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Sozialpsychologie (Subject) / Soziale Wahrnehmung und Attribution (Lesson)

1. Soziale Wahrnehmung 2. Eindrucksbildung 3. Persönlichkeitsmerkmale 4. Attributionsverzerrungen 5. Kausal-Attributionen / Kovariationstheorie

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  • Was besagt die Kovariationstheorie? Beobachter arbeiten Ursachen eines Verhaltens heraus, indem sie Daten über vergleichbare Fälle sammeln. Verhaltensursache entspricht Person, Objekt oder Situation, die mit dem beobachteten Effekt kovariiert. Ursachen für Verhalten: - Konsensus (Personenbezogen): gering/hoch Internal; gering/hoch External - Konsistenz (Situationsbezogen): hoch/gering Internal; hoch/gering External - Distinktheit (Objektbezogen): gering/hoch Internal; hoch/gering External Internal= Personenbezgen External = Situationsbezogen
  • Was ist Kausalattribution? Prozess, durch den Betrachter zu Schlussfolgerungen über die Ursachen des Verhaltens einer anderen Person gelangen. Internale Kausalattribuierung: Person sieht Ursache eines Ereignisses bei sich (Persönlichkeit, Charakter, Einstellung) Externale Kausalattribuierung: Person dieht Ursache eines Ereignisses bei anderen Personen, Umwelteinflüssen oder Faktoren (Situation)
  • Persönlichkeitsmerkmale: Zentrale vs. Periphere Persönlichkeitsmerkmale Zentrale Persönlichkeitsmerkmale: beeinflussen den Gesamteindruck einer Persönlichkeit maßgeblich Periphere Persönlichkeitsmerkmale: beeinflussen den Gesamteindruck einer Persönlichkeit nicht maßgeblich
  • Persönlichkeitsmerkmale: Summation vs. Implizite Persönlichkeitstheorie Summation: Betrachter addiert Infos über Person hinweg (leicht positive Info verbessert den Eindruck) Implizite Persönlichkeitstheorie: aktiver Versuch, Infos Bedeutung zu verleihen, aufgrund der (subjektiven) Vorstellung, wie versch. Persönlichkeitsmerkmale miteinander zusammenhängen.
  • Persönlichkeitsmerkmale: Konfigurationsmodell vs. kognitive Algebra Konfigurationsmodell: Betrachter konstruieren aktiv aus einzelnen Infos tiefergehende Bedeutungen über andere Kognitive Algebra: Durchschnittsbildung bzw. Aufsummierung von Infos über Persönlichkeitsmerkmale, während man sich einen Eindruck über andere bildet. (leicht positive Eindrücke verschlechtern Eindruck, wenn bereits sehr positive Infos vorliegen)
  • Eindrucksbildung: Einflüsse beobachtbarer Merkmale - Sympathie Ähnlichkeit, Vertrautheit, Assoziation mit Positivem, Attraktivität
  • Eindrucksbildung: Einflüsse beobachtbarer Merkmale - Kompetenz, Status & Autorität Kleidung/Körperbau und Kompetenz Luxusartikel und Autorität
  • Eindrucksbildung: Einflüsse beobachtbarer Merkmale - Nonverbales Verhalten Blickkontakt, Berührungen, Mimik, Gestik, Körperhaltung, Stimme
  • Eindrucksbildung: Positionseffekte - Primacy und Recency Effekt Primacy Effekt: Früher dargebotene Infos haben stärkerern Einfluss als später dargebotene. (Menschen warten nicht ab bis alle Infos vorliegen, nachfolgende Infos nicht gut im LZG verankert)stärker wenn: Zeitdruck, Bedürfnis nach abschließendem Urteil, persönlicher Kontakt anstatt über Beschreibung in Worten) Recency Effekt: Später dargebotene Infos haben stärkeren Einfluss als früher dargebotene. (Infos noch im KZG, können direkt abgerufen werden)
  • Eindrucksbildung: Positionseffekte - Sich selbst erfüllende Prophezeiung & Tendenz zur Beharrung Sich selbst erfüllende Prophezeiung: Anfangs unrichtige Überzeugung eines Betrachters über Person bewirkt, dass sie sich so verhält, dass Überzeugung bestätigt wird. Erwartung einer Person und deren Verhalten führt dazu, dass sich diese erwartungskonform verhält. Tendenz zur Beharrung: Erster Eindruck noch Einfluss auf Person, wenn sich dieser als falsch herausgestellt hat.
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  • Eindrucksbildung: Positionseffekte - Halo Effekt & Chronische Verfügbarkeit von Informationen Halo Effekt: hervorstechende Eigenschaft strahlt auf Wahrnehmung der gesamten Person aus. Andere Eigenschaften werden vernachlässigt/ignoriert.  Chronische Verfügbarkeit von Informationen: manche Eigenschaften (ehrlich) chronisch verfügbar, also wird Eigenschaft schnell allen Menschen zugeordnet, die man kennenlernt.
  • Eindrucksbildung: Positionseffekte - Persönliche Annahmen und Erwartungen & Kontext/situativer Rahmen Persönliche Annahmen und Erwartungen: gezielte Suche nach Infos, die Eindrücke bestätigen, andere Infos werden häufig nicht/unzureichend wahrgenommen. Kontext/situativer Rahmen: Aspekte, die eigenem Hintergrund entsprechen werden bevorzugt wahrgenommen.
  • Attributionsverzerrungen 1. Korrespondenzverzerrung: Beobachter neigen dazu Verhalten eines Handelnden eher auf interne als auf externe Faktoren zurückzuführen. (Variiert über Kulturen hinweg) 2. "Falscher Konsensus" Fehler: Überzeugung, andere Menschen teilen im allgemeinen die eigenen persönlichen Einstellungen und Überzeugungen. 3. Unterschied zwischen Handelnden Und Beobachter: Neigung, eigenes Verhalten stärker mit der Situation, Verhalten anderer jedoch stärker mit deren Dispositionen zu erklären. 4. Selbstwertdienliche Attribution: Motiverte Attributionsverzerrung dient dazu, eigenes Selbstwertgefühl zu erhalten/verbessern
  • Soziale Wahrnehmung Beschreibt Prozess der Filterung, Enkodierung und Interpretation und die Beeinflussung dieser Prozesse durch Artgenossen. Daszu da, um zu einem Verständnis der anderen Individuen, Gruppen, des Selbst und der eigenen Rolle in einer Gruppe zu gelangen.