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Phytomedizin (Subject) / Fragen (Lesson)

Klausurfragen

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  • Beschreiben Sie fünf Nützlinge, die als natürliche Gegenspieler von Blattläusen fungieren. Marienkäfer --> Adulte und Larven Schlupfwespen --> Eiablage in den Blattläusen Laufkäfer --> Adulte Florfliegen --> Larven Gallmücken --> Larven
  • Beschreiben Sie die allgemeinen Merkmale der Ordnung Coleoptera (Käfer). --> Maikäfer, Rapsglanzkäfer, Kartoffelkäfer - sehr klein bis groß (1-30 mm) - Imagines und Larven beißend-kauende Mundwerkzeuge - Nahrung: Pflanzen (ober- und unterirdisch), Aas und Insekten - Schädlinge, teils Nützlinge, überwiegend Räuber, selten Parasiten - stark sklerotisierte Deckflügel, Hautflügel - alle Larven feste Kopfkapsel, 3 oder keine Laufbeinpaare, bis zu 15cm  
  • Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera) und beschreiben Sie mögliche Gegenmaßnahmen. Entwicklungszyklus: -Eiablage in eine Bodenspalte --> Überwinterung-Schlupfzeit durch Bodentemperatur (Mai/Juni)-Larven L1 – L3 (Juni/Juli)-L1 frisst an den Wurzelhärchen, angelockt durch CO2-L2 und L3 dringen auch in Hauptwurzeln ein und zerstören Leitungsbahnen-Verpuppung der Larve im Boden (Mitte Juli/August)-Schlupf der Adulte (August/September/Oktober) --> Nahrungsaufnahme, Begattung, Eiablage-Reifefraß an Rispe und Seide, Fensterfraß an Blättern, Körner in Milchreife-1 Generation/Jahr Gegenmaßnahmen: -Vorbeuge durch Fruchtfolge (begrenzenden Effekt) hilft nicht auf Dauer-Beizung (60-70% Einschränkung, Population bleibt) Problem: Bienenschäden-Bodeninsektizide (70-80% Einschränkung)-Insektizide (Käfer) (bis zu 90% bei mehrmaliger Applikation, Eindämmung der Population)-Bt-Mais (Toxine, Resistenzen möglich)
  • Beschreiben Sie die allgemeinen Merkmale der Ordnung Lepidoptera (Schmetterlinge). klein bis groß (3-60 mm)Imagines leckend-saugende, Larven beißend-kauende MundwerkzeugeNahrung: Imagines: Nektar, Larven: alle Pflanzenteile (ober- und unterirdisch)nur Raupen schädigend2 Paar großflächige FlügelRaupen: 3 Paar Brustbeine, 5 Paar Bauchbeine, Kopfkapsel
  • Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis). Eiablage auf den mittleren Blattetagen (700-800 Eier pro Weibchen/Jahr)10 Tage später schlüpfen die LarvenLarven L1-L5L1-L2: kaum schädlich: FensterfraßL3 dringt in den Stängel ein und schädigt die Pflanze --> frisst Richtung WurzelL4 dringen im unteren Stängelbereich ein, umgehen die KnotenL5 überwintert als Präpuppe in den MaisstoppelnVerpuppung im nächsten Jahr (Mai)3 Wochen später (Juni) Adulte (schlüpft der Maiszünsler)Begattung --> Eiablage1 Generation/Jahr
  • Beschreiben Sie die allgemeinen Merkmale der Ordnung Diptera (Zweiflügler). --> Kohlschotenmücke klein bis mittelgroß (1-10 mm)Imagines stechend-saugend oder leckend, Larven beißend oder saugendNahrung: Nektar, Pollen, alle Pflanzenteile, Insekten, Kot, Aas, Blutnur Larven schädigend, Gallbildung, teils Nützlinge (Parasitoide, Räuber)1 vollständig ausgebildetes Flügelpaar, 2. Paar zurückgebildetLarven haben keine Beine (Maden), wenig ausgebildete Kopfkapsel3 – 8 LarvenstadienVermehrung normalerweise getrenntgeschlechtlich (Ovipar)
  • Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus der Kohlschotenmücke (Dasyneura brassicae). Wirtspflanzen: KruziferenWeibchen haben einen Legestachel, legen Eier in junge Rapsschoten (bei alten SchotenVerletzungen notwendig)Eiablage (1-2 Tage): 60 Eier insgesamt, 10-30 pro SchoteLarven L1-L3L1 und L2 saugen an Schoteninnenwänden oder KörnernL3 verlässt Schoten, wenn diese aufplatzen --> Verpuppung im Boden (bis zu 5 cm tief)bilden einen Kokonvor dem Schlupf Bewegung zur Oberfläche --> Schlupf der Mücke (nach 1-2 Wochen oder bis zu 5 J.) --> Begattung3 Generationen/Jahr: 1. Schaden an Winterraps, 2. evtl. an Sommerraps, 3. kein Schaden
  • Mit welchen Maßnahmen lassen sich pflanzenschädliche Insekten bekämpfen? FruchtfolgeBeizung --> MaiswurzelbohrerInsektizideBodenbearbeitung (Stoppelbearbeitung, tiefes Pflügen)NützlingeZüchtungmechanische Bekämpfung (Kartoffelkäfer „absammeln“)Bt-MaisTrichogramma --> Maiszünsler
  • Nennen Sie fünf Gruppen von Nützlingen und die Schädlinge, von denen sie sich ernähren. Marienkäfer --> BlattläuseFlorfliegen --> Blattläuse, Thripsen, Raupen, Käferlarven und MilbenRaubmilben --> Spinnmilben, andere Milben, Thripse, PilzsporenLaufkäfer --> räuberisch und unspezialisiert, z.B. BlattläuseSchlupfwespen --> Eiablage in spezifischen Wirtstieren, z.B. Blattläuse
  • Beschreiben Sie die Maßnahmen, mit denen Nützlinge geschont und gefördert werden. Schutz von AckerwildkräuternAnlage und Pflege von AckerrandstreifenAnlage von HeckenAnlage von KrautstreifenPflege von Unterwuchs im Obst- und Weinbaunützlingsschonender Pflanzenschutz (selektive Präparate, verlustmindernde Technik, gezielte Behandlung --> Teilbehandlung, Zeitpunkt der Anwendung, Zahl der Anwendungen minimieren --> Bekämpfungsschwellen berücksichtigen, Anpassen der Aufwandmenge) > Rückzugsgebiete erhalten, pflegen oder (wieder)herstellen
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  • Was sind Nematoden? Durch welches charakteristische Merkmal zeichnen sich pflanzenparasitäre Nematoden aus? Nematoden sind wirbellose Fadenwürmer ohne Blutgefäße und AtmungsorganeGröße: 0,2-1mmNematoden ernähren sich von Bakterien, Pilzen ,Algen,  anderen Nematoden oder PflanzenZweigeschlechtliche Vermehrung über EierBrauchen für ihre Bewegung WasserSchwächen Widerstandsfähigkeit der Pflanzen VirusüberträgerPassive Ausbreitung über z.B. MaschinenNur LägsmuskelnVon Kutikula umgeben (4-fache Häutung)  Pflanzenparasitäre Nematoden: Die Nahrung wird bei pflanzenparasitären Nematoden mit dem vorstreckbaren und innen hohlen Mundstachel aufgenommen und an den Darm weitergeleitetStechen Pflanzenzellen mit ihrem Mundstachel an --> dadurch auch Virusübertragung  Schäden: Virusübertragung, Substanzverlust --> Wasser- und Nährstoffaufnahme sinkt (bei bodenbürtigen Nematoden), Wurzelbereich und Spross (Nekrosen).
