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Biopsychologie 16 17 (Subject) / Nahrungsaufnahme (Lesson)

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  • Warum müssen wir essen? Weil unser Körper das braucht? (Energie; Baustoffe, Vitamine, Mineralien)Aus sich heraus? (Vergnügen, Zwang)
  • Physische Energie Kalorie: physikalischer Brennwert, kcalGrundumsatz: kcal/Tag ca. 33% für Verdauung und Ausscheidungca. 53% für basalen Metabolismus (Temperatur, Membranpotentiale…)ca. 12% für Aktivität individuell unterschiedlich veränderlich abhängig von Faktoren wie Art und Grad körperlicher Aktivität oder Nahrungsmangel
  • Nährstoffe Was müssen wir zu            Energieformen                                                Speicherformen desuns nehmen?                     des Körpers:                                                    Körpers: Fette                       -->       Fette                           gespeichert als-->           FetteAminosäuren         -->      Aminosäuren              gespeichert als-->          ProteineKohlenhydrate       -->      Glucose                      gespeichert als-->          GlykogenVitamineMinerale
  • Speicherformen der Energie im Körper Kurzzeitspeicher (schneller Speicher):LeberzellenKohlenhydrateGlykogen (in Muskulatur und Leber – 0,5%) Langzeitspeicher:Fette ( 85% der Speicherungsform ist Fett ) Speicherungsform der Fette: TriglycerideTriglyceride Grund: Ein Gramm Fett speichert fast doppelt soviel Energie, wie GlykogenMuskelzellen: proteine (14,5%) (dieser Speicher wird erst relativ spät angegriffen, auch gut so)
  • Absorption Absorption von Nährstoffen Beispiel Kohlenhydrate (Glucose) und Proteine Rolle von Blutkreislauf und Leber (in Leber kann gespeichert und umgewandelt werden)
  • Verdauung =der gastrointestinlae Vorgang der Umwandlung (Aufspaltung) von Nahrung und der Aufnahme (Absorption) ihrer Bestandteile in den KörperDas gastro-intestale System (Magen-Darm-Trakt, Gastrointestaltrakt) Speicheldrüsen Oseophagus (Speiseröhre) Magen („Speicherreservoir“, Zerkleinerung und Aufspaltung der Teile) Leber Sphincter (Schließmuskel des Magens) Gallenblase Pankreas (Bauchspeicheldrüse) Duodenum (Zwölffingerdarm, oberer Teil des Darms, Großteil der Absorption) Dickdarm Dünndarm Anus
  • Appetitive Phase auch praparatorische oder cephalische Phase wird durch den Anblick, den Geruch oder die Erwartung von Nahrung eingeleitetHoher Insulinspiegel, niedriger Glukagonspiegel, heranführend, möchte Nahrung zu sich nehmen
  • Absorptive Phase auch: digestive Phase Nährstoffe aus einer Mahlzeit decken den unmittelbaren Energiebedarf des Körpers, wobei der Überschuss gespeichert wird Hoher Insulinspiegel, niedriger Glukagonspiegel Rolle des vegetativen Nervensystems Überfluss, Speicherung
  • Fastenphase auch: postabsorptive oder interdigestive Phase Mangel, Zugriff auf Speicher Energie wird aus den Speichern freigesetzt, um den unmittelbaren Energiebedarf des Körpers zu decken Hoher Glukagonspiegel, niedriger Insulinspiegel
  • Hoher Insulinspiegel Fördert:Nutzung von Blutzucker (Glucose) als EnergiequelleDie Umwandlung von überschüssiger Glucose iin Glykogen und FettDie Umwandlung von Aminosäuren in ProteineSpeicherung von Glykogen in der Leber und den Muskeln, von Fett im Fettgewebe und von Eiweiß in den Muskeln Hemmt:die Umwandlung von Glykogen, Fett und Eiweiß in direkt nutzbare Energie (Glukose, freie Fettsäuren und Ketone)
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  • Insulin Das Peptidhormon Insulin reguliert die Aufnahme von Glucose in Körperzellen. Es wirkt blutzuckersenkend und spielt eine wesentliche Rolle bei der Therapie des Diabetes mellitus. Insulin ist der natürliche Gegenspieler des Hormons Glucagon. Der Name Insulin kommt von den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die das Insulin bilden. Wandelt Glucose in Speicherform um (Glykogen)fördert Aufnahme vin Glucose in Zielzellenfördert Umwandlung von Nährstoffen in speicherbare Formenfördert Speicherung von Glykogen in Leber und Muskel
  • Glukagon wandelt Speicherform in Energieform (Glucose) umGlucagon ist ein Peptidhormon, das in den A-Zellen der Langerhans'schen Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse, sowie in kleineren Mengen im ZNS gebildet wird. Es wirkt als Antagonist des Hormons Insulin. Fördert Umwandlung von Fetten in freie Fettsäuren und die Nutzung dieser als Energiequelledie Umwandlung von Glykogen in Glukose, Freien Fettsäuren in Ketone und Proteinen in Glukose Hemmt:Nutzung von Glukose durch Körper, aber nicht durch GehirnSpeicherung von Fett in Fettgewebe
  • Glykogen Speicherungsform von Glucose (Muskeln und Leber)
  • Sollwert sich selbst regulierendes System, das die Diskrepanz zwischen einem Ist- und einem angestrebten Sollzustand verringert• Sollwertmechanismus (set-point, Vorgabe)• Fühlermechanismus (Detektor)• Korrekturmechanismus (Effektor)
  • negative Rückkopplung (negative Feedback) - je mehr, desto weniger - je weniger, desto mehr  Negative Rückkopplung kommt oft bei Regelkreisen vor, es ist oft ein Modell für konstant zu haltende Größen.  --> Homöostase
  • Homöostase bezeichnet die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes eines offenen dynamischen Systems durch einen internen regelnden Prozess. Sie ist damit ein Spezialfall der Selbstregulation von Systemen.
