36
Medizin (Subject) / Geriatrie, Syndrome (Lesson)
Advertisement
- Schwindel, welche Ursachen im Alter ? kardiovaskulär ca. 28% peripher vestibulär ca. 18% zentralnervös ca. 14% Mischfomen ca. 18% Vestibulär: Benigner Lagerungsschwindel Morbus Meniere Vestibularisschwannom
- Serotoninsyndrom Typische Symptome: autonome Dysfunktionen ( Schweißausbr., Tachykardie, Diarrhoe) psychische Alterationen (Aggressivität, Konfusion, Halluzinationen) motorische Alterationen (Zittern, Myoklonie, Hyperreflexie) Ursache : serotoninerge Interaktionen, wenn gleichzeitig SSRI, MAO-Hemmer und serotoninerge Wirkstoffe ( z.B. Antidepressiva und Tramadol) gegeben werden, oder in der Überdosierung einzelner Substanzen
- Pruritus Häufigkeit von bis zu 50% oft sehr quälend, unbefriedigend behandelbar Ursachen: trockene Haut, schwere Niereninsuffizienz, Exsikkose, Cholestase, Malignome Selten Skabies (Krätze) ⇒ausschließen Allergien und diverse Ekzeme bei der Hälfte der Fälle Pruritus senilis ohne fassbare Ursache Therapie: Fettsalben, Emulsionen bei Exsikkationsekzematoid im Wechsel mit harnstoffhaltigen Salben, bei starkem Juckreiz steroidhaltige Salbe,
- Definition Sturz Ein Sturz ist ein unerwartetes Ereignis, in dessen Folge der Gestürzte auf den Boden oder auf ein tieferes Niveau gerät Nur in ca. 10% der Stürze kommt es zu wesentlichen Verletzungen
- Sturzursachen Sturzursachen Medizinische Ursachen ( Gangstörung 85%, kardiovaskulär 15%) Iatrogene Ursachen (Medikation ⇒FRID-Liste) Sturzursachen in der Umgebung des Patienten ( Wohnumfeld, Schuhe etc..)
- Risiko für Stürze erhöht bei: 3 oder mehr Stürze im letzten Jahr Frakturen in den letzten 3 Jahren Untergewicht BMI < 20 Hypotonie Visusminderung Medikamente (FRID-Liste !) Timed up and Go > 20 Sekunden Alltagsrelevante kognitive Störung (MMSE < 23 Pkt)
- Frailty Syndrom phänotypische Definition nach Fried "Fried-Score" : ungewollter Gewichtsverlust > 5 kg in 12 Monaten Muskuläre Schwäche, Sarkopenie (Handkraftmessung)M.<29-32kg, F<17-21kg Subjektive Erschöpfung (Bericht) Langsame Gehgeschwindigkeit, < 0,5-0,6 m/sec. Verminderte körperliche Aktivität (Kalorienverbrauch) wenn 3 oder mehr Punkte zutreffen liegt ein Frailtysyndrom vor Bei 1-2 Punkten Pre-Frailty
- Malnutrition ist das Missverhältniss zwischen Bedarf an Nahrung und Zufuhr Kachexie: pathologische Gewichtsverlust Sarkopenie: degenerativer, altersbedingter Abbau der Skelettmuskulatur Mararsmus: Folge einer chronischen quantitativen Mangelernährung
- Prävalenz der Mangelernährung bei geriatrischen Patienten in Deutschland? > 50% bei Patienten in Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu Hause lebende mobile Ältere lediglich 5-12 % !!
- Ursachen für Malnutrition Appetitmangel (Altersanorexie) Kauprobleme, Zahnstatus Dysphagie Polypharmakotherapie mit NW. Alleine Essen, Vereinsamung Demenz Schmerzen Depressionen körperliche Einschränkungen (Paresen etc...) Soziale Aspekte (Syndrom des leeren Kühlschranks)
- Advertisement
- Diagnose Malnutrition gemäß AKE und DGG 2013: Diagnose Malnutrition gemäß AKE und DGG 2013: Vorangegangener unbeabsichtigter auffälliger Gewichtsverlust > 5% in 3 Monate, >10% in 6 Monaten BMI < 20 kg/m² Kurzform des Mini-Nutritional-Assessment (MNA-SF) < 8 Punkte
- Therapieprinzipien bei Malnutrition: Therapieprinzipien bei Malnutrition: Sensibilisierung für das Thema regelhaftes Ernährungsassessment Anamnese, Diagnostik und Beseitigung von Ursachen Etablierung eines Ernährungsteams und Ernährungsbegleitung Anpassung der Nahrung und der Essenszeiten Frühzeitig Verordnung von Trinknahrungen Adäquate Sitzposition beim Essen Hilfsmittel (Besteck, Unterlagen etc.)
