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Tierseuchen (Subject) / Spezielle Tierseuchen (Lesson)

Spezielle Tierseuchen

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  • Aujeszkysche Krankheit = Anzeigepflichtige TS, seit 2003 in D getilgt empfänglich = v.a. Schweine (Erregerpersistenz und latente Infektionen) , andere Tierarten absolut tödlich Erreger: SHV - 1, Herpesviren, hohe Tenazität ÜT: Direkt, belebte/unbelebte Faktoren Schwein: zyklische Allgemeinerkrankung mit schneller Durchseuchung und Erregerpersistenz im Ggl trigeminale und den Tonsillen --> Respitrakt, SH, ZNS Empfänglich heute v.a. Jagdhunde und Wildschweine Diagnose: Direkt (Tupferprobe)/ Indirekt Bekämpfung/Prophylaxe: VO zum Schutz gegen Aujesky`sche Krankheit des Schweines Betriebe verpflichtet zur serologischen US 1x jährlich Schutzimpfung (atten. Lebendvakzine) Markervakzine (Virulenzassoziiertes gI Gen = keine AK Bildung, daher ELISA gut zwischen Feld-und Impfvirus zu unterscheiden => Impf-und Behandlungsverbot: Impfung nur auf Anordnung der zuständigen Landesbehörde Bestandssperre Ausweisung des Betriebes Einschränkung des Tierverkehres (Ausnahme: geimpfte Tiere unmittelbar in Endmast/zur Schlachtung) Katze und Hd fernhalten Entwesung R+D öffentliche Bekanntmachung ggf Sperrbezirk einrichten, ist aber fakultativ Tötungsanordnung mgl Nichts darf rein/raus Ausbruch gilt als erloschen: wenn alle erkrankten/verd. Tiere getötet und unschädlich beseitigt sind wenn alle Schweine <3MO im Betrieb nach 2maligem Test im Abstand von 4 WO seronegativ sind
  • Enzootische Rinderleukose = Bovines Leukose Virus, Retroviren Anzeigepflicht, Zoonose, Impf-und Behandlungsverbot In D: BLV-Freiheit, USA und Kanada: kein Bekämpfungsprogramm ÜT: überwiegend horizontal (Blut/iatrogen) --> Pro-Virus in B-Lymphozyten => 3 Phasen der Klinik: inapparente Phase: humorale AK Bildung persistierende Lymphozytose: 1/3 seropositiv, aber auch negative Tumorphase: Prognose in faust = B-Zell-assoziierte Lymphome DD: Sporadische Rinderleukose Diagnose: serologischer Nachweis von AK in Blut/Milch Behandlung/Prophylaxe: Impfverbot und Behandlungsverbot! = VO zum Schutz gegen die Leukose des Rindes alle Rinder < 6 MO, die serologisch positiv getestet sind müssen getötet werden (verdächtige Tiere können) Verdacht bei: 2maligem zweifelhaftem Ergebnis und entspr. klinischer Symptomatik Rinder > 24 MO müssen entweder 3x/Jahr blutserologisch auf ERL getestet werden bzw 2x/Jahr milchserologisch
  • Klassische/afrikanische Schweinepest = Pestivirus, Flaviviren Letzter Ausbruch: 2006 --> primär: Schwarzwild,Folgeausbrüche (Tierverkehr, Speiseabfälle?) Impf-und Behandlungsverbot : Ausnahme Notimpfung von Landesbehörde angeordnet hohe Tenazität überlebt Kochen und Gefrieren (im gefrorenen Fleisch MO-Jahre haltbar) Einschleppung: durch Zukauf infizierter Tiere erregerhaltige Speiseabfälle => Verfütterungsverbot in EU!! Pathogenese: Virusausscheidung in IKZ --> Viruspersistenz und diaplazentare ÜT auf Ferkel --> häufig subklinische Infektionen Abgrenzung zur ASP (über Lederzecke übertragen, unendlich viele Subtypen/Stämme, daher Impfung sinnlos) Schutzmaßnahmen: Schweinehaltungshygiene-O VVVO Tierische-Nebenprodukte -Beseitigungsgesetz (VO 1069/2009) Schweinepest-VO 2011 (europäische Bekämpfung) Nachweise bei Ausbruch: 1. KSP: Serologischer NW allein nicht ausreichend = nur Verdacht virologischer NW (Primärausbruch), klin./pathol-anat. US bei Folgeausbruch, Serologie+epidemiol. Anhaltspkte 2. ASP: virologischer und serologischer NW hier ausreichend Vor amtlicher Feststellung: klinische, virol. und serol. US aller Tiere im Bestand Überprüfung Kennzeichnung und Bestandsregister Absonderung betr. Tiere Aufbewahrung verendeter/getöteter Tiere allg. Hygiene-und Schutzmaßnahmen (Personalhygiene, Schutzkleidung, Desinfektion der Transportfahrzeuge, Desinfektionsmatten) Verkehrsverbot Sperma und Fleisch Beschränkung des Viehverkehrs, sowie Personenverkehr Haustiere nur mit Genehmigung im selben Bestand Nach amtlicher Feststellung: öffentliche Bekanntmachung Bestandssperre Genotypisierung Virus sofortige Tötung aller Tiere unschädliche Beseitigung von Fleisch, Sperma, Erzeugnissen und getöteten/verendeten Tieren Ktz und Hd einsperren Ausnahme für Zoo`s (getrennte Betriebseinheiten) Sperrbezirk einrichten = 3 km, öfftl Ausschilderung --> klinische und serol. US aller Tiere im Sperrbezirk binnen 7 Tagen --> kein Viehverkehr, keine KB, keine Hausschlachtung Beobachtungsgebiet (= mit Sperrbezirk 10 km Radius), als solches zu kennzeichnen --> klinische US aller Tiere im Beobachtungsgebiet binnen 7 Tagen Aufhebung: wenn Ausbruch erloschen/Verdacht beseitigt wenn unschädliche Beseitigung aller verendeten/getöteten Tiere Schadnagerbekämpfung R+D in Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet müssen Tiere 30 Tage nach DIagnose klinisch und serologisch negativ sein bei Wildtieren (gefährdeter Bezirk) frühestens 6 Mo nach letzten NW beim Wildschwein Tiere 40 Tage lang keine Klinik Wiederbelegung: Einstallung binnen 20 d serologische US nach > 40 Tagen (solange Verbleib im Betrieb bis Ergebnisse da) ASP= erst nach 6 Jahren
  • BSE Erreger: infektiöse Eiweiße (Prionen) = pathologische Isoform eines physiol.vorkommenden Zellwandproteins mit gleicher AS-Sequenz aber anderer Struktur (ß-Faltblatt, alpha Helix) Klinik: Nicht infektiöse Degeneration des ZNS, immer tödlich! ÜT: über unzureichend erhitztes Tiermehl von infizierten Säugetieren (keine Direkt-ÜT von rind zu rind) => orale Aufnahme, Vermehrung im Darm (Peyer Platten) => Infektion Nervengewebe und ZNS Diagnose: postmortal Gehirnuntersuchung und AK-NW TSE-Vorsorge VO (VO 999/2001) untersagt die Verfütterung von Tiermehl von Säugetieren an Wdk Tötung und unschädliche Beseitigung der positiv getesteten Tiere und Körperteile davon inkl. Kohorten (Geburtskohorte, Fütterungskohorte und Nachkommen) unschädliche Beseitigung spez. Risikomaterial (auf Schlachthof eingefärbt) => bei TSE-Verdacht: Verbringungssperre verdächtiger Tiere, diagnostische Tötung mgl Klinik BSE: Abmagerung Ataxie-Festliegen Schreckhaftigkeit Aggression Speicheln Tod binnen 3-6 MO Klinik Scrapie: siehe BSE zusätzlich: starker Juckreiz (Fließschäden!) stichprobenartige US genetische Scrapieempfänglichkeit/Scrapieresistenz BSE-US-Pflicht (seit April 2015 geändert): alle Tiere aus Nottötung/Notschlachtung, oder aus besonderem Grund getötet alle untauglich Beurteilte verendete Tiere > 48 MO
