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Allgemeine Psychologie & Biopsychologie (Subject) / Das visuelle System (Lesson)

Wahrnehmung

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  • Wozu dient die Wahrnehmung? Die Wahrnehmung ermöglicht zielgerichtetes Handeln in der Umwelt zum Überleben. Die visuelle Wahrnehmung ist die Summe der Prozesse, mit deren Hilfe wir Informationen, Wissen über externe Objekte und Ereignisse gewinnen. Wahrnehmungswelten: Quelle der Information ist das Licht, das Objekte aussenden und reflektieren Ortung und Objekterkennung mit Ultraschall (Fledermäuse) Elektroortung: passiv und aktiv (Haie und Rochen) Magnetsinn (Zugvögel)
  • Wahrnehmung ist... Subjektiv: Wahrnehmung hat nur einen Zeugen, das eigene Bewusstsein Konstruiert: Wahrnehmung wird nicht als Abbildung einer objektiv, bewusstseinsabhängigen Wirklichkeit verstanden Erfahrungsabhängig: Wahrnehmung ist von Erfahrungen abhängig Kontext- und kulturabhängig: Wahrnehmung ist vom Kontext (Situation) und der jeweiligen Kultur abhängig
  • Erkläre die 3 Stufen der Wahrnehmung (Prozess) 1.       Sensorische Prozesse: physikalische Energie wird in eine für das Gehirn erkennbare Codierung umgewandelt 2.       Perzeptuelle Organisation: Prozesse, die sensorische Informationen zu einer einheitlichen und kohärenten Wahrnehmung zusammenfügen 3.       Identifikation/Wiedererkennen von Objekten: weist den perzepten eine Bedeutung auf der Grundlage unserer Erfahrung und Erinnerung zu. Bottom-Up-Verarbeitung: ·       Aufsteigende, datengesteuerte Informationsverarbeitung ·       Analyse, die mit den Sinnesrezeptoren beginnt und aufsteigend bis zur Integration der sensorischen Infos durch das Gehirn erfolgt Top-Down-Verarbeitung: ·       Absteigende, konzeptgesteuerte Informationsverarbeitung ·       Wird durch höhere mentale Prozesse gesteuert
  • Erkläre die visuellen Areale im Kortex 500 Mio. Nervenzellen bilden eine funktionale Einheit, die bestimmte Aufgaben übernehmen Gruppen reagieren beispielsweise nur auf: diffuse Lichtreize, Hell-Dunkel-Kontrast, Lichtreiz (wenn er sich in eine besimmte Richtung bewegt), bestimmte Farbkombinationen die Eindrücke vergleicht das Gehirn mit bereits gespeicherten Bildern; so können Gesichter/Objekte wiedererkannt werden aus dem Gesamteindruck nimmt das Gehirn Farbe, Formen, Bewegungen wahr und kann Muster oder Formen wiedererkennen
  • Erkläre den Aufbau des Auges im Detail Linse: das reflektierte Licht wird hier gebündelt Ziliarkörper: er verändert die Krümmung der Linse, damit das fixierte Objekt scharf gesehen werden kann (Akkomodation) Iris: regelt die einfallende Lichtmenge (Adaption) Sehachse: das fixierte Bild liegt auf der Sehachse und wird auf der Fovea abgebildet Fovea: das ist der Bereich des schärfsten Sehens auf der Retina Retina (Netzhaut): die Lichtsignale werden durch chemische Reaktion in neuronale Informaitonen umgewandelt Glaskörper: gallertartige, durchsichtige Masse, welche das Augeninnere ausfüllt Sehnerv: leitet die neuronalen Infos an das Gehirn weiter Papille: dort wo der Sehnerv das Auge verlässt, sind keine Rezeptorzellen, deshalb ist dort auch keine Wahrnehmung möglich (blinder Fleck)
