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KLR (Subject) / Kostenartenrechnung (Lesson)
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- Begriff der Kostenartenrechnung Die Kostenartenrechnung setzt auf der bilanziellen Aufwandsrechnung auf und systematisiert sämtliche Primärkosten eines Unternehmens. Sie dient daher in erster Linie der Erfassung, Bewertung und Kategorisierung der unternehmensspezifischen Kostenarten.
- Aufgaben der Kostenartenrechnung Abgrenzung betrieblich bedingter Kosten (Zweckaufwand) von neutralen Aufwendungen Strukturierung und Dokumentation in einem Kostenplan Erfassung kalkulatorischer Kosten durch Umbewertung (Anders-u. Zusatzkosten) Trennung Kostenträgereinzelkosten und Kostenträgergemeinkosten Bereitstellung von Informationen zur Primärkostenstruktur für Zeit-u. Betriebsvergleiche (2015/2016 - Filiale A/B/C) Festlegung von Planpreisen für die Verrechnung preisinstabiler Kostengüterarten
- primäre Kosten entstehen durch den Verbrauch von Gütern und Leistungen, die von Dritten bezogen werden Die Kostenartenrechnung erfasst die primären Kosten Beispiele Kalk. Abschreibungen Fremdkap.zinsen Personalkosten Materialkosten Leasingkosten Lizenzkosten
- sekundäre Kosten entstehen infolge des Verbrauchs selbst erstellter innerbetrieblicher Leistungen Sekundärkosten werden in Kostenstellenrechnung erfasst Beispiele: Instandhaltungskosten Kosten der Arbeitsvorbereitung Kosten der Produktionsplanung Kosten des Rechenzentrums Kosten der Kantine Kosten des Fuhrparks Kosten für eigenerzeugte Energie
- Erfassungs- u. Bewertungsprozeduren Materialkosten Erfassung der Verbrauchsmengen von Roh-Hilfs-u. Betriebsstoffen, Handelswaren u. sonst. Materialien (4 Methoden) Bewertung des Verbrauchs zu AK, Wiederbeschaffungs oder Standardwerten
- Erfassungs-u. Bewertungsprozeduren Fremdleistungskosten Erfassung der Ausgaben für die Nutzung fremder Potentiale (Miete, Pacht, Versicherung) zeitliche Verteilung (Periodisierung) unregelmäßig anfallender Ausgaben für Fremdpotentiale (RAP)
- Erfassungs-u. Bewertungsprozeduren Personalkosten Erfassung von Lohn-u.Gehaltskosten sowie Personalnebenkosten für eigene Mitarbeiter Periodisierung von Urlaubs-, Krankheits-, und Feiertagsbezügen (Weihnachtsgeld :12) Ermittlung von Personalstundenkosten
- Erfassungs-u. Bewertungsprozeduren Anlagenkosten Erfassung des Werteverzehrs und der Kosten für die Bereitstellung der betrieblichen Anlagen Abschreibungsbemessung (oft Wiederbeschaffungswert) Ermittlung kalkulatorischer Zinsen
- Erfassungs-u. Bewertungsprozeduren kalkulatorische Wagniskosten Erfassung der Kosten für unvorhersehbare, nicht versicherte Ereignisse Verrechnung erwarteter Kosten auf Basis vergangener Wagnisverluste (Garantieleistungen, Forderungsausfälle)
- Methoden zur Erfassung von Materialverbräuchen produktionssynchrone Verbrauchsaufschreibungen exakte Erfassung der tatsächlich verbrauchten Materialmengen durch Aufschreibung am Maschinenarbeitsplatz
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- Methoden zur Erfassung von Materialverbräuchen Fortschreibungsmethode Skontrationsmethode Erfassung der Verbrauchsmengen anhand von Materialentnahmescheinen
- Methoden zur Erfassung von Materialverbräuchen Inventurmethode AB + Zugänge - Endbestand = Materialverbrauch undifferenzierte Erfassung von Materialverbrauch und Schwund
