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Persönlichkeit (Subject) / 7) Eigenschaftstheorien I (Lesson)

WiSe 16/17

This lesson was created by AliceMiller.

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  • Was ist ein trait? permanente Disposition, dh. hypothetisches Konstrukt manifestiert sich als transtemporal + transsituational konsistente Tendenz in bestimmten (konstruktspezifischen) Situationen ein bestimmtes (konstruktspezifisches) Verhalten zu zeigen
  • Welche Art von Theorien sind Eigenschaftstheorien? mechanistische (teils interaktionistische) Theorien nomothetischer Ansatz > finden von Gesetzmäßigkeiten Verhaltensbeschreibung und -vorhersage>> traits (transsituational+-temporal stabile Dispositionen), in bestimmten Situationen bestimmtes Verhalten zu zeigen
  • Welche Schritte machen den Erforschungsprozess von Eigenschaftstheorien aus? Ordnung + Systematik in Eigenschaftsbegriffe und -dimensionen> Identifikation stabier, genereller und universeller Eigenschaftsdimensionen mit denen menschlichen Verhalten vorhergesagt werden kann Erklärungsversuche für Zustandekommen dieser Systematik> Identifikation kausaler Faktoren für bestimmte Eigenschaften
  • Welche Arten von Traittheorien gibt es? Deskriptive Theorien- Methoden: korrelative TT, FA- Vertreter: Cattell, FFM- Vorgehen: Ordnung + Systematik Explanative Theorien- Methoden: multimodal-kausale Traittheorien- Vertreter: Eyesenck, Zuckerman- Vorgehen: Erklärungsversuche
  • Benenne das Ziel, Problem und Lösungsweg für Cattells Forschungen. Ziel- Identifikation essenzieller Eigenschaftsdimensionen mit denen menschliches Verhalten hinreichend genau beschrieben werden kann Problem- Inhaltsvalidität --> Welche der unzähligen Beschreibungsmöglichkeiten sind zu wählen? Lösungsansatz- Sedimentationshypothese (Klages, 1926): alle Aspekte menschlicher Persönlichkeit sind in der Sprache wiederzufinden> lexikalischer Ansatz
  • Welche Variablen beinhaltet die Verhaltensgleichung? Verhalten ist eine Funktion von Person P und Situation S (> interaktionistisch!) Person:- Temperament- Motivation- Fähigkeiten Situation- Rollen- states (=nicht transteporal)- Stimungen
  • Welche Klassen von traits beschrieb Cattell? komplementäre Klassen von traits: allgemeine vs. einzigartige Oberflächen (beobachtbar) vs. Grund-t (dahinterliegend) konstitutionelle vs. umweltbestimmte
  • Welche Manifestationsformen von traits benennt Cattell? Temperament Motivation Fähigkeiten
  • Beschreibe das Vorgehens Cattells zur Bildung der Persönlichkeitsfaktoren! Datensatz von Allport & Odbert (1936)- Analyse Webster New International Dictionary (1925) > Identifikation von Begriffen die geeignet sind Personen voneinander zu unterscheiden- 17.953 beschreibende Wörter  > Reduktion auf 4.504 nicht-wertende trait-names Reduktionsschritte1. grammatikalisch/semantisch: 4.500 trait-names2. klassifikatorisch: Hinzufügen von Interessen- und Fähigkeitsdimensionen > 171 Dimensionen3. empirisch: Interkorrelationen von Personenbeurteilungen (subjektive L-Daten); Entfernung unreliabler Dimensionen; 60 Cluster4. rational-spekulativ: 35 Cluster zu je 6-12 Eigenschaftsdimensionen; Vermeiden von Redundanz Personenbeurteilungen (L+Q-Daten) aus 35 Clustern- FA: 12 interpretierbare Dimensionen aus L+Q-Daten; 4 weitere nur aus Q 16 Persönlichkeitsfaktoren
