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Persönlichkeitspsychologie (Subject) / Big Five (Lesson)

Temperament und Big Five

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  • Was ist Temperament? Form des Verhaltens: Wie jemand sich verhält –  Verlaufsmerkmale der Verhaltensregulation (z.B. Ausdauer, Ablenkbarkeit) –  Tendenzen, bestimmte Emotionen/Stimmungen häufig/intensiv zu erleben  Besonderheiten in den „Drei A der Persönlichkeit“: Affekt, Aktivierung, Aufmerksamkeit 
  • Temperamentstheorie von Eysenck deskriptiver Teil: Historischer Hintergrund: • 4Temperamentstypennach Hippokrates (460-377 v.Chr.)  Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker, Melancholiker • 2-dimensionales Temperaments- modell nach Wundt (1903) Stärke der Gemütsbewegungen Schnelligkeit des Wechsels der Gemütsbewegungen
  • Eysenck - nenne die drei wesentlichen Dimensionen des Temperaments und gebe Beispiele, wie werden diese Eigenschaften erfasst? Drei wesentliche Temperamentsdimensionen: Neurotizismus (machen sie sich oft sorgen über ihre Gesundheit?, Extraversion (gehen sie gerne aus?) Psychotizismus/Impulsivität (kaufen sie oft spontan ein?) N und E als varianzstärkste Faktoren in Eigenschaftsbeurteilungen (Selbst & Fremde) Persönlichkeitsinventare, z.B. Eysenck Personality Inventory (EPI) 
  • Grundlage der Temperamentstheorie von Eysenck Unterschiede in neurophysiologischen Erregungs- und Hemmungsprozessen  • Extraversion –  aufsteigendes retikuläres aktivierendes System (=ARAS; Schlaf-Wach-Regulation, Aufmerksamkeitssteuerung) –  niedrigere Schwelle für retikuläre Aktivierung bei Introvertierten –  transmarginale Hemmung schützt • Neurotizismus –  limbisches System (Emotionsgenerierung) –  leichtere Auslösung autonomer Erregung bei neurotischen (emotional labilen) Personen 
  • Auf welchen Parametern stützt Eysenck seine Temperamentstheorie? Was besagt das Yerkes-Dodson-Gesetz? Physiologische Parameter: EEG-Desynchronisation Toleranzschwellen Hedonischer Tonus Leistung                             „Nach dem Yerkes-Dodson-Gesetz bietet ein mittleres Erregungsniveau die beste Voraussetzung um eine optimale Lerngeschwindigkeit zu erreichen, während das Leistungsvermögen bei stärkerer und schwächerer Aktivität des Organismus abnimmt. Diese Gesetzmäßigkeit wurde 1906 von den amerikanischen Psychologen Yerkes und Dodson formuliert und zuerst im Experiment an Tieren nachgewiesen“ (Schrader, 2008, S.377). Extrovertierte und Introvertierte: andere Aktivierungsschwellen für beste Leistung, da extrovertierte Personen mehr Stimulation brauchen für beste Leistung und introvertierte weniger Stimulation. 
  • Hypothesen von Eysenck zu Neurotizimus • Hypothesen für Neurotizismus –  Auslösung von Angst und Belastungsreaktionen –  Rückkehr in Gleichgewicht nach Auslenkung  Befunde: –  Stärkere subjektive, z.T. objektive Stressreaktion –  Keine Befunde zur Rückkehr ins Gleichgewicht 
  • Definition der Big Five Die Big Five Persönlichkeitsfaktoren sind ein Ansatz zur Beschreibung individueller menschlicher Persönlichkeit und Unterschieden in Persönlichkeiten zwischen Menschen. Die Festlegung auf fünf relativ stabile Dimensionen erfolgte u.a. durch Goldberg (1981) und Costa & McCrae (1985).  Diese Faktoren sind interkulturell übereinstimmend.  Openness – Offenheit für Erfahrungen, Kultur (Culture) Conscientiousness – Gewissenhaftigkeit: u.a. sorgfältig, zuverlässig, genau, beharrlich Extraversion: u.a. gesprächig, freimütig, unternehmungslustig, gesellig Agreeableness – Verträglichkeit: u.a. gutmütig, wohlwollend, freundlich, kooperativ Neuroticism – Emotionale Stabilität vs. Neurotizismus: u.a. ausgeglichen, entspannt,  
  • Was sind Perönlichkeitstypen Menschen, die sich in Eigenschaften ähneln können in Persönlichkeitstypen kategorisiert werden. 2 Ansatze: 1. Extremgruppen: Nerd - Sportfreak 2. Prototypen: für Big Five: resililent - überkontrolliert - unkontrolliert 
  • Entstehung der Big Five Der Lexikalischen Ansatz basiert auf der Sedimentationshypothese: dass sich Eigenschaftsbegriffe in der Alltagssprache manifestieren. Somit wird das Lexikon einer Kultur zur Basis der Eigenschaftsbegriffe. 1. Ordnen und Sortieren von E-Begriffen eines Lexikon 2. Wörter von semantischer Ähnlichkeit entfernen 3. Selbst- und Fremdbeurteilung anhand dieser reduzierten Eigenschaftsbegriffe 4. Faktorenanalyse der interkorrelierten Selbst- und Fremdbeurteilungen. 5. Eigenschaften lassen sich auf Fünf unabhängige Dimensionen zurückführen, (nach Goldberg, 1981), die in vielen Kulturen geteilt werden. 
  • Warum ist der lexikalische Ansatz ein guter Weg? Warum nich? Vorteile: 1. Reduktion einer sehr hohen Anzahl von Eigenschaftsbegriffen ohne den Verlust von Informationen, da sie die übergeordneten 5 Faktoren sind.  2. Überschaubare Anzahl --> Struktur 3. kulturübergreifend Nachteile: 1. Anzahl der Eigenschaften ist umstritten 2. Kulturelle Unterschiede (Asien vs. Westliche Welt)
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