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Entwicklungspsychologie 2 (Subject) / Entwicklungspsychologie (Lesson)
Entwicklungspsychologie - Querschnitt: Säuglingsalter, Pubertät, Adoleszens, ... bis ins Alter
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- 06. Erläutern Sie das Phänomen der intersensorischen Integration anhand von zwei Experimenten! Der Säugling verfügt ab der Geburt über eine Prozess der sich „intersensorische Integration“ nennt. Sensorische Integration = Sinneswahrnehmung auf verschiedenen Modalitäten (hören, sehen…) und die Koordination dieser miteinander. Beweise für diese Fähigkeit wurden in vielfältiger Weise angestellt. z.B.: Sehen und Hören: Neugeborene drehen den Kopf in Richtung einer Schallquelle; Stimme eines Sprechenden kommt nicht aus dem Mund, sondern von der Seite ; Mutter hat auf einmal eine andere Stimme --> Verwunderung Fühlen und Sehen: Durch eine bestimmt Spiegelanordnung entspricht das Gesehene nicht dem Gefühlten. --> Verwunderung Sehen und Fühlen: Schnuller mit und ohne Noppen; zuerst lutscht Baby an einem der beiden Schnuller, dann werden ihm beide gezeigt --> Aufmerksamkeit auf den gelutschten Schnuller *Anmerkung: Das Alter spielt hier auch einen Rolle. Der Säugling ist auch fähig eine Zuordnung von verschiedenen Modalitäten zu machen, dieses Phänomen nennt sich „Modal-Analogie“ (ab 3. Monat). z.B.: - hoher Ton wird mit einem Pfeil nach oben dargeboten – Pfeil nach unten mit einem tiefen Ton --> Baby fixiert bei hohem Ton Pfeil nach oben bei tiefem nach unten - Auto entfernt sich leiser Ton – Auto kommt näher lauter Ton --> Baby fixiert bei gegebenen Ton das entsprechende Bild - Fröhliche und ärgerliche Gesichter könne der Stimmung zugeordnet werden. Konträr führt es zu Verwirrung. Ursprünglich wird eine Ganzheit wahrgenommen, die Differenzierung in separate Empfindungen ist das Ergebnis von Entwicklungsprozessen.
- 07. Kennzeichnen Sie die vier Phasen der Bindungsentwicklung (nach Bowlby, 1969)! In Zusammenhang mit der Ausbildung von Emotionen steht auch der Begriff „Bindung“. Bindung = ist ein lang andauerndes affektives Band zu bestimmten Personen, die nicht ohne weiteres austauschbar sind. Nach Bowlby besteht im Kleinkindalter eine Parallelität zwischen den Verhaltensweisen und den inneren Vorgängen, so daß damit die Möglichkeit besteht, aus den Verhaltensweisen auf die inneren Vorgänge zu schließen. In den ersten Lebensmonaten eines Kindes gibt es verschiedene Phasen der Entwicklung der Bindungen die das Kind durchläuft. Diese 4 sind: 1.) Vorbindungsphase (0-6 Wochen): Dem Säugling ist es egal mit wem er alleine gelassen wird, es ist noch keine „wirkliche“ Bindung vorhanden. 2.) Entstehungsphase der Bindung (2/3 – 6/7 Monat): Der Säugling beginnt bekannte Dinge und Menschen zu kennen und zeigt Aufregung wenn er mit Fremdem konfrontiert wird. 3.) Eindeutige Bindungsphase (8-24 Monat): Kind zeigt Trennungsangst; Bindung verschafft ihm Sicherheit; Bezugsperson ist eine sicher Basis 4.) Phase gegenseitiger Beziehung: (ab 24 Monat): Kind wird aktiver und verbringt mehr Zeit ohne Bezugsperson.