  • MKS = Aphtovirus D MKS frei seit 1988, betrifft nur Paarhufer, wirtschaftlich bedeutendste Tierseuche, hohe Morbidität und erregerpersistenz (bis zu 6 MO) Impf-und Behandlungsverbot: Notimpfung mgl wenn Ausbreitung droht (verbunden mit Kennzeichnung Ohrmarke/Rinderpass "I. MKS" Suppressivimpfung im Sperrbezirk mgl Diagnose: Aphtenmaterial (direkter Erregernachweis), ggf Abstriche/Blut (FLI) Als Ausbruch gilt: wenn Tiere klinisch auffällig und positiven AK und Ag NW wenn Tiere klinisch auffällig und positiven AK oder Ag NW bei epidemiol. Zussammenhang + positiver AK, bzw. Ag NW bzw. klinisch US VO zum Schutz gegen MKS: Kontrollzone möglich für 72 h Sperrbezirk und klinische und serol. US binnen 7 Tagen Beobachtungsgebiet und klinische US aller Tiere binnen 7 Tagen Wiederbelegung: klinische US alle 3 Tage (14 Tage), dann Tag 15-28= 1x/WO, dann ab Tag 29=serol. US DD: Lippengrind, Moderhinke (Schaf), Stomatitis vesikularis, BKF, MD (Rd) Klinik: Aphten schmatzen Milchrückgang Jungtiere: Myokardtropismus (Myokardnekrosen - Tigerherz)
  • Tollwut Lyssavirus (Rhabdovirus), Anzeigepflicht, Zoonose D seit 2008 Tollwutfreiheit --> Problematik besteht im freien Tierverkehr, Fledermaustollwut auf Msch und Tier übertragbar Inaktivierte Impfung mgl, keine Behandlung Diagnose: US Gehirns histologisch, Negri-Körperchen, Ag-NW (PCR) - AK-NW sinnlos,da Tiere vor der Bildung schon versterben Klinik: Enzephalitis Übertragung: Infizierter Speichel (Klinik und Verlauf abhängig von der Bissstelle, Speichel bereits 3-5 d vor Klinik infektiös) Tollwut-Verordnung: nur inaktivierte Impfung (Impfung seuchenkranker/Seuchenverdächtiger Tiere verboten) bei Ausbruch/Verdacht Tötung betroffener Tiere (auch Hund und Katze) => einziger Beweis für Nichtinfektion ist bei geimpften Tieren, die nach 10 Tagen noch nicht verstorben sind Gefährdeter Bezirk: Seuchenausbruch bei Wildtierpopulation verstärkte Bejagung orale Immunisierung (Köder) = Füchse US wildlebender Tiere erloschen erst wenn über 2 Jahre keine amtliche Feststellung
  • Salmonellose des Huhnes Geflügel-Salmonellen-Schutz-VO: wirtsadaptierte Salmonellen Stämme: S. gallinarum gallinarum/gallinarum pullorum nichtswirtsadaptierte S-Stämme: S. enteritidis, typhimurium = TYP 1 => bei VD tierärztl.US,Ermittlung der Ursache S. hadar, virchow, infantis = TYP 2 => bei VD Ermittlung der Ursache im Zuchtbetrieb/Brüterei Erregereinschleppung über Zukauf (Eintagsküken) ÜT: Kot, ovariell Diagnose: Anzucht (Kultur Kot/Brutei) = Direkt Indirekt (AK Blut/Eidotter) Sockentupferprobe/Staubproe = amtliche ÜW Ziele: Eindämmung der Prävalenz versch.Subtypen (Legehenne) und S.enteritidis/typhimurium für Masthähnchen Mitteilungspflicht unverzüglich im Rahmen der Eigenkontrolle => amtliche US
