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Persönlichkeit (Subject) / 9) Biopsychologische Theorien II (Lesson)
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- Was versteht Zuckerman unter Sensation Seeking? Bedürfnis nach wechselnden, neuen, intensiven und komplexen Erregungen Bereitschaft dafür physische, soziale und finanzielle Risiken auf sich zu nehmen
- Welche Dimensionen von Sensation Seeking beschreibt Zuckerman und wie werden sie erfasst? TAS - Thrill and Adventure Seeking ES - Experience Seeking Dis - Disinhibition BS - Boredom Susceptibility (Empfindlichkeit) Erfassung: Sensation Seeking Scales
- Wie hängen die Dimensionen von Sensation Seeking mit den Big Five zusammen? - TAS und ES * Offenheit für Erfahrungen (+) und Gewissenhaftigkeit (-) - Dis und BS * Extraversion (+), Verträglichkeit (-) und Gewissenhaftigkeit (-) Korrelation im NEO-FFI bei I r I ca. .25
- Welche alternativen Persönlichkeitsdimensionen stellte Zuckerman auf? Activity- Unfähigkeit zur Entspannung- Bedürfnis nach herausf. Arbeit- hohes Erregungsniveau Sociability- Präferenz für Zusammensein mit anderen Impulsive Sensation Seeking- Mangel an Planung- Risikobereitschaft- Erfahrungssuche Aggression-Hostility- verbale Aggression- Schadenfreude- Jähzorn usw. Neuroticism-Anxiety- Verstimmung/Verspannung- Ängstlichkeit- Empfindlichkeit gegenüber Kritik
- Welche übergeordneten Faktoren fand Zuckerman? E-Sociability- Acitivity- Sociability P-Impulsivity- Impulsive Sensation Seeking- Aggression-Hostility N-Anxiety- Neuroticism-Anxiety
- Was besagt Zuckermans psychopharmakologisches Modell? P-ImpUSS: Psychotizismus-Impulsive Unsocialized Sensation Seeking- Sensation-Seeking Dimensionen zu höherem Faktor zusammengefasst- Einfluss von Hormonen, Enzymen und Neurotransmittern auf Unterschiede im P-ImpUSS- hohe dopaminerge, geringe serotonerge und geringe noradrenerge Aktivität
- Was sind empirische Ergebnisse zu Zuckermans psychopharmakologischem Modell? Rolle der Monoamine (DA, 5-HT, NA) für Unterschiede im Sensation Seeking akzeptiert, aber auch widersprüchliche Befunde widersprüchliche Zusammenhänge zw. Indikatoren für Neurotransmitter und Sensation Seeking- gerichtete Annahme (hoch DA, niedrig 5-HT, NA) daher problematisch)- Differenzierung in der Wirkung der Neurotransmitter-Aktivität nötig Zusammenhänge nur mit einigen Subskalen von Sensation Seeking gefunden, zT. nicht konsistent- Fragebogen hat geringe Reliabilität
- Wie heißt Grays Theorie? Reinforcement Sensitivity Theory
- Was sind die Annahmen Grays klassischer Theorie? Ausgangspunkt: Eysencks Faktoren > andere Rotation und BenennungPersönlichkeitsunterschiede als Ergebnis individueller Unterschiede in Hirnsystemen> Fokus nicht auf kortikale Erregung, sondern differentielle Reaktivität für Hinweisreize für Belohnung/Bestrafung3 Systeme1. BIS - Behavioral Inhibition System- sensitiv für konditionierte Hinweisreize für Bestrafung- Aktivierung > Unterbrechung aktuelles Verhalten; Erhöhung autonomer Erregung als Reaktionsvorbereitung und verstärkter Aufmerksamkeit für die Umwelt; Gefühl der Angst2. BAS - Behavioral Activation System- sensitiv für konditionierte Hinweisreize für Verstärkung- Aktivierung > Annährung oder aktive Vermeidung; erhöhte autonome Erregung zur Verhaltensmobilisierung; Euphorie, Glücksgefühl3. FFS - Fight Flight System- sensitiv für unkonditionierte Bestrafungsreize- Aktivierung > Kampf (gering Distanz), Flucht (große Distanz), erhöhte autonome Erregung, Gefühl der Panik
- Was besagt die revidierte Fassung von Grays Theorie? FFS > Fight-Flight-Freeze-System keine Unterscheidung mehr (un)konditioniert Betonung von Angst
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- Fassen Sie die Theorien Grays zusammen. viel versprechend biopsychologisch fundierte Persönlichkeitstheorie Integration vona) persönlichkeitspsychologischen Ansätzen (Ängstlichkeit, Impulsivität)b) lerntheoretischen (Belohnungs-/Bestrafungssensitivität)c) kognitiv-neurowissenschaftlichen (conflict monitoring, Aufmerksamkeit) Forschung derzeit in vollem Gange; Meta-Analysen bestätigen Annahmen der revidierten RST (Leue & Beauducel, 2008)
- Beschreibe kurz die biopsychologische Persönlichkeitstheorie von Cloninger. Persönlichkeit = 2 Teilsysteme (Temperament, Charakter) Temperament weitestgehend angeboren1. verhaltensaktivierendes System (novelty seeking)- dopminerge Aktivität2. verhaltenshemmendes System (harm avoidance)- serotonerge Aktivität3. reward dependence= bestimmt wie sehr die Aufrechterhaltung von Verhaltensgewohnhiten von positiven Verhaltenskonsequenzen abhängt- noradrenege Aktivität4. persistence= wie hartnäckig werden Verhaltensgewohnheiten aufrecht erhalten
- Fasse die Annahmen Zuckermans, Grays und Cloningers zusammen. hoher theoretischer Gehalt - teils ausstehende empirische Überprüfung deskriptive Teile: analog zu Eysenck Annahme von 3 Persönlichkeitsdimensionen - inhaltlich nur teils identisch- Zuckerman: P-ImpUSS, Neuroticism-Anxiety, Extraversion-Sociability- Gray: BIS, BAS, FFFS- Cloninger: Novelty Seeking (NS), Harm Avoidance (HA), Reward Dependence (RD) explanative Teile: Hirnsysteme, die über versch. Neurotransmitter (5-HT, NA, DA) Annährungs- und Vermeidungsverhalten beeinflussen - exakte Rolle unterschiedlich beschrieben- Zuckerman: DA: vermittelt Annährung; 5-HT: vermittelt Hemmung; NA: vermittelte Erregung als Basis für ImpUSS- Gray: DA: moduliert mittels BAS Belohnungssensitivität und Impulsivität; 5-HT und NA-moduliertes BIS vermittelt Bestrafungssensitivität und Ängstlichkeit- Cloninger: DA>NS; 5-HT> HA; NA > RD