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Approbationsprüfung (Subject) / Klausurfragen (Lesson)

Gesammelte Fragen aus den früheren Klausuren

This lesson was created by pipolina.

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  • Welche der folgenden Aussagen treffen auf die verdeckte positive Verstärkung zu? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Als Zielverhalten kommen sowohl tatsächlich verdeckte als auch vorgestellte offene Verhaltensweisen in Frage. (B) Die Methode hat im Wesentlichen den Aufbau von Achtsamkeit zum Ziel. (C) Die Methode ist in ihrem Schwerpunkt den paradoxen Interventionen zuzuordnen. (D) Es handelt sich bei der verdeckten positiven Verstärkung um einen synonym zur Psychoedukation verwendeten Begriff. (E) Es handelt sich um eine Methode, welche kognitive Elemente beinhaltet. Richtig sind: (A) Als Zielverhalten kommen sowohl tatsächlich verdeckte als auch vorgestellte offene Verhaltensweisen in Frage.(E) Es handelt sich um eine Methode, welche kognitive Elemente beinhaltet.
  • Argelander unterscheidet in seiner Konzeption des psychoanalytischen Erstinterviews drei Gruppen von im Interview enthaltenen Informationen. Welche der folgenden sind dies? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Objektive Informationen: Sie können vom Patienten direkt berichtet oder durch den Therapeuten von ihm erfragen werden und sind prinzipiell überprüfbar. (B) Subjektive Informationen: Sie beziehen sich auf den Bedeutungsgehalt, den ein Patient den berichteten Daten verleiht. (C) Szenische Informationen: Sie beziehen sich auf das Erleben der aktuellen Situation, auf die sich zwischen Patient und Diagnostiker entwickelnde „Szene“. (D) Übertragungsinformationen: In ihnen spiegelt sich das Unbewusste des Patienten direkt wider. (E) Unbewusste Informationen: Sie werden zwischen Patient und Diagnostiker ausgetauscht und können durch Probedeutung ins Bewusstsein gehoben werden. Richtig sind: (A) Objektive Informationen: Sie können vom Patienten direkt berichtet oder durch den Therapeuten von ihm erfragen werden und sind prinzipiell überprüfbar.(B) Subjektive Informationen: Sie beziehen sich auf den Bedeutungsgehalt, den ein Pati-ent den berichteten Daten verleiht. (C) Szenische Informationen: Sie beziehen sich auf das Erleben der aktuellen Situation, auf die sich zwischen Patient und Diagnostiker entwickelnde „Szene“.
  • Das NEO Personality Inventory – Revised (NEO-PI-R) nach Costa und McCrae bietet die Möglichkeit, die Persönlichkeitsdimensionen des Big Five-Modells mit fünf Hauptskalen zu erfassen. Jeder der fünf Hauptskalen sind außerdem sechs Facetten zugeordnet, die den Inhalt der jeweiligen Hauptskala bzw. der damit gemessenen Persönlichkeitsdimensionen beschreiben. Welche der genannten Facetten ist dabei der Hauptskala bzw. der Persönlichkeitsdimension Extraversion zugeordnet? (A) Vertrauen (B) Ängstlichkeit (C) Offenheit für Ästhetik (D) Ordnungsliebe (E) Herzlichkeit Richtig ist: (E)  Herzlichkeit
  • Welche der nachfolgenden Aussagen über Posttraumtische Belastungsstörung trifft am ehesten zu? (A) Posttraumatische Belastungsstörungen werden nicht durch Handlung von Menschen ausgelöst. (B) Die überwiegende Mehrzahl (>75%) der von einem potentiell traumatisierenden Ereignis betroffenen Personen entwickelt eine Posttraumatische Belastungsstörung. (C) Posttraumatische Belastungsstörung werden gemäß der ICD-10 bei Kindern nicht diagnostiziert. (D) Das Erleben sexueller Gewalt birgt ein besonders hohes Erkrankungsrisiko. (E) Posttraumatische Belastungsstörung kommen häufiger bei Männern als bei Frauen vor. Richtig ist: (D)  Das Erleben sexueller Gewalt birgt ein besonders hohes Erkrankungsrisiko.