  • Welche Faktoren höherer Ordnung konnte Cattell extrahieren? 2. Ordnung (meist 5 Faktoren)- Extraversion, Gefühlsbetontheit, Unabhängigkeit der Meinungsbildung, Ängstlichkeit, Gewissenhaftigkeit 3. Ordnung- neural strength- 2. Faktor nicht interpretiert
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  • Wie sind Motive in Cattells Theorie implementiert und wie werden sie gemessen? Unterscheidunga) Ergs (=Primärtriebe), zB. Sexualitätb) Sentiments (=Gesinnungen), zB. Religion, Ehrgeizc) Attitudes (=Einstellungen), zB. heute joggen, Pizza essen Messung- Motivation Analysis Test: misst je 5 ergs und sentiments- dynamisches Gitter; Subsidation: Verhalten durchläuft Serie von Subzielen (als Verknüpfung von Attitudes, Sentiments, Ergs
  • Wie unterscheidet Cattell situative Faktoren? Modularfaktoren1.1 Rollen1.2 states= situativ bedingte Augenblicksdispositionen- Erf. mit Eight State Questionnaire1.3 Stimmungen Situationsgewichte2.1 fokaler Reiz- aktuell Aufmerksamkeit fordernder Reiz2.2 Hintergrundreiz- der aktuell situative Kontext
  • Welches Fazit ziehen sie nach Cattell? umfassende Verhaltensvorhersage mit VerhaltensgleichungV=Temperament (16PF) +Motivationen (MAT) +Fähigkeiten (CFT) +Stimmungen (ESQ) Strukturierung des diagnostischen Vorgehens Entwicklung von Verfahren zur Messung von traits und situativen Faktoren Theorieentwicklung (Temperament, Fähigkeiten)- Intelligenztheorie allgemein akzeptiert und Basis aktueller Int.tests (I-S-T 2000 R)- 16PF nach wie im diagnostischen Einsatz- Theorie= Ausgangspunkt für FFM
  • Zeichnen Sie kurz die Geschichte der FFM. Klages (1926): Sedimentationshypothese Allport & Odbert (1936): lexikalische Studie Cattell (1943): Reduktion auf 16 PF, 5 Fak. 2. Ordnung Fiske (1949): neue FA mit Cattells Daten > 5 Faktoren Tupes & Christal (1958): Reanalysen > 5 Faktoren Norman (1963): Rating-Skalen von Tupes & Christal > in 4 SP: 5 Faktoren mit je 4 bipolaren Dimensionen Norman (1967): neue lex. Analyse, objektivierbare Reduktionsschritte Goldberg (1980): neue Studien auf Basis von Normans Wort-Liste; Ergebnis: 5 Faktoren, die unabh. von SP, Beobachtern, Instrumenten, Methoden der FA und Kulturraum (=Validität) Costa & McCrae (1985, 1992): derzeit einflussreichster Ansatz; NEO+CA =(OCEAN)
  • Beschreiben Sie das Fünf-Faktoren-Modell von Costa & McCrae. Unterschied vorherige Forschung: Abkehr von Adjektiv-Ansatz  OCEAN- Openness- Conscientiousness (=Gewissenhaftigkeit)- Extraversion- Agreeableness (=Verträglichkeit)- Neuroticism je 6 Facetten, die sich je nach Theorie unterscheiden
  • Nennen Sie gängige Instrumente zur Erfassung der FFM. NEO-PI-R- 240 Items; 5 Faktoren, je 6 Facetten- Selbst- und Fremdbeurteilung- große repräs. Normierung- hohe Objektivität, Reliabilität (Retest)- Konvergenz von Selbst- und Fremdbeurteilung zufriedenstellend- prädiktive Validität NEO-FFI- misst nur 5 Faktoren BFI-44 BFI-10 indirekter Zugang: BIG-5-IAT
  • Wie wird das Faktorenmodell in der Praxis genutzt? Personalauswahl- Gewissenhaftigkeit als Prädiktor für Berufserfolg (r= .31) Klinische Psychologie- Neurotizismus als Vulnerabilitätsfaktor (Major Depression)
  • Was ein Kritikpunkt an den FFM? keine Aussage woher Unterschiede zwischen traits kommen!