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Rohstoffe und Recycling I (Subject) / LVP (Lesson)

LVP

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  • 1) Skizzieren Sie qualitativ den Verpackungsverbrauch (Gesamtmengen) in Deutschland seit 1991 und erläutern Sie den Verlauf der Kurve. Zeichnung 1991: mit Einführung des gelben Sacks erst einmal fallende Menge bis 1996/97bis 2000 steigt die Kurve wieder an2003: Wettbewerbsöffnung: Umlizensierungen - Scherung zwischen den Kurven2005: Einbruch nochmal bei Dosenpfand
  • 2) Während der Verpackungsverbrauch der privaten Endverbraucher in Deutschland weiter sinkt bzw. sich auf einem stabilen Niveau eingependelt hat, steigt der gesamte Verpackungsverbrauch weiter an. Wie erklären Sie diese Entwicklung? Wettbewerbsöffnung: Umlizensierungen
  • 3) Erläutern Sie, wie die Dualen Systeme in Deutschland ihre Verwertungsquoten berechnen. Warum können die Quoten nach dieser Berechnung einen Wert von 100 % überschreiten? 12) Wieso können die Dualen Systeme Verwertungsquoten von > 100 % ausweisen? (2 Fragen gleiche antwort) - ermittelte DSQuote=(erfasste Verpackungen)/(lizensierte Verpackungsmenge) - Ganz viele Verpackungen umlizensiert, z.B. DM
  • 4) Die Verpackungsverordnung unterscheidet in Anhang IV verschiedene Stoffgruppen, die als mögliche Verpackungsmaterialien definiert werden. Nennen Sie diese Stoffgruppen. Welche Besonderheit ergibt sich bei der Stoffgruppe PPK (Papier, Pappe, Karton)? Metalle: Weißblech, Aluminium Reine Stoffgruppen: Kunststoffe, Papier und Pappe, Weißblech, AluminiumHolz, Kork (Holzmaterialien), Textilien, Glas Verbundstoffe Besonderheiten PPK: zwei Entsorgungsträger - Verpackung: privat, fällt unter Entsorgungspflicht des DSD - Druckerzeugnisse: öffentlich-rechtliche Entsorgung
  • 5) Betrachtet man in der folgenden Abbildung die Mengenentwicklung in den verschiedenen Stoffgruppen, lässt sich eine deutlich unterschiedliche Entwicklung bei den Stoffgruppen Glas und Kunststoff erkennen. Begründen Sie die unterschiedliche Mengenentwicklung bei Glas- und Kunststoffverpackungen. Wie haben sich die Mengen für diese beiden Stoffgruppen in kg/(E*a) zwischen den Jahren 1991 und 2008 entwickelt? Worauf führen Sie diese Entwicklung zurück? Glas:Verbrauchsrückgang von 57,97 auf 34,5 kg/(E*a) Kunststoff: Verbrauch von 22,7 auf 33,7 kg/(E*a) gestiegen. Die PET-Flasche (Polyethylenterephtalat = ein Kunststoff) hat aufgrund ihrer günstigeren Rohstoffkosten und ihres geringeren Gewichtes die Glasflasche immer weiter vom Markt verdrängt. Glasflaschen wurden immer dünner, um mit der PET mithalten zu können. bis 1997: Gesamtgewicht sinkt trotz hoher Stückzahl ab 1997: Gesamtgewicht nimmt zu trotz Verringerung des Gewichts einzelner Verpackungen(aufgrund schneller Substitutionserfolg)
  • 6) In welche Verpackungstypen wird die Ressource LVP unterteilt und wo fallen die einzelnen Verpackungstypen an? 1) Umverpackungen: Handel 2)Transportverpackungen: Handel:gewerbliche Erzeuger begrenzte Anzahl Verkaufsstellen begrenzte Anzahl Stoffgruppen (PPK, Holz, Schrumpf-Folien) 3) Verkaufsverpackungen: Haushalte, Arbeitsplätze, in Gaststätten…private Erzeuger große Anzahl Anfallstellen große Anzahl Stoffgruppen
  • 7) Erläutern Sie die Hauptunterschiede zwischen LVP, die im Gewerbe und in den Haushalten anfallen und erfasst werden. gewerblich: große spezifische Mengen pro Zeit und Anfallstelle, Mono-Sammlung Haushalte: kleine spezifische Mengen pro Einwohner und Jahr, gemischte Sammlung
  • 8) Erläutern Sie die Begriffe „systemkonform“ und „systemfremd“ in Bezug auf den Abfallstrom LVP anhand von Beispielen. - systemkonforme Materialien: lizensierte Verpackungen, sonstige Verpackungen       z.B. FE: Weißblechdosen - systemfremde Materialien:  stoffgleiche Nichtverpackungen, „intelligente Fehlwürfe“       z.B. FE: Werkzeug (keine Verpackung!)