  • In welche Gruppen werden die phytophagen Nematoden auf der Basis ihrer Lebensweise eingeteilt? Wurzelnematoden: Wandernde Wurzelnematoden: endoparasitische Nematoden, ektoparasitische NematodenSedentäre Wurzelnematoden: zystenbildende Nematoden, gallenbildende Nematoden Oberirdische Nematoden: BlattnematodenStängelnematodenBlütennematoden
  • Welche Möglichkeiten der Nematodenbekämpfung gibt es? Fruchtfolge --> Anbaupausen einhalten, 3-5 Jahre bei ZystennematodenAnbau von resistenten Zwischenfrüchten z.B. Senf, ÖlrettichAnbau resistenter Sorten --> werden zwar befallen, jedoch wird Zyklus der Nematoden nicht vollendet (wie resistente Zwischenfrüchte)Gesundes Saatgut verwendenEin- und Verschleppung vermeidenBodendämpfung (Gewächshaus)PSMBiologisch mit z.B. endoparasitischen Bakterien oder nematophagen PilzenUnkrautbekämpfung --> Unkraut steht nicht mehr Wirt zur Verfügung
  • Beschreiben Sie die Biologie der Rübenzystennematoden (Heterodera schachtii). warme, feuchte BödenZysten überdauern in Boden (mehrere Jahre möglich)Wurzelausscheidungen von Wirtspflanzen führen zum SchlupfreizLarven verlassen die ZystenLarven dringen aktiv in das Wurzelgewebe ein (bohren Wurzel mit Stachel an)Optimale Ernährungsbedingungen für die Nematodenweibchen (vollständige Ausbildung von Nährzellengewebe in Wurzeln von Wirtspflanzen)Nährzellengewebe (Syncytium) stellt Nährstoffe zur Verfügung. Mehrere verbundene Zellen. Plasmalemma wird nicht zerstört, sondern nur die ZellwandWenn Weibchen geschlechtsreif werden, schwellend sie an. Hängen mit Stachel noch im WurzelgewebeMännchen verlassen die Wurzeln und nehmen keine Nahrung mehr aufNach der Befruchtung der Weibchen entstehen neue Zysten mit vielen neuen Eiern und LarvenWeibchen stirbt abà Zyste ist abgestorbener Körper des Weibchens200 bis 300 Eier pro ZysteDie Anzahl der Zysten im Boden hat sich vervielfachtZysten sind erst einmal zur Überdauerung angeregtEiLarvenstadium (L1) à erste Häutung im EiLarvenstadium (L2) schlüpft aus dem EiLarvenstadium (L3) Larvenstadium (L4)à unterscheiden sich nur in der GrößeAdultes Tier à BegattungEier…  bei uns nicht mehr als 3 Generationen/Jahreine Generation benötigt Temperatursumme von 400°C (Tage ab 8°C werden gezählt)
  • Beschreiben Sie die Faktoren, die das Auftreten von Ackerschnecken begünstigt. Vorfrucht: Raps, Grünland, Getreide, StillegungWitterung --> feuchte Witterung günstig für Schnecken, da diese ein hohes Feuchtigkeitsbedürfnis habenDirektsaat (reduzierte Bodenbearbeitung) --> begünstigt Schlupfwinkel für die Schnecke; besser sorgfältige Bodenbearbeitung mit feinkrümeligem und rückverfestigtem Saatbett Schwere Böden --> viele HohlräumeBewuchsFeuchter Boden
  • Definieren Sie den Begriff Unkraut. Wie schädigen Unkräuter die Kulturpflanzen? ergesellschaftete Wildpflanzen im Agrarökosystem, die mit den Kulturpflanzen um begrenzt verfügbare Wachstumsfaktoren (Raum, Licht, Wasser, Nährstoffe) konkurrieren und diese dadurch indirekt schädigen. Auch Kulturpflanzen können zu „Unkräutern“ werden --> Kartoffeldurchwuchs, Ausfallgetreide,…    Schadwirkung: QuantitativQualitativ (Kosten für Reinigung)Erschwernis bei Pflege- und ErntearbeitenBegünstigung und Übertragung von Pflanzenkrankheiten und SchädlingenDirekte Giftwirkung (Jakobskreuzkraut --> bei wenig gepflegten und genutzten Flächen)Ertragsverluste entstehen durch Konkurrenz Konkurrenz = Interaktion zwischen Pflanzen, bei der alle Beteiligten „verlieren“.Direkte chemische Interaktion = AllelopathieIndirekte oder Ressourcenkonkurrenz um Wasser, Nährstoffe, Licht