- 08. Beschreiben Sie Ziel, Ablauf und Auswertung des „Fremde-Situations-Tests“ (FST)! Ziel Fremde Situation Test ("Strange Situation Test" 1970-1978) = es soll eine sichere Bindung zwischen Kind und Mutter nachgewiesen werden. Ablauf Jede der folgenden Szenen dauert ca 3 Minuten 1. Mutter und Kind werden in den Raum geführt; Mutter setzt das Kind auf den Boden; 2. Mutter und Kind sind allein; Mutter liest Zeitschrift, Kind kann die Umgebung und die Spielzeuge erkunden; 3. Eine 'Fremde' tritt ein, setzt sich, unterhält sich mit der Mutter und beschäftigt sich auch mit dem Kind 4. Mutter verlässt unauffällig den Raum; Fremde bleibt mit dem Kind allein, beschäftigt sich mit ihm und tröstet es wenn notwendig; 5. Mutter kommt wieder, Fremde geht. Mutter und Kind sind allein; Mutter beschäftigt sich mit dem Kind und versucht, es wieder für Spielzeug zu interessieren; 6. Mutter verlässt mit Abschiedsgruß den Raum und lässt das Kind allein 7. Fremde tritt ein, versucht das Kind zu trösten wenn notwendig; 8. Mutter kommt wieder und Fremde verlässt den Raum Die Szenen 4, 6 und 7 können verkürzt werden, da die Mutter über die Dauer entscheiden kann Auswertung Aus Szene 2, 5, und 8 werden Schlussfolgerungen gezogen. Aus Szene 2 bekommt man Aufschluss über Erkundungsverhalten, aus Szene 5 und 8 bekommt man Aufschluss über Bindungsqualität. Einschätzen folgender Verhaltensweisen auf einer 7- stufigen Skala: Nähe suchen, Kontakt halten, Widerstand gegen Körperkontakt, Vermeidungsverhalten
- 09. Kennzeichnen Sie die verschiedenen Bindungstypen anhand zentraler Merkmale! Aus der FST ergeben sich nun mehrere Bindungstypen, diese sind: Unsicher vermeidend: Mutter verlässt Raum: Kind reagiert nicht traurig-aufgeregt, ein Fremder kann es genauso gut „trösten“. Mutter kommt wieder: Kind wendet sich eher ab, als Trost zu suchen. Sicher gebunden: Wenn Mutter anwesend: Balance zwischen Suche, Nähe und Explorationsverhalten. Wenn Mutter weg: Aufregung; Mutter kehrt wieder: Beruhigung Unsicher ambivalent: Bleiben an der Mutter „kleben“. Mutter verlässt Raum: Kind ist aufgeregt; Mutter kommt wieder: Kind lässt sich nicht beruhigen, lehnt alle Spielsachen ab. Desorganisiert desorientiert: Intensive Suche und Nähe erfolgen gleichstark wie Ablehnung; widersprüchliches Verhaltensmuster
- 10. Erläutern Sie die Aussage: „Jugend und frühes Erwachsenenalter sind soziale Konstruktionen.“ Jugend und Erwachsenenalter isnd soziale Konstruktionen: --> Annahme das Entwicklung im Jugend- + frühen Erwachsenenalter v.a. von dem sozialen Umfeld abhängig ist: Adoleszenz’ stellt in fast allen Kulturen eine Entwicklungsphase innerhalb der Lebensspanne dar Dauer, zentrale Belange und Alltagserfahrungen variieren kulturspezifisch Unterschiedliche Kulturen definieren den Erwachsenenstatus, damit verbundene Rollen und Verantwortlichkeiten verschieden Emerging Adulthood’ kennzeichnet eine Entwicklungsperiode zwischen 18 und 25 Jahren!
- 11. Pubertätsentwicklung: Erläutern Sie Zusammenhänge zwischen biologischen Veränderungen und Verhaltensänderungen Hormonelle Veränderungen --> Veränderungen im adoleszenten Verhalten Hormonelle Veränderungen --> Veränderungen im adoleszenten Aussehen --> Veränderungen im Selbstbild --> Veränderungen im Verhalten Hormonelle Veränderungen --> Veränderungen im Aussehen --> Veränderungen der Reaktionen der Mitmenschen --> Veränderungen im Verhalten
- 12. Kognitive Entwicklung im Jugendalter: Kennzeichnen Sie zentrale Merkmale nach Jean Piaget! Stadium der formalen Operationen (ab 11 Jhr) · hypothetisches, abstraktes Denken möglich --> Aufbau kombinatorischer Systeme: systematische Hypothesenbildung; · planvolles Experimentieren: Variablenkontrolle; Verständnis von Proportionen Waagenbeispiel - Balkenwaage Stufe des formal- operatorischen Denkens - hypothetisches Denken (Wirklichkeit/Möglichkeit) - Isolation von Variablen (system. Experimentieren) - kombinatorisches Denken - Logisches Schließen - Verständnis des Proportionalitätsbegriffs Abstraktes Denken in den unterschiedlichen Bereichen: - Kommunikation, Standpunkte, Beziehungen - Politik, Religion, Philosophie und Gesellschaft - Konzepte: Freundschaft, Vertrauen, Fairness - moralisches Urteil Denken über Denken - Fähigkeit der Selbstbeobachtung, Selbst- Bewusstheit - Reflexion eigener Gedanken und Gefühle - Integration von Fremd- und Selbstperspektiven => Jugendlicher Egozentrismus Multidimensionales Denken/ Informationsverarbeitung - Herstellen von komplexen Beziehungen - Strategien zielgerichteter Planung/ Organisation - relativistisches Denken - soziale Kognition: Differenzierung der Wahrnehmung/ Beurteilung psychischer Komponenten
