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AKL (Subject) / Allgemeine Krankheitslehre (Lesson)

AKL

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  • Gesundheits nach WHO den Zustand völligen geistigen,  sozialen seelischen und körperlichen Wohlbefindens
  • Krankheit stellt die Störung der Lebensvorgänge, die den Gesamt-organismus oder seine Teile, derart verändert dar, so dass der betroffeneMensch subjektiv, klinisch, psychisch oder sozial hilfsbedürftig wird
  • Ätiologie Lehre der Krankheitsursachen endogene und exogene Faktoren
  • Endogene Faktoren unbeeinflussbare Faktoren z.B. genetische Ursachen Gewebealterung Störungen während der Schwangerschaft (Fetopathie, Embriopathie)
  • Exogene Faktoren Ursachen, die von außen auf den Organismus einwirken, mehr oder weniger beeinflussbar z.B. schädigende Umwelteinflüsse (Lärm, Strahlung, Ernährung) Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten) physikalische Schäden (Unfälle, Traumata) chemische Faktoren (Gifte, Drogen, Medikamente) psychosozialer Einfluss (Arbeitsbelastung, Wohnsituation, Armut, Arbeitslosigkeit)
  • Disposition die „Veranlagung“ bzw „Anfälligkeit“ an einer bestimmten Krankheit zu erkranken GeschlechtRasseAlterUmweltfaktorenBegleiterkrankungen
  • akuter Krankheitsverlauf Verlauf über (meist heftige) wenige Tage oder Wochen, Endung häufig mit Heilung
  • Chronisch–kontinuierliche Erkrankung gleichbleibendes Krankheitsniveau
  • Chronisch-rezidivierender Krankheitsverlauf Wechsel von Phasen mit und ohne Krankheitszeichen z.B. Asthma bronchiale
  • chronisch-progrediente Erkrankungen Symptome nehmen zu
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  • Heilung biologischer Prozeß der Rückbildung einer Erkrankung bzw. einer pathologischen Gewebsveränderung in Richtung des gesunden Ausgangszustands
  • Defektheilung Heilung unter Zurückbleiben von Schäden, z.B. nach Amputationen verbleibenden Beeinträchtigungen = Residuen
  • Ursachen Gewebsschädigung SauerstoffmangelWärme- Kälteeinwirkung Toxine, Strahlen, Traumata
  • Nekrose Absterben von Zellen oder Gewebe durch Membrandefekte -> Zellinhalt tritt unkontrolliert in die Umgebung der Zelle aus -> Entzündungsreaktion. Kann Folge einer Ischämie (Minderdurchblutung mit Sauerstoffmangel) sein
  • Atrophie Verkleinerung von Zellen → Gewebeschwund Ursachen: geringere Aktivität → Muskelatrophie (bei Ruhigstellung nach Fraktur, Lähmung) verringerte Blutversorgung; volumetrisch → einfache Atrophie Verminderung der Mitoserate → Hypoplasie physiologische pathologische lokale generalisierte Atrophie
  • Hypertrophie Vergrößerung eines Gewebes oder Organ durch Zellvergrößerung bzw. Zunahme des Zellvolu- mens Physiologisch (z.B. Muskelzellvergrößerung bei Krafttraining) pathologisch (z.B. Vergrößerung der linken Herzkammer in Folge einer Aortenklappenstenose)
  • Hyperplasie Vergrößerung eines Gewebes/Organs durch Zunahme der Zellzahl, also Vermehrung von Zellen physiologische oder pathologische Organvergrösserung (z.B. Schilddrüsen- hyperplasie bei Jodmangelstruma)
  • Dystrophie degenerative Veränderungen von Zellen, Geweben oder Körperteilen in der Pathologie. geht meist mit Funktionseinschränkungen bzw. Funktionsstörungen der betroffenen Körperregionen einher
  • Ursachen Dystrophien genetisch/ chromosomal (z.B. Muskeldystrophie) aufgrund von Fehl- und Mangelernährung (z.B. Fettleber) aufgrund von Erkrankungen oder Traumen eintreten (z.B. Reflexdystrophie)
  • Neoplasma Neubildung von Geweben physiologische Regeneration eines Gewebes (z.B. von Epithelgewebe) autonome, pathologische Gewebevermehrung eines Tumors.