  • Für wen gilt Geflügel-Salmonellen-Schutz-VO? Aufzuchtbetriebe und Zuchtbetriebe Huhn Legehennenbetriebe Mastbetriebe (Masthähnchen) Brütereien Zucht, Aufzucht, Mast und Brüterei von Puten
  • Wer hat Mitteilungspflicht bei Salmonellenausbruch im Betrieb? Typ 1 Salmonellosen (enteritidis, typhimurium) : Inhaber (Hühnerauszuchtbetrieb, Legehennen, Masthähnchen, Putenzucht, Putenmast, Putenbrüterei Typ 2 +1 Salmonellosen: Inhaber Hühnerzuchtbetrieb und Brüterei
  • Was passiert nach amtlicher Feststellung von typ1/2 Salmonellosen im betrieb? Eier = Klasse B, nur für Industrie Verbringungsverbot Töten/Schlachten und unschädlich beseitigen Geflügelfleisch verkehrsfähig Behandlung und Impfung bei Typ2
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  • Salmonelloseimpfung Impfung bei Typ2 Salmonellosen (infantis, hadar, virchow) Impfpflicht für Aufzuchtbetriebe (Junghenne) = S.enteritidis/typhimurium Behörde kann Impfung anordnen bei : --> Haltung von bis 250 Zuchttieren, bis 350 Junghennen / Legehennen
  • Betriebliche Maßnahmen nach Geflügel-Salmonellen-Schutz -VO striktes Rein Raus Verfahren Hygieneschleuse, Personalhygiene schwarz-weiß-Bereich Tränkewasserqualität getrennte Ausläufe und Abteilungen Fliegengitter! R+D Ausstallung, Reinigen, Entwesen Schadnager und Arthropoden Bekämpfung Kalken des Auslaufes 1x/Jahr --> 2 WO unbesetzt hygienische Lagerung von Einstreu&Geräten FuMi Hygiene
  • Salmonellose Schwein = Meldepflicht wirtsadaptierte Stämme: S.cholerasuis/typhisuis nicht-wirtsadaptiert: S. enteridtidis/typhimurium Klinik: inapparente, latente Infektion + Ausscheider/Enterocolitis Diagnose: Direkt/Indirekt Schweine-salmonellen-VO: stichprobenartige US von Mastschweinen (durch Tierärzte im Endmastbetrieb/Schlachthof) = Fleischsaft ELISA Tierhalter verantwortlich für US alle 3 MO Ermittlung des %-Anteils seropositiver Schlachtschweine im Betrieb Kategorisierung: Kat 1: < 20% = ggr belastet Kat 2: 20-40% = mgr belastet Kat 3: > 40% = hgr belastet = Maßnahmen
  • Was bei Kategorie 3 Salmonellose des Schweines? Maßnahmen und tä Intervention Meldung binnen 2 WO Ursache des Eintrages ermitteln Maßnahmen (R+D, Schadnagerbekämpfung)
  • Geflügelpest Influenza-A-Virus, Orthomyxo-Virus Unterscheidung: LPAI: keine multibasische Spaltstelle des Hämagglutinins => kaum Klinik, ggf GIT-Störungen HPAI: High pathogen wegen multibasischer Spaltstelle des Hämagglutinin Klinik: Blutungen, Ödeme, respir. Symptome, Legeleistungseinbruch, plötzlich hohe Verluste, FA und WA sinkt Geflügelpest-VO 2007 (2005 gilt nur noch für New Castle D.) bei jeder Leistungsdepression des Bestandes = US-Pflicht im Seuchenfall: Virusnachweis (PCR), Nachweis Serotyp H5N7 Kloakentupfer/Rachentupfer Tierhalter muss Register führen Frühwarnsystem + Hygienemanagement Impfung verbote(ggf Notimpfung) schon vor amtlicher Feststellung kann Tötung und unschädliche Beseitigung des Verdachtsbestandes angeordnet werden Sperrbezirk (3km) Beobachtungszone Überwachungszone 72h (entspricht Kontrollzone 13 km um Bestand) nach amtlicher Feststellung Merzen, Untersuchungspflicht Schweine Aufhebung: frühestens 21 d nach Desinfektion im Sperrbezirk und neg. virologischer Untersuchung 30 d nach Desinfektion im Beobachtungbereich und neg virol. US