  • Erkläre Licht und Sehen wir können elektromagnetische Wellen zwischen 400 und 700 Nanometern Wellenlänge sehen wenn Objekte Lichtwellen reflektieren, dann können wir sie sehen die wahrgenommene Farbe ergibt sich aus der Zusammensetzung der reflektierten Lichtwellen wenn das Licht an den Objektkanten gebrochen wird, gibt uns das Aufschluss über die Objektbeschaffenheit
  • Wie ist die Stäbchen- und Zapfenverteilung auf der Netzhaut? Fovea: NUR Zapfen (150.000 pro mm2) Peripherie: Zapfen und Stäbchen es gibt mehr Stäbchen (120.000.000) als Zapfen (6.000.000) Peripherie beginnt ab 45 / 50 Grad
  • Erkläre Adaption Auge kann Lichtempfindlichkeit um Faktor 1.000.000 erhöhen nach 1 Min. hat Auge Lichtempfindlichkeit verzehnfachtnach 20 Min. hat Auge Lichtempfindl.keit 6.000 fach vergrößert Steigerung der Lichtemfpindlichkeit durch Regeneration lichtempfindlicher Pigmente Zapfen größte Empfindlichkeit nach 15 Min.Stäbchen größte Empfindlichkeit nach 60 Min. aber zu Beginn schneller während Adaption verschiebt sich spetrale HelligkeitsempfindenDämmerung: blaue Blüte heller als rote (Purkinje-Effekt)
  • Erkläre die Sehbahnen Fasern des Sehnervs überkreuzen sich teilweise zum rechten und linken Auge jede Gehirnhälfte erhält Inforamtionen aus beiden Augen Rechte GH: von dem was links im Gesichtsfeld passiert Linke GH: von dem was rechts im Gesichtsfeld passiert die Nervenzellen geben aus dem seitlichen Kniehöcker ein direktes Feedback ans Auge, ob Helligkeit und Schärfe passen ggf. wird daraufhin die Pupille angepasst die Kniehöcker sind eine der ersten Umschaltstationen fürs Auge im Gehirn vom seitlichen Kniehöcker ziehen die Nervenzellen in die primäre Sehrinde (visueller Kortex)
  • Erkläre die Sehbahn im Detail Sehnerv- bestehen aus 1. Mio. Axone der Ganglienzellen  Chiasma Opticum- Kreuzung der Sehnerven (nur nasenseitige wechseln Seite)- rechter visueller Kortex Repräsent. von linkem Gesichtsfeld u. andersrum Prätektale Region- einige Fasern enden in diesem Bereich des Mittelhirns- steuert Augenreflexe Coliculi superiores- Teil des Mittelhirns- Augenbewegungen und komplexe Reflexe werden mit Gehör koordiniert Corpus geniculatum laterale (CGL) - Abbildung analog zur Retina (Retinotopie)- Analyse von Bewegung u. Objektqualitäten- Vernetzung mit Formation Reticularis u. visuellem Kortex Tractus opticus- leitet Inform. zum visuellen Kortex Visueller Kortex- primärer visueller Kortex: Analyse Farbe, Orientierung, Bewegung, Räumlichkeit- Weiterverarbeitung im übrigen Kortex
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  • Erkläre die Prinzipien visueller Verarbeitung -> Konvergenz und Divergenz 120 Mio. Rezeptorzellen in jeder Retina werden zu 1 Mio. Fasern im Sehnerv zusammengeführt-> Konvergenz Fasern strömen auseinander in mehrere Mrd. Kortexzellen-> Divergenz diese verarbeiten visuelle Informationen
  • Erkläre die Prinzipien visueller Verarbeitung -> Multiple Karten des visuellen Feldes Jeder Ort auf Netzhaut entspricht 1 Ort im CGL (Thalamus), im prim. visuellen Kortex(retinotope Karten) Abbildung in der Fovea ist stark vergrößert (0,01% der Retinafläche entsprechen 8-10% des visuellen Kortex)
  • Erkläre die Prinzipien visueller Verarbeitung -> Spezialisierte Verarbeitungspfade Zwei Hauptpfade: Temporallappen (Was): untere Bahn Objekterkennungbewusste Repräsentation Umwelt   Parietallappen (Wo): obere Bahn lokalisieren von Reizen (relativ zum Körper)um diese schnell in Bewegungen zu übersetzen