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Tierschutz und Ethologie (Subject) / Ethologie (Lesson)
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- Grundlagen der Ethologie / Grundbegriffe 1. Ethologie = Verhaltensbiologie verknüpfung von Terschutz, Tierarzt, nur wer verhalten kennt kann Verhaltsstörungen erkennen und behandeln (Wesenstest, Verhaltenstherapie untersucht die: Struktur, Ursache und Funktion des Verhaltens Individual und stammesgeschichtliches Verhalten Verhalten = alle Aktivitäten und körperlichen Reaktionen, die sich beobachten oder messen lassen (Reaktion auf Umwelt und deren Veränderung) aktive Strategie mit der Tiere auf Ihre Umwelt reagieren und diese Verändern Anpassung des Organismus an dessen Umwelt 2. Fragen der Verhaltensforschung: 1. Historisch: Woher kommt das Verhalten? 2. Funktionell, wozu dient das Verhalten? 3. Ontogenetisch, wie und woraus wird es erworben, wie entwickelt es sich beim Individuum ?( lebenslanges lernen) 4. Kausal, wie wird es ausgelöst, gesteuert und reguliert? 3. Was ist Verhalten ? Alles= Bewegungen, Laute, Mimik, Gestik, unsichtbar (Pheromone) dient dem Informationsausstausch mit anderen Individuen, Umwelt (Darwin: Evolutionstheorie Whitman: Gründerväter der „klassischen Ethologie“ Heimroth: Begriff der Prägung Lorenz: Mitbegründer der Ethologie, Verhaltensweisen als „Artmerkmale“ ) Model Signalreize: Attrappenversuch mit Silbermöwenküken und roten Punkt auf Unterschnabel Modal Bewegungsablauf der Grauganz, komplexer Bewegungsablauf mit Korrekturen durch den Schnabel Model nach Pawlow Behaviourismus nach Watson, Thorndike, Lashley, Skinner --> Wichtige Erkenntnisse über Lernprozesse, die heute noch Gültigkeit haben Skinnerbox= grundprinzip Behavoirismus, erlernen aller Verhaltensweisen aufgrund von Umweltreizen (außer Reflexe) -> Konditionierung
- Angeborenes Verhalten und Lernen (einschließlich Formen des Lernens) unbedingter Reflex: Kniescheibenreflex bedingter Reflex: Speicheln beim Hund (Pawlow) angeborenes und erworbenes Verhalten (Unterscheidung schwierig, Kasper Hauser Versuche) Reifung= Vervollkommnung einer Verhaltensweise ohne Übung (fliegen, zielmechnaismus körnerpicken) Instinkt: angeborener Verhaltensmechanismus (=zB Fluchtinstinkt) Schlüsselreiz = Auslöser einer Aktion (vogel am Himmel löst fluchtreiz aus) Körpermerkmale oder Verhaltensäußerungen, deren Aufgabe darin besteht bei einem anderen Tier eine Antwort auszulösen = wechselseitiges Kommunikationssystem --> Jeder Auslöser ist eine reaktionsauslösender Reiz (Schlüsselreiz), aber nicht jeder Schlüsselreiz dient der wechselseitigen Kommunikation Auslösemechanismen/Reize führen zu Aktion --> Reizfilter (das Tier) a. Angeborener Auslösemechanismus: Eutersuche beim Kalb b. Erworbener Auslösemechanismus: Fehlprägung c. Durch Erfahrung ergänzte angeborene Auslösemechanismen: Sexualverhalten, Erlernen von Merkmalen bei der Nachlaufreaktion Bewegungsabläufe: Einstellbewegungen, Taxis: Kröten kopfbewegung bei vorbeifliegenden Insekt Instinktmodell nach Lorenz: Verhalten der Tiere ausschließlich gesteuert und ausgelöst durch Instinkte, diese werden ausgelöst durch