Allgemeine Psychologie II (Subject) / Referate (Lesson)

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Seminar von Herr Mayer

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  • Desire & Self-Regulation - Definition + Wie entsteht Desire? Definition - Desire: Motivation, eine bestimmte Aktivität auszuführen, um einen positiven Affekt herbeizuführen oder einen negativen Zustand aufzuheben -> Desire als eigenständiges Konstrukt; motivationale/emotionale/kognitive Komponente (multidimensional) Wie entsteht Desire? Erklärungsansatz: Dynamical Model of Desire (Hofman&Van Dillen, 2012) Innere Needs + Erfahrungen werden mit externalen Stimuli abgeglichen, Bsp: Hunger (need) + positive Erfahrung mit Kuchen (Sättigung) + externaler Stimuli (Kuchen) => hohe Desire-Intentionalität Implizite Prozesse im Gehirn - läuft unterbewusst ab 2. Erklärungsansatz: Desire gerät ins Bewusstsein - exekutive Prozesse werden beeinflusst 2 Mechanismen: a) Temporäre Ausschaltung von Werten und Vorstellungen b) Auftreten von motivationalen Gedanken, die die Handlung rechtfertigen
  • Desire & Self-Regulation - Drei Hauptmechanismen zur Regulation Constraining (präventiv) Stimulus-/Situationskontrolle: Setzt Wissen/Erfahrung und vorausschauendes Denken voraus; Vermeiden von bestimmten Situationen/Reizen -> Nudges (Stimuluskontrolle) durch beispielsweise Gesetze (Rauchverbot an Bahnhöfen etc.) Early-Stage Distraction: Fokus auf ein Ziel oder eine andere Aktivität so stark, dass der desire-Stimulus keine Beachtung findet Down-Regulation (Fokus auf Desire-Erfahrung) Kognitive Neubewertung: Kognitive Neubewertung durch Überdenken der Konsequenzen Akzeptanz: Positive Akzeptanz des Verlangens ohne diesem nachzugehen; Desire als vergängliches Gefühl ansehen Unterdrückung: gilt nicht als wirksam Inhibition-Präventiv Precommitment: Festhalten und Kommunizieren von Vorsätzen Implementation intentions: Beschreibt die genauen Mittel und Wege, um den Zielzustand zu erreichen ("Wenn ich etwas im Restaurant bestelle, dann nur einen Salat.") Willenskraft trainieren: Aufgaben die Willenskraft erfordern stärken langfristig die Selbstregulation
  • Self-Control and Ego Depletion - Zentrale Konstrukte Selbstkontrolle (self-control) Die Fähigkeit seine Gedanken, Emotionen und sein Verhalten zu verändern und Impulsen sowie Gewohnheiten zu widerstehen, erlaubt einem sich selbst zu regulieren um Erwartungen zu entsprechen Genetisch-bedingte Selbstkontrolle (trait self-control) Situativ-bedingte Selbstkontrolle (state self-control) Strength Model of Self-Control Selbstkontrolle als Ressource mit begrenzter Verfügbarkeit (benötigt Energie) Ressourde kann erschöpft werden (Ego Depletion) Ressource kann verstärkt/trainiert werden wie ein Muskel Erschöpfung (Ego Depletion) Zustand verringerter Selbstkontrolle Erschöpfung führt zu: Verringerter kognitiver Kontrolle (reduction of top-down control), Verwendung automatisierter Reaktionen, Einsatz von Gewohnheiten und Heuristiken Experimentelle Forschung: Dual-task paradigm Teilnehmer führen zwei zusammenhangslose Aufgaben aus, die beide Selbstkontrolle benötigen (Stroop Test oder Cold Pressor Test) Schlechteres Ergebnis beim zweiten Test = Selbstkontrolle als abbauende Ressource
  • Self-Control and Ego Depletion - Folgen verminderter Selbstkontrolle Entscheidungsfindung Erschöpfung beeinflusst besonders höhere kognitive Aktivitäten -> Logisches Denken, Deduktion und Schlussfolgern Erschöpfte Menschen geben eher intuitive Antwort (Cognitive Reflection Test) Sticky anchor hypothesis -> Erschöpfte Personen orientieren sich eher an Hilfspunkt (Anker) Impuls- und Emotionsregulation Erschöpfung inhibiert Inhibition = Führt zu Intensivierung von Emotionen (z.B. Aggression) Erhöhte Angewiesenheit auf negative Gefühle in der semantischen Verarbeitung Gesundheit und Fitness Das Schokolade und Radieschen Experiment Auf Schokolade zu verzichten benötigt/verbraucht Selbstkontrolle Missbrauch und Abhängigkeit Missbrauch von Alkohol und Drogen häufig durch verminderte Selbstkontrolle Riskantes Verhalten Kaufverhalten: Erschöpfte Personen kaufen und zahlen mehr und entscheiden impulsiv Geringe genitsch-bedingte Selbstkontrolle als Prädiktor für Glücksspiel und Kriminalität
  • Self-Control and Ego Depletion - Kurz- und langfristige Verbesserung der Selbstkontrolle Untersuchung durch Dual-task paradigm, welches durch einen Motivator unterbrochen wird Kurzzeitige Verbesserung Positiver Affekt: Gute Laune Selbstbestätigung: Ziele/Motivation vor Augen führen Wirksamkeit/Power: Verantwortung übernehmen Planung: Planen damit in Zukunft mehr Ressourcen frei sind Abstraktionsgrad: "Warum"-Fragen stellen Pausen: Helfen zur Neutralisierung der Erschöpfung Glukose: Wirkt gegen Erschöpfungseffekte (aktuelle Untersuchungen) Langzeitige Verbesserung - durch Training Selbstkontrolle ist domänenunspezifisch Regelmäßiger Sport verbessert die Selbstkontrolle Langzeitige Verbesserung - durch Gewohnheiten Automatisierte Prozesse, schonen Ressourcen Gute Gewohnheiten (z.B. regelmäßig ins Fitnessstudio gehen) zeigen langfristig Verbesserungen der Selbstkontrolle
