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Ernährungstoxikologie (Subject) / Einheit 5 (Lesson)
gentechnisch veränderte Pflanzen
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- nenne beabsichtigte und unbeabsichtigte Effekte einer gentechnischen Modifizierung, wie werden sie identifiziert? Beabsichtigte Effekte--> Herbizid-Toleranz, Schutz vor Fraßinsekten oder Pflanzenpathogenen (Mikroorganismen, Viren), modifizierter Nährstoffgehalt, Trockenheitstoleranz Unbeabsichtigte Effekte--> durch unbeabsichtigte Beeinflussung endogener Pflanzengene Unterbrechung kodierender Gensequenzen Änderung der Expression endogener Gene Bildung neuer offener Leseraster (ORFs) und Synthese neuer Proteine Identifizierung durch molekulare Charakterisierung der genetischen Veränderung(en) sowie vergleichende Analysen der Zusammensetzung und des Verhaltens beim Anbau in Relation zum conventional counterpart (Profiling-Methoden, z.B. Proteomics, Metabolomics, sind für die Anwendung in der Risikobewertung noch nicht validiert)
- Wie kann sich die modifizierte Pfanze vom conventional counterpart unterscheiden? neue Proteine weitere neue Inhaltsstoffe Änderung des Gehalts natürlich vorkommender Inhaltsstoffe
- Wie wird ein neues Protein bewertet? Herkunft des kodierenden Gens und früherer Verzehr des Proteins biochemische und funktionelle Charakterisierung Homologie zu bekannten toxischen Proteinen --> bioinformatische Analysen der Aminosäure-Sequenz in silico Stabilität bei der Verarbeitung des Lebensmittels: Einfluss von Temperatur und pH-Wert in vitro Resistenz gegenüber Verdauungsenzymen z.B. Pepsin-haltige simulierte Magenflüssigkeit case by case – wenn Zweifel an der Sicherheit: in vivo Studie zur subakuten oralen Toxizität (28 Tage) an Labornagern (OECD Guideline 407, aber höhere Tierzahl)
- Wann sollte man Fütterungsstudien in Betracht ziehen? wenn: Zusammensetzung der Pflanze stark verändert wurde es Hinweise auf unbeabsichtigte Effekte gibt Unsicherhheiten hinsichtlich der Sichherheit bestehen kein conventional counterpart für vergleichende Sicherhheitsbewertung gegeben stacked events --> subchronische Toxizitätsstudie an Labornagern unter Vermeidung von Nährstoff-Imbalanzen
- Beschreibe Konzept substanzieller Äquivalenz Vergleich der GM Pflanze und der daraus gewonnenenLebens-/Futtermittel mit einem entsprechendenkonventionellen Erzeugnis, dem conventional counterpart traditionelle Nutzpflanzen mit einer history of safe use als Vergleichspartner alle identifizierten Unterschiede sind zu bewerten hinsichtlich möglicher Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier sowie der Auswirkungen auf die Ernährung kann kein conventional counterpart identifiziert werden, ist keine vergleichende Bewertung möglich ist eine umfassende Bewertung der Sicherheit und der ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Erzeugnisse erforderlich – wie bei Novel Foods
- Komponenten der Risikoanalyse Sozio-kulturelle Faktoren der täglichen Risikobilanz = Subjektive Risikowahrnehmung:- Wahlmöglichkeit: erzwungene vs. freiwillige Risikoübernahme- Kontrollierbarkeit: eigene Handlungsmöglichkeit zur Vermeidung- Risiko-Nutzen-Verhältnis- persönliche Betroffenheit- Schrecklichkeit des Schadens- Vertrauen: Glaubwürdigkeit der verantwortlichen Institution- Verantwortlichkeit: natürliche vs. anthropogene Risiken- Art des Schadenseintritts: zeitlich lokalisierbar vs. zeitlich diffus
- Welches maschinelle Abrauchverfahren ist geeignet, um das menschliche zu reproduzieren? Es gibt kein maschinelles Abrauchverfahren, das das menschliche Rauchverhalten reproduziert!(Abrauchverfahren sind eher Abschätzungen) Der Rauch der Wasserpfeife enthält viele verschiedene gesundheitsschädliche Substanzen: Akut toxische Substanzen: Kohlenmonoxid, AcroleinKrebserzeugend im Menschen: u. a. Benzol, Formaldehyd, 2-Naphthylamin, Nornitrosonikotin, BaP
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