Fortsliche Nutzung (Subject) / Grundlagen Walderschließung (Lesson)

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Grundlagen Walderschließung

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  • Walderschließung • Die Walderschließung ist Voraussetzung für jegliches Handeln im Wald und erfüllt die unterschiedlichsten Funktionen • Ein Erschließungssystem besteht aus einer Kombination von Basis- und Feinerschließung • Zur Flächenerschließung werden Fahrwege mit Rückegassen, Maschinenwegen oder Seiltrassen kombiniert
  • Funktionen der Walderschließung Zugang zum Wald (allgemein):Forstwirtschaft: Planung, Ausführung und KontrolleForstschutzJagdausübungFreizeit und Erholungspezielle Nutzergruppen:- Leitungen- Brunnen- Sendemasten- Windkraftanlagen
  • Erschließung für forstwirtschaftliche Zwecke Zugang zu WaldflächenZuführung von BetriebsmittelnAbtransport von WaldproduktenVoraussetzung zur- Nutzung- Nachhaltigen Bewirtschaftung- Schutz von Wäldern
  • Mittel der Walderschließung Trift, Flößerei, Bahn, Hubschrauberbringung, Pfad, Loiten/Riesen, Kunststoffriese Log-line, Fahrweg, Rückegasse
  • Warum sind Fahrwege das meist eingesetzte Erschließungsmittel in Europa? Technische GründeHohe Flexibilität hinsichtlich- transportierter Güter und Mengen- Personentransport- Transportrichtungen- ganzjährige Verfügbarkeit- ungebrochener Transport- Reichweite Soziale Gründe (Ergonomie, Arbeitssicherheit)- geringe Belastungen, Risiken bei Anlage und Nutzung Ökonomische Gründe- rel. geringe Transportkosten je m³- pfleglicher Transport- Bereitstellung zusätzlicher Infrastrukturleistungen Ökologische Gründe- Verringerung von Boden- und Bestandesschädendurch kürzere Rückedistanzen
  • Erschließungssystem Äußere Erschließung (außerhalb des Waldes) Innere Erschließung- Basiserschließung - Feinerschließung
  • Äußere Erschließung • Autobahn• Bundesstraße• Landesstraße• Kreisstraße• Gemeindeverbindungswege• Schienenwege• Binnenwasserstraßen• Seilbahnen
  • Innere Erschließung Basiserschließung (Lkw-befahrbarer Weg): - Waldwege- Forststraßen- Forstwege Feinerschließung: - Rückegassen- Maschinenwege- Seiltrassen
  • Was ist der Unterschied zwischen Basis- und Feinerschließung? Die Basiserschließung ist mit dem LKW befahrbar
  • Hauptfahrweg ganzjährig befahrbar mit LKW und anderen Fahrzeugen, die auch auf öffentlichen Straßen verkehren- ausreichend befestigt,- tragfähige Brücken,- ausreichende Linienführung horizontal (Kurven) und vertikal (Steigungen)- einspurig mit Ausweichstellen, keine Stichwege (keine Sackgassen), Rundverkehr ermöglichend- Anschluss an öffentliches Straßennetz- dauernd ausreichende Unterhaltung
  • Nebenfahrweg Unter günstigen Bedingungen mit schweren Lasten befahrbar- Einschränkungen je nach Saison und Witterung möglich- Geringere Ansprüche an Linienführung- Sackwege möglich- Unterhaltung weniger intensiv oder temporär, je nach Nutzung
  • Wegedichte (WD) durchschnittliche Fahrweglänge pro Holzbodenfläche [m/ha] oder [lfm/ha]Optimale Wegedichte: Minimierung der Summe von Wegekosten (Wegeneubau, Wegeunterhaltung, Flächenverlust) und Kosten der Holzbringung sowie des Zugangs zu Planungs- und KontrollzweckenWD = 10.000 / Wegeabstand Abhängig von: Nutzungsintensität, Gelände, Lohn- und KapitalkostenWegedichte einfache Verhältnisse: 12-15 lfm je haDurchschnittliche Verhältnisse: 20-25 lfm je haSchwierige Verhältnisse: 35-40 lfm je haPraxis: reale Wegedichte deutlich über optimale Wegedichte
  • Wegeabstand (WA) durchschnittlicher Abstand der Fahrwege in Metern [m]WA = 10.000 / Wegedichte
  • Drei Feinerschließungsmittel • Rückegassen• Maschinenwege• Seiltrassen
  • Rückegassen: Baumfreie Linien in befahrbarem Gelände bis 35 % (50 %) Geländeneigung- nicht befestigt- Nutzung durch geländegängige Maschinen zum Zwecke der Holzernte und -bringung- Fahrzeuge dürfen Linien nicht verlassen- Verlaufen in Fallrichtung- 3,5 bis 4,0 m breit- 20 bis 40 m Abstand
  • Maschinenwege: - Erdwege in der Regel ohne Befestigung in steilem Gelände (> 40 % Geländeneigung)- Befahrbar mit geländegängigen Forstmaschinen Saisonale und Witterungseinschränkungen möglich- durchgehend planiert- 3,5 bis 4,0 m breit- Längsneigung < 15 %- Abstand 80-150 m
  • Seiltrassen: Baumfreie Linien (ca. 2 m) in nicht befahrbarem Gelände (sehr steil oder geringe Tragfähigkeit oder hohe Bodenrauhigkeit)- immer in Fallrichtung des Geländes- nicht befestigt- Abstand je nach Hiebsanfall/Bestand zwischen 15-30 m