  • Glucostatischer Ansatz Blutzucker als Sollwertgröße• Blutzucker niedrig: Hunger, Blutzucker normal: Sättigung Blutzucker: Kurzzeitregulation
  • Lipostatischer Ansatz Körperfett als Sollwertgröße• Körperfett niedrig: Hunger, Körperfett normal: Sättigung Körperfett: Langzeitregulation
  • Anreiztheorie (positive incentive) • wir werden nicht durch Energiedefizite zum Essen veranlasst• sondern durch Antizipation seiner positiven Konsequenzen• Essen und damit assoziierte Stimuli haben positiven Anreizwert(besonders im Fall energiehaltiger Nahrung) Anreizwert ist keine Konstante, sondern veränderlich!
  • Bezugspunktmodell Körpergewicht schwankt um einen natürlichen Gleichgewichtspunkt• Niveau, bei dem die verschiedene Einflussfaktoren im Gleichgewicht sind homöostatische Regulation ohne festen Sollwert Körpergewicht bleibt so lange stabil, wie es keine langfristigen Veränderungen gibt, die es beeinflussen treten Veränderungen auf, werden Auswirkungen durch negativesFeedback-System begrenzt• aber nicht auf früheren Zustand zurückgeführt leaky-barrel model (Pinel)• bessere Vereinbarkeit mit Realität als im Fall von Sollwertmodellen   • z.B. Diät
  • Sensorisch-spezifische Sättigung Sensorik (Augen, Nase, Zunge, Schlund)  Aussehen, Duft, Geschmack, Textur, Temperatur• Beispiel Geschmack:   • süß, fett, salzig (vs. bitter), indizieren Nahrhaftigkeit Vielfalt, Appetizer-Effekte• sensorisch-spezifische Sättigung versus Cafeteria-Kos   • höherer Konsum bei größerer Vielfalt unterschiedliche Mächtigkeit einzelner Faktore• süß vs. vitaminhaltig
  • Erlernte Geschmacksaversion, -präferenz Rolle der (Ess-)Kultur• individuelles Lernen• erlernte Geschmackaversion (abneigung) bzw. –präferenz• Geschmäcker präferieren, denen Kalorien folgen• Geschmäcker vermeiden, denen Krankheit folgt• Klassisch konditionierter Hunger• Anreize, Tageszeiten• Periodizität von Mahlzeiten bei freierNahrungsverfügbarkeit• Hungergefühle treten (gelernt) kurz vor Mahlzeitauf• Kognition (labelling von Eiscreme -> Name scheint Geschmackserwartung + -empfindung verändern)
  • anorexigen Sättigungsmoleküle (CCK, Insulin, Leptin) "den Appetit hemmend".
  • orexigen Hungermoleküle (Ghrelin) "den Appetit steigernd".
  • CCK (Cholecystokinin) • freigesetzt vom Dünndarm, Sättigung• Hormon, Neurotransmitter/-modulator• Dosis-Wirkungsbeziehung
  • Ghrelin Magen, Hunger
  • Leptin kommt aus den Speichern (Fettzellen)
  • Ventromedialer Hypothalamus VMH  Alte Theorie: Sättigungszentrum Läsion führt zu Hyperphagie (Ratten nehmen zu)
  • Lateraler Hypothalamus LH "Hungerzentrum" Läsion führt zu Aphagie
  • Hyperphagie Syndrom mit zwei Phasena) dynamischb) statisch•„Pingeligkeit“ beim KonsumHyperphagie 46• VMH-Läsionseffekte teils Resultat derSchädigung durchziehender Fasern• ventrales noradrenerges Faserbündel• Nucleus paraventricularis• primäre Rolle besteht in der Regulationdes Energiestoffwechsels und indirektin der des Essverhaltens• sind VMH-lädierte Tiere zu fett, weil siezu viel fressen?• Vermutlich nein! • aufgenommene Nahrung wird ständigals Fett gespeichert und ist somit nichtfrei verfügbar – daher wird weitergefressen!
