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Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung für Pferdewissenschaftler (Subject) / PferdeBWL Prüfungsvorbereitung (Lesson)
Klausurrelevante Definitionen aus Vorlesungen und Übungen WiSe 2016/2017
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- Welche Planngsprinzipien gibt es? Nenne Beispiele! Allgemeines Grenzwertprinzip: a.) Differenzrechnung: -Vergleich diskreter Handlungsalternativen anhand eines geeigneten Entscheidungskalküls (u.a. Break-Even-Analyse) -Beispiel: Bestimmung des kostengünstigsten Verfahrens, z.B. Lohnunternehmer vs. Eigenmechanisierung; Bewertung von Investitionen: Geldanlage Bank vs. Betriebsinvestition; (Schadschwelle Pflanzeschutz, mindesteinsatfläche Mähdrescher) b.) Marginalprinzip: -Analyse marginaler und stetig varierbarer Änderungen in der Betriebsorganisation auf ökonom. Erfolg hin -Beispiel: Bestimmung des optimalen Produktionsinputs, z.B. Düngemitteleinsatzmenge; optimaler Mähtermin (OSI) 2. Opportunitätskostenprinzip (mittelfristiges Grenzwertprinzip) schreibt vor, bei Einsatz absolut knapper Ressourcen mögliche, aber nicht realisierte Gewinne zu berücksichtigen. Erreichung des bestmöglichen Einsatzes mittelfristig nicht verfügbarer Produktionskapazitäten -Beispiel: Planung des Anbauprogramms, begrenzte Anbaufläche gewinnmaximal bewirtschaften; optimale Mastdauer, ggf. Investitionsrechnungen (OPR) 3.) Kostendeckungsprinzip (langfristiges Grenzwertprinzip) -bei langfristigen Änderungen in der Betriebsorganisation sind die langfristigen grenzleistungen und Grenzkosten zu berücksichtigen. Relevant wenn Produktionsmittel nur in großen, nicht teilbaren Einheiten beschaffbar sind. -Beispiel: Aufbau und Abbau von Produktionskapazitäten bzw. neuer Betriebszweig, z.B. Pensionspferdehaltung; Aufgabe des Gesamtbetriebes
- Welche 3 Aufgabenebenen hat das Unternehmensmanagement? I.) Technische Effizienz (durch ressourcensparende Produktion) -physische Effizienz II.) Allokative Effizienz (durch kosten- u. Erlöseffizienz) -effiziente Faktorallokation -effiziente Produktallokation III.) Ökonomische Effizienz (durch Optimumsprizip) -Kombination aus I.) und II.) -Leistungs-Kosten-Verhältnis
- Grenzen Sie folgende Zu- und Abgabgsgrößenvoneinander ab: Einzahlung und Auszahlung? Alle zahlungmittelbestände die das unternehmen bar/ unbar zufließen ODER verlassen -Auszahlung bezahlt, Einzahlung schafft Liquidität/Zahlungsmittelbestand Zahlungsmittelbestand=Anfangsbestand+Einzahlungen-Auszahlungen
- Grenzen Sie die folgenden Zu- u. Abganggrößen voneinander ab. Einnahme und Ausgabe? -Geldwert der VERKÄUFE bzw EINKÄUFE von Produkten und Faktoren, unabhängig davon ob Zahlungsmittel fließen oder nicht.
- Grenzen Sie die nacfolgenden Zu- und Abgangsgrößen voneinander ab. Ertrag und Aufwand? Ertrag= gesamter monetärer Wertzuwachs einer Abrechnungsperiode Aufwand=gesamter monetärer Wertverzähr einer Abrechnungsperiode
- Grenzen Sie die folgenden Zu- und Abgabgsgrößen voneinander ab! Kosten und Leistung? Leistung= Geldwert der im Betrieb hergestellten Produkte Kosten=Geldwert des Ge- und Verbrauchs von Produktionsfaktoren für die Erstellung betrieblicher Leistungen
- Welche steuerlichen Wirtschaftsjahre gibt es? allgemeines landw. Wirtschftjahr: 01.juli. - 30.Juni Grünlandbetriebe: 01.Mai - 30.April Forstbetriebe: 01. Oktober - 30. September
- Welche Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung gibt es? obere GoB: -Richtigkeit und Willkürfreiheit -Vollständigkeit -Klarheit -ferner: Stetigkeit u. Vorsicht untere GoB: -Belegzwang für Buchungen -eindeutige Belegführung -Korrekturverbot -Aufbewahrungsfristen Gesetzliche Grundlagen<<. u.a HGB u. AO.