- Dysphagie ist eine Störung des Transportes von Speichel oder Nahrung vom Mundraum bis zum Magen Leaking: verfrühter Ausstritt von Nahrung in den Hypopharynx Penetration: N. in die oberen Atemwege Aspiration: N. in die unteren Atemwege
- Formen der Harninkontinenz Detrusorüberaktivität = Dranginkontinenz, 40-70% Belastungsharninkontinenz = Stressinkontinenz 25% der Frauen Überlaufinkontinenz (neurogen bzw. obstruktiv bedingt) Funktionelle Inkontinenz Reflexinkontinenz (Störung oder Zerstörung der vom Gehirn ausgehenden Hemmungsbahnen) Mischformen
- Überlaufinkontinenz Ursachen Obstruktion und / oder neurogene Ursachen Prostatahypertrophie bei Frauen Senkung der Harnblase mit Abknicken des Blasen-Harnröhren Winkels Schwäche des Detrusors bei Diabetes mellitus, anticholingerge Medikation, Schädigung des peripheren Nervensystems,
- Fall-Risk-Increasing-Drugs (FRID) Fall-Risk-Increasing-Drugs (FRID) Anxiolytika /Hypnotika Neuroleptika (D2-Antagonisten und Serotonin-Dopamin-Antagonisten) Antidepressiva (Trizyklika, SSRI, SSNRI,MAO-Hemmer) Antihypertensiva und Diuretika Antiarrhythmika und Digoxin Nitrate und andere Vasodilatantien Opioid-Analgetika anticholinerge Medikamente und Antihistaminika
- Stuhlinkontinenz Stuhlinkontinenz 2-4% der Allgemeinbevölkerung Frauen häufiger betroffen (4:1) Ältere Menschen 4-27% hohe Koinzidenz für eine Harninkontinenz Prädiktor für einen schlechten Gesundheitszustand und eine erhöhte Mortalität
- Chron. Obstipation nach Rom III Kriterien - während 3 der letzten 6 Monate zwei Symptome in mehr als 25% der Zeit Starkes Pressen klumpiger harter Stuhlgang Gefühl der inkompletten Entleerung Gefühl der anorektale Blockade Anwendung manueller Darmentleerung weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche - kein weicher Stuhlgang ohne Anwendung von Laxanzien - kein Reizdarmsyndrom
- Chronisch Obstipation, pragmatische Definition harter Stuhlgang Beschwerden beim Stuhlgang weniger als 3 x / Woche
- Koprostase Koprostase Vorliegen einer chronischen Obstipation keine Stuhlentleerung über mehrere Tage Tastbare Kotsteine (Fäkaliome) durch die Bauchdecke unkontrollierter Abgang geringer flüssiger Stuhlmengen
- Regeln für Schlafhygiene Regeln für Schlafhygiene Kein Schlaf tagsüber ( max. 30 Min. Mittagsschlaf) Meiden von Genussmitteln am Nachmittag Keine körperlichen schweren Arbeiten am Nachmittag keine großen Mahlzeiten abends Regelmäßige Bettgehzeit und Aufstehzeit Vermeiden langer Liegzeiten im Bett ohne zu schlafen Optimierung der Umgebung " das Bett wird nur zum Schlafen und zum Sex benutzt " :-)
- Schlafstörung im höheren Lebensalter --Fehler in der Behandlung und Aspekte Verordnung von Schlafmitteln ohne ausreichende Diagnostik bei akuter Insomnie in vorübergehenden Belastungssituationen kann für maximal 2 Wochen ein Hypnotikum indiziert sein bei chron. Insomnie sollten Medikamente zur Schlafförderung prinzipiell nicht gegeben werden Medikamentenmissbrauch ist bei älteren Menschen häufig, Schlaftabletten häufiges Suchtmittel
- Frailty Frailty : Altersassoziierter körperlicher Abbau und verminderter Kraftzustand mit erhöhter Vulnerabilität geringerer Funktionalität geringeren kompensatorischen Ressourcen um auf innere und äußere Stressoren reagieren zu können
- Frailty und Sarkopenie Bei vielen Menschen, die den Frailty-Phänotyp aufweisen liegt eine symptomatische Sarkopenie vor. Verschiedene Mechanismen können zu eine akzentuierten Sarkopenie führen. Einer der wichtigsten Faktoren, die die Sarkopenie unterhalten, ist die körperliche Inaktivität und Malnutrition
- Frailty-Index Nach Rockwood Es werden die individuellen Defizite aus 70 Einzelfaktoren addiert
- Schmerzursachen bei älteren Menschen Schmerzursachen bei älteren Menschen Degenerative Gelenkerkrankungen und LWS-Beschwerden als häufigste Ursachen chronischer Schmerzen Karzinomschmerzen Schmerzen bei Osteoporose, Herpes zoster, Arteriitis temporalis, Polymyalgia rheumatica, AVK, Polyneuropathie, Dysästhesien nach Schlaganfall, Schmerzen infolge alter Knochenbrüche etc.
