29
Tierzucht/Haltung (Subject) / Fragen (Lesson)
Advertisement
- Meiose Ablauf und Ergebnis der Meiose. 1. Reifeteilung ( Reduktoionsteilung) ähnlich der Mitose; Möglichkeit des Crossing-Overs •Tochterkerne haben nur die Hälfte der vorhandenen Chromosomen mitbekommen 2. Reifeteilung: Zelle teilt sich ein weiteres Mal, jedoch ohne vorherige Verdopplung des Chromosomensatzes. •Ergebnis sind die Vorsamenzellen mit dem halben Chromosomensatz (= haploid)
- Mitose Ablauf und Ergebnis der Mitose - Synthese-Phase (Interphase): Verdopplung der DNS - Prophase: Chromosomen rollen sich zusammen, Bildung der Spindel durch Diplosomen - Metaphase: Anordnung der Chromosomen an der Äquatorialebene - Anaphase: Auseinandertreten der Chromosomen und Wanderung zu den Polen - Telophase: Teilung des Cytoplasma - Ergebnis: Zwei neue Tochterzellen mit eigenem Zellkern
- Tabelle mit 2n 3n 4n Versch. Gameten2^n 2^19 Genotypen3^n 3^19 Kombinationen4^n 4^19 z.B ein Schwein hat 19 Genpaare ^
- Formel Selektionserfolg - Selektionserfolg (SE), auch genetischer Fortschritt (ΔG): durch Selektion hervorgerufene mittlere Leistungssteigerung einer Zuchtpopulation von einer Generation zur nachfolgenden Generation - SE = h2 * SD - h2 = Heritabilität ; h = σ2A / σ2P wobei σ2A die Varianz der additiven genetischen Effekte ist und σ2P die Varianz der phänotypischen (gemessenen) Leistung ist.
- Crossing over - Während der Tetradenbildung vor der 1. Reifeteilung, wenn die homologen Chromosomen aneinander liegen, können die Chromatiden Teile austauschen.
- Erläutern Sie die Kriterien, die eine Rasse als vom Aussterben bedroht klassifiziert. - Mindestzahl weiblicher Zuchttiere - Effektive Populationsgröße (Geschlechterverhältnis)
- Welche Möglichkeiten gibt es, um eine Rasse vor dem Aussterben zu bewahren? - Anlegen von Kryokonserven (Spermien, Embryonen) - Streichelzoo - Arche-Höfe (Wirtschaftlicher Nachteil muss ausgeglichen werden)
- Nennen Sie von Aussterben bedrohte Rassen in Bayern. - Weißes Bergschaf - Murnau Werdenfelser (Rind) - Rottaler Warmblutpferd
- Nennen Sie die Grundsätze einer staatlichen Förderung vom Aussterben bedrohter Rassen. - Der wirtschaftliche Nachteil, der durch das Halten der Rasse entsteht, ist auszugleichen, da sonst die Rasse nicht gehalten werden würde.
- Markergene - Markergen: Inaktive Gene, die mit Hilfe molekulargenetischer Verfahren nachweisbar und mit tierzüchterisch wichtigen Genen (Zielgenen) gekoppelt sind, können als Marker genutzt werden.
- Advertisement
- Geschlechtsgebundende Vererbung - Beim Menschen: Bluterkrankheit (Gen nur auf dem Y-Chromosom) - Bei Geflügel: silberne/goldene Farbe; langsame/schnelle Befiederung; Normalwuchs/Zwergwuchs: nur auf dem z-Chromosom lokalisiert. Männchen sind homogametisch (zz); Weibchen sind heterogametisch (zw) beim Menschen ist es anderes herum männlich zy heterogametisch und weiblich zz homogametisch - Nutzung in der praktischen Geflügelzucht zur Erkennung des Geschlechts von Eintagsküken: Hahn mit 3 Genotypen für Farbe: (SS + Ss + ss); Henne mit 2 Genotypen (S_ + s_) (_ = fehlt) - Erzeugung von Kennküken: Hahn (ss) x Huhn (S_) ergibt immer silberne Hähne (Ss) + goldene Hennen (s_)
- Hornvererbung-Epistasie Bei der Hornvererbung giebt es drei GenorteH,P und S und durch Epistasie wird P von S überlagert Mendelsche Regeln Heterosis nicht additive Genwirkung
