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Ernährungstoxikologie (Subject) / Einheit 2 (Lesson)
- Was versteht man unter der intensivierten konventionellen Insulintherapie? - ICT am ehesten angewandt ist darauf ausgerichtet, dass keine hohen Glc-Spitzen erreicht werden = Basis-Bolus-Therapie: Basal (Langzeitwirkung): 2-3 Inj/Tag NPH-Insulin oder 1-2 Inj/Tag Insulin Detemir oder1 Injektion/Tag Insulin Glargin Bolus (schnell-wirkend): Messung der aktuellen Blutglucosekonzentation -> Kalkulation für vorgesehene Kohlenhydratzufur (Norminsulin oder Insulin lispro, aspart, glulisin) - unerwünschte Wirkungen: Hypoglykämie (Unterversorgung des Gehirns), Gewichtszunahme, Lipohypertrophie des subcutanen Fettgewebes (Hemmung der Lipolyse)
- Wirkmechanismus von Metformin Biguanid Zielorgan Leber Anreicherung in Mitochondrienmembran, Störung der Atmungskette AMP-Kinase reagiert auf gesenkte ATP-Produktion und hemmt Enzyme für Gluconeogenese und Enzyme + Gene für Lipidsynthese Wirkung in der Leber: Hemmung hepat. Gluconeogenese, aktiviert Glykogenolyse und verringert BGS // peripher: erhöhte Glc-Verwertung da verbesserte INS Wirkung Bioverfügbarkeit: 50 % und renale Ausscheidung max 2000 mg/d Dosis bei Überdosierung: Atmungskette wird für TCC benötigt --> Acetyl-CoA kann nicht verwertet werden -> Lactat häuft sich an --> Lactatazidose (selten, aber Letalität zu 50 %!)
- Nenne weitere Antidiabetika α-Glucosidase-Inhibitoren z.B. Acarbose Sulfonylharnstoffe / Glinide: Glitazone = Insulinsensitizer = PPARγ-Agonist (nicht mehr zugelassen!)
- Wie wirken Glitazone Angriffspunkt an intrazellulären PPARγ-Rezeptor Wirkung in Fettzellen: fördert durch Adipozyten-Differenzierung die TG-Speicherung und FFA-Abnahme in Muskelzellen: vermehrte Glc-Aufnahme und verbesserte Glc-Verwertung in Leber: verringerte Glc-Abgabe --> mindert Insulinresistenz, sensitivieren für Insulin und senken die BGS Konzentration
- Wie wirken α Glucosidase-Inhibitoren? Pseudotetrasaccharid, welches Stärke vortäuscht Wirkort im GIT (geringe Bioverfügbarkeit (< 2 %) für längere Verweildauer): kompetitive Enzymhemmung am intestinalen Bürstensaum (α-Amylase > Saccharase > α-Glucosidase = Maltase) Hemmung der KH-Verdauung im Dünndarm (MO-Fementation im Dickdarm führt dann zu Blähungen) Verzögerung und Minderung der Zuckerresorption --> Verminderung der postprandialen Glucosespitzen
- Wie wirken Sulfonylharnstoffe? Angriffspunkt an SUR1-UE des Kalium-Kanals SUR = sulfonyl urea receptor Verbesserung der verzögerten Insulinsekretion wirken depolarisierend analog wie ATP, sodass es zur Ins-Vesikel-Ausschüttung kommt SUR1-UE auch Bindestellen für Sulfonylharnstoff sowie Säureamid- und lipophile Reste (= Glinide; kürzere und schnellere Wirkung). Nebenwirkungen: Hypoglykämie und GI-Beschwerden
- Was ist Exenadite und wie wirkt es? Inkretin-Mimetika bzw. Analogon des GLP-1 (Glucagon like peptide) da langsamer über Dipeptidase abgebaut, ist es stabiler als GLP-1 Insulinausschüttung verbessert (ß-Zellfunktion und Protektion) verzögerte Magenentleerung und gesteigertes Sättigungsgefühl Senkung des postprandialen Glucosespiegels Nebenwirkungen: Nausea, Erbrechen, Durchfall. Wechselwirkt mit Sulfonylharnstoffen!
- Einsatz und Wirkung von Sitagliptin ist ein Peptidase-Inhibitor greift aktives Zentrum der Dipeptidyl-Peptidase an und hemmt Hauptenym für den Abbau von GLP-1 t1/2 von GLP-1 wird erhöht, sodass Wirkung entfaltet werden kann (InsulinAusschüttung, Sättigung, Senkung des Glc-Spiegels) in Kombination mit Metformin oder Exenatide zur Therapie des DMT2
- Wie therapiert man allgemein Diabetes? Optimale Schulung des Patienten rein diätetische Einstellung, solange der Organismus die zur Aufrechterhaltung von normalen BGS erforderlichen Insulinmengen bereitstellt falls nicht der Fall: orale Antidiabetika um Insulinsekretion zu stimulieren bzw. periphere GLC Ausnutzung zu verbessern: z.B. Biguanide, Sulfonylharnstoffe, Glitazone... Wenn auf diesem Wege keine BGS Normalisierung möglich ist subkutane Fremd-Insulininjektionen mit Insulinanaloga NPH, Detemir, Glargin
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