schlüsselreize, welcher aber erst eine bestimmte schwelle überstiegen haben muss (psychohydraulische modell) je stärker der Reiz umso stärker die Reaktion umso stärker die inner motivation = stärkerer reiz nur hohe motivation oder hoher reiz kann ohne das andere auch eine reaktion auslösen --> aus heutiger Sicht überholt, weitaus komplexer Nachlassen der Reaktion auf einen Reiz: Ermüdung oder Gewöhnung LERNEN: alle Prozesse, die zur individuellen Anpassung des Verhaltens an die jeweilige Umweltbedingungen führen findet immer statt Lernen ist an organische Strukturen gebunden (Sinnesorgane, Nerven, Gehirn) und als biologischer Vorgang bestimmten Regeln unterworfen Modell nach Pawlow Skinner Box Assoziatives Lernen (prägung (nachlaufen, gesangsprägung), nachahmung, konditionierung, dressur, neukombiniertes lernen durch einsicht - auch mit werkzeugen) und nicht assoziatives Lernen (Gewöhnung, Desensibilisierung) klassische konditionierung = pawlow, klicker training Operante Konditionierung: lernen am erfolg/misserfolg eines verhaltens (skinnerbox), Assoziation zwischen Verhalten und Konsequenz Nachahmung: selektives Fressen, waschen von kartoffeln (affen)
- Verhalten und tiergerechte Haltung Grundlage art 2§ TierschG (Nutztier Haltung VO, Tierschutz- Hunde VO ) 1965 Brambell-Report über grundsätzliche Anforderungen an die Haltung von Tieren erstmals Verhalten als wichtiges Merkmal für Wohlbefinden von Tieren betont Grundlage BEDARFSDECKUNGS- UND SCHADENSVERMEIDUNGSKONZEPT nach Tschanz = Bewertung Tiergerchtheit Haltungssystem Tiergerechtheit eines Haltungssystems = 3 thypi kann festgestellt werden durch die Überprüfung von (1) Verhalten, (2) Morphologie/äußerlich (Technopathien = Körperhaltung) Physiologie - ungestörte Lebensvorgänge zb. ethologisch gesehen= Physiologischer Bereich (Zusammenbruch des tages- periodischen Aktivitätsmusters, Komfortverhalten, Exploration Spiel) Apathie, Verhaltensstörungen / Stereotypien Leistung ist kein geeigneter Indikator für Wohlbefinden „psychohydraulisches“ Instinktmodell nach Lorenz Handlungsbereitschaftsmodell nach Buchholtz „Consumer Demand Theory“ nach Matthews und Ladewig Analogieschlussmodell (Sambraus) Rind: behornt oder unbehornt, laufstall, stabile gruppen, ausreichend ressourcen Huhn: Scharrmöglichkeit, Picken, aufrechtes Stehen, Strecken, Staubbaden, Nestbau, Putzen, erhöhte Sitzgelegenheit,
- Grundlegende Anforderungen an eine verhaltensgerechte Unterbringung von Tieren (unter ethologischen Gesichtspunkten) "5 Freedoms" = Grundprinzip sich umzudrehen (Kettenhaltung ?) Körperpflege zu betreiben (Sandbad ) aufzustehen (auf Hinterläufe) sich hinzulegen die Gliedmaßen auszustrecken (Flügel schlagen)