- Methoden zur Erfassung von Materialverbräuchen Rückrechnung Erfassung des Sollverbrauchs als Istverbrauch (sehr ungenau)
- Ansätze zur Bewertung von Materialverbräuchen Anschaffungswerte: Einzelbewertung Durchschnittswerte Verbrauchsfolgewerte FIFO/LIFO Wiederbeschaffungswerte (Anderskosten) Standardwerte (Plankosten) Opportunitätswerte (entgehende DB, ersparte Kosten)
- Grundanliegen planmäßiger Abschreibungen Abschreibungen dienen der systematischen Verteilung einer einmaligen Ausgabe für ein Anlagegut auf die Perioden der Nutzungsdauer
- Abschreibungsursachen Verschleiß/Abnutzung technischer Fortschritt wirtschaftliche Überholung Fristablauf (z. B. Lizenzen)
- Abschreibungszwecke kalkulatorisch: Kosten (Anderskosten) KLR bilanziell: Aufwand (Anschaffungskosten) Handels-u.Steuerrecht
- Abschreibungsdeterminanten Abschreibungssumme Abschreibungsdauer Abschreibungsmethode
- lineare Abschreibung Abschreibungssumme - Restwert Nutzungsdauer
- geometrisch-degressive Abschreibung Abschreibungssatz (%) x BW zu Periodenbeginn
- arithmetisch-degressive Abschreibung Degressionsbetrag * Restnutzungsdauer Degressionsbetrag= Abschreibungssumme/Summe der Periodenziffern z. B. 10.000/(1+2+3+4+5)*2
- progressive Abschreibung Degressionsbetrag * x bereits verstrichene Perioden der Nutzungsdauer
- leistungsabhängige Abschreibung (Abschreibungssumme - Restwert) x Periodenleistung Totalkapazität
- gespaltene Abschreibung Kombination von zeitabhängiger und leistungsabhängiger Abschreibung
- kalkulatorische Zinsen die Verzinsung jenes Geldkapitals, das zur Finanzierung des für die Abwicklung der Leistungserstellung und Leistungsverwendung erforderlichen Anlage- und Umlaufvermögens eingesetzt wird. bilanzielles Gesamtvermögen - neutrales betriebsfremdes Vermögen + nicht bilanziertes Vermögen = betriebsnotwendiges Vermögen - Abzugskapital (zinsloses Kapital - Anzahlungen, zinslose Kredite) = betriebsnotwendiges Kapital
- kalkulierbare Wagnisse Teil der unterneherischen Wagnisse spezielle Einzel- oder Betriebswagnisse Nicht versicherte Wagnisse (versicherte Wagnisse - Versicherungsfall) Ansatz von kalkulatorischen Wagniskosten
- nicht kalkulierbares Wagnis allgemeine Unternehmerwagnis kalkulatorisches Gewinnelement
- Einzelwagnisse Entwicklungswagnisse Güterverbräuche für fehlgeschlagene Entwicklungsvorhaben in % der Kosten erfolgreicher Entwicklungen
- Einzelwagnissen Produktionswagnisse Qualitätswagnisse - Güterverbräuche aufgrund Qualitätsmängeln und Ausschuss ------------ in % der qualitätssicheren Produktion Personalwagnisse - Güterverbräuche, die durch Ausfallzeiten der Arbeitskräfte verursacht werden -------------- in % der Arbeitszeit Betriebsmittelwagnisse - Güterverbräuche aufgrund von Ausfallzeiten der Betriebsmittel ------------- in % der Produktionszeit
- Einzelwagnisse Beständewagnisse durch Schwund, Verderb und Vernichtung verlorengehende Lagerbestände an Materialien, halbfertigen und fertigen Waren in % des durchschnittlichen Bestandes
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- Einzelwagnisse Gewährleistungswagnisse Güterverbräuche, die infolge gewährter Garantien füe die Nachbesserung bzw. Neulieferung von Waren entstehen in % des Jahresumsatzes
- Einzelwagnisse Debitorenwagnisse Ergebnisschmälerungen, die aus Forderungsausfällen resultieren in % der Debitoren
- Einzelwagnisse Anlagenwagnisse Güterverbrauch infolge einmaliger, außergewöhnlicher Schäden an Anlagegütern in % des Sachanlagevermögens