  • Wie und wie lange überdauern Unkräuter? Einteilung nach Art der Überdauerung: Therophyten= Überdauerung als Diaspore (Samen)Geophyten= Überdauerung als unterirdisches Organ vegetativHemikryptophyten= Überdauerungsknospen in Bodennähe (Stauden)   Einteilung nach Dauer der Überdauerung:Einjährige= Anuelle (Winter-/Sommerannuelle)Zweijährige= BienneMehrjährige/ Ausdauernde= Perennierende > Quecke, Diestel…   Lebensdauer von Unkrautsamen im Boden > 1 bis >70 Jahre
  • Wie verbreiten sich Unkräuter? 1.Selbstverbreitung (Autochorie)-Streufrüchte-Schleuderfrüchte2.Verbreitung durch Tiere (Zoochorie)-Haftfrüchte-Ameisenfrüchte-Fleischfrüchte3.Verbreitung durch Wind (Anemochorie)-Schirmflieger-Scheibenflieger
  • Wie wirken sich acker- und pflanzenbauliche Maßnahmen auf das Auftreten von Unkräutern aus? Fruchtfolge verringert das Auftreten von FlughaferVerschiebung des Saattermins à späte Saat à Anzahl Ackerfuchsschwanz sinktVerteilung der Unkrautsamen bei der GetreideernteLangstrohsorten, Blattstellung und große der BlätterStoppelbearbeitung
  • Beschreiben Sie die Dormanz bei Unkräutern. Welche Faktoren beeinflussen die Dormanz? Als Dormanz werden alle Formen der Entwicklungsverzögerung bei Tieren und Pflanzen bezeichnet. Diese sind teilweise durch Außenfaktoren bedingt, sie können jedoch auch genetisch und hormonell gesteuert sein. Dormanzphasen gewährleisten vor allem ein Überleben der Tiere und Pflanzen bei ungünstigen Umweltbedingungen.Zu den Hauptmerkmalen der Dormanz gehören ein stark reduzierter Stoffwechsel und erhöhte Resistenz. Die Dormanz kann in allen Entwicklungsphasen auftreten und auch innerhalb derselben Art abhängig von äußeren Bedingungen unterschiedlich lang sein, wie dies z. B. bei Keimruhe zu beobachten ist. Dormanz (=Keimruhe)
  • Beschreiben Sie die Dormanz bei Unkräutern. Welche Faktoren beeinflussen die Dormanz? Als Dormanz werden alle Formen der Entwicklungsverzögerung bei Tieren und Pflanzen bezeichnet. Diese sind teilweise durch Außenfaktoren bedingt, sie können jedoch auch genetisch und hormonell gesteuert sein. Dormanzphasen gewährleisten vor allem ein Überleben der Tiere und Pflanzen bei ungünstigen Umweltbedingungen.Zu den Hauptmerkmalen der Dormanz gehören ein stark reduzierter Stoffwechsel und erhöhte Resistenz. Die Dormanz kann in allen Entwicklungsphasen auftreten und auch innerhalb derselben Art abhängig von äußeren Bedingungen unterschiedlich lang sein, wie dies z. B. bei Keimruhe zu beobachten ist. Dormanz (=Keimruhe)   Primäre Dormanz tritt mit der Samenreife ein, endogen bedingt durch Hartschaligkeit, Hemmstoffe, unreifer Embryo sekundäre Dormanz: exogen bedingt durch hohe / niedrige Temperaturen, Sauerstoffmangel, Wassermangel, Licht Aufhebung beider oft bedingt durch die Temperatur