- Bedarfsdeckungs- und Schadensvermeidungskonzept Konzept von Tschanz und DVG (diesem Konzept liegt das Gesetz, dass man keinem Tier mutwillig Leid, Schaden oder Schmerzen zufügen darf (Tierschg) Grundgedanke= Lebewesen sind zu (1) Selbstaufbau, (2) Selbsterhaltung und (3) Fortpflanzung fähig damit sie dies selbst erfüllen können müssen bestimmte Stoffe und Reize vorhanden sein Funktionen des Verhaltens= es hat also einen bestimmten Bedarf an verschiedenen Dingen und wenn diese gedeckt sind kann es Selbstaufbau und Erhaltung betreiben (4) Bedarfsdeckung (5) Schadensvermeidung - Schaden aktiv aus dem Weg gehen Bedarfsdeckung und Schadensvermeidung sind die Grundfunktionen des Verhaltens, welche dem Individuum ermöglichen, sich erfolgreich mit der Umwelt und sich selbst auseinander zu setzten die Ergebnisse lassen sich anhand der Ausprägung eines Merkmals (Typus)bewerten Typus: erscheinungsmerkmale alle Tiere derselben Rasse, Nutzungsrichtung etc. (1) Verhalten,(2) Morphologie/äußerlich (Technopathien = Körperhaltung)Physiologie - ungestörte Lebensvorgänge
- Verhaltensstörungen Verhalten= Verhalten = alle Aktivitäten und körperlichen Reaktionen, die sich beobachten oder messen lassen (Reaktion auf Umwelt und deren Veränderung) aktive Strategie mit der Tiere auf Ihre Umwelt reagieren und diese Verändern Anpassung des Organismus an dessen Umwelt Wie entstehen Verhaltensstörungen? Wenn die Umwelt Situationen hervor bringt mit denen der Organismus überfordert ist werden 3 Coping-Strategien angewandt: Aggression, Appetenzverhalten und Hilflosigkeit, wenn diese zu keinem Erfolg führen kann es zu Verhaltensstörungen kommen. Störungen sollte man immer im Kontext also im räumliche und zeitlichen Zusammenhang sehen Störungen = Verhaltensleistung wird nicht erbracht Abweichung = Leistung wird erbracht Kalssifizierung nach Ursachen 1. organpathologisch: angeborenen oder erworbene Schädigung der an der Verhaltenssteuerung beteiligten Organe (zb. BSE) 2. genetisch bedingt 3. frühontogenetisch abnormale Differenzierung der Verhaltenssteuerung als Ursache durch Fehlprägung, mangelde soziale Kontakte, soziale und Umweltunsicherheit, Kaspar Hauser 3. reaktive Verhaltensstörungen: Überforderung durch nicht verhaltensgerechte Haltungs- umgebung, Reizarmut, soziale Isolation, Traumatisch, Automutilation, Kannibalismus, Federpicken, Schwanzbeißen Klassifizierung nach Deskription 1. Schädigend- Automutilation 2. Apathie- 3. Leerlaufhandlungen- Pseudostaubbaden 4. Handlungen am Ersatzobjekt- Besaugen von Mitgliedern 5. Stereotypie= Verhaltensmuster in Form und zeitlichem Ablauf nahezu konstant, Funktion und Zweck nicht erkennbar, Basalganglien betroffen, Verbunden mit Erregungsabbau, Schmerzwahrnehmung nicht vermindert Stereotypien dienen der Stressreduzierung und dem Erregungsabbau3 Eigenschaften müssen erfüllt sein! Zwangsstörungen: ständig wiederholtes Verhalten (mit Funktion) bewusst und zielgerichtet, Präfrontaler Cortex betroffen abzugrenzen von ungewünschtem Verhalten wie Mundwinkellecken, Anspringen, Bellen bei Einsamkeit und symptomatischen Verhaltensstörungen: Harnabsatz bei Inkontinez Mangelbedingt: Vit B1, Sternenguckerkrankheit