  • BHV-1 Bovines Herpesvirus 1 Anzeigepflicht für alle Formen: IBR, IPV, IBP Latente Infektionen = Erregerreservoir und Persistenz VO zum Schutz der Rinder vor Infektionen mit BHV-1 = IBR Rinder-Deckinfektionen VO= IPV, IBP Ziel. Tilgung - Wettbewerbsvorteil "BHV-1 frei" Diagnose und Seuchenfeststellung: Seuche: serologisch und klinisch positiv oder nur virologisch positiv Verdacht: klinisch oder serologisch positiv Untersuchungspflicht Rinder > 9 MO mind. 1x/Jahr serologisch auf Kosten des Tierhalters Handel nur mit BHV-1 freien Rindern
  • BHV-1 Bekämpfungsstrategie Früher: Reagentenimpfung (IgE = Impfvirus AK) Neu: Bestandsimpfung Artikel 10 : BHV-1 frei = Verbringungs-und Impfverbot
  • EIA Equine infektiöse Anämie = Lentivirus (Retroviren) Deutschland eigentlich EIA frei,  Auftritt aber durch Zukauf aus endemischen Gebieten (Rumänien) ÜT: Insekten, iatrogen (Blut) Latent infizierte Pferde (klinisch unauffällig) Klinik: asymptomatisch (Trägertiere) --> akut/chronische Form, Hauptindiz= Thrombozytopenie VO zum Schutz gegen EIA: Verdacht: serologisch, klinisch, path-anat. positiv Nachweis: Coggings-Test (Goldstandard) = AK, ELISA auch mgl,muss aber durch Cogging bestätigt werden Impf-und Behandlungsverbot Maßnahmen: Tötung betroffener Tiere Insektenbekämpfung Bestandssperre Sperrbezirk mind. 1 km Verbringen nur mit Genehmigung 2x negative US im Abstand von 90 Tagen Ausbruch erloschen wenn: alle seuchenkranken/verdächtigen getötetenTiere müssen unschädlich beseitigt sein alle andren Tiere im Bestand 2x im Abstand von 90 Tagen serol. negativ sind
  • Brucellose Deutschland= Freiheit für Schaf-und Ziegenbrucellose, Rinderbrucellose Anzeigepflicht, Zoonose, Therapie-und Impfverbot Milcherhitzungsgebot bei Ausbruch gram negatives Stäbchen Brucella abortus/suis endemisch im Mittelmeerraum, Asien, Afrika Lebenslang chronisch persistierende Infektion: Ausscheidung über Milch und Genitaltrakt: Urin, Vaginalsekret, Sperma, Rinderbrucellose = Aborte, Orchitis, Gelenkentzündungen, Nachgeburtsverhaltung Schaf/Ziegen: sporadische Aborte, Lahmheit, Orchitis, Mastitiden Schweine: sporadische Aborte, Orchitis, Unfruchtbarkeit, Lahmheit, Abszesse Brucellose-VO: Verdacht: serologisch/bakteriol./klinisch/pathol-anat. US positiv Ausbruch: bakteriologische oder serologisch positiv Aborte im letzten TK-Drittel = Untersuchung!! Kontrolle der Brucellose-Freiheit: alle Rinder > 24 MO mind. alle 3 Jahre Blutuntersuchung > 30% der Milchkühe mind alle 2 Jahre 2x im Abstand von 5-7 Monaten Milchproben US Tankmilchprobe: ELISA auf Brucellose und Leukose Bekämpfungsmaßnahmen: Tötung seuchenkranker Rinder, verdächtige können Schwein, Ziege, Schaf: seuchenkranke und verdächtige müssen getötet werden, ansteckungsverdächtige können