  • Beschreiben Sie die möglichen Schadwirkungen von Unkräutern. Schädigung: Quantitativ durch die Konkurrenz um NährstoffeQualitativ Kornfeuchte des Gutes und Besatz steigtErschwernis bei Pflege- und Erntearbeiten z.B. durch KlettenBegünstigung und Übertragung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen z.B Blattlaus à GelbverzwergungsvirusDirekte Giftwirkung Grünland à Herbstzeitlose, Jacobskreuzkraut   Ernteverluste entstehen durch KonkurrenzKonkurrenz= Interaktion zwischen Pflanzen, bei der alle Beteiligten verlierendirekte chemische Interaktion- AllelopathieIndirekte oder Ressourcenkonkurrenz um Wasser, Nährstoffe und Licht
  • Nennen Sie Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung. RausziehenAbreisenAbmähenMulchentechnisch mit Hitze, Kälte, Dampf und ElektrizitätFluten und überstauenJede Form der BodenbearbeitungStriegelnHackenBürstenChemisch durch Spritzen von Pflanzenschutzmittel
  • Beschreiben Sie die Verfahren der mechanischen Unkrautbekämpfung. -Hacken: Zerkleinern und Zerhacken durch Hackfräse – Angetriebenes Verfahren-Bürsten: Angetriebenes Verfahren durch Reihenbürsten-Striegeln: gezogen- nicht angetriebenes Verfahren Netzegge oder Federzinken, Hackstriegel
  • Nennen Sie die fünf auf dem Pflanzenschutzgesetz basierenden Verordnungen. BienenschutzverordnungPflanzenschutzsachkundeverordnungPflanzenschutzmittelverordnungPflanzenschutzanwendungsverordnungPflanzenbeschauverordnung
  • Auf welchen Flächen dürfen Pflanzenschutzmittel grundsätzlich nur angewendet werden? Gibt es Ausnahmen und wenn ja, was müssen Sie tun, um diese Ausnahmeregelung in Anspruch nehmen zu können? Pflanzenschutzmittel dürfen grundsätzlich auf allen Landwirtschaftlichen (auch Sonderkulturen), Gärtnerischen (auch Haus und Kleingärten sowie Parkanlagen) und forstwirtschaftlichen Freilandflächen angewendet werden, außer in Gewächshäusern zur Erzeugung von Pflanzen und Pflanzenprodukten.  Es gibt Ausnahmen für z.B. Hofflächen, Gleisanlagen, Wege und nicht bewirtschaftete Flächen wenn man einen Antrag bei der zuständigen Behörde eingereicht hat und dieser genehmigt worden ist, diese geschieht allerdings nur wenn der angestrebte Zweck vordringlich ist und überwiegend öffentliche Interessen nicht entgegensteht.
  • Definieren Sie den Begriff „Idikationszulassung“.             Die Anwendung zugelassener Mittel in anderen als in der Gebrauchsanleitung festgesetzten Anwendungsgebieten ist untersagt. (Kultur+Schadorganismus)
  • Definieren Sie die Begriffe „Höchstmenge“ und „Wartezeit“. Welchem Zweck dienen diese Werte? Höchstmenge: Höchstmenge in mg Wirklstoff in Nahrungsmitteln Wartezeit: Zeitraum zwischen Anwendung und Ernte Sie dienen dem Zweck die Menge an PSM – Rückständen in Nahrungsmitteln zuminimieren bzw sicherzustellen das aus ihnen keine Gefahr für den Konsumenten ausgeht, die Höchstmenge ist die Menge die maximal in Nahrungsmitteln im Regal im Supermarkt vorhanden sein darf und welche unbedenklich für den Konsumenten ist. Die Wartezeit stellt sicher das die Zeit zwischen Anwendung der PSM und Ernte der Früchte groß genug ist, damit sich die PSM – Rückstände soweit abgebaut haben bis diese Werte die durch Tierversuche ermittelt worden sind erreicht worden sind und die Früchte nicht eher geerntet werden vor Ablauf dieser Wartezeit.