  • 9) Was sind die Hauptbestandteile an LVP in der „gelben Tonne“? Welche Verpackungsabfälle werden separat erfasst?8 LVP:KunststoffePapier und Pappe (getrennt)WeißblechAluminiumHolz, Kork (Holzmaterialien)TextilienGlas (getrennt)Verbundstoffe
  • 10) Vergleicht man den mengenmäßigen Gesamtanfall an LVP und die Mengen an Verkaufsverpackungen, kann man in einigen Stoffgruppen deutliche Unterschiede erkennen. Erläutern Sie, warum der Gesamtanfall an Papier mit 83,6 kg/(E*a) deutlich über den 27,3 kg/(E*a) an Verkaufsverpackungen liegt. Papier ist besonders hoch, da etwa doppelt so viele Umverpackungen und Transportverpackungen wie Verkaufsverpackungen aus Papier anfallen.
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  • 11) Womit lässt sich der Rückgang an lizenzierten Verkaufsverpackungen begründen? §Wettbewerbsöffnung 2003         ⇒ Umlizensierungen
  • 13) Erläutern Sie anhand des gegebenen Beispiels eines Tablettenblisters das Prinzip der Lizenzentgelte. Wie erfolgt bei diesem Prinzip zur Ermittlung von Lizenzentgelten der Wettbewerb zwischen den Dualen Systemen? Für jedes Material wird ein Preis in ct als Massenentgelt gezahlt.Warengruppenbezogene Kürzungen ermöglichen den Wettbewerb, können frei ausgehandelt werden.
  • 14) Die Verpackungsverordnung fordert einen Nachweis von Quoten für verschiedene Stoffgruppen. Warum ist der Nachweis besonders für die Stoffgruppe „Kunststoffe inkl. Verbunde“ schwierig zu führen? Nennen Sie Beispiele für Verbundverpackungen der Klassen Papier- und Pappe-Verbunde, Kunststoffverbunde und Glas-Verbunde. Verbunde fallen an sehr vielen verschiedenen Stellen an.Der Betreibende des Monitorings muss zu diesen Stellen rennen und die Verbunde einsammeln, um die Quoten zu ermitteln Beispiele: Papier- und Pappe-Verbund / Kunststoff: Tetra Paks Kunststoff-Verbund / Aluminium: Kaffeeverpackung mit Al- Innenbeschichtung Glas-Verbund / Kunststoff: manche Flakons, Pharmaverpackungen
  • 15) Wie erfolgt der Nachweis der Verwertung für Verbundverpackungen? Verbunde fallen an sehr vielen verschiedenen Stellen an. Der Betreibende des Monitorings muss zu diesen Stellen rennen und die Verbunde einsammeln, um die Quote zu ermitteln.
  • 16) Wie ist die Einstellung der LVP-Verwerter gegenüber systemfremden Materialien? Warum? - für LVP-Sortierer positiv: höhere Auslastung durch StNVP, mehr Gewinn        (da sie systemfremde Materialien selbst vermarkten dürfen)
  • 17) Wie heißt das Dokument, in dem die technischen Anforderungen an die Stoffgruppen in der LVP-Verwertung festgehalten werden? DSD-Produktspezifikationen
  • 18) Welche Kriterien sind die Hauptbestandteile der DSD-Produktspezifikationen?4 A: Spezifikation / BeschreibungB: ReinheitC: StörstoffeD: Lieferform
  • 19) An wen richten sich die Produktspezifikationen? Produktspezifikationen sind Forderungen der Dualen Systeme an die Dienstleister „Sortierer“ (Auf-bereiter).