  • Tuberkulose des Rindes = Tbc , Mycobakterium bovis, caprae (gram + Stäbchen) Anzeigepflicht, Zoonose Deutschland: Tbc Freiheit (Tuberkulin-US seit 1997 nicht mehr durchgeführt) Klinik: zyklische Allgemeininfektion Schlachtuntersuchung ist entscheidendes Verfahren zur Überwachung der Tbc (Lnn. Veränderung, Ziehl-Neelson) Tbc-Verordnung: Verdacht: alle Rinder aus Bestand Simultantest = positiv = Ausbruch
  • Milzbrand Bacillus anthracis (Sporenbildner, gram + Stäbchen) Anzeigepflicht, Zoonose --> Mensch je nach Erregeraufnahme: Hautmilzbrand, Darmmilzbrand, Lungenmilzbrand Impfverbot (außer Sondergenehmigung bei Seuchengefahr) Diagnose: Direkter Erregernachweis (Anthrax Blutagar) --> Blut nur 18h ante mortem nachweisbar, Unterscheidung von anderen Arten über PCR/Phagen-Lyse-Test --> Tote Tiere: Ohr VO zum Schutz gegen Milzbrand und Rauschbrand: Ausbruch: kulturell-bakterielle oder serologische US Verdacht: klinisch, pathol-anat. oder serologisch öffentliche Bekanntgabe, Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet nicht vorgeschrieben Tötung möglich Therapieversuche (Penicillin) nicht verboten Labordiagnostik zur Bestätigung der Erregerfreiheit unnötig Sperrung Weidefläche für 3 Jahre Problem: Desinfektion, Formalin 30%, Peressigsäure 0,8% mind. 2h => Versporung dauert 4 Stunden: schnell vorläufige/laufende Desinfektion (veget. Form empfindlich)
  • Rauschbrand Clostridium Chauvoei (anaerober Sporenbildner) Betroffen: vor allem junge Rinder ÜT: Orale Aufnahme des Erregers/ durch Wundinfektion - nekrotische Myositis mit gasödembildung Diagnose: Direkter Erregrnachweis (BA-Kultur) --> schnelle Probenentnahme, da schnelle Zersetzung VO zum Schutz gegen Milzbrand und Rauschbrand: Sperrbezirk, Beobachtungsgebiet und öffentliche Bekanntgabe nicht vorgeschrieben Therapieversuch erlaubt labordiagn. Bestätigung der Erregerfreiheit unnötig Sperrung Weide für 3 Jahre
  • Salmonellose des Rindes wirtsadaptiert = Salmonella dublin nicht-wirtsadaptiert = Salmonella typhimurium Zoonose, Anzeigepflicht Rinder-Salmonellen-VO: Alle Bakterien der Gattung Salmonella => Ziel: Verhinderung Kälbersalmonellose ("Kälberhaltungshygiene-VO"), Verhinderung Dauerausbrüche Ausbruch: Direkter Erregernachweis mit Klinik: wenigstens 1 Probe positiv ohne Klinik mind 3 positiv im Abstand von 8-15 Tagen US aller Rinder, inklusive Sammelproben bzw Einzelproben mind 2x im Abstand von 8-14 Tagen Milch unschädlich beseitigen Tötung mgl Verdacht: Klinik oder bakterielle US ohne Klinik Kälberhaltungshygiene-VO: Schutzmaßregeln für Kälberhaltung > 100 Kälber unter 6 MO nur Kälber > 1 WO einstallen R+D Kontrollbuch Schutzkleidung Impfung weder verboten noch erlaubt-Lebendimpfstoff verfügbar
  • Deckinfektion des Rindes =Trichomonas foetus In D getilgt durch KB und erregerfrie Zuchtbullen! ÜT: Deckakt, klinisch inapperente Bullen --> Endometritis, Umrindern, Aborte Rinder-Deckinfektions-VO: Direkter Erregernachweis Verdacht: Verkalben, umrindern, Fruchtbarkeitsprobleme, Rückschlüsse auf Bullen Therapie erlaubt: Kühe meist klinisch geheilt,aber Überträger US aller Rinder im Bestand Dannach mind 2 Jahre ausschließlich KB!!!