  • Bei welcher der folgenden Verhaltenstherapie-Methoden handelt es sich am ehesten um eine operante Methode der Konsequenzenkontrolle? (A) kognitive Umstrukturierung (B) Selbstinstruktion (C) Reizüberflutung (D) Exposition (E) Verhaltensverträge Richtig ist: (E)  Verhaltensverträge
  • Welche der nachfolgend dargestellten Beziehungen zwischen aufdringlichen Gedanken und Zwangshandlung trifft nach dem Modell von Salkovskis am ehesten zu? (A) Aufdringliche Gedanken sind ein unkonditionierter Stimulus für Zwangshandlungen. (B) Zwangshandlungen zielen darauf ab, das durch aufdringliche Gedanken verursachte Unbehagen zu reduzieren. (C) Zwangshandlungen stellen eine unkonditionierte Reaktion auf aufdringliche Gedanken dar. (D) Aufdringliche Gedanken sind die Folge von unkontrollierbaren Zwangshandlungen. (E) Aufdringliche Gedanken reduzieren das Unbehagen bei Zwangshandlungen. Richtig ist: (B)  Zwangshandlungen zielen darauf ab, das durch aufdringliche Gedanken       verursachte Unbehagen zu reduzieren.
  • Welcher der folgenden zählt am ehesten zu den unreifen Abwehrmechanismen (Einteilung von den unreifsten zu den reifsten Abwehrmechanismen z.B. nach Mentzos)? (A) Spaltung (B) Reaktionsbildung (C) Verschiebung (D) Rationalisierung (E) Verdrängung (im engeren Sinn) Richtig ist: (A)  Spaltung
  • Das heute noch einflussreiche psychosomatische, aus der psychoanalytischen Tradition stammende Konzept der Alexithymie (Schwierigkeit, Gefühl bei sich und anderen wahrzunehmen bzw. zu differenzieren), geht von der Grundannahme aus, dass eine grundlegende mentale Fähigkeit gestört oder mangelhaft ausprägt ist. Um welche mentale Fähigkeit handelt es sich dabei am ehesten? (A) Symbolisierungsfähigkeit (B) Objektkonstanz (C) Fähigkeit zu Realitätsprüfung (D) Abstraktionsfähigkeit (E) Fähigkeit zur Subjekt-Objekt-Differenzierung Richtig ist: (A)  Symbolisierungsfähigkeit
  • Es gibt verschiedene Erklärungsmodelle, die psychische Störungen und Erkrankungen zugrunde gelegt werden. Welche Bezeichnung des Erkrankungsmodelles ist am zutreffendsten, wenn bei einer ADHS-Diagnose eine Störung des Transmitterhaushaltes, wahrscheinlich unter Beteiligung des Transmitters Dopamin, angenommen und eine Behandlung mit Methylphenidat durchgeführt wird? (A) verhaltensmedizinisches Modell (B) psychoanalytisches Modell (C) soziologisches Modell (D) psychosoziales Modell (E) biologisches Modell Richtig ist: (E)  biologisches Modell
  • Mit welchem der nachfolgenden Verfahren kann man ehestens das Bindungsverhalten einer erwachsenen Person entsprechend denjenigen vier Bindungstypen kategorisiert werden, die bei Kindern mit dem Fremden-Situations-Test erfasst werden können? (A) Gießen-Test (GT) (B) Partnerschaftsfragebogen (PFB) (C) Symptom-Checkliste 90-R (SCL-90-R) (D) Adult Attachment Interview (AAI) (E) Adult Anxiety Interview Schedule (ADIS) Richtig ist: (D)  Adult Attachment Interview (AAI)
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  • Was bedeutet es am ehesten, wenn ein diagnostischer Test über eine gute Spezifität verfügt? (A) die Fähigkeit des Tests, nur spezifische und nicht globale Symptome (z.B. negative Affektivität) zu erfassen (B) gute ätiologische Validität des Test (C) die Fähigkeit des Tests, tatsächlich Gesunde als gesund zu identifizieren (D) die Fähigkeit des Tests, bei tatsächlich Erkrankten spezifisch die richtige Erkrankung zu identifizieren (E) die Fähigkeit des Tests, tatsächlich Kranke als krank zu erkennen Richtig ist: (C)  die Fähigkeit des Tests, tatsächlich Gesunde als gesund zu identifizieren