  • 20) Der wirtschaftliche Erfolg von Sortieranlagen hängt vom Wertstoffausbringen, der Reinheit der Produkte und den Durchsätzen der Anlagen ab. Bei der Sortierung entstehen dabei verschiedene Produkte, davon einige mit negativem Erlös. Nennen Sie die Produkte mit negativem Erlös und stellen Sie diesen diejenigen mit einem positiven Erlös gegenüber. Produkte mit positivem Erlös:FolienkunststoffeKunststoffflaschenWeißblechAluminiumKartonverpackungen Produkte mit negativem Erlös:MischkunststoffeEBS-FraktionSortierreste
  • 21) Wie werden LVP-Sammlung und -Verwertung organisiert? Welche Besonderheit besteht bei der LVP-Verwertung? Organisation der LVP-Sammlung:Ausschreibung der Sammlung:- 450 Sammelgebiete (öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger)- jährlich ca. 1/3 der Sammelgebiete- für jeweils 3 JahreSystembeteiligte:- alle kommunalen und privatwirtschaftlichen Entsorger Organisation der LVP-Sortierung:Ausschreibung der Sortierdienstleistung:- 450 Sammelgebiete- jährlich ca. 1/3 der Sammelgebiete- für jeweils 3 Jahre- Transportentfernung wird als Wertungskriterium einbezogen      ⇒ wirtschaftlichstes Ergebnis wird gewählt Systembeteiligte:- 150 Sortieranlagen in Deutschland (fast vollständig privatwirtschaftlich betrieben)- Gesamtkapazität: 3,5 Mt/a (Erfassung: 2,25 Mt/a)- tatsächliche Anlagennutzung: 100, allerdings: 90% der erfassten Menge in 50 Anlagen sortiert!
  • 22) Welche politische Maßnahme soll durchgesetzt werden, um die Auslastung der LVP-Sortieranlagen in Deutschland zu erhöhen? Ausweitung des Systems gelber Sack / gelbe Tonne zur Wertstofftonne!
  • 23) Welche Interessengruppen unterstützen die Ausweitung des Systems und warum? (System=gelber Sack / gelbe Tonne zur Wertstofftonne) Lizenzzahler, die nicht einsehen, für Mengen zu bezahlen, die ohne Lizenzbetrag ins System kommen Systembetreiber (Duale Systeme), die mit finanzieller Beteiligung Dritter ihre Lizenzentgelte senken könnten Kommunale Sammler, die Transportaufgaben langfristig ohne Ausschreibung in ihre Betriebe holen möchten Sortieranlagenbetreiber, die freie Kapazitäten vermarkten möchten
  • 24) Welche zusätzlichen Stoffgruppen sollen in der „Wertstofftonne“ erfasst werden?6o7 StNVP (= stoffgleiche Nichtverpackungen)- Kunststoffe- Metalle NstNVP (= nichtstoffgleiche Nichtverpackungen)- Gummi- Holz- Alttextilien- Batterien - PPK- (Elektrokleingeräte)
  • 25) Wie hoch wird die Mengensteigerung eingeschätzt, die sich durch die Einführung einer Wertstofftonne ergeben kann? Woraus setzt sich die Mengensteigerung zusammen? Ist diese Einschätzung realistisch? prognostizierte Mengensteigerung: +6kg/(E*a) Komponenten der Mengensteigerung:- stoffgleiche und nichtstoffgleiche Nichtverpackungen- Verpackungen Beurteilung der Prognose:unrealistisch, Begründung:- 1 Gebiet von 450 untersucht (nicht repräsentativ)- fraglich ob Änderungen im Wegwerfverhalten (intelligente Fehlwürfe bereits jetzt)