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afl (Subject) / Homöopathie (Lesson)

Grundlagen des Teils Homöopathie

This lesson was created by JessBlack.

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  • Woher stammt der Begriff "Homöopathie"? homoion = ähnlich und pathos = Leiden
  • Wer hat die Homöopathie begründet? Samuel Hahnemann (1755-1843) -> Organon der rationalen Heilkunde von 1810
  • 2 Grundprinzipien der Homöopathie Similia similibus curentur = Ähnlichkeitslehre -> Wirkstoffe, die beim Gesunden das zu behandelnde Krankheitsbild hervorrufen, heilen in entsprechender Potenzierung den Erkrankten Stufenweise Potenzierung: D = Dezimalreihe = 1:10, d.h. 1 T zu 9 T C = Centesimalreihe = 1:100 d.h. 1 T zu 99 T LM-Reihe auch "Q" genannt = 1:50.000 d.h. 1 T zu 49.999 T
  • Welches Wort darf man zum Thema "Homöopathie" und "Potenzierung" nicht sagen? Verdünnung -> nur "Potenzierung" als Begriff erlaubt
  • Dosierungsprinzipien der Homöopathie keine exakte Dosis-Wirkungs-Beziehung vorhanden Einnahmefrequenz ist wichtiger, als die Dosishöhe, d.h. bei akuten Beschwerden: Niederpotenzen in hoher Frequenz chronische Beschwerden: Hochpotenzen in niedriger Frequenz
  • Ziel der Homöopathie Anregung der Selbstheilungskräfte und keine Unterdrückung der Krankheitssymptome
  • Urtinkturen in der Homöopathie Gemische aus Presssäften und Ethanol Extrakte aus Frisch- oder Trockenpflanzen, Pflanzenteilen, Absonderungen, tierischem Material, etc.
  • Herstellungsgrundprinzipien strenge Qualitätsanforderungen ökologischer Pflanzenanbau, d.h. es wird darauf geachtet, dass keine Pestizide verwendet werden, etc. Produktion nach GMP- und ICH-Richtlinien Arzneibücher: HAB
  • Darreichungsformen Globuli (Trägerstoff: Kügelchen/ Globuli aus Saccharose) Verreibungen (Trägerstoff: Lactose) Dilutionen (Trägerstoff: ein Lösungsmittel meist Ethanol, aus Urtinkturen und Potenzierungen) aber auch: Tabletten, Salben, Zäpfchen, Augentropfen, Nasensprays, etc.
  • Urtinktur - Herstellung Je nach Ausgangssubstanz -> abhängig von der Methode, z.B. Wassergehalt der Pflanze Unterschiede zwischen den Herstellungsmethoden der Urtinktur Außerdem Unterschiede in der Herstellungsweise der 1. Potenz zu anderen Potenzen
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  • Dilution - Herstellung Je nach Potenzierung D-Potenzierung: 1 Tropfen Dilution/ Urtinktur und 9 Tropfen Ethanol C-Potenzierung: 1 Tropfen Dilution/ Urtinktur und 99 Tropfen Ethanol Q-Potenzierung: 1 Tropfen Dilution/ Urtinktur und 49.999 Tropfen Ethanol --> den Ethanol vorlegen und zwar in allen Gefäßen --> für jeden Potenzierungsstufe ein eigenes Gefäß (Mehrgläsermethode) Mischung anschließend 10 Mal kräftig zum Erdmittelpunkt schütteln
  • Trituration - Herstellung Trituration = Verreibung Mengen abhängig von der Potenzierung, z.B. D- Potenzierung: 1 Teil Wirkstoff und 9 Teile Lactose 1/3 der Lactose in der Reibschale 4min lang verreiben und 2min abkratzen (gehört nicht zur eigentlichen Potenzierung) den Wirkstoff hinzugeben 2 Mal: 6min lang verreiben und 4min lang mit einem Kartenblatt abkratzen das 2. Drittel Lactose hinzu 2 Mal: 6min lang verreiben und 4min lang mit einem Kartenblatt abkratzen den Rest Lactose hinzugeben 2 Mal: 6min lang verreiben und 4min lang mit einem Kartenblatt abkratzen Zugabe der Lactose Portionsweise Gesamtdauer einer Potenzierung: 60min Wiederholung der Schritte, bis die gewünschte Potenz erreicht ist
  • Beladung von Globuli Imprägnierung durch Aufsprühen für N(x)-Globuli mit der Dilution N(x) ODER Beträufelung mit Dilution im Glas, anschließend schütteln zur Verteilung -> Potenzierung, Ausgangsverdünnung für N(x)-Globuli -> N(x-1)-Dilution
  • Kritische Betrachtungen der Homöopathie Wirksamkeitsnachweis ist nicht erforderlich aber z.T. auch nicht möglich keine klinischen Doppelblindstudien, zumindest nicht nach üblichen Standards Hochpotenzen: z.T. kein Wirkstoff mehr enthalten -> Trägersubstanz nur noch als Informationsträger, d.h. der Trägerstoff erinnert sich an den Wirkstoff Wirkungsverstärkung durch Potenzierung -> umso höher die Potenz, umso höher die Wirkung Verwechslung von "homöopathisch" und "pflanzlich": Homöopathie wird oft als "besser" angesehen, da "keine Chemie"
  • Chancen der Homöopathie Niederpotenz: Wirkung oft nicht zu leugnen Psychologische Wirkung nicht zu unterschätzen (Placebo-Effekt) "Ut aliquid fiat" -> Hilfe bei bereits austherapierten Patienten als Adjuvans für schulmedizinische Therapie Patient geht u.U. bewusster mit der Krankheit um, fühlt sich ernst genommen und verstanden unzureichende psychologische und soziale Betreuung wird durch intensive Beschäftigung ausgeglichen