  • Die Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP) hat ein System und ein zugehöriges Manual zur Dokumentation psychiatrischer Befunde her-ausgeben. Welchem im AMDP-System beschriebenen Merkmal kann die folgenden Aussage eines Patienten am ehesten zugeordnet werden: „Ich bin nichts wert, ich tauge zu nichts. Ich bekomme nicht mal das Frühstück richtig hin“? (A) Verarmungsgefühle (B) Gehemmt (C) Schuldgefühl (D) Gedankeneingebung (E) Insuffizienzgefühle Richtig ist: (E)  Insuffizienzgefühle
  • Auf der Straße wird eine Person aufgefunden, die immer wieder das Gleiche sagt. Welches der folgenden Symptome wird hier am ehesten beschrieben? (A) Aphasie (B) Agnosie (C) Konfabulation (D) Korsakow-Syndrom (E) Perseveration Richtig ist: (E)  Perseveration
  • Die Qualität der therapeutischen Allianz (working alliance) wird häufig mit dem WAI (Working Alliance Inventory) untersucht, welche drei Aspekte der therapeutischen Allianz bzw. des Arbeitsbündnisses nach Bordin als Dimensionen erfasst. Welche drei Dimensionen misst der WAI? (A) Zuversicht, Zufriedenheit, Zugewandtheit (B) Offenheit, Vertrauen, Zufriedenheit (C) Vertrauen, Kompetenz, Bindung (D) Verantwortung, Vertrauen, Verbundenheit (E) Ziele, Prozess (Aufgaben), Bindung Richtig ist: (E)  Ziele, Prozess (Aufgaben), Bindung
  • Die Qualität der therapeutischen Allianz (working alliance) wird häufig mit dem WAI (Working Alliance Inventory) untersucht, welche drei Aspekte der therapeutischen Allianz bzw. des Arbeitsbündnisses nach Bordin als Dimensionen erfasst. Welche drei Dimensionen misst der WAI? (A) Zuversicht, Zufriedenheit, Zugewandtheit (B) Offenheit, Vertrauen, Zufriedenheit (C) Vertrauen, Kompetenz, Bindung (D) Verantwortung, Vertrauen, Verbundenheit (E) Ziele, Prozess (Aufgaben), Bindung Richtig ist: (E)  Ziele, Prozess (Aufgaben), Bindung
  • Das Kokainentzugssyndrom ist nach ICD-10 am ähnlichsten einem (A) Halluzinogenentzugssyndrom (B) Cannabisentzugssyndrom (C) Alkoholentzugssyndrom (D) Stimulanzienentzugssyndrom (E) Opioidententzugssyndrom Richtig ist: (D)  Stimulanzienentzugssyndrom
  • Was ist gemäß der ICD-10 ein Diagnosekriterium der posttraumatischen Belastungsstörung? Die Symptome (A) setzen in der Regel unmittelbar nach dem belastenden Ereignis ein (B) dauern zwischen einer und drei Wochen (C) setzen nicht vor 6 Monaten nach dem traumatischen Ereignis ein (D) dauern mindestens 6 Monate (E) treten in der Regel innerhalb von 6 Monaten nach dem traumatisierenden Ereignis auf Richtig ist: (E)  treten in der Regel innerhalb von 6 Monaten nach dem traumatisierenden       Ereignis auf
  • Nach gründlicher Untersuchung des Herrn B. sowie einer Fremdanamnese mithilfe der Ehefrau des Patienten ist Frau Dr. K. sicher, dass Herr B. unter dem sogenannten Korsakow-Syndrom leidet und es sich bei den von seiner Frau beschriebenen Symptomen um Konfabulation handelt. Welche der Nachstehenden Aussagen der Ehefrau wäre am ehesten ein Hinweis, dass sich bei den Patienten Konfabulationen zeigen? (A) Mein Mann hat in der letzten Zeit starke Schwierigkeiten, sich an Gesichter zu erinnern. Er scheint sie gar nicht erkennen zu können. (B) Mein Mann hat in der letzten Zeit unglaublich starke Probleme, sich sprachlich auszudrücken. Er scheint Schwierigkeiten zu haben, die richtigen Wörter zu finden. (C) Mein Mann kann seit einiger Zeit nichts Neues lernen. Auch beim Behalten und Wiedergeben hat er deutliche Schwierigkeiten. (D) Mein Mann kann sich an einiges nicht mehr erinnern und scheint dieses mit spontan erfundenen Gegebenheiten oder Berichten zu überspielen. (E) Mein Mann wiederholt sehr häufig Dinge, die er sagt, und scheint dann an einem bestimmten Gedanken hängenzubleiben. Richtig ist: (D)  Mein Mann kann sich an einiges nicht mehr erinnern und scheint dieses mit       spontan erfundenen Gegebenheiten oder Berichten zu überspielen.