- 13. Erläutern Sie Aspekte der Gehirnentwicklung und deren Bedeutung für die Affektregulation! <!-- /* Font Definitions */ @font-face {font-family:"Courier New"; panose-1:2 7 3 9 2 2 5 2 4 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-536859905 -1073711037 9 0 511 0;} @font-face {font-family:Wingdings; panose-1:5 0 0 0 0 0 0 0 0 0; mso-font-charset:2; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:0 268435456 0 0 -2147483648 0;} @font-face {font-family:"MS 明朝"; mso-font-charset:78; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;} @font-face {font-family:"Cambria Math"; panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-536870145 1107305727 0 0 415 0;} @font-face {font-family:Calibri; panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; 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Hot cognition: Denkprozesse unter Bedingungen starker Gefühle oder hoher Erregung („Bauchgefühle“) · unbewusst --> kein rationales Abwägen (bewusster Vorgang) der relativen Risiken und Konsequenzen von Verhalten --> starker Einfluss von Gefühlen auf Verhalten (z.B. Einfluss von Stress) --> valider Erklärungswert‘ für viele riskante Entscheidungen von Jugendlichen --> macht es einer Person schwer sich zu beruhigen ??emotionsgesteuert? Cold cognition: Denkprozesse unter Bedingungen geringer emotionaler Erregung --> Personen neigen dazu alles zu überanalysieren Der Erwerb eines bewusst kontrollierten Sets von Regulationskapazitäten ist ein langwieriger Entwicklungsprozess. Rolle des sich weiterentwickelnden präfrontalen Kortex in der Adolszenz, bzgl. der Regulationsfähigkeit · Koordination und Integration von kognitiven Elementen von Planung, Monitoring, Reflektion und Evaluation --> exekutives Set · Koordination und Integration von Kognition bezogen auf Emotion und Verhalten o interindividuelle Unterschiede --> Entwicklungspfade hin zu Kompetenzen · Ausbau interregionaler Kommunikation zwischen präfrontalem Kortex und anderen Gehirnregionen · Integration von Regulationssystemen und bewusster Kontrolle --> onto- und phylogenetischer Einfluss des sozialen Kontexts / der Kultur
- 14. Selbstregulation: Nennen Sie Bereiche der Intentionalen, intrapsychischen Regulation! Intentionale, intrapsychische Regulation = Selbstregulation der Emotionen (ohne fremde Hilfe) >< Interpsychischeregulation Kognitive Regulation „S-O-K“-Verhalten: Selektion, Optimierung, Kompensation sollten optimal aufeinander angestimmt werden. <!-- /* Font Definitions */ @font-face {font-family:Times; panose-1:2 0 5 0 0 0 0 0 0 0; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;} @font-face {font-family:"MS 明朝"; mso-font-charset:78; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;} @font-face {font-family:"Cambria Math"; panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-536870145 1107305727 0 0 415 0;} @font-face {font-family:Cambria; panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:auto; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-536870145 1073743103 0 0 415 0;} /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-unhide:no; mso-style-qformat:yes; mso-style-parent:""; margin-top:0cm; margin-right:0cm; margin-bottom:10.0pt; margin-left:0cm; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:Cambria; mso-ascii-font-family:Cambria; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:"MS 明朝"; mso-fareast-theme-font:minor-fareast; mso-hansi-font-family:Cambria; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:JA;} .MsoChpDefault {mso-style-type:export-only; mso-default-props:yes; font-family:Cambria; mso-ascii-font-family:Cambria; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:"MS 明朝"; mso-fareast-theme-font:minor-fareast; mso-hansi-font-family:Cambria; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:JA;} .MsoPapDefault {mso-style-type:export-only; margin-bottom:10.0pt;} @page WordSection1 {size:612.0pt 792.0pt; margin:72.0pt 90.0pt 72.0pt 90.0pt; mso-header-margin:36.0pt; mso-footer-margin:36.0pt; mso-paper-source:0;} div.WordSection1 {page:WordSection1;} --> Selektion: aus vorhandenen Lebensmöglichkeiten diejenige herauszusuchen die man verwirklichen kann. Optimierung: Mittel zu suchen um das selektionierte möglichst gut zu tun Kompensation: wenn Mittel ( Ressourcen ) wegfallen, Wege zu suchen um trotzdem das Ziel erreichen zu können. Selbstregulationskompeten: 2. Motivationale Regulation: intrinsisch/extrinsisch Emotionale Regulation: – - Stimmungskontrolle
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