- Arbeitsmethoden der Verhaltensforschung Verhaltensaufnahme: in Zeit und Raum dazu Kennzeichnung der Tiere 1. Verhaltensaufnahmen Aufnahme von jeweils 3 verhaltensweisen auf einer Kategorie zB Hühner sitzen vermehrt im Nest bestimmte Anzahl von min vor eiablage a. welche verhaltensweisen? b. wann welche verhaltensweisen? c. Wo welche verhaltensweisen? 2. Verhaltensprüfung in Situationsvergleichen Prüfung von Umwelteinflüssen auf das verhalte Besatzdichte, Liegemöglichkeiten 3. Wahlversuche (Präferenztests): zB verschiedene Unterlagen in Liegeboxen werden angeboten (sand am besten aber Nachteil bei spaltböden) 4. Reaktionsversuche: Erfassung der Reaktion auf Reize 5. Belastungsversuche: Reaktionen auf Reize unterschiedlicher Intensität und auf Zusatzbelastungen 6. Konditionierungsversuche: „consumer demand theory“ Nachfragenkurve: für Futter wird immer die gleiche Leistung aufgebracht, für einen Zugang zu einer größeren Bucht weniger 7. Kaspar-Hauser-Versuche: Versuche, bei denen den Tieren bestimmte Erfahrungen (soziale Interaktionen) vorenthalten werden um zu klären, welche Verhaltens- weisen angeboren und welche erworben sind
- Funktionskreise / Verhaltenskomplexe = verhaltenssystem, verhaltensweisen mit gleicher oder ähnlicher Wirkung (1) sozialverhalten= alle Interaktionen mit Individuen, verschiedene Formen (solitär, paarweise etc. )(Gruppenformen: a. anonyme geschlossene soziale Gesellsch. = Insektenstaaten, b. individualisierte geschlossene Gesellschaften = mit linearen und komplexen Rangord., c. Offene, anonyme Gesellschaften =fischschwärme, d. Offene, nicht anonyme Gesellschaften = nist und brutkolonien vögel Dominanzstatus (status zweier Tiere) Rangstatus (in der Herde) (2) Fortpflanzungsverhalten Distanztiere (körperlicher kontakt, wdk, huftiere, lachse, forelen) Kontakttiere (schweine, primaten, nager) Individualdistanz - Unterschreiten führt zu aggression Fluchtdistanz - Unterschreitung führt zu Flucht kritische Distanz- umschlagen von Flucht in Aggression möglich (3) Ausruhverhalten (4) Komfortverhalten= Körperpflege, Gähnen, Strecken, Aggression: ausschließlich als Folge einer Konkurrenz um Ressourcen (dient der Steigerung der individuelle Fitness) Arten= Selbstverteidigung, Konkurrenz, elterl. Aggression Kommentkampf- ohne Beschädigungsabsicht, ritualisiert und dient der Aggressionshemmung, Beendet durch Demutshaltung Beschädigungskampf, Anst: kann zu Fight, Flight, Freeze oder To Fizzle Flirt (im Sande verlaufen) führen (5) nahrungsaufnahmeverhalten (6) ausscheidungsverhalten (7) lokomationsverhalten (8) explorationsverhalten (erkundungs und Spielverhalten)
- Verhalten Rind Geschichte= Domestikation vor ca 11 Tsd Jahren (Ur) Allgemein= Tag bzw. Dämmerungsaktiv, große Herdensynchronität (Komplexe Rangordnung) Gruppen 20-30 Tiere (winter mehr) individuelles erkennen bis 70 Tiere Leittier, Rangordnungsverhalten ab 5 Monate, mit geschlechtsreife voll ausgebildet (9 Monate) haben Individualabstand Bullen: von 2-5 Jahren in losen verbänden, bullen oft als einzelgänger muttergruppen mit nachwuchs Agonistisches verhalten l= (+) soziale körperpflege(-) Scharren, Bodenhornen, Frontalnäherung, früher rangkämpfe als pferde schiebekampf bis 1 min kuh, bulle bis 1h Geschlechtsmerkmale= Brunst 14-20h 285d trächtig Geburt= Mutter sondert sich ab Eröffnung 3-6- Geburt 0,5 Austreibung 6-8 Plazentophagie üblich Kuh beleckt Kalb, Abliegetyp Prägung dauert Stunden, aufstehen 10-30 Minuten, trinken binnen 3 Stunden ersten 5-7 Tage bleibt kuh mit kalb von herde getrennt Kalb: muss Kolostrum aufnehmen, Euterstoss, Saugbewewegungen, steht