MC Rückstände (Subject) / Schwermetalle + Spurenelemente (Lesson)
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Schwermetalle + Spurenelemente
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- kurze Beschreibung Metalle ab einer Dichte von 4,5 g/cm3 Toxikologisch relevant: Blei, Cadmium und Quecksilber bei der Verunreinigung von LM in geringerem Maß auch Aluminium, Nickel, Thallium und Zink Eintrag durch Luft, Wasser und Boden sowie durch Bearbeitung von LM kommen natürlich in der Erdkruste vor Aufnahme d. Mensch und Tier - Oral (Nahrung + Wasser) Absorptionsraten allg. <10 % (Ausnahmen Blei 10- 50 % + Nickel aus Wasser ~30 % ) - Atmungstrakt - Haut Organothropie, Kummulation, bilden Komplexe und denauturieren Proteine,
- Kupfer Höchstgehalte laut FM-VO = lt. FM-VO z.B. für Rd 35 mg/kg TS Schf 15 mg/kg TS Untersuchung vorallem von Lebergewebe häufigste Intoxikation
- Jod am meisten in Milch und Eiern die Gabe von Jod begünstigt das Schilddrüsengewicht bzw Futterverwertung positiv Generell: Zitzentauchmittel müssen nach VO 853/2004 zugelassen sein! Zulassung nach Biozidrichtlinie 98/8 Jodphor (Zitzentauchmittel) =max. zugelassene Aufnahmedosis: Kind 50-100 μg, Adult 100-200 μg Absoluter Grenzwert 700 μg Zitzendesinfektionsmittel mit Konzentration < 3000 mg/kg !
- Selen Spurenelement schützt den Körper vor freien Radikalen regeneriert als Gluthiathion peroxidase bestandteil Vitamin E Vitamin E: Antioxidans,in Milch, Fleisch und Eiern Se-Mangel: Weißmuskelkrankheit bei Lämmern, Kälber, Ferkel, Kaninchen, Schw. u. Geflügel Muskeldystrophie, Fertilität ↓, Aborte ↑, Kümmerer, Hämorrhagien Se-Vergiftung: Anreicherung in Leber, Milz u. Niere, bei chron. Exp. auch in Haaren u. Hufen (Kronsaumentzündung), Rehe, Ausschuhen subakute Vergift.: Kolik, Diarrhoe, Ataxien, Dyspnoe, Leber-, Nierenschäden, pulmonale Ödeme durch Stäube chron. Vergift.: Schwäche, Lahmheiten, Erblindung subakut bis chron. Vergift. bei Pfd.: blind stagger, Alkali disease: Anorexie,zielloses Umherwandern, Depression, Tiere fallen hin, Kolik, Dyspnoe, Koma Schwein: chronische Vergiftung ab 5 mg Se/ Kg im Stalll: riecht nach Knoblauch
- Eisen bestimmt die Farbe der Muskulatur Eisen: bis 70. Tag mindestens 30mg/Kg im Milchaustauscher, min 6 mmol im Blut (sonst Atemdepression) höchstwerte laut FM -VO = Rd 750 mg/kg TS Schf 500 mg/kg TS
- Zink FM-VO = für Rd Schw, Pfd : 150 mg kg
- Zinn vorallem durch Kontakt mit Zinnhaltgen Oberflächen (Konservendosen)
- Kontaminationsursachen Fehlmischungen: (Selen) Eisen, Kupfer, Zink gegenstände: Zinn, Blei, Pflanzen: Kupfer, Blei, Cadmium Chrom, Nickel, Quecksilber, Eisen, Erde: Eisen Ursachen = Düngung (bedingt Cu) Überflutungen Emission durch Industrieanlagen technische Produkte
- Blei für Ratten und Schweine essenziell zweithäufigste Intoxikationsursache hat kumulative Wirkung kontaminationsursachen: verbleite Rohre, Bleigeschosse, Bleigeschirr, verhält sich ähnlich Calcium bindet an Erys, lagert sich in Niere und Leber ab, Umverteilung in Knochen ⇒ Speicherung WIirkmechanismus: hemmt SH- Synthese, stört die Blutbildung Symptome: ZNS Schäden, Bleigebiss, bei organischme Blei sind Chelatoren unwirksam
- Cadmium kommt vorallem in Pflanzen vor Hohe HWZ
- Quecksilber früher: laxans, Diurethikum, Augensalbe Vorkommen: Raubfische (z.B. Butterfisch, Schwertfisch, Heilbutt, Thunfisch), Meeresfrüchte Anorg: reichert sich in Nierenrinde an Org: ZNS, Erys minimatakrankheit in japan Wirkmechanismus: 1.) systemisch: Inhibition von SH-Enzymen (GST) v.a. in Nierenrinde und Nervengewebe 2.) Ausscheidungstoxikose v.a. Hg-Salze durch Proteindenaturierung bzw. Verätzung in Darm, Niere, Speichel u. Schweißdrüsen, Mundhöhle Gastroenteritis - Nierenschäden-ZNS symptome- Ausschediungstoxikose ( Kachexie)
- Vitamin E vermindert die Lipidoxidation somit werden weniger Fettsäuren verbrannt ( Tier nimmt zu )
- Therapie von Schwermetallergiftungen allgemein: Chelatbildner (Bindung laut Massewirkungsgesetz) Nachteile: Nephrotoxisch, entfernen Körpereigene Metalle, Edeteat: Blei Deferoxamin: Eisen DMPS: Quecksilber (chronische Blei und Kupferverbindungen) D-Penicillamin: alle Vergiftungen besonders Morbus Wilson Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) (Antidotum Thalli-Heyl ): Thalliumvergiftung
- Arsen nur 3 wertiges Arsen ist toxisch Fischmehl: 10mg/kg, Grünmehl: 4mg/kg, Sonstige: 2mg/kg Verteilung: Anreicherung in Leber (Niere), dann Einlagerung in Knochen (Ca-Arsenit) und Bindung an Keratine (Haar, Haut, Horn) Wirkmechanismus = 1.) Reaktion mit SH-haltigen Enzymen 2.) Hemmung der oxid. Phosphorylierung ⇒ Grundumsatz↓ 3.) Kapillargift (Vasodilatation ⇒ Ödeme) akute Vergiftung: Reiswasserdurchfall, Chronische Vergiftung: - Hyperkeratose ⇒ später Proliferationshemmung - periphere Neuritis, Gewöhnung, Spätfolge: Arsendermatitis (gute dermale Resorbierbarkeit)
- Thallium nur einwertiges Thallium ist Giftig symptome erst nach Tagen Anreicherung in Herz, Muskel Niere, Thallium verhält sich wie Kalium 1.) partielle Depolarisation erregbarer Membranen ⇒ Dauerkontraktionen 2.) Aufnahme von Tl+ über Na+/K+ ATPase ⇒ Enzymhemmung, Entkopplung der oxidativen Phosphorylierung Symptome: Atemlähmung, ZNS, Haarausfall, Erblindung, Erbrechen, Chelatbildner sind Unwirksam,
- häufige Vergiftungen durch Kräuter in Gras und Konserven 1. Kreuzkraut (Senecia spp.) = Pyrrolizidinalkaloide (PA z.B. Jacobin, Jaconin,) schädigt die Leber (auch getrocknet) besonders Pferde und WDK. symptome: extremes Zwangslaufen, druchbrechen Zaun (ZNS) Abbauprodukte hepatotoxisch, cancerogen 2. Herbstzeitlose = Colchizin -> Mitosehemmer Kolik 3. Graukresse = Glucosinolate: Ödeme, Hufrehe *Rechtliche Rahmenbedingungen (2002/32/EG, Schädliche botanische Verunreinigungen): Unkrauts
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- Chelatbildner Deferoxamin (Desferal ) = Eisen Kaliumhexocyanoferrat = Thallium (Berliner Blau) - kein Chelator DMPS, Edetetat = anorganisches Blei DMPS, D-Penicillamin = Arsen DMPS = anorg. u. org. Hg Edeteat ist für die meisten vergiftungen wirksam DMPS, D-Penicillamin= Kupfer