  • Eine über längere Zeit bestehende Anorexia nervosa kann zum Teil irreversible somatische langzeitfolge haben. Welches der folgenden Krankheitsbilder ist am ehesten als ein typischer somatische Langzeitfolge der restriktiven Form der Anorexia nervosa zu bezeichnen? (A) Morbus Crohn (B) Colitis ulcerosa (C) Ulcus duodeni (Geschwür des Zwölffingerdarms) (D) Ösophaguskarzinom (Krebs der Speiseröhre) (E) Osteoporose (Reduktion der Knochensubstanz) Richtig ist: (E)  Osteoporose (Reduktion der Knochensubstanz)
  • In der ICD-10 gibt es bei der Anorexia nervosa (F50.0) die Möglichkeit, mit der fünften Stelle die Störung zu differenzieren (ICD-10 F50.00 vs. F50.01). Welche der folgenden Differenzierungen kann damit bei der Anorexia nervosa vorgenommen und gekennzeichnet werden? (A) Anorexie ohne vs. mit aktiven Maßnahmen zur Gewichtsabnahme (B) Anorexie ohne vs. mit endokriner Störung der Hypothalamus-Hypophysen Gonaden-Achse (bei Frauen manifestiert als Amenorrhoe, bei Männern als Interessenverlust an Sexualität und Potenzverlust) (C) Anorexie ohne vs. mit Körperschemastörung (D) Anorexie mit Beginn vor vs. nach der Pubertät (E) Anorexie mit schnellem Gewichtsverlust vs. Anorexie mit fehlender Gewichtszunahme bei Kindern Richtig ist: (A)  Anorexie ohne vs. mit aktiven Maßnahmen zur Gewichtsabnahme
  • Die 27-jährige Frau P. wird von ihrem Hausarzt zur Psychotherapie geschickt. Sie berichtet, dass sie mehrmals im Monat plötzlich und ohne erkennbaren Grund starkes Herzklopfen habe, verbunden mit Schwitzen, Erstickungsgefühlen und Beklemmungsgefühlen in der Brust. Da dies immer wieder auftrete, habe sie inzwischen Angst davor und mache sich Sorgen, dass sie vielleicht einen Herzinfarkt erleiden könne. Ihr Arzt habe viele Untersuchungen durchgeführt, aber keine körperliche Erkrankung feststellen können. Frau P. berichtet, dass diese Phänomene seit ca. einem halben Jahr stärker seien. Sie gehe seit dieser Zeit auch nicht mehr gerne unter Menschen. Seit dieser Zeit gebe es auch Spannungen in ihrer Beziehung mit ihrem Freund, mit dem sie seit der Schulzeit zusammen ist. Welche der folgenden Störungen liegt am ehesten vor? (A) Zwangsstörung (B) Somatisierungsstörung (C) Panikstörung (D) generalisierte Angststörung (E) soziale Phobie Richtig ist: (C)  Panikstörung
  • In den ersten probatorischen Sitzungen können Screeningfragen hilfreich sein, um vor einer weiteren spezifischen Diagnostik schnell und mit relativ hoher Sicherheit Hinweise auf einzelne psychische Störungen zu erhalten. Die Frage „Haben Sie jemals unter Gedanken gelitten, die unsinnig waren und immer wieder kamen, obwohl Sie es gar nicht wollten?“ dient gemäß Composite International Diagnostic Interview (CIDI) am ehesten als Screeningfrage für folgende Störung bzw. folgende Störungsbereich: (A) Panikstörung (B) posttraumatische Belastungsstörung (C) Bulimia nervosa (D) Zwangsstörung (E) somatoforme Störung Richtig ist: (D)  Zwangsstörung
  • Die Symptomatik bei Störung des Sozialverhaltens muss nach Maßgabe der ICD-10 mindestens sechs Monate bestehen. Nur für einige spezifische Symptome reicht ein einmaliges Auftreten aus, sofern die allgemeinen Kriterien für eine Störung des Sozialverhaltens erfüllt sind. Welches der genannten gehört zu diesen spezifischen Symptomen? (A) Einbruch in Gebäude (B) Schuleschwänzen (C) Stehlen von Wertgegenständen ohne Konfrontation mit den Opfern (D) Tierquälerei (E) Weglaufen von zu Hause über Nacht Richtig ist: (A)  Einbruch in Gebäude