- Normwerte für basalen Energiebedarf, Eiweißbedarf, Flüssigkeitsbedarf bei älteren Menschen Energiebedarf 30 kcal/kg KG , bei Malnutrition 30 bis 40 kcal/kg KG Eiweißbedarf 1,0-1,2 g, bei Malnutrition 1,5 g/kg KG Flüssigkeit 25 - 30 ml/kg KG
- Diagnostik der Malnutrition Anamnese und körperliche Untersuchung ungewollte Gewichtsabnahme, >10 % / 1/2 Jahr, BMI < 20 Wadenumfang <31 cm, Oberarmumfang <21 cm Labor: Albumin ↓ , Transferrin↓, Präalbumin↓, absolute Lymphozytenzahl↓, Zink ↓ Nutritional-Risk-Screening Mini-Nutritional-Assessment SF Essprotokoll nach Volkert
- Chronische Wunde Definition Eine chronische Wunde wird definiert : - Integritätsverlust der Haut und einer oder mehrerer darunterliegender Strukturen - fehlende Abheilung innerhalb von acht Wochen.
- Physiologische Phasen der Wundheilung Entzündungsphase Reinigungsphase Granulationsphase Epithelisierungsphase
- Advertisement
- Verbandstoffe in der Reinigung- bzw. Granulationsphase Reinigungsphase Hydrogele, bei infizierter Wunde Aktivkohle- oder Silberauflagen mit Alginaten als Kompressen oder Tamponade Granulationsphase Hydrokolloide, Hydrogele und Deckverband, Hydropolymere, Kollagenschwämme, Polyurethanschaumauflagen
- Indikationen zur trockenen bzw. feuchten Wundtherapie Trocken : primär heilender chirurgischer Wundverschluss , Wunde in der Epithelialisierungph., trockene Nekrosen Feucht: chronische Wunden, infizierte Wunden, alle sekundär heilenden Wunden , nekrotisch belegte Wunden
- Nicht mehr verwendete Materialien in der Wundversorgung Wasserstoffperoxid PVP Jod Rivanol Zinkpaste Mercurochrom
- SOF Frailty Index (Study of Osteoporotic Fractures) SOF Frailty Index (Study of Osteoporotic Fractures) Empfinden von Energielosigkeit , Erschöpfung Gewichtsverlust > 5% in 2 Jahren Unfähigkeit 5 x hintereinander ohne Armeinsatz von einem Stuhl aufzustehen Bewertung: 2 Kriterien erfüllt : Frailty 1 Kriteruim: Pre-Frailty
- Harninkontinenz-Definition (International Continence Society) Jeder unwillkürliche, d.h. nicht kontrollier-oder steuerbare Abgang von Urin
- Sarkopenie Altersassozierter Abbau der Muskelmasse, Muskelkraft bzw. Funktionalität Grenzwerte: Muskelmasse: Frauen 6,4 kg/m2 - Männer 8,8kg/m2 Handkraft : Frauen 20 kg, Männer 30 kg Ganggeschwindigkeit : ≤ 0,8 m/s (M/F)