  • Beschreiben Sie die Bienenschutz-Auflagen die für Pflanzenschutzmittel gelten können. Pflanzenschutzmittel dürfen wenn sie Bienengefährlich nicht an blühenden Pflanzen eingesetzt werden oder an anderen Pflanzen, die von Bienen beflogen werden. Es Bienen gefährliche Mittel werden in 4 Klassen unterteilt B1 = Es ist die gefährlichste Klasse und diese Mittel bzw deren Anwendung ist absolut untersagt an von Bienen beflogenen Pflanzen bzw. blühenden Pflanzen. B2 = Diese Klasse ist Bienengefährlich und darf nur nach dem Bienenflug(Sonnenuntergang/Abenddämmerung) bis 23 Uhr ausgebracht werden. B3 = Diese Klasse ist ebenfalls Bienengefährlich, wird aber durch die in der Zulassung angegeben Zwecken nicht mehr Bienengefährlich bzw wenn sie nur zu diesen Zwecken eingesetzt werden z.B. Beizen. B4 = Nicht Bienengefährlich für die in der Zulassung angegebenen Aufwandmengen
  • Welche Bestimmungen sind in der Sachkunde-Verordnung zu finden? In der Sachkunde – Verordnung sind die Bestimmungen für den Sachkundenachweis für die Anwendung von PSM zu finden für die Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft, Vorratsschutz, Versuchszwecke sowie für andere (außergelegentliche Nachbarschaftshilfe)
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  • Welche Bestimmungen sind in der Pflanzenschutzanwendungs-Verordnung zu finden? Es sind Bestimmungen über Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel zu finden wie z.B. Vollständiges AnwendungsverbotEingeschränktes AnwendungsverbotAnwendungsbeschränkungenBesondere AbgabebedingungenVerbot der Anwendung in Naturschutzgebieten und NationalparkenEinfuhrverboten
  • Definieren Sie die Begriffe „eradikativ“, „protektiv“ und „kurativ“. Eradikativ : Schadorganismen werden auf der Wirtspflanze getötet oder vorher von ihr Ferngehalten durch vorheriges Abtöten der Schadorganismen z.B. Nematoden durch Nemadiziden zur Vorbeugung vor der Saat(Beizung, Bodenbehandlung vor der Saat) Protektiv: (vorbeugend) Das bedeutet, dass das PSM vor dem Schaderreger an der Pflanze sein muss  z.B. bei Fungiziden das Kupferpreperate. Diese sind meist Kontaktmittel, es gibt aber auch mittel die systematisch bzw meist teilsystematisch sind und in die Pflanze eindringen und dann beim Befall den Schadorganismus bekämpfen. Kurativ: Es ist auch eine Wirkung da, wenn der Befall schon da ist es stoppt den weiteren Befall und tötet den vorhandenen ab. Meist handelt es sich um eine Mischung aus kurativen und protektiven Mitteln da diese eine lange Schutzwirkung haben.