  • Welche der folgenden Bereiche erfasst das „Multiaxiale Klassifikationsschema für psychische Störung des Kindes- und Jugendalter nach ICD-10 der WHO“ (MAS) in Form einer eigenen Achse? (A) Interaktionsverhalten (B) Intelligenzniveau (C) intrapsychische und psychosoziale Konflikte (D) Beziehungen (E) Struktur Richtig ist: (B)  Intelligenzniveau
  • Welches der folgenden Konzepte ist am ehesten als zentral und spezifisch für die Mehr-generation-Familientherapie nach Sperling und Sperling zu bezeichnen? (A) Kollusion (B) Parentifizierung (C) intrafamiliärer Wiederholungszwang (D) symptomneurotische und charakterneurotische Familie (E) bezogene Individuation Richtig ist: (C)  intrafamiliärer Wiederholungszwang
  • Welchem Bereich der Prävention ist das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden am ehesten zuzurechnen? (A) Gesundheitsbildung (B) Krisenintervention (C) Tertiärprävention (D) Verhaltensprävention (E) Verhältnisprävention Richtig ist: (E)  Verhältnisprävention
  • Die Leistungen und Hilfe zur gesetzlichen Rehabilitation/Leistung zur Teilhabe werden in Deutschland gemäß dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) von verschiedenen Trägern (Rehabilitationsträgern) erbracht. Welcher der folgenden gehört zu den Rehabilitationsträgern? (A) die Landesärztekammern (B) die Gesundheitsämter (C) die Johanniter Unfallhilfe (D) die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (E) der Gemeinsame Bundesausschuss Richtig ist: (D)  die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Welche der nachfolgenden Substanzen wird am ehesten mit der Zirbeldrüse und der Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus in Verbindung gebracht? (A) Corticotropin-Releasing-Hormon (B) Melatonin (C) Prolactin (D) Cortisol (E) Adrenalin Richtig ist: (B)  Melatonin
  • Es gibt eine Reihe von körperlichen Erkrankungen, die psychische Störungen zu Folge haben können. Welche der nachfolgenden körperlichen Erkrankungen kann am ehesten mit einem klinischen Bild einhergehen oder zu diesem führen, das dem einer Depression ähnlich ist? (A) Hyperakusis (B) Hypoglykämie (C) Hypertonie (D) Hypoxie (E) Hypothyreose Richtig ist: (E)  Hypothyreose
  • Durch welche der folgenden Veränderungen in einem Neurotransmitter-System sind viele der unerwünschten Wirkungen (Nebenwirkungen) von trizyklischen Antidepressiva am ehesten erklärbar? (1 Antwort!) (A) Hemmung des dopaminergen Systems (B) Steigerung des dopaminergen Systems (C) Steigerung des cholinergen Systems (D) Hemmung des cholinergen Systems (E) Hemmung des GABAergen Systems Richtig ist: (D)  Hemmung des cholinergen Systems
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  • Welche der folgenden Aussagen zur evidenzbasierten Behandlung bipolarer Störungen trifft am ehesten zu? (A) Es existieren mittlerweile mehrere Psychotherapieverfahren, deren Wirksamkeit mit hoher Evidenz belegt ist und die in der Monotherapie zu vergleichbaren Remissionsraten führen wie die Pharmakotherapie der bipolaren Störungen. (B) Die Wirkung der pharmakologischen Therapie der bipolaren Störung ist überwiegend auf Placeboeffekte zurückzuführen. (C) In der Akut- und Erhaltungstherapie der bipolaren Störung ist die medikamentöse Behandlung unverzichtbar. Psychotherapie kann adjuvant erfolgreich eingesetzt werden. (D) Hinsichtlich der Phasen-/Rezidivprophylaxe hat sich die psychotherapeutische Behandlung der pharmakologischen Therapie gegenüber als überlegen erwiesen. (E) Eine zur pharmakologischen Behandlung adjuvante Psychotherapie bringt keinen substanziellen Zusatzeffekt in der Phasen-/Rezidivprophylaxe bei bipolaren Störungen. Richtig ist:(C) In der Akut- und Erhaltungstherapie der bipolaren Störung ist die medikamentöse Behandlung unverzichtbar. Psychotherapie kann adjuvant erfolgreich eingesetzt werden.