entgegengesetz parallell, bilden Spielgruppen erkennung erfolgt erst akustisch und dann visuell Trennung nach 8-12 Monaten Paarung= ab 8-11 Monaten Genitalkontrolle des Bullen täglich in der Herde bei allen weiblichen Tieren Flehmen, Berühren und Belecken der Vulva bei brünstigen Kühen - Hütephase (enger Kontakt von Bulle und Kuh) - Aufsprungintention - Kopfauflegen - Aufspringen: im Durchschnitt 3-5maliger Deckakt je Östrus Ausruhverhalten = Lying out (Abliegen) = kälber trennen sich aktiv von mutter und legen sich geschützt ab liegedauer Kuh 7-14h/t >12 günstig (Mittags und Nachts) synchrones liegen (Freunde beeinander) beim aufstehen kopfschwung ( wenn nicht genug Platz aufstehen wie Pferd ( vorderbeine zuerst oben) cow comfort quotient: anzahl korrekt liegender tiere durch ges >85% stall-standing-q: stehende durch alle <15% komfortverhalten: solitär:Strecken, belecken (Flanke, Brust) Kratzen und Scheuern, Strecken) sozial: belecken, Futter= 5-13 Std. Dauer des Grasens Je l Milch ca. 4 – 4,5 l Wasser schreiten bei grasen vorwärts (weideschritt), synchron, Widerkäuen: kauen 30 mituen nach schlucken wider, 80 % im Liegen, 4-9 h Kuhtrainer wirkt sich negativ auf die Brunstmerkmale aus störungen: zungenspiel, Zungenschlagen, (leistungsminderung, häufig bei Höhenrassen) , weben, hundesitzstellung (häufig bei Hereford und aberdeen-angus bullen), saugen, Haare verschlucken,
- Verhalten Schwein tagaktiv haus+wildschein gleiches verhaltensinventar hausschwein schwerfälliger, weniger hirnmasse, andere Körperform, Olfaktorische Individualerkennung Ca. 10 Grundlaute zur Kommunikation Sozialverbänden mit bis zu 30 Tiere, Familien, bilden stabile Gruppen, Eber stößt nur zur Paarung dazu männlich in ersten jahr gruppen im zweiten einzelgänger alter wichtiger Rangfaktor, haben gutes Gespür für Stimmungen Rangfaktoren: Geschlecht, Alter, Körperkraft, Gewicht Aggressionsverhalten: schon im Ferkelalter hohes Aggressionspotenzial, Rangkämpfe um Futter Drohen, Rückenhaare Sträuben, Aggression, Beissen, aushebeln, selten verfolgen, schlagen mit dem Kopf, Eber auch bis zum Tod Geschlecht= geschlechtsreif ab 5-8 Monaten 2 - 2,2 Würfe im Jahr, Anzeichen Östrus: Duldungsreflex, 113 Tage, normalerweise Nestbau, Plazentophagie Ferkel befreien sich selbst aus Eihäuten, selbst bei Ferkeln Rangkämpfe, Mutter Kind: 8 Stunden vor Geburts Schiesst Milch ein Geburt dauer 2-3 h Sau entfernt sich nicht von Ferkeln, Ferkel im Wärmenest saugen nach 30 Minuten saugen erst unregelmäsig, dann alle 60 Minuten etablieren Rangordnung nach 10-14T kehrt sau mit frischlingen in gruppe zurück erste h pp läuft milch ständig, Mutter kümmert sich lebhaft, in den ersten tagen aber noch recht schwerfällig, Schweiz: Verbot der Fixierung ferkelführender Sauen entwöhnen nach 4 Wochen Problem des Ablegens Probleme: Kronismus, erdrücken, infantophobie, Todbeissen, Ausruh/komfortverhalten= 2-3 Std am Tag und 10-11 Std. in der Nacht (im Stall ca. 30 % länger ) Körperpflege durch Kratzen und Scheuern überwiegend solitär, soziale Körperpflege eingeschränkt Suhlen (wichtig als teil der Wärmeregulation), Schütteln, Wälzen, Baden, Behaglichkeitslaute, brauchen