- Liegeboxabmessung Rinder - Boxenlänge [m] = 1,75 + 0,00068 * Gewicht(kg) - Breite = Länge / 2 - Zu kurz: Kein Liegekomfort - Zu lang: Verschmutzung der Einstreu - Zu schmal: Verletzungsgefahr der Kuh - Zu breit: Gefahr von Querliegen - Kopfseitig ca. 60 – 70 cm für den Kopfschwung -> natürliches Aufstehverhalten - Nackenriegel verhindert das Verschmutzen der Liegefläche - Weiche Einstreu („Kniefalltest“) - Einstreu trocken und sauber ; hoher pH-Wert (Kalk) reduziert Keimdruck
- Tiergerechter Kuhstall(Funktionskreise) - Funktionskreise des Verhaltens können ausgelebt werden: - Sozialverhalten (Rangkämpfe) -> ausreichendes Platzangebot - Fortbewegung, Aufspringen möglich - Ungestörtes Liegen, Auf- und Abliegen möglich - Fressen (Herdenverhalten, Futterneid, ungestört, „Weideschritt“) -> Tier: Platzverhältnis, Trogbodenhöhe 10 – 12 cm - Trinken: Offene Tränken, nicht im Durchgang - Komfort: Scheuern, rutschfester Boden, Kaltstall - Erkundungsverhalten - Sonst: Verhaltensstörungen
- Lauffläche Trittsicher, rutschfest, ausreichender Klauenabrieb
- Fressbereich Tier: Fressplatzverhältnis 1:1 - Tiere sind Synchronfresser -> Jedes Tier benötigt Fressplatz - Sonst: Verdrängungen, Verletzungen - Futterneid zwischen ranghöheren und –niederen Tieren, Ausweichmöglichkeiten müssen gegeben sein - TMR-Fütterung: Futteraufnahme und –verträglichkeit steigt, aber: Selektives Fressverhalten ist erschwert. - Fressplatzgestaltung: Futtertisch 10 – 12 cm über Standfläche, da Weideschritt nicht möglich Fressplatzbreite mind. 70 cm
- Nennen Sie Bestimmungsgründe für die Haltung von Zweinutzungsrassen. - Kleinbäuerliche Strukturen - Nutztiere mussten die eigene Familie ernähren
- Worin bestehen die Unterschiede zwischen Deutschen Holstein- und Fleckviehkühen? - Holstein: höhere Milchleistung, großrahmig, , frühreif, hohe Futteraufnahme, Probleme bei Eutergesundheit, schlechte Mastleistungen - Fleckvieh: gute Eutergesundheit, Bullen haben gute Masteigenschaften
- Welche Rassegruppen kennen Sie innerhalb der Fleischrinderrassen? Nenne Sie je eine Rasse und skizzieren Sie die wichtigsten Eigenschaften. - Großrahmig: Blonde d´ Aquitaine, Charolais, Fleckvieh, Gelbvieh, Weißblaue Belgier, Uckermärker - Mittelrahmig: Angus, Hereford, Limousin, Piemonteser, Pinzgauer, Shorthorn - Robustrassen: Aubrac, Luing, Salers, Welsh Black; Galloway, Scottish Highland - Zeburasse/Kreuzungen: Brahman, Brangus, Zwergzebu - Charolais: Beste Masteigenschaften, Sehr gute Fleischqualität, geringe Verfettung, höchste Zunahmen, hoher Knochenanteil - Limousin: Leichtkalbigkeit, geringe Verfettung, gute Marmorierung, feiner Knochenbau, zartes Fleisch - Galloway: klein- mittelrahmig, spätreif, hoher Fettansatz, Leichtkalbigkeit, hornlos, gute Fleischmarmorierung
- Abferkelstall - Strohlose Einzelhaltung auf perforierten Böden: Einzelhaltung, kaum Bewegung, kein komfortabler Liegebereich, Reizarmut (Verhalten, Klima) - Fluchtbereich für die Ferkel, Liege- und Fressbereich für die Sau, Aufenthalts, Fress- und Liegebereich mit Wärmequelle für die Ferkel - Alternativen: - Bewegungsbuchten: Aufklappbarer Kastenstand mit/ohne Einstreu Abferkeln, Behandeln und Absetzen bei geschlossenem Kasten Nachteil: Gefahr von Erdrückungsverlusten - Gruppenhaltung: Natürliches Verhalten möglich, höhere Ferkelverluste - Freilandhaltung: problematisch sind Umweltwirkungen, Seuchengefahr, Management (Kastration, Impfung), Ferkel können nur an andere Freilandbetriebe verkauft werden