  • Self-Regulation of action and affect - Feedbackschleifen / Levels of abstraction Verhalten ist zielorientiert und basiert auf Feedbackschleifen: negativ: Reduktion von Diskrepanz zwischen Ist- und Sollzustand (Annäherung) positiv: Ausweitung von Diskrepanz (Vermeidung) Levels of abstraction: Ziele auf verschiedenen Niveaus Beispiel: 1. Bachelorabschluss 2. Klausuren bestehen 3. Lernen Sequenzen: Automatische Bewältigung von aufeinanderfolgenden Aufgaben Programme: Geplante, bewusste Bewältigung von aufeinander folgenden Aufgaben Handlungen: Summe aus Sequenzen und Programmen, die Prinzipien (Werten) folgen. Idealselbst (Sollzustand,  positiv, negativ) form sich aus Werten => Selbstregulation
  • Self-Regulation of action and affect - Feedback processes and affect Gefühle = Affekt = Produkt aus Feedbackprozessen Feedbackprozesse als Ursache für Gefühle:  Action Loop reduziert Diskrepanzen Repräsentation und Bewertung der Diskrepanzreduktion, durch den affect loop Wenn Bewertung positiver als erwartet -> positiver Affekt Wenn Bewertung negativer als erwartet -> negativer Affekt  Wenn deckungsgleich -> kein Affekt Kriterium: Referenz für die Bewertung von Feedbackprozessen Wenig Vorerfahrung: Variables Kriterium / Große Vorerfahrung: Definiertes Kriterium
  • Self-Regulation of action and affect - Two kinds of behavioral loops, two dimensions of affect Gute Gefühle bei großem Fortschritt, sowohl bei negativer, als auch positiver Feedbackschleife Verschiedene Affekte bei negativen (Bsp: Begeisterung, Eifer, Frustration, Traurigkeit) und positiven (Bsp: Erleichterung, Zufriedenheit, Angst, Besorgnis) Feedbackschleifen Modellbeispiel: Ist-Zustand: Schlechte Noten Soll-Zustand: Gute Noten Diskrepanz: soll minimiert werden Action loop: besteht aus positiver und negativer Feedbackschleife Affect loop: bewertet, ob die Diskrepanz verringert wurde => Der Output der action loop spiegelt den Ist-Zustand wieder. Dieser dient als Input für affect loop, dessen Outout wiederum der neue Input der action loop ist -> Das Affektsystem reguliert sich selbst
  • Self-Regulation of action and affect - Affect issues Divergent views of dimensionality underlying affect Sowohl Annäherung als auch Vermeidung können positive und negative Gefühle hervorrufen Phänomen: Traurigkeit tritt nur bei negativen Feedbackprozessen auf (Annäherung) ist also gebunden an die Diskrepanz zwischen Real-Selbst und Ideal-Selbst Von einer Bewertung der durch Feedbackschleifen ausgelösten Gefühle muss abgesehen werden, sie stellen lediglich Gefühlsalternativen auf die Bewertung der Diskrepanzveränderung dar Coasting Menschen, die ihre Erwartungen übersteigen, neigen zur Verringerung ihrer Anstrengungen in diesem Bereich, bis der Fortschritt wieder den Erwartungen entspricht Coasting and multiple concerns Gründe für das Schleifen lassen: Energieersparnis, Konzentration auf andere Domänen Priority management as a core issue in self-regulation Gleichzeitig mehrere Domänen zwischen denen gewechselt wird, allerdings zu jedem Zeitpunkt nur eine Hauptdomäne Durch die Setzung von Prioritäten kann es zu Problemen für zweitrangige Domänen kommen, deshalb muss zwischen ihnen gewechselt werden Feelings and Reprioritization Setzung von neuen Prioritäten, aufgrund von Emotionen Gründe: a) Eine momentan wichtigere Domäne stellt sich in den Vordergrund b) Das Ziel der Domäne ist erreicht  -> welche als nächstes folgt hängt vom Kontext und den nachfolgenden Domänen ab Priority management and depressed affect Wenn Ziele subjektiv nicht erreichbar sind werden diese aufgegeben -> aufgrund von Emotionen wie Traurigkeit, Depression und Hoffnungslosigkeit Dual Process models of functioning Zwei, ständig aktive Prozesse zur Steuerung von Verhalten: a) Rationales System (bewusst, logisch, langsam) b) Erfahrungsbasiertes System (intuitiv, heuristisch, schnell) 3 Arten von Temperament: Annäherung / Vermeidung (reaktiv,automatisch) / mühevolle Kontrolle (aktiv, geplant) Another look at hierarchical organization Die beiden Systeme (rational und erfahrungsbasiert) werden in unterschiedlichen Hirnarealen verarbeitet -> Verhalten ist aber gleich Ursprünge von Verhalten: Programme, Sequenzen, Deindividualisierung, Alkohol Self-control / Self-control and psychopathology Ähnliche Konzepte in der Forschung zur Selbstkontrolle Externale Störungen: impulsive Gewalt, Drogenkonsum Internale Störungen: Angst, Depression (viele Ursachen nicht nur auf Selbstkontrolle zurückzuführen)