- Erläutern Sie die grundsätzliche Struktur einer Bilanz und nennen Sie die Hauptgliederungspunkte! -Bilanz grundsätzlich in T-Kontoform aufgebaut -linke Seite stellt AKTIVA (Mittelverwendung) dar; Aktiva untergliedert in Anlagevermögen, Viehvermögen u. Umlaufvermögen (geordnet nach steigender Liquidierbarkeit) -rechte Seite stellt PASSIVA (Mittelherkunft) dar; Passiva untergliedert nach Eigenkapital und Fremdkapital (geordnet nach sinkender Verfügungsdauer) - SUMME AKTIVA = SUMME PASSIVA -Bei Bilanzierung ist IMPARITÄTSPRINZIP zu beachten, d.h. bei AKTIVA das NIEDERSTWERTPRINZIP anwenden (für Vermögenswerte niedrigsten Wert ansetzen) und bei PASSIVA das HÖCHSTWERTPRINZIP anwenden (für Verbindlichkeiten höchsten Wert ansetzen) -> Ziel: Schaffung stiller Reserven.
- Wie ist die Gewinn- u. Verlustrechnung grundsätzlich aufgebaut? Grundsatzschema der GuV: Anfangsbestand + Erträge - Aufwendungen = Betriebsergebnis +/- Finanzergebnis (+ Finanzerträge -Finanzaufwendungen) = Ergebnis d. gewöhnlichen Geschäftstätigkeit +/- Außerordentliches Ergebnis (+ auß. Erträge - auß. Aufwendungen) +/- Steuerergebnis (jeweils saldiert) = Gewinn/ Verlust des Geschäftsjahres
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- Wie lassen sich Geschäftsvorfälle grundsätzlich einteilen? im Unternehmensbereich: VermögensUMSCHICHTEND und ErfolgsNEUTRAL: -Aktivtausch -Passivtausch -Aktiv-Passivtausch (Bilanzverkürzung / Bilanzverlängerung VermögensÄNDERND und ErfolgsWIRKSAM -Aufwand -Ertrag Privatbereich VermögensÄNDERND und erfolgsNEUTRAL -Privatentnahme -Privateinlage
- Nennen Sie Ziele der Jahresabschlussanalyse und definieren Sie sie! 1.) Beurteilung der Rentabilitätslage = Wirtschaftlichkeit des Faktoreinsatzes im Unternehmen; bzw. Fähingkeit über Aufwende hinaus Erträge zu erwirtschaften. 2.) Beurteilung der Liquiditätslage = Fähigkeit seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit termingerecht nachzukommen 3.) Beurteilung der Stabilitätslage = Fähigkeit, Liquidität und Rentabilität auch unter veränderten Rahmenbedingungen aufrecht erhalten zu können
- Welche Analyseformen unterscheidet man für einen Jahresabschluss7 Bilanzanalyse? Strukturanalyse = Vergleich von Kennzahlen(Jahresabschlusspositionen) aus dem Vorjahr mit Kennzahlen innerhalb des laufenden Wirtschaftsjahres; Bildung von Relativkennzahlen; deckt Beziehungen zwischen den Bilanzpositionen auf. z.B. Vermögenssruktur Kapitalstruktur Anlagendeckung Liquidität Veränderungsanalyse = Vergleich von Jahresabschlusspositionen von m e h r e r e n Geschäftsjahren; Unterscheidung von 3 Arten von Veränderungsanalysen: vergleich von Bilanzpositionen im Zeitverlauf Vergleich von GuV-Positionen im Zeitverlauf Zeitvergleich von Relativkennzahlen der Strukturanalyse
- Nennen und definieren Sie einschlägige betriebswirtschaftliche Erfolgskennzahlen! RENTABILITÄTSKENNZAHLEN: Unternehmensgewinn = Erträge - Aufwende + Privatentnahmen - Privateinlagen ODER = EKend - EKanf + Privatent - Privateinl Ordentliches Ergebniss(Nachhaltigkeitskennzahl)= Zweckertrag - Zweckaufwand EK-Rentabilität = Unternehmensgewinn / [( EKanf + EKend) / 2 ] LIQUIDITÄTSKENNZAHLEN: Brutto-Cash-Flow = Ordentliches Ergebnis + Abschreibungen Netto-Cash-Flow = Ordentliches Ergebnis + Anschreibungen + Privateinl - Privatentn Liuidität 1. Grades = ( Kasse + Bank) / kurzfr. Verbindlichkeiten (relativ Kennzahl) STABILITÄTSKENNZAHLEN: EK-Veränderung = Unternehmmensgewinn - Privatentnahmen + Privateinlagen Eigenkapitalantein = EK / GK Gewinnrate = Unternehmensgewinn / Unternehmnensertrag Langfristige Kapitaldienstgrenze = EK Veränderung + gezahlte FK Zinsen