  • Herr K. leidet unter einer schweren depressiven Episode. Eine Maßnahme des stationären Behandlungskonzeptes besteht darin, dass sein Bett ihm tagsüber als Rückzugort unzugänglich gemacht wird. Um welche der folgenden verhaltenstherapeutischen Methoden handelt es sich hierbei am ehesten? (A) Kontingenzmanagement (B) negative Verstärkung (C) Selbstverstärkungstechnik (D) Stimuluskontrolle (E) Zielerreichungsskalierung Richtig ist: (D)  Stimuluskontrolle
  • Ein Patient macht sich erhebliche Selbstvorwürfe wegen seiner Prüfungsangst und findet es „krankhaft“, dass er vor wichtigen Prüfungen wenig Appetit hat. Welche der folgenden therapeutischen Reaktionen wäre im Sinne der verhaltenstherapeutischen, sokratischen Gesprächsführung am ehesten als Entpathologisieren zu bezeichnen? (A) „Ist es nicht verständlich und normal, dass Sie besonders aufgeregt sind, wenn für Sie von dieser Prüfung viel abhängt?“ (B) „Krankhaft ist der falsche Ausdruck!“ (C) „Wenig Appetit zu haben, ist doch gesund! Sie sollten das auf keinen Fall als ein Zeichen von Krankheit ansehen!“ (D) „Könnte es sein, dass Ihre Selbstvorwürfe das Problem sind und nicht so sehr Ihre Prüfungsangst?“ (E) „Ihre Selbstvorwürfe können Ihnen helfen, sich in Zukunft besser vorzubereiten. Können Sie Ihre positive Funktion nachvollziehen?“ Richtig ist: (A)  „Ist es nicht verständlich und normal, dass Sie besonders aufgeregt sind, wenn       für Sie von dieser Prüfung viel abhängt?“
  • Welche der folgenden Kennzeichnungen trifft auf das Konfrontationsverfahren der sog. Implosionstherapie am ehesten zu? (A) graduiert und real (in vivo) (B) graduiert und imaginativ (in sensu) (C) massiert und real (in vivo) (D) massiert und imaginativ (in sensu) (E) imaginative Übersteigerung während einer realen Situation Richtig ist: (D)  massiert und imaginativ (in sensu)
  • Übertragung und Gegenübertragung sind grundlegende Konzepte in der analytischen und tiefenpsychologischen Psychotherapie. Was wird (nach Burchartz) am ehesten mit dem Begriff der konkordanten Gegenübertragung bezeichnet? (A) Alle Empfindungen und Reaktionen im Therapeuten, die durch das Übertragungsangebot des Patienten hervorgerufen, aber vom Therapeuten nicht bewusst wahrgenommen werden, sondern unbewusst auf die Therapeuten Patient-Beziehung wirken, werden als konkordante Gegenübertragung bezeichnet. (B) Mit konkordanter Gegenübertragung wird bezeichnet, wenn im Therapeuten die Gefühle spürbar werden, die nach der Wahrnehmung des Patienten in seinem Gegenüber vorkommen bzw. die er früher bei seinen Eltern als Gegenüber erlebt hat. (C) In der konkordanten Gegenübertragung tauchen im Therapeuten die Gefühle auf, die auch der Patient erlebt. Er ist quasi mit einem Aspekt der Persönlichkeit des Patienten identifiziert. (D) Mit konkordanter Gegenübertragung ist die analysierte und mit dem Übertragungsangebot des Patienten in Verbindung gebrachte Gegenübertragung gemeint, die für den therapeutischen Prozess nutzbar gemacht wird. Richtig ist: (C)  In der konkordanten Gegenübertragung tauchen im Therapeuten die Gefühle auf,       die auch der Patient erlebt. Er ist quasi mit einem Aspekt der Persönlichkeit des       Patienten identifiziert.
  • Was wird in der Gesprächspsychotherapie nach Rogers am ehesten unter der Aktualisierungstendenz verstanden? (A) Die Tendenz, in der Übertragungssituation frühere Objektbeziehungserfahrungen zu wiederholen. (B) Die dem Organismus innewohnende Tendenz, alle seine Möglichkeiten in einer Art und Weise zu entwickeln, dass sie den Organismus als Ganzen erhalten und fordern. (C) Die Aktualisierung des unbewussten Grundkonfliktes in den aktuellen Beziehungen außerhalb der Therapie. (D) Die Aktualisierung von Angst in bestimmten, angstauslösenden Situationen, die durch Konfrontation und Reaktionsverhinderung gelöscht werden kann. (E) Das Sichtbarwerden von verdichteten Interaktion rund um Themen, die in einem System zum Problem geworden sind, so dass ihnen ein Störungswert zugeschrieben wird. Richtig ist: (B)  Die dem Organismus innewohnende Tendenz, alle seine Möglichkeiten in einer       Art und Weise zu entwickeln, dass sie den Organismus als Ganzen erhalten und       fordern.