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  • Aphagie + Adipsie LH-Läsion: Aphagie (die Tiere fressen nicht)• plus Adipsie (die Tiere trinken nicht)• plus multisensorisches Neglect (wenn Tiere bspw mit taktilen akustischen der Lichtreisen stimuliert werden, reagieren sie gar nicht, bis abgeschwächt -> nicht nur nahrungsaufnahmeveränderungen)• Erholung möglich• Regulation möglich
  • Nucleus arcuatus Der Nucleus arcuatus hypothalami ist ein Kerngebiet (Nucleus) am unteren Ende des Infundibulums des Hypothalamus. Er schüttet pulsatil GnRH (Gonadotropin releasing hormone) aus und ist damit ein Taktgeber des Menstruationszyklus der Frau. (?)
  • Nucleus paraventricularis Der Nucleus paraventricularis gehört zum Hypothalamus und liegt an der Seitenwand des 3. Ventrikels. Er ist ein Teil des neuroendokrinen Systems des Hypophysenhinterlappens. In den Perikaryen des Nucleus paraventricularis wird hauptsächlich das Hormon Oxytocin gebildet. Des Weiteren ist der Nucleus paraventricularis an der homöostatischen Regulation von Hunger und Sättigung beteiligt.
  • laterales hypothalamisches Syndrom starkes Abnehmen nach Läsion
  • Ventromediales hypothalamisches Sydrom starkes Zunehmen nach Läsion des VMH
  • Adipositas Übergewicht
  • BMI Body mass index(Körpergewicht in kg)/(Körpergröße in Meter im Quadrat) Normalgewicht                 18,5 - 24,9  Übergewicht                     25,0 - 29,9Adipositas Grad I              30,0 - 34,9Adipositas Grad II             35,0 - 39,9extr. Adipositas Grad III    >40 
  • Anorexia Nervosa • stark reduzierte Nahrungsaufnahme • sehr kontrolliertes bis zwanghaftes Essverhalten • Viel Beschäftigung mit/Denken über Essen • oft gepaart mit hohem Energieverbrauch (Sport) • objektiver Mangelzustand (Hunger?) • Morbidität, Mortalität z.B. Elektrolytstörungen (Folgen: Herzrhythmusstörungen, Nierenschäden), Osteoporose, Ausbleiben der Menstruation, Verlust der Libido Abmagerung (Kachexie) • Pseudoatrophie im Gehirn • hohe Todes- und Selbstmordrate (insgesamt ca. 12-15%)  häufiger bei Mädchen/Frauen oft mit der Adoleszenz assoziiert gesellschaftsabhängig: typisch für Überflussgesellschaften Bedeutung des Schlankheitswahns ggf. gestörtes Körperbild • Fokussierung auf vermeintliche Schwächen • mangelndes bzw. geringes Krankheitsgefühl  Therapie: Gewichtszunahme Essverhalten trainieren Angst vor dem Dicksein behandeln • Konfrontation mit angstinduzierenden Faktoren (z.B. „Dickmachern“) • Konflikte behandeln (Familie, Partner, Schule etc.) • Problemlösefähigkeit, soziale Kompetenz verbessern .... generell gilt: Therapie benötigt „langen Atem“ 
  • Welche der folgenden Aussagen sind zutreffend? Individuen mit Insulinmangel sind meist übergewichtig. Das Hormon Leptin hemmt die Fettproduktion im Körper. Leptin hat beim Menschen keine Funktion. Für gewöhnlich haben übergewichtige Menschen einen zu geringen Leptinspiegel im Blut. Das Hormon Leptin hemmt die Fettproduktion im Körper
  • Welche der folgenden Aussagen sind richtig? Ratten, deren lateraler Hypothalamus bilateral lädiert wurde, können sich von den Folgen dieser Läsion erholen. Der Hypothalamus ist nicht an der Regulation der Nahrungsaufnahme beteiligt. Bilaterale Läsionen des ventromedialen Hypothalamus führen zu Aphagie. Bilaterale Läsionen des ventromedialen Hypothalamus führen zu Hyperphagie und Gewichtsabnahme. Ratten, deren lateraler Hypothalamus bilateral lädiert wurde, können sich von den Folgen dieser Läsion erholen.
  • Aus welchen der im Folgenden genannten Stoffe gewinnt der Körper Energie? Mineralstoffe Vitamine Lipide Aminosäuren Lipide  Aminosäuren
  • Was trifft für die Hormone Insulin und Glukagon zu? A Insulin fördert die Umwandlung von Nährstoffen in speicherbare Formen. B Insulin fördert die Nutzung von Glukose als wichtigste Energiequelle. C Glukagon wandelt die Speicherform in die Energieform (Glukose) um. D Während der Fastenphase ist der Glukagonspiegel im Blut hoch, der Insulinspiegel hingegen niedrig. A B C D
  • Wenn Körpergewicht und Nahrungsaufnahme tatsächlich durch Sollwerte reguliert würden, ... ... sollte man immer dann essen, wenn man Hunger hat. ... sollte eine größere Gewichtszu- oder Abnahme bei einem Erwachsenen praktisch unmöglich sein. ... wäre eine Nahrungszufuhr nach Belieben schädlich für die Gesundheit. ... müsste eine Reduktion der Kalorienzufuhr adaptiv sein. ... sollte man immer dann essen, wenn man Hunger hat. ... sollte eine größere Gewichtszu- oder Abnahme bei einem Erwachsenen praktisch unmöglich sein.