  • Ödem Flüssigkeitsvermehrung im interstitiellen Gewebsraum oder Flüssigkeitsansammlungen in kleinen Hohlräumen
  • Erguss Flüssigkeitsansammlung in einer bestehenden Körperhöhle z.B. Gelenkerguss als Folge einer Entzündung
  • Entzündung unspezifischer Abwehrvorgang des Körpers als Reaktion auf eine Schädigung oder Veränderung einer Zelle oder eines Gewebes Funktion Entzündunsreaktion: Eingrenzung des geschädigten Gewebes eingedrungenen Schadstoff oder Krankheitserreger zu entfernen, um so den restlichen Körper zu schützen Entzündungsreaktion kann durch belebte (z.B. Bakterien) und unbelebte Faktoren (z.B. thermische, physikalische oder chemische Reizung) ausgelöst werden
  • Lokale Entzündung Infektion auf einen bestimmten Bereich des Körpers beschränkt
  • Generalisierte Entzündung Die lokale Entzündung kann sich auf gesamten Organismus ausbreiten entzündungsauslösender Keim verbreitet sich über den Blutkreislauf im ganzen Körper wenn Körper oder Behandlung die Entzündung nicht ausreichend bekämpft
  • Kardinalsymptome lokalen Entzündung Rötung (Rubor)Wärme (Calor)Schwellung (Tumor)Schmerz (Dolor) Funktionseinschränkung (Funktio laesa)
  • Allgemeinreaktionen des Körpers bei Entzündung Fieber Abgeschlagenheit Appetitlosigkeit Blutdruckabfall Gliederschmerzen Kopfschmerzen
  • Entzündungsmediatoren Histamin (Weitstellung der Gefäße, Permeabilitätssteigerung der Gefäßwand, Juckreiz) Prostaglandine (Vasodilatation, Schmerzvermittlung) Kininsystem (ähnliche Wirkung wie die Prostaglandine) 
  • Exsudat im Rahmen des Entzündungsvorgangs aus dem Blut ins geschädigte Gewebe abgegebene Stoffe 
  • Entzündungsformen an Exsudat erkennbar Seröse Entzündung: eiweißreiches Exsudat, z.B. bei Insektenstichen Serös-schleimige Entzündung: z.B. der Schnupfen Eitrige Entzündung: ausgedehnte Einwanderung von Leukozyten in das Gewebe bei bakteriellen Infektionen
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  • Abszess abgekapselte Eiteransammlung nach einer Nekrose mit daraus entstandener Höhle im Gewebe
  • Phlegmon diffuse, nicht abgegrenzte eitrige Entzündung im Gewebe
  • Empyem Eiteransammlung in einer Körperhöhle
  • Infektion nfektion ist eine Entzündung, die durch Mikroorganismen verursacht wird Treten dadurch Symptome auf, spricht man von einer Infektionskrankheit.
  • Wovon ist die Entwicklung von einer Infektion zu einer Infektionskrankheit abhängig? von der Abwehrlage des infizierten Organismus von der Virulenz der Erreger (krankmachende Kraft eines Krankheitserregers)
  • Infektionquellen exogene Quellen - belebte z.B. Mensch, Tier - unbelebte z.B. Wasser, Nahrungsmittel, Geräte, Spielzeuge, Textilien endogene Quellen - körpereigene Keime, verschleppt in andere Körperregionen, z.B. Darmbakterien in die Harnblase - Reaktivierung einer im Körper verbliebenen inaktiven Infektion, z.B. Wiederaufflammen der Tuberkulose nach Jahren
  • Inkubationszeit Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome
  • Infektionsweg Bewegungsprofil eines Pathogenen Erregers (Viren, Bakterien, usw.), erlaubt es ihm, sich in einer Wirtspopulation auszubreiten und in einzelnen Individuen eine Infektion auszulösen
  • Einteilung Infektionsweg Nach Art der Übertragung: direkt (Wirtsorganismus zu Wirtsorganismus), indirekt (durch Insekten, Nahrungsmittel, usw.) Nach Herkunft der Erreger: exogen, endogen Nach Übertragungsmedium der Erreger - Kontaktinfektion - Schmierinfektion - Tröpfcheninfektion - kontaminierte Nahrung oder Wasser - Vektoren (z.B. Sekrete oder Exkremente von Mücken, Zecken, usw.) Nach Eintrittspforte der Erreger - Wundinfektion (über die Wunde) - Inhalationsinfektion (über die Atmung) - Inokulatonsinfektion (über eine penetrierende Hautverletzung) - perkutane Infektion (über die Haut) - permuköse Infektion (über die Schleimhaut)
  • Immunsystem Abwehrsystem biologischer Organismen unterscheidet körpereigene und körperfremde Zellen und Substanzen dient der Erkennung und Bekämpfung von Krankheitserregern
  • unspezifische Abwehrmechanismen Säureschutzmantel der Haut Schleimhautbarriere des Magen-Darm-Traktes und des Bronchialtraktes Bestimmte Eiweiße und Enzyme, z.B. Komplementsystem, C-reatives Protei Verschieden Leukozyten- und Lymphozytentypen, die unter anderem als Fresszellen agieren
  • Träger des Immunsystems Zellen (zelluläre Abwehr) oder Zellstoffprodukte (= Antikörper, humorale Abwehr).
  • T- Helferzellen werden von B-Lymphozyten benötigt um schließlich als Plasmazellen Antikörper zu produzieren.
  • T-Killerzellen eigentliche Funktionsträger der zellulären Immunität zerstören körperfremde oder virusinfizierte Zellen
  • T-Supressorzellen regulatorische Zellen sie verhindern eine überschießende Stimulation der T-Helferzellen
  • T-Gedächtniszellen bei späterem Zweitkontakt sofortige Bildung von Antikörpern Nutzen des Mechanismuses bei Impfung: geschwächte oder abgetöte Erreger regen Körper zur Abwehrreaktion an Gedächtniszellen und die dann vorhandenen Antikörper bieten später einen Schutz gegen die natürliche Infektion mit diesen Krankheitserregern
  • Antikörper Die Antikörper, die auch als Immunglobuline (Ig) bezeichnet werden, können in fünf Klassen getrennt werden: IgM IgDIgGIgAIgE
  • Antigen-Antikörper-Komplex Antikörper verbinden sich mit dem Fremdstoff (Antigen) zum Antigen-Antikörper-Komplex, wodurch eine Kaskade von Entzündungs- und Zellreaktionen aktiviertwird, mit dem Ziel das Antigen auszuschalten
  • passive/aktive Impfung Aktive Impfung = Gabe von Lebend/Tot/ToxoidimpfstoffPassive Impfung = Gabe von Antikörpern
  • Autoimmunerkrankung körpereigenes Antigen (MHC-Molekül) wird als fremd eingeordnet Bildung von Antikörpern Zerstörung der körpereignen Zellen durch das spezifische Immunsystem auslösen einer entzündliche Reaktion an verschiedenen Geweben aus Beispiele:Diabetes Typ IMorbus BasedowRheumaMorbus Crohn