  • Welche grundsätzlichen Anforderungen werden an ein Pflanzenschutzmittel gestellt? Hohe Aktivität gegen SchadorganismenGeringe Aktivität gegen KulturpflanzenGeringe Toxizität gegen WarmblüterGeringe Nebenwirkungen in der UmweltGeringe Kosten
  • Welche grundsätzlichen Anforderungen müssen Sie bei der Applikation eines Pflanzenschutzmittels berücksichtigen? -Pflanzenschutzgeräteliste der BBA-Kontrolle der Spritz und Sprühgeräte-Aufwandmenge genau berechnen-Düsenwahl (Flachstrahl, Rundstrahl, Injektordüsen)-Spritzdruckeinstellen-Tröpfchengröße beachten-Windstärke- und richtung beachten-Fahrgeschwindigkeit beachten-Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit beachten-Waschwasserbehälter zur PS – Gerätereinigung auf dem Feld
  • Welches sind die wichtigsten Eintragspfade für Pflanzenschutzmittel in Oberflächengewässer? Welche Bedeutung haben die einzelnen Eintragspfade? Punkteinträge und diffuse EinträgePunkteinträge 50 %, Reinigen und Befüllen Diffuse Einträge 50 % davon mehr als 90 % Oberflächenabfluss, weniger 10 % Drainagen, und weniger 0,1 % Drift
  • Welche grundsätzlichen Bestimmungen gibt es zum Schutz von Oberflächengewässer gegen den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln? Keine Anwendung von PSM in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern. Dazu gibt es in Niedersachen einen Mindestabstand von 1m von der Gewässerkante diese beginnt allerdings an der Böschungsoberkante und nicht mit der Wasserkante. Zudem gibt es bei jedem PSM in dem Beizettel einen Hinweis mit welchen Düsen man wie weit von Gewässern entfernt bleiben muss.
  • Beschreiben Sie Gewässertypen und geben Sie an, für welche Typen die in der Gebrauchsanleitung von Pflanzenschutzmitteln aufgeführten Abstandsauflagen gelten.          Es gibt stehende Gewässer wie Weiher und Seen sowie fließende Gewässer wie Flüsse, Bäche und Gräben, Seen und Flüsse sind ständig wasserführende Gewässer, Weiher und Gräben sowie auch Bäche werden noch einmal unterteilt in ständig und periodisch wasserführende Gewässer für all diese Gewässer gibt es Absandsauflangen die in der Gebrauchsanweisung für Pflanzenschutzmittel zu entnehmen sind.
  • Welche Grundsätze sind bei der Anwendung eines Pflanzenschutzmittels zu beachten? IndikationszulassungWartezeitHöchstmenge: Max. Aufwandmenge nicht überschreitenUVV beachten!Sachkundenachweis vorhanden  (Applikationsanforderungen) Aufwandmenge genau berechnenDüsenwahl (Flachstrahl-, Rundstrahl-, Injektordüsen)SpritzdruckeinstellungTropfengröße beachtenWindstärke unter 5m/sFahrgeschwindigkeitLufttemperatur und Feuchte
  • Zu welchen Aufzeichnungen sind bei der Anwendung eines Pflanzenschutz-mittels verpflichtet? Datum der BehandlungZiel der BehandlungMittel, AufwandmengeAnwendende Person
  • Beschreiben Sie die Regeln der „Guten fachlichen Praxis“ zur Vermeidung der Abdrift von Pflanzenschutzmitteln. Tageszeiten mit geringen Windgeschwindigkeiten nutzen (wenn mgl. Morgen- oder Abendstunden)Spritzeinsatz abbrechen wenn : Windgeschw. > 5m/s (Obst >3m/s)Rel. Luftfeuchte  unter 40%Temp. >25°C Spritzflüssigkeit so grobtropfig wie möglich -> weniger AbdriftRand- Fahrgasse (bzw. Sicherheitsabstände zu Oberflächengewässern) gezielt grobtropfiger, mit niedrigerem Druck und niedrigerer Fahrgeschwindigkeit behandeln (ggf. Verwendungsbestimmungen Verzeichnis „Verlustmindernde Geräte“ beachten)Windrichtung gezielt berücksichtigen (Oberflächengewässer, Saumstrukturen, Wohngebiete etc.)Fahrgeschw. Nicht größer als 6-8km/h (Abdrift, Bestandsdurchdringung)Spritzgestänge so tief wie technisch vertretbar führen (Spritzwinkel beachten)Reduzierung des Pflanzenschutzmittelaufwandes wie es aufgrund schlagspezifischer Erfahrungen möglich ist bis hin zur Teilflächenbehandlung