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psychologische diagnostik (Subject) / Verhaltensbeurteilung (Lesson)

Verhaltensbeurteilung in der pädagogisch psychologischen Diagnostik

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  • welche Beurteilungsmethoden sind im schulischen Bereich geläufig? Einschätzung von Leistungsaspekten (Zensuren) Feststellung von Persönlichkeits und Verhaltensmerkmalen