Körperkontakt, Futter= sozial, sehr zeitaufwendig (Wühlen, Graben, Nagen), biphasische Aktivität (6.00-9.00 und 15.00-18.00 Uhr) synchrone aktivität (viel Futterneid) sind Saugtrinker und betreiben Stöbersuche ( Trüffel) Elimination= trennung Kot und Liegebereich (Reviergrenzen) Nichteinhalten der Stubenreinheit deutet auf herabgesetztes Wohlbefinden Lokomotionsverhalten: Wildschweine bis zu 50 km (max.) am Tag (Ø 4-6 km) Verhaltensstörungen: von schwanzbeißen zu Caudophagie, leerkauen, kronismus (ferkel fressen), infantophagie, trauern, stangenbeißen, kannibalismus --> durch streß (Mykotoxine, zu energiereiches Futter, fehlende Rauhfaser, zu wenig Sättigungsgefühl,
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- Verhalten Pferd Geschichte vom blattfressenden Waldbewohner (60 mio) zum Steppentier (25 Mio) Domestikation vor 4000 v.Chr. Sozial=Herdentier, Fluchttier (Gruppensynchron) Grundlage als Schutz vor Feinden Territorialität der dominierenden Hengste, loser Zusammenhalt der Stuten- und Junghengstgruppen (Grevyzebras, afrikanische Wildesel, ev. auch asiatische Wildesel) dauerhafte, stabile Familienverbände ohne festes Territorium (Steppen- und Bergzebras; Wildpferde, verwilderte Hauspferde) Gruppen= Familie (1 Hengst und mehrere Stuten, Junghengstgruppe) Stuten können verstoßen oder entführt werden Rangordnung linear, enger sozialverband, synchrones Verhalten, Grundlage: optische, akustische und olfaktorische Reize, bzw. Alter Rasse Gewicht etc. bilden Freundschaften Aggressionsverhalten= scheuen direkte Konfrontation, meist nur Drohgebärden (Drohgesicht) sonst Beissen und Auskeilen, Beißdrohen, Schlagdrohen, besitzen Individualdistanz, nur gefährlich bei Fehlemden Rückzug Komfortverhalten= Baden, wälzen, scheuern, Putzen, (Putzgesicht) gegenseitiges beknabbern, Futter= rohfaserreiche und energiearme NahrungDauerfresser 16h und mehr systematisches Weiden, Koprophagie Fohlen, 10–20kg Kot (2xh) und 5 – 10 l Harn (6-12x) täglich Ausruhverhalten= Dösen, Schildern, Dösen mit Tiefschlaf aber keine Rem-Schlafphasen Brust bauch lage: rem und non rem phasen Seitenlage rem phase (20 Minuten) Natur: 6-17km, Box 0,17km, offenstall 2-5km Geschlecht= Geschlechtsreif mir 12-18 Monaten Hengst: Flehmen, Aufspringen, mehrmaliges Decken, saisonal polyöstrisch Östrus/rosse 1-2d (Blitzen schleimiger Harn ) 320-325T Trächtig (brauchen zum Fohlen absolute Ruhe) Geburt innerhalb von 30 Minuten Mutter schleckt Fohlen ab keine Plazentophagie, Prägung 1-2 hTage (Mutter und Kind bleiben lange beisammen) Nestflüchter nach 15-60 Minuten Mutter hat kein genaues Bild vom Fohlen, kontaktaufnahme Olfaktorisch, akustisch, optisch, ( Störung des Prägungsvorganges möglich) Imprit Methode nach Miller – 0,5h-2h pp = sensible Phase = gleich menschen kontakt nach 7-10 d erste feste Nahrung, nach 6-8 Wo. 4-1 Saugen pro Stunde Absetzen vor Geburt des neuen Fohlens Zungenschlagen, beknabbern, Belecken, Weben, Boxenlaufen, Headshaking, Automutilation, fehlprägung, Koppen= Ursachen: Trauma, Überforderung, Myektomie, Kopperhalsband, Teletakthalsband, Weidedraht (tierschutzwidrig)
