16

FuI (Subject) / Wiederholungsfragen 2 (Lesson)

Außenfinanzierung, hier: Eigenfinanzierung

This lesson was created by Paede.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Definieren Sie die Begriffe: Eigenfinanzierung, Fremdfinanzierung, Innenfinanzierung und Außenfinanzierung? Außenfinanzierung: finanzielle Mittel aus unternehmensexternen Quellen welche sowohl Eigen- als auch Fremdkapital zur Verfügung stellen (Aktien, Darlehen,…) Eigenfinanzierung: Zuführung von Eigenkapital von außen oder durch den Eigentümer à Einlagen- oder Beteiligungsfinanzierung Fremdfinanzierung: Beschaffung finanzieller Mittel in Form von Fremdkapital (Anleihen, Kredite) Innenfinanzierung: Unternehmensfinanzierung, die ohne die Inanspruchnahme externer Kapitalgeber (z.B. Aktionäre, Banken) von statten geht.
  • Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften? Personen: Art: Natürliche Person Haftung: Unbeschränkt (mit Privat und Einlage) (bis auf Kommanditist; Beschränkt auf Einlage) Besteuerung: Jeder Gesellschafter zählt einzeln Leitung: Grundsätzlich jeder Gesellschafter Formen: GbR, KG, OHG, Partnerschaftsgesellschaft, Stille Gesellschaft Kapital: Art: Juristische Person Haftung: Beschränkt (auf Einlage) Besteuerung: Über Körperschaftssteuer Leitung: über bestimmte Gremien (e.g. Vorstand) Formen: GmbH, AG, Limited
  • Welche grundsätzlichen Vor- und Nachteile weisen jeweils Personen- bzw. Kapitalgesellschaften auf? Personengesellschaften + kein Mindestkapital+ Freibetrag auf Gewerbesteuer+ einfache Steuerung und Gründung- Fortbestand nach Ausfall eines Gesellschafters problematisch- unbeschränkte Haftung- Schwierigkeiten bei Kapitalbeschaffung Kapitalgesellschaften + Haftungsbeschränkung + einfachere Kapitalbeschaffung - Startkapital zur Gründung ist notwendig/hoher Gründungsaufwand - hoher Verwaltungsaufwand - Kein Steuerfreibetrag
  • Was unterscheidet eine typische von einer atypischen stillen Gesellschaft? Typisch stille Gesellschaft: keine Beteiligung an stillen Reserven und Firmenwert (nur Rückzahlung der Nominaleinlage) Keine Einflussmöglichkeit Atypisch stille Gesellschaft: Beteiligung an stillen Reserven und Firmenwert möglicherweise Mitsprache bei Unternehmensentscheidungen im Innenverhältnis
  • Was muss man tun, um eine OHG zu gründen? mindestens 2 Gründer Gesellschaftsvertrag abschließen (mündlich möglich) Anmeldung Gewerbeamt/Eintragung HR (Eintragung konstitutiv à vor Eintragung darf OHG nicht nach außen Auftreten)
  • Was ist der Unterschied zwischen einer OHG und einer GbR? GbR Kann zu jedem Zweck errichtet werden Kein HR Eintrag nötig (à durch HR Eintrag würde automatisch eine OHG entstehen) Kein Kaufmann Keine Firma Keine Formvorschriften  Für Freiberufler möglich OHG Richtet sich immer auf ein Handelsgewerbe (Umfangreicherer Betriebe) Eintragung HR Formkaufmann Firmenname Gesellschaftervertrag Nicht für Freiberufler
  • Wie unterscheidet sich die Haftung des stillen Gesellschafters von der des Kommanditisten? Kommanditist haftet mit seiner Einlage für alle bestehenden Schulden der KG Solange die Eintragung in das Handelsregister noch nicht erfolgt ist, haftet der Kommanditist voll tritt er aus der Gesellschaft aus haftet er noch 5 Jahre in Höhe seiner Einlage nach Stiller Gesellschafter bringt Kapital ein und erhält dafür einen vereinbarten Gewinn gemäß den Vereinbarungsbedingungen Im Konkursfall wird er zum Gläubiger Keine Haftung nach Austritt, keine Haftung für bestehende Schulden bei Eintritt, kein HR Eintrag 