  • Ein Jahr nach einem schweren Autounfall mit mehrwöchiger Bewusstlosigkeit und ärztlicher Diagnose eines schweren Schädelhirntraumas kommt ein Patient zur neuropsychologischen Diagnostik. Es wird u. a. festgestellt, dass der Patient bestimmte Gegenstände zwar beschreiben kann, aber nicht in der Lage ist, sie visuell zu erkennen und dabei zu benennen, obwohl seine Sinnesorgane (Augen) intakt sind. Wie nennt man dieses Symptom am zutreffendsten? (A) Agnosie (B) Amnesie (C) Konfabulation (D) motorische Aphasie (E) Perseveration Richtig ist: (A)  Agnosie
  • Welche der folgenden Aussagen zu den Einflussgrößen auf die Effektstärke (ES) Cohen d trifft am ehesten zu? (A) Je mehr Vergleichsgruppen gewählt werden, desto höher ist die ES. (B) Je größer die untersuchte Stichprobe, desto höher ist die ES. (C) Niedrigere Mittelwerte in den verglichenen Gruppen bei der Postmessung sorgen für eine geringere ES. (D) Je homogener die Behandlungsgruppe bezüglich des Effektmaßes ist, desto höher fällt die ES aus. (E) Je kürzer der Katamnesezeitraum ist, desto geringer fällt ES aus. Richtig ist: (D)  Je homogener die Behandlungsgruppe bezüglich des Effektmaßes ist, desto       höher fällt die ES aus.
  • In welchem der folgenden Gesetze oder Regelwerke ist die rechtliche Verpflichtung zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung erbrachte Leistung, auch in der ambulanten Versorgung, festgelegt? (A) Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) (B) Musterfortbildungsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer (C) Psychotherapeutengesetz (PsychThG) (D) Psychotherapie-Richtlinie (E) Psychotherapie-Vereinbarungen Richtig ist: (A)  Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V)
  • Qualitätsmanagement ist verbindlicher Bestandteil in der Richtlinienpsychotherapie. Dabei kann die Unterscheidung in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nach Donabedian auf die psychotherapeutische Versorgung angewendet werden. Welcher der folgenden Maßnahmen gehört demnach am ehesten in den Bereich der Strukturqualität? (A) Der Therapeut beobachtet während der Behandlungsphase die Passung von Patienten und Therapeut, welche ggf. eine neue Behandlungsplanung erfordert. (B) Gemeinsam mit dem Patienten bewertet der Therapeut am Ende der Therapie den Erfolg der Therapie sowie die Patientenzufriedenheit. (C) Auf der Basis der diagnostischen Ergebnisse erstellt der Therapeut einen Behandlungsplan. (D) Der Therapeut dokumentiert den situativen, biografischen und psychodynamischen Befund des Patienten. (E) In der psychotherapeutischen Praxis liegen im Wartebereich Informationsbroschüren über das angebotenen Therapieverfahren aus. Richtig ist: (E)  In der psychotherapeutischen Praxis liegen im Wartebereich       Informationsbroschüren über das angebotenen Therapieverfahren aus.
  • Strafgesetzbuch (StGB) und Strafprozessordnung (StOP) regeln die „Verletzung von Privatgeheimnissen“ (auch: Schweigepflicht, Verpflichtung zur Verschwiegenheit; § 203 StGB) bzw. die „Verweigerung des Zeugnisses“ (auch: Zeugnisverweigerungsrecht; § 53 StOP) von Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten. Welche Aussage zur Schweigepflicht bzw. zum Zeugnisverweigerungsrecht trifft demnach am ehesten zu? (A) Für die Verletzung der Schweigepflicht kann eine Freiheitsstrafe von bis zu 4 Jahren verhängt werden. (B) Psychotherapeuten haben im Strafprozess ein Zeugnisverweigerungsrecht, soweit sie nicht von ihrer Schweigepflicht entbunden sind. (C) Eine Verletzung der Schweigepflicht ist dann gerechtfertigt, wenn der Patient/die Patientin in der Vergangenheit Straftaten begangen hat. (D) Verstöße gegen die Schweigepflicht können strafrechtlich, jedoch nicht zivilrechtlich geltend gemacht werden. (E) Verstöße gegen die Schweigepflicht können zivilrechtlich, jedoch nicht strafrechtlich geltend gemacht werden. Richtig ist: (B)  Psychotherapeuten haben im Strafprozess ein Zeugnisverweigerungsrecht,       soweit sie nicht von ihrer Schweigepflicht entbunden sind.