  • Fischseuchen Anzeigepflicht exotische Fischseuchen nichtt-exotische Fischseuchen 1. Nicht-exotische Fischseuchen: Im Schutzgebiet Imfverbot, hohe Mortalität Koi-Herpesvirus VHS (virale hämorrhagische Septikämie) = Forellenseuche Infektiöse hämatopoetische Nekrose Infektiöse Anämie der Lachse 2. Exotische Fischseuchen: Impfverbot Epizootische Hämatopoetische Nekrose Epizootisches ulzeratives Syndrom Fischseuchen-VO: Genehmigung Aquakulturen (Zucht, Haltung) und Verarbeitungsbetrieben Registrierung Angelteiche Mitteilungspflicht für Aquakulturen bei erhöhter Sterblichkeit Buchführung über Zu-und Abgänge Impfung gegen exotische verboten, nicht exotische = Impfverbot im Schutzgebiet Bekämpfung: exotische FS strikt bekämpft, Sperrbezirk und ÜW-Gebiet, Tötung nicht-exotische FS: Eliminierung meist kurzfristig nicht möglich, Tötung verdächtiger/kranker Tiere, Status "Schutzgebiet" geht verloren Kategorien: 1 = seuchenfrei 2 = im ÜW-Programm 3 = unbestimmt 4 = Tilgungsprogramm durchgeführt 5 = infiziert => Handel reglementiert
  • Koi-Herpesvirus latent infizierte Karpfen = Überträger KliniK: Enophthalmus Hautläsionen Atemnot (Kiemennekrosen) sehr hohe Mortailität Quarantäne bei Zukauf, ggf "Pilotfisch" zum Karpfen
  • Infektiöse hämatopoetische Nekrose Lyssavirus, (Rhabdoviren) ++ junge Salmoniden Aszites Pseudofaezes dunkle Verfärbung Exophthalmus ZNS-Störung (imKreis schwimmen), "Randsteher", dann "Dreher" Virale hämorrh. Septikämie: Faktorenkrankheit Diagnose: Ag-Nachweis (Anzucht) da AK erst nach MO gebildet
  • Infektiöse Anämie der Lachse Orthomyxovirus Fische stehen senkrecht im Wasser Anämie (blasse Kiemen) Petechien Aszites
  • Epizootische hämatopoetische Nekrose Iridovirus, exotische Fischseuche (Regenbogenforelle, Flussbarsch) VK: Australien Dunkelfärbung Inappetenz Blutung Flossenränder Geschwür Rötung der Haut
  • BVD Pestivirus Anzeigepflicht Infektion tragender seronegativer Rinder: Bis Tag 125 = Aborte, Missbildung, PI-Tiere (Immuntoleranz) ab Tag 125 = ´gesundes, immunkompetentes Tier PI-Tiere: Virusreservoir und scheiden große Mengen Virus aus --> normal entwickelt oder kümmern --> 90% sterben in ertsen beiden Lebensjahren an MD --> Virusmutation = Tod Bekämpfung: Eliminierung PI-Tiere! = Virus-Ag-Nachweis (ELISA), PCR, serol.BU, Sammelmilch => Ohrstanze bei Einzug der Ohrmarke! VO zum Schutz der Rinder vor Infektionen mit dem BVDV: BVD-V unverdächtiges Rind: 1. negativ getestet--> rt-PCR mittels Ohrstanze (ELISA: diagnostische Lücke bis Tag 90) 2.  Rind, das negatives Rind geboren hat BVD-V unverdächtiger Bestand: 1. Alle Rinder und Kälber mit negativem Virus-NW => dann gilt für 12 MO: alle Kälber negativ, nur negative Zukäufe, keine Klinik, nur Sperma negativer Tiere, kein Kontakt PI-Tiere werden getötet, Impfung kann angeordnet werden
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  • Blue tongue Reovirus (Serotyp 8 und 1 in Europa) ÜT: Gnitzen (Mücken) Klinik: SH-Tropismus + Gefäßendothel, Maulschleimhaut + Kronsaum VO zum Schutz gegen Blauzungenkrankheit (national) + VO (EG) zur Durchführung bei Blauzungenkrankheit: Verdacht: Insektizidbehandlung, Beobachtung der Tiere, Verbringungsverbot, virol./serol. US + Klinik Ausbruch: Tötung und unschädliche Beseitigung => Verdachtszone über 20 km, Sperrgebiet 100 km, Beobachtungsgebiet 150 km Klassische Symptome: Schaf: Zyanose (Maul, Zunge), Fieber, Entz. Klauensaum, Aborte Rind: weniger ausgeprägt, Milichrückgang, Fieber, Aborte