  • Wie unterscheidet sich die Haftung des OHG-Teilhabers von der eines KG-Komplementärs? Gar nicht, beide haften mit Einlage und Privatvermögen
  • In welchen Schritten berechnet man den Firmenwert einer Gesellschaft? Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis des erworbenen U und der Summe aller Vermögensgegenstände abzüglich aller Schulden GoF (Goodwill) o   Vermögensgegenstände – Schulden = 850.000 o   Kaufpreis (860.000) – Rest an VG = 10.000
  • Welche Organe hat eine GmbH? Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Ggf. Aufsichtsrat
  • Advertisement
  • . Warum wird das Stammkapital in der GmbH immer gesondert ausgewiesen? In der Bilanzierung wird das Stammkapital als gezeichnetes Kapital aufgeführt, dies ist gesetzlich vorgeschrieben (§272 HGB) Warum? Erhaltung des Gesellschaftsvermögens zum Schutz der Gläubiger à Das Stammkapital und die diesbezüglichen Aufbringungs- und Erhaltungsvorschriften sind quasi der Gegenpol zur Haftungsbeschränkung der Gesellschafter, sozusagen der Preis für die beschränkte Haftung Das zum Erhalt des Stammkapitals benötigte Vermögen darf fortan nicht mehr an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.
  • Ist eine GmbH &Co KG eine Personen- oder eine Kapitalgesellschaft? Personalgesellschaft bei der die GmbH der Vollhafter ist
  • Was ist eine Kaduzierung? Was sind die Konsequenzen, wenn diese nicht erfolgreich ist? Leisten die Gesellschafter die Zahlungen zu ihrer Einlage nicht rechtzeitig und ist eine Nachfrist erfolglos verstrichen, kann eine Kaduzierung der Anteile erfolgen --> d.h. Verlust des Geschäftsanteils, der geleisteten Einzahlungen und Versteigerung des Anteils) Sofern eine Stammeinlage weder eingezogen noch durch Verkauf gedeckt werden kann, sind die übrigen Gesellschafter verpflichtet im Verhältnis ihrer Anteile für den Ausfall aufzukommen
  • Was sind die Hauptunterschiede zwischen einer normalen GmbH und einer Mini-GmbH? Andere Bezeichnung als normale GmbH --> UG (Haftungsbeschränkt) oder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) -->  beide Bezeichnungen sind zwingend keine Einhaltung des Mindeststammkapitals ( nur mind. 1€ Mindeststammkapital) Sacheinlagen nicht zulässig ¾ des Jahresüberschusses muss in die gesetzlichen Rücklagen eingestellt werden
  • Welche Aktienarten kennen Sie? Nennwertaktien Quotenaktien Stückaktien Inhaberaktien Namensaktien Stammaktien Vorzugsaktien
  • Warum bringt man Vorzugsaktien in Umlauf? (= Eine Vorzugsaktie ist eine Aktie, bei der der Inhaber in der Regel kein Stimmrecht als Aktionär eingeräumt bekommt. Dafür erhält er aber das Recht auf eine bevorzugte, in der Regel höhere Dividende. Ihr Gegenstück ist die Stammaktie; sie ist mit einem Stimmrecht ausgestattet. Bei der Dividende wird sie jedoch erst bedient, wenn die Ansprüche der Vorzugsaktionäre vollständig befriedigt sind.) Vorteil aus Investorensicht: für Anleger mit rein finanziellen Interessen, die keine Kontrolle über eine Aktiengesellschaft ausüben wollen. Vorteil aus Unternehmenssicht: Erhöhung des Eigenkapital, ohne den Verlust von Kontrolle im U (müssten sonst in Form von Stimmrechten anteilsmäßig abgeben werden) zur Überbrückung eines finanziellen Engpasses, da die Vorzugsdividende nachgezahlt werden kann