Deutscher Bildungsrat: Empfehlung zur Einrichtung von GTS,1990er sukzessiver Aufbau (Betreuung in der DDR), 2000er PISA-Schock -> 7 Bausteine: einer davon GTS bzw. Reformpädagogik, 2003 IZBB 4 Mrd. € in Aufbau der Ganztagsschulen, "aber Deutschland immer noch Mittelmaß" (Holtappels 2017). Kielblock und Stecher: In D 2002 - 4951 --> 2011 15349 GTS aber nur 50% davon im Sinne der KMK --> deswegen Definiton versch. Formen und wichtg (Überleitung).
- Formen Holtappels: Additive Modele (Unterrichtsteil vs. Freizeitteil --> Grenzen bei Rhythmisiserung + Abkoppellung vom Unterricht); Integriertes Modell (feste und erweiterte Schulzeiten bis in den Nachmittag, pädagogisches Konzeot, rhythmisierter Tagesablauf). BRD KMK: voll gebundene Form (alls Schüler einer Schule), teilgebundene Form (Teil der SuS), offene Form (einzelne Schüler, Erzeihungsberechtigte entscheiden für 1/2 Jahr). Bayern StMBWK: gebundene GTS = teilgebundene der KMK (Spänle möchte, dass man Wahlrecht hat) Lehrkräfte oder Förderlehrkräfte, offene GTS (bisher nur 5-10 seit 2015/16 Pilotversuche einer offenen GT-Grundschule).
- Begründung Holtappels 2-2-2-4 + Appel (Hurrelmann) (2014): Schulpädagogische: erweiterter Schultag + gemeinsames Lernen aller KInder, sozialpolitisch: kustodiale Funktion (Aufbewahrung, wegen Alleinerziehnden, Berufstätigen, weniger Geschwister, wenig Platz), Beitrag zur Chancengleichheit (IGLU 2011 --> Einfluss der sozialen Herkunft auf Leistung ist hoch). Appel: Für Kinder aus sozialen brennpunkten, Wohnheiminder, Trennungskinder ist Schule Ort an dem sie ernst genommen werden und sich wohlfühlen können + positive Sozialistaion (vgl. Hurrelmann von mir).
- 4 Gründe bei Vortrag Holtappels (2017) + Röbe-Zitat und Ergänzung Appel Pädagogische Begründungslinie Appel 1. Ersatz (Ergänzung zur soziokulturellen Infrastruktur),2. Stärkung der soziale-erzieherischen Funktion,3. Anstieg der formalen Bildungsanforderungen + Schlüsselkompetenzen, hier auch metakognitive Kompetenzen, erfahrungsbezogenes Lernen, Lernen über zentrale Lebensfragen.4. Entwicklung differenzierter Lernkultur. "Grundschule ist mehr als Unterricht" --> Verweis auf päd Auftrag (nicht nur Wissensvermittlg). Kindgemässe Entwicklung -> Lernen braucht Zeit -> keine Stresssituationen + persönliche Situation der Kinder beachten -> Schule als Ort der Gemeinsschaft und sich Wohlfühlens.
- Gestaltungsmerkmale: 1. Individuelle Förderung, 2. Offene Lernformen, 3. Rhythmisierung, 4. Soziales Lernen. 1. Mehr Stunden mehr Chancen zur Förderung (nicht nur Lernschwache sondern auch besonders Begabte)--> Antwort auf Heterogenität = innere Differenzierung (Roßbach und Wellenreuther 2002) -> SuS schreiten beim Lernen unterschiedlich voran. Lesefüchse e.V.2. (Def. Wallrabensetin)/ differenzierte Lernhatung --> z.B. Freiarbeit, projektarbeit, Wochenplan, Auflösung der 45 Minuteneinheiten, außerschulische Kooperation (Keufer und Trautwein 2008) --> Zeit oft als Ausrede warum keine Offenen Lernformen, VERA 2008 + IGLU 2006.3. Wiederholung von Ritualen, Gliederung der Schulzeit,An- und entspanung, Bewegung und Ruhe, geschloßene und offene Lernformen, praktisches und kognituves Lernen --> Ganzheitlichkeit --> Balance positiv nach Wallrabenstein + auch Kinder empfinden dies so Schultheis.4. Soziales Lernen: Sozialkompetenz führt nach (Petermann 2002) zu besserem Zusammenleben --> mehr gemeinsame Zeit mehr Übung für soziale Kompetenzen --> Zeit für Sozialtrainings (Petermann und Naizke 2012) z.B. Wolfs- und Giraffensprache (Kajanne 2002) und Streitschlichtertraining .
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- Gestaltungsmerkmale: 5. Gemeinschaftsbildung, 6. Freizeitgestaltung, 7. Öffnung der Schule, 8. Lernchancen. 5. Partizipation + Demokratie + interkulturelles Lernen + Integration --> z.B. über Schülerparlament (vgl. Hompeage GSTAMW: alle 4 Wochen zwei Schüler aus jeder Klasse) --> GIM-Studie. 6. Freizeit oft verplant und zu viel Mediennutzung (Fölling-Albers 2014) --> GTS verschiedene Aktivitäten + Freiraum + Medien- und Spielpädagogik (sinnvolle Nutung nach Holtapels). 7. Nach innen:Unterricht sowohl inhaltlich als auch methodisch, aber auch nach außen (Peterßen) Kooperationen mit anderen Insitutionen, aber auch mit anderen Schulen (http://netzwerk-ganztagsbildung.de und Münchner Serviceagentur für GTS) und Lebensweltbezug (räumlich und institutionell). 8.Durch Wiederholung und Vertiefung besser Chancen das Wissen zu behalten und im Transfer anwenden zu können (Lerche 2012) --> GTS mehr Zeit dafür.