  • Ein Maurer stürzt bei einer gesetzlich versicherten Berufstätigkeit vom Gerüst und zieht sich schwere körperliche Verletzungen zu. Zudem leidet er in der Folge des Unfalls an einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie an einer Höhenphobie, für welche er eine psychotherapeutische Behandlung aufsucht. Wer kommt am ehesten für die Übernahme der Kosten für die psychotherapeutische Be-handlung in Frage? (A) die private Haftpflichtversicherung (B) die gesetzliche Rentenversicherung (C) die gesetzliche Krankenversicherung (D) der Arbeitgeber (E) die gesetzliche Unfallversicherung Richtig ist: (E)  die gesetzliche Unfallversicherung
  • Welche Komponente ist im Kommunikationsmodell der vier Ebenen nach Schulz von Thun nicht vorhanden? (A) Appell (B) Beziehungsbotschaft (C) Sachbotschaft (Sachinhalt) (D) Selbstkundgabe (Selbstoffenbarung) (E) Verleugnung Richtig ist: (E)  Verleugnung
  • Körperlich und/oder psychische Erschöpfung kann ein Symptom psychischer Störung sein. Bei welchem der folgenden Störungsbilder ist Erschöpfung, Müdigkeit oder erhöhter Energieverlust kein Symptom nach ICD-10? (A) rezidivierende depressive Störung (B) depressive Episode (C) Neurasthenie (D) Dysthymia (E) dissoziative Fugue Richtig ist: (E)  dissoziative Fugue
  • Das zyklisch-maladaptive Muster (nach Strupp & Binder) ist ein Modell des Zusammenhangs zwischen innerpsychische Komponenten und interpersonellem Verhalten. Welche der folgenden Komponenten gehört nicht zu diesem Modell? (A) Abwehr (B) Introjekt (C) Verhalten des Patienten (D) Erwartung an andere (E) Verhalten der anderen Richtig ist: (A)  Abwehr
  • Welches der nachfolgenden Symptome ist für die Alzheimer-Demenz am wenigsten kennzeichnend? (A) Amnesie (B) Sopor (C) Agnosie (D) Apraxie (E) Aphasie Richtig ist: (B)  Sopor
  • Welche der nachfolgenden Substanzgruppen wird am ehesten nicht zu Behandlung von Depressionen eingesetzt? (A) Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (B) Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahmehemmer (C) Barbiturate (D) Monoaminoxidase-Hemmer (E) Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Richtig ist: (C)  Barbiturate
  • Welches der folgenden Prinzipien zählt nicht zu den vier Prinzipien im Modell der Medizinethik nach Beauchamp und Childress? (A) Nichtschädigung (B) Gleichheit (C) Respekt der Autonomie (D) Nützlichkeit (E) Fürsorge Richtig ist: (D)  Nützlichkeit
  • Es gibt eine Reihe biologischer Funktionen, Befindlichkeiten und Verhaltensweisen, die regelhaften Schwankungen in einer 24-Stunden-Periodik infolge exogener Zeitgeber (z. B. Hell-Dunkel-Wechsel, soziale Faktoren) und der endogenen biologischen Periodik unterliegen. Dazu werden z. B. die Körpertemperatur, die Vigilanz und Affekte gezählt. Wie bezeichnet man diese regelhaften Schwankungen in der 24-Stunden-Peri¬ode? Circadianer Rhythmus
  • Bei somatoformen Störungen wird nach Barsky et al. ein Vorgang beschrieben, der durch verstärkte und selektive Aufmerksamkeit für körpereigene Vorgänge und Dysfunktionen und deren Wahrnehmung sowie deren katastrophisierende Bewertung gekennzeichnet ist, wodurch es zu einer Intensivierung von Beschwerden kommen kann. Welcher Begriff wurde von Barsky et al. für diesen Vorgang verwendet? somatosensorische Verstärkung