- Nennen und definieren Sie wichtige Kostenbegriffe! disponible Kosten = entscheidungsrelevant nicht disponoble kosten = nicht entscheidungsrelevant variable Kosten = abhängig vom Produktionsumfang fixe Kosten = unabhängig vom Produktionsumfang proportionale kosten = linearer Anstieg mit Produktionsmenge disproportionale Kosten = nicht linearer Anstieg mit Produktionsmenge; abschnittsweise fix degressive Kosten = bei steigender Produktionsmenge sinkend progressive kosten = bei steigender Produktionsmenge zunehmend versunkene Kosten = nicht zurückgewinnbar, daher nicht dispobnibel Ist-Kosten/Plan-Kosten = vermutete Kosten Einzelkosten/ Gemeinkosten = In Abhängigkeit von der Zuordnung Pagatorische Kosten = mit realen Auszahlungen verbunden kalkulatorische kosten = theoretische, nicht reale Kosten
- Nennen Sie Kostenzurechnungsprinzipien! Verursacherprinzip Einwirkungsprinzip Durchschnittsprinzip Tragfähigkeitsprinzip
- Was ist eine Deckungsbeitragsrechnung? DB = Betrag der nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht
- Wozu dient die mehrstufige Fixkostendeckungsrechnung? Fxkostendeckungsrechnung = Durch stufenweise Fixkostendeckungsrechnung (mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung, mehrstufiges direct costing, Fixkostendeckungsrechnung) erfolgt Analyse der Fixkosten in die die Fixkosten verursachenden Bereiche.
- Wozu dient die Vollkostenrechnung? Vollkostenrechnung = Ziel: Über Ermittlung der Stückkosten je Produktionseinheit zum Stückgewinn gelangen; Vollkostenrechnung wird von oberster Stufe zur untersten Stufe durchgeführt
- Nennen und definieren Sie Kostenzurechnungsprinzipien! VERURSACHUNGSPRINZIP = Zuordnung der Kosten, die eindeutig durch Produktion hervorgerufen wurden EINWIRKUNGSPRINZIP = Kosten, die für mehrere Objekte entstanden sind, werden nach der tatsächlich empfangenen Leistung zugeordnet DURCHSCHNITTSPRINZIP = Gemeinkosten werden proportional zu einer Mengengröße oder einen produktpreisunabhängigen Wertgröße geschlüsselt TRAGFÄHIGKEITSPRINZIP = Gemeinkosten werden proportional zur Produktpreisabhängigen Wertgröße geschlüsselt
- Definieren Sie den Begriff "Produktionsverfahren" Produktionsverfahren = -beschreibt konkrete Form der Herstellung eines Produktes -Verhältnis von Output und Inputs nach Art und Menge festgelgt
- Nennen Sie die 3 zentrlane Fragestellungen der Prouktionstheorie. Wonach wird jeweils gefragt? Bestimmung der Optimalen Speziellen Intensität -Welche variable Inputmenge ist bei Herstellung eines bestimmten Outputs gewinnmaximal? -Bsp Stickstoffeinsatzmenge in der Weizenproduktion Bestimmung der Minimalkostenkombination -Welche Kombination zweier variabler Inputs ist bei einer bestimmten angestrebten Outputmenge konstenminimal? -Bsp: Welche Stickstoffeinsatmenge und Saatguteinsatzmenge, um angestrebten Ertrag X kostenminimal zu erreichen Bestimmung der Optimalen Produktionsrichtung - Welche Kombination zweier Outputs ist bei gegebener Produktionskapazität gewinnmaximal? -Bsp: Anbauverhältnis Raps u. Weizen bei begrenzter Anbaufläche
- Was besagt die Grenzproduktivität und wie bestimmt man sie? Grenzproduktivität = Zusätzlicher Outputzugewinn bei Erhöhung eines variablen Inputfaktors um eine Einheit; Grenzprudiktivität zeigt die Änderungsrate an. -Ist Grenzprodukt = 0, ist Optimum erreicht -Grenzproduktivität ist bestimmbar durch Einsetzen gegebener Inputwerte in 1. Aqbleitung der Produktionsfunktion.