- 4 Vorteile / 4 Nachteile gebundene Form Vorteile: Rhytmisierung (Hirnforschung / Tageskurve), Schülerteilnahmequoten (lt. Holtappels 2017 wichtig für spezielle Angebote, Restaurant-Vergleich, Zusammensetzung der Klassen + Planungssicherheit), thematische Ausweitung - fächerübergreifendes Lernen + flexible Unterichtsblöcke statt 45 Minuten, in Bayern +12 Lehrerstunden für GT-Klasse. Nachteile: keine Wahlmöglichkeit (-Motivation) Brümmer (2011), pädagogische und organisatorischen Möglichkeiten werden nicht ausgeschöpft Klieme (2008), Kosten, Verschulung der Kindheit (Scholarisierung Reh et al.).
- 4 Vorteile 3+1 Nachteile offene Form. Teilweise Überschneidung aber grundsätzlich darauf hinweisen, dass Vorteile der einen natürlich Nachteile der andere Form sein können. Vorteile: Familienergänzend nicht ersetzend (Rekus), freiweilige Teilnahme (+Motivation), weniger Kosten höhere Flexibilität für Eltern, Entlastung der Lehrer. Nachteile: Kein Druck zur Änderung der Lernkultur, Entkoppelung von Schule und Betreuung, meist wenig qualifiziertes Personal =Hort, Abschaffung der HA nicht möglich
- 9 Punkte: Rolle und Aufgaben der Lehrkraft Mehr Wissen und soziale und emotionale Bedürfnisse befriedigen Popp (2011),aktive Beteiligung an Schulentwicklung Böttcher (2011),Speck (2012): Präsenz (Arbeitsplatz),neue Lern-Lehrkultur (Rhythmus, außerschulische Verbindung, Flexibiltät, mehr ind. Förderung,Teamarbeit + Kooperation (Lk + päd Personal),Betreuung und Erziehung,Studie Popp (2011): Qualitative Belastung!Studie Dizinger (2011): keine höhere zeitliche Belastung.
- 6 Vorteile der Ganztagsschule (sozialer Bereich) Neue Interessen wecken (musisch, sportlich,...),Kooperation + Lebenswelt,Beziehung Lehrer und SuS betrifft nicht nurLeistung,Zusammenleben der SuS fördert gegenseitiges Verständnis,weniger Gewalt + Störungen (Kuhn),gesundes Essen und Benehmen bei Tisch.
- 5 Vorteile der Ganztagsschule (kognitver Bereich) Erweiterte Lernzeit,Offene Struktur,Differenzierung und indivduelles Fördern,besseres akademisches Selbstkonzept durch HA-Betreuung,bessere Sprachintegration.
- 4 Nachteile für Lehrer und Kommunen. Überforderung der Lehrkraft (Giesecke 2001),kein Konzept als Vorgabe -> Schulen gehen sehr unterschiedlich vor,weniger Zeit für Unterrichtsvorbereitung,Kosten für Kommunen.
- 6 Nachteile für Schüler und Familien Scholarisierung der Kindheit (Rekus),Entfernung von Familie,Kinder als Humankapital und Ökonomisierung der Familie (Stadler 2016),Rhythmus der SuS unterschiedlich und Schule keine Reparaturwerkstatt (Stadler 2016), Überanstrengung der Kinder,Platzvergabe in Händen der Schulleitung -> eher Betreung (Berufstätige) als Förderung (Hartz4).
- Qualitätskriterien der Ganztagsschule (wichtigstes Merkmal nach Holtappels 2017) Qualität der Lernkultur (Unterrichtsprozesse, Lehrerausbildung, Schülerteilnahme, Bildungsangebot, Verbindung Unterricht und außerschulisches Lernen).
- Rhytmisierung nach Ramseger "Versuch eine Zeitordnung zu finden, die sich an SuS orientiert." -> Zeittmuster und Struktur aber schon wichtig für SuS:Offene Eingangsphasegemeinsame ArbeitFreiarbeitProjektzeitMittagessenAGs, Spiel, SportFörderung + Vertiefung, + Übung (HA). Manche GTS kein Schulgong -> Pause wenn nötig. Kein "Fetzenstundeplan" (Petersen), "SuS keine Glühbirne, die alle 45 Minuten an und aus geht" (Rumpf) -> Auch Motivationsprobleme wenn man unterbrochen wird.
- Unterrichtsgestaltung in der Ganztagsschule (Erklärung zu Stundentafel) Lehrgangsorientierter Unterricht -> Ziel: Kentnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten (Lehrer und Qualifkationsorientiert). Projektorientierter Unterricht -> Ziel: Lebensweltbezug (schülerorientiert, fachübergreifend). Freiarbeit -> Ziel: Entscheidungs- und Handlungskompetenz (freie Wahl von Aufgaben, Soziaformen, Selbsbestimmtheit und Eigenverantwortung)
- Konzept Appel und Rutz -->4 Pädagogisches Konzept (von Kollegium vereinbart),Förderaspekt im Vordergrund,Lernzeit an Schülern ausrichten,Teamarbeit.
- Gestaltung des Schultags (Ladenthin und Rekus) -> 5 (diese auch in Beispielen bringen). AGs,Förder-U,HA in Schule,flexible Stundenplangestaltung,Kooperation mit Eltern (Intensivierung des Schullebens).
- Gestaltungsmerkmale formell (4) 1. Individuelle Förderung 2. Offene Lernformen 3. Rhythmisierung 4. Lernchancen
- Gestaltungsmerkmale nichtformell (4) 5. Soziales Lernen 6. Gemeinschaftsbildung 7. Freizeitgestaltung 8. Öffnung nach außen