- Maststall - Rein-Raus-Verfahren (Buchten- oder abteilweise) - Geschlechtertrennung (unterschiedlicher Futterbedarf) - Phasenfütterung - Spaltenboden/Tiefstreu/Schrägbodenstall - Sensorfütterung/Flüssigfütterung - Beschäftigungsmaterial - Zukaufsmanagement: Rein-Raus-Verfahren (Reinigen und Desinfizieren -> Unterbrechung der Infektionskette), Zukauf nur von einem Betrieb (Reduzierung der Keime)
- Schweine Rassen Mutter: DL, DE Deutsche Landrasse und Deutsches Edelschwein: gute Fruchtbarkeit, Fleischqualität und Mastleistung, schlechte Fleischanteile und Bemuskelung Vater : Piertrán Duroc Hampshire - Piétrain: Stressanfälligkeit (nach Stresssanierung nicht mehr so gravierend) und schlechte Fruchtbarkeit, schlechte Zunahmen, gute Schlachtkörperbewertung - Hampshire: Hohe Zuckergehalte im Fleisch führen zu DFD-Fleisch
- Fleischqualitätsmängel PSE =pale soft exudative= blass weich wässrig -Hoher Wasserverlust bei der Lagerung und beim Erhitzen -Trocken und zäh -pH1 < 5,8 -LF1 (Leitfähigkeit) > 9,8 -LF24 > 9,8 -RW (Reflexionswert) > 35 -GÖFO (Fleischhelligkeit) < 45 DFD= dark firm dry= dunke fest trocken -Hohes Wasserbindungsvermögen -Nicht für Dauerwaren geeignet, da keine Säuerung und starke Vermehrung von Mikroorganismen -Schlechte Aufnahme von Salz und Pökelstoffen -pH24 > 6,0 (6,2) -GÖFO > 80
- Transportfähigkeit Niemand darf eine Tierbeförderung durchführen oder veranlassen, wenn den Tieren dabei Verletzungen oder unnötige Leiden zugefügt werden können - Beförderungsdauer so kurz wie möglich -Transportmittel, Ver- und Entladeeinrichtungen sind in Stand gehalten, geeignet und sicher -Mit den Tieren umgehende Personen sind geschult oder qualifiziert, keine Anwendung von Gewalt, keine Maßnahmen die den Tiere Verletzungen oder Leiden zufügen können -Transport ohne Verzögerung - Tiere kontrollieren und ggf. versorgen -Tiere müssen angemessene Standhöhe und Bodenfläche haben -Tiere müssen transportfähig sein!
- Transportverordnung!!! Ab wann darf man trächtige Tiere nicht mehr Transportieren? >90% der Trächtigkeit Beispiel Schwein: Trächtigkeit ca. 115 Tage * 0,9 = ca. 104.Tag Beispiel Kuh: Trächtigkeit ca. 283-286 Tage * 0,9 = ca. 257.Tag
- Formen von Zuchtorganisationen Züchtervereinigung = Zuchtverbände (nur noch bei Rindern nicht mehr bei Schweinen in NDS) ZEH, WEU, sächs.-Rinderzuchtverband Zuchtunternehmen: Topigs BHZP Norswin =deren Ziele: Zuchtvorschritt,
- Worauf beruht Verwandtschaft und wie hoch ist der Verwandschaftskoeffizient zwischen Nachkomme und Elter? - Die Ähnlichkeit zwischen Verwandten beruht auf zum Teil abstammungsidentischen Genen von gemeinsamen Ahnen. - Der Verwandtschaftskoeffizient zwischen Nachkomme und Elter beträgt 0,5, da er die Hälfte seiner Gene von einem Elternteil erhält.
- Worin bestehen die Unterschiede zwischen der Stationsprüfung und der Feldprüfung bei Schweinen? - Stationsprüfung: Einzeltierdaten, einheitliche Umweltbedingungen, Objektivität, Höhere Kosten/Tier - Feldprüfung: Praxisbetriebe: wenige tierindividuelle Daten (Futteraufnahme & tägl. Zunahmen fehlen), Gefahr der Subjektivität, unterschiedliche Bedingungen, geringe Kosten/Tier
- Benennen Sie die Kreuzungsverfahren und erläutern Sie deren Vor- und Nachteile - Reinzucht - Erfolg ist abhängig von der Populationsgröße - Reduktion der Varianz führt zu sinkendem Zuchtfortschritt und Inzucht - Blutauffrischung möglich durch zeitlich begrenzte Einkreuzung anderer Populationen - Kreuzungszucht - Systematische Nutzung der genetischen Unterschiede zwischen verschiedenen Zuchtpopulationen - Effekte: Linieneffekte, Maternale/Paternale Effekte, Stellungseffekte - Heterosis