- Verhalten Hund/ Wolf 1. Wolf Geschichte= Domestikation vor 100.000- 15.000 Jahren (aus verschiedenen Gründen) Sozialverhalten= obligat sozial, hochsozial, bis zu 60 verschiedene "Gesicher" komplexe Sozialstruktur, situations und zeitbezogene Abstimmung, Strategien zur Konfliktbewältigung, Individualdistanz, komfortverhalten= Strecken, Gähnen, Körperpflege, Rudel = Familienvernad, größe nach größe des Territoriums, Elternpaar (Rüde und Fähe), langzeit monogamie, + Jungtiere + evt adoption weiterer wölfe es können sich auch 2-3 Familien zusammen legen gemeinsame Jungtieraufzucht gemeinsames revierverteidigung gemeinsame Jagd Heulen: Akustische Territoriumsmarkierung, einsamkeit, trennung, chorheulen bei wiedervereinigung Aggressionsverhalten= innerartliche Aggression unter natürlichen Bedingungen ausschließlich als Folge einer Konkurrenz um Ressourcen, fight eher selten (flight, freeze, to fizzle flirt) „ cut off signals“ = beschwichtigungssignale: sich abwenden, nase lecken, gebrauch von augen, gähnen, blinzeln,schwanzstellung, wedeln Attribute des ‚Alphatieres‘ / ranghohen Tieres: Reguliert Ressourcenzugang, hohe liegefläche zur guten aussicht, spielzeug, Initiiert und/oder beendet soziale Interaktionen Regelt soziales Miteinander innerhalb der Gruppe - sozial sicher - Initiator der Jagd - Initiator des Angriffs auf Feinde - begrüßt zuerst Fremde --> so muss der mensch verhalten Fortpflanzung= wölfe haben inzesthemmung und werden später geschlechtsreif, saisonal monoöstrisch Fähe hat grabbedürfnis nur Wolf/Dingo und Hund nach Austreibung Eröffnen der Fruchthüllen, Ablecken und Abnabeln durch Mutter (kleine Rassen teilweise hilflos,Probleme bei brachycephalen Rassen) Öffnen der Augen 2./ 3. Wo Verlassen des Nestes 3. Wo Neonatale Phase, Übergagsphase, Sozialisierungsphase, Juvenile Phase, in der sozialisierungsphase = milder streß wichtig, gewöhnung, lernen durch erfolge/mißerfolge, als welpen lernen am besten rassespezifische Unterschiede!! beißhemmnung wird erlernt im spiel mit artgenossen und mensch Unterschiede= 2. Hund verringertes Gehirngewicht, Farbe, Rute, Ohren, Sexualzyklus 1:2, Omnivor, geschlechtsreife 12:24 bruchstückhafter Jagdtrieb, Verhaltensontogenese später als beim Wolf große rassespezifische Verhaltensunterschiede Typische Signale: Schwanz, Leftzen, Knurren, Ohrstellung, Haare Aufstellen, Fixieren, Demutsgesten (Futterbetteln) Fortpflanungsverhalten=geschlechtsreidfe männlich: 6-18 Monate, weiblich 1 jahr asaisonal diöstrisch Paarung: hängen und mehrmals Mutter-Kind- Beziehung= 3-10 Welpen brauchen einen warmen ruhigen Ort, Mutter leckt Welpen ab, teilweise aktive Geburtshilfe, beisein des Menschen beruhigt, Nesthocker: Augen und Ohren geschlossen, Saugen, Milchtritt, keine eigene Thermoregulation, infantophobie möglich, Lebensphasen= 1. Neonatale Phase (14 Tage) endet mit Öffnen der Augen, Herumrobben, Saugen, Quäkende Laute, Winseln, 2. Übergangsphase (3 Wochen) - Öffnen Augen und Ohren, beginnen mit Interaktion, kontrollierte Bewegungen, selbstständig Kot und Harn, verlassen des Nestes, 3. Sozialisierungsphase (bis 3 Monate) Training und Lernzeit, Verhaltensmuster, Spielverhalten, Aggressionsverhalten, Angst erst ab 5. Wochen, abgabe ab 8 Wochen, Mutter bringt hierarchie bei , Beishemmung, 4. Juvenile Phase ( 3 Monate bis geschlechtsreife) Lernen vielmehr durch positive Verstärkung !!! Elimination= Teil des Markierungsverhaltens, Rüde hebt Bein, oft an Gegenstände, auch zur Zykluserkennung, Komfortverhalten= Strecken, Gähnen, aneinander liegen, aber Individualabstand, Futter= carnivor, insektivor, große Mengen aufeinmal, (wie beim Wolf) Mäuselsprung, Todschütteln, Bruchstückhaft, Futter kann vergraben werden, bei Wöfen wird Futter hochgewürgt. ab 5 Wochen festes Futter, Training: Wolfsähnlich: Bodenkontakt, hand über den Fang, Ignorieren, demutsgesten nicht bestrafen, bestrafung zeitnahe und kurz (halbe bis 1sek) verhaltensstörungen: Es gibt nicht das bzw. ein einheitliches Normalverhalten des Hundes!!, Rassespezifische Differenzierung, hohes individual verhalten Verhaltensanomalien= 1. genetisch bedigt (vermindertes Spielverhalten gesteigerte Aggression, überzogene menschliche Prägung (fehlprägung ) 2. frühontogenetische VSTversäumte prägung (Umweltangst, soziale Unsicherheit, defensive Aggression, Stereotypien, Scheu, Schreckhaftigkeit, deckprobleme, 3. Reaktive VST: Traumatisch bedingte Verhaltensstörungen (nach Lernprozessen) reizarme Umgebung: Stereotypien, Aggressivität, Automutilation, Apathie unerwünschtes Verhalten: Anspringen, Stubenrein, Aggressivität,
- Verhalten Huhn (Fasanenartige) Geschichte= vom Bankivahuhn vor ca. 8 Tsd. Jahren, (Südostasien), in dichtem Unterholz Sozial= 1 Hahn hat mehrere Hennen (4-6) + 1-2 Hähne Fortpflanzungseinheit (Winter 50 Tiere) Rangordnung linear oder Dreieck Aggressionsverhalten= Drohen, Fixieren, Scharren, Picken, Hacken Hahn: Flügelschlagen und Sporen, verfolgen (Grundlage ist Wiedererkennen 2-3 Wo.) Massentierhaltung: Anpassungsreaktionen, Kampflust sinkt (supercrowding ) Körperliche Merkmale treten in den Vordergrund, Hähne wirken sich positiv auf die Gruppen aus, artgerechter Nestbau ist oft nicht möglich, führt zu Stereotypen, komfortverhalten= Strecken, Flügelschlagen, Sandbad, Putzen, Sonnenbaden, Gähnen, Futter= erste 4 Tage as Dottersack, lernen von der Mutter, Allesfresser, 60% der Tagesbeschäftigung, vorrangig optisch und taktil, Bewegungsablauf Freilegen des Bodens durch Scharren und Kratzen Zurücktreten, Aufpicken von Essbarem Futterennen, Fortpflanzung = Polygam (geht vom Hahn aus ) ab ca 4 Monaten Hahn: der Hahn wirbt um die Henne ( zum Nest rufen, Walzern, Aufbäumen, locken) Nackenbiss Eiablage= Legegackern, Unruhe, Scharren, drehen, 6-12 Eier, 18-21 tage aufzucht= Henne und Küken gehen eine enge Bindung ein ( schon vor dem Schlupf, ab 18. Tag) Henne verlässt das Nest nur einmal täglich Schlupf dauer ca. 2 h. Prägung in ersten 36 h. Küken bleiben bei Henne bis 8 Wo. folgen bis 8 Tage Ausruhen= erhöht (Aufbaumen) Kopf im Gefieder, Dösen, Verhaltensstörungen: Futter oder Gefieder der Artgenossen, Pseudostaubbaden Kannibalismus: nach Federpicken, an der Kloake, Federpicken (Pterophagie / Pterophilie): umwandlung Erkundungsverhalten, wird teilweise nachgeahmt, von Genetischer dispososition und Haltung abhängig