  • Impfregelung zu Blue tongue 2008-2009: Pflichtimpfung BTV8 ab 2010: freiwillig, Empfehlung für Jungtiere und Schafe ab 2012: D BTV8 frei (Gefahr Verschleppung anderer Serotypen)
  • Bienenseuchen Anzeigepflichtige: Amerikanische Faulbrut kleiner Beutekäfer Tropilaelapsmilbe Meldepflicht: Varroatose Acariose Bienenseuchen-VO: gilt für Bienenstände und Bienenvölker --> Haltung ist anzeigepflichtig (Angabe Anzahl und Standort)
  • Amerikanische Faulbrut Paenibacillus larvae larvae, kommt vegetativ in der Biene vor, Sporen ÜT: kontaminierter Honig in gesunde Völker --> ÜT Biene-Biene/Biene-Larve Anzeigepflicht, Therapie mgl --> Auskeimen der Sporen in der Larve, Vermehrung in Brut --> Putzbiene durch Faulschorf kontaminiert = Verbreitung Klinik: löchriges Brutbild fadenzeiehnde Masse Faulbrutschorf in den waben Diagnose: mittels Pinzette und Laboruntersuchung DD: Europäische Faulbrut, Varroatose Bekämpfung: Frühdiagnose: Futterkranzprobe --> Honig und Wabenteile aus 6 verschiedenen Völkern und US auf Sporen Bienen dürfen erstmal nicht entsorgt werden, erst nach amtl. Feststellung Entsorgung toter Binen, Wabenreste kein verbringen Betreten des Bestandes nur durch Befugte Honig der nicht für Bienen bestimmt ist darf in verkehr Honig darf nicht verfüttert werden Gerätschaften reinigen Tötungsanordnung erkrankter Völker Anordnung Kunstschwarm für verdächtige Bienen mgl 2 x US 2-9 MO nach Tilgung Sperrbezirk (1km), US aller Bienenvölker, => Aufhebung wenn alle Bienen getötet, restlos beseitigt/behandelt, Befund negativ und Entseuchung unter amtl. ÜW
  • Kleiner Beutekäfer Legt Eier in Bienenstock = Zerstörung Waben, verderb Honig ++ schwache Völker Zerstörung des Stockes Verschleimung Honigwaben Diagnostik: Versand Käfer und Larven/ Bodeneinlage Amtliche Maßnahmen: Probennahme Sperre öfftl. Bekanntmachung US aller Völker in 3 km R+D IN D keine zzgelassenen Medis
  • Tropilaelapsose = Milbe, nicht in EU Milben auf Larven --> Brutverlust/Missbildungen der Brut Sperrbezirk 1 km Behandlung kann angeordnet werden US Pflicht
  • Varroatose Varroa-Milbe weltweit Saugen Hämolymphe = Schwächung, Tod der Brut Gefahr ÜT von Viren Bleiben Völker unbehandelt = Tod binnen 3 Jahren Behandlungspflicht (bei Befall mind 1x/Jahr) Therapie: Ameisensäure 60% Milchsäure Oxalsäure Keine chemische Behandlung währen Tracht (Honig!)
  • Acarapiose Milbe Befall Respitraktes (vordere Trachea) Schwächung, Narbenbildung, Atemnot = Flugunfähigkeit ÜT Biene-Biene Bei Befall: Behandlung aller Völker (siehe Varroa)
  • Newcastle Disease Anzeige-und Impfpflicht Paramyxo-V Typ 1 ist anzeigepflichtig Maßnahmen: öffentl. Bekanntmachung Bestandssperre Tötung Geflügel unschädliche Beseitigung R*D Personenbeschränkung, Desinfektionsmatten Sperrbezirk (3km) 21 Tage: Absonderung Gefl.,Verbot Märkte/Ausstellung, Stand still für gefl. Eier, Dung Untersuchungspflicht 8ZB) Beobachtungsgebiet ((10km): 30 Tage lang Kennzeichnung betrieb, Verbringungsverbot Aufhebung Schutzmaßnahmen: wenn alle tot und 21 Tage keine weitere Erkrankung
  • Warum keine Impfung bei Rinderleukose? gibt keinen Impfstoff, da wirtsadaptiert und Retrovirus, das sich in der Wirtszelle reoliziert
  • BHV-1 in D Deutschland nahezu BHV-1 frei, bis auf Schleswigholstein = liegt daran,dass Bullen einfach so geimpft werden ohne US
  • Akzueller Impfschutz bei Tollwut alle Tiere die innerhalb der letzten 3 Jahre geimpft wurden, unaghängig wann Grundimmunisierung
  • Pendant zum FLI in HM RKI
  • Friedrich Löffler MKS Entdeckung auf Insel Riems