- Nennen Sie die drei Ebenen der Betriebsplanung. Welche Kalkulationen sind jeweils relevant? Festlegung optimal ausgestalteter Produktionsverfahren (durch: OSI und MKK) Kombination von Produktionsverfahren bei gegebener Faktoraustattung ( durch: OPR) Planung der fixen Faktoraustattung (durch: Investitionsplanung)
- Wofür ist Finanzplan wichtig? - Instrument zur Analyse und Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. - Zeigt an, ob es zukünftig zu Liquiditätsengpässen kommen kann - Finanzplan ist ein Instruent der rollierenden Planung (periodenorientierte Planungsform)
- Nennen und systematisieren Möglichkeiten der Innen- ud Außenfinanzierung INNENFINANZIERUNG: offene Selbstfinanzierung (aus erwirtschafteten Gewinnen) Stille Selbstfinanzierung aus stillen Reserven Erwirtschaftete Abschreibungen Vermögensumschichtung durch Desinvestition AUßENFINANZIERUNG langfristige Bankkredite (Darlehen) Kontokorrentkredit Lieferantenkredit (Handelskredit; man erhält als Käufer Zahlungsaufschub) Kundenkredit Einlagenfinanzierung durch Privateinlage Beteiligungsfinanzierung durch hinzutretende Teilhaber Leasing u. Miete Außenfinanzierung umfasst alle außerhalb des Unternehmens liegenden Finanzquellen
- Nennen und charakterisieren Sie verschiedne Darlehensformen! TILGUNGSDARLEHEN .Kapitaldienst abnehmend -Zinszahlung abnehmend -Tilgung gleichbleibend (Betrag / Laufzeit) ANNUITÄTENDARLEHEN A = Co * WFi;n -Kapitaldienst gleichbleibend -Zinszahlung abnehmend -Tilgung zunehmend ENDFÄLLIGES Darlehen mit laufender Zinszahlung während der Laufzeit werden NUR Zinsen gezahlt Nach Laufzeitende wird gesamter Tilgungsbetrag gezahlt ENDFÄLLIGES DARLEHEN MIT ZINSZAHLUNG AM ENDE Kein Kapitaldient während Laufzeit Nach Laufzeitende vollständige Zahlung des gesamten Kapitaldienstes
- Nenne den grundsätzlichen Aufbau des Risikomnagements! Risikoidentifizierung Risikobewertung Risikosteuerung Riskontrolle (Kreislaufmodell)
- Welche rentabilitätsbeeinflussenden Unsicherheitsfaktoren gibt es? PREISRISIKEN: Unsicherheitsfaktor: Produktpreis, Faktorpreis, Zinssatzänderungen MENGENRISIKEN: Unsicherheitsfaktor: Wetter, Schadensbefall, Krankheiten VERHALTENSRISIKEN: Unsicherheitsfaktor: Zahlungsmoral, Arrbeitsqualität, Nichteinhaltung von Abnahme/Liefervereinbarungen INSTITUTIONELLE UND TECHN. Risiken: Unsicherheitsfaktor: Änderung von Subventionen, Verboten u. Vorschriften; Technologieänderungen
- Nennen Sie außerbetriebliche Risikomanagementinstrumente Preisbezogen: - bilaterale Forwardgeschäfte - Warenterminbörse Mengenbezogen: - Schadensversicherungen - Indexversicherungen
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- Nennen und erläutern Sie Ansätze zur Berücksichtigung von Risiko! einfache Variantenrechnungen Sensitivitätsanalyse: zeigt an, in welchem Ausmaß sich eine Zielgröße c.p. durch Variation einzelner unsicherer Größen verändert Berechnung kritischer Werte: für einzelne wichtige unsichere größen, bei deren über-/unterschreiten Rentabilität gefährdet wird Erstellung konsistenter Szenarien: Worst-, Average-, bestcaseszenario mit dazugehörigen variationen an unsicheren Einflussgrößen komplexe Variantenechnung Risikoprofil: (historische Simulation) wird durch empirische zeitreihen rückblickend für betrachtete rentabilitätskriterien erstellt Risikoprofil (stochastische Simulation) wird durch simultane systematische Variation wichtiger Einflussgrößen mittels Zufahlszahlensimulator erstellt Verfahren inkl. berücksichtigung der individuellen Risikoeinstellung Risikozu-/abschläge: ad-hoc vorgenommen bei wichtigen Einflussgrößen Sicherheitsäquivalentverfahren: Berechnung sicherheitsäquivalenter Zahlungsströme unter Berüchsichtigung der subjektiven Risikoeinstellung des Entscheiders Risk-Adjusted-Discount-Rate-Verfahren: Berechnung risikoangepasster Zinssätze unter berücksichtigung der subjektiven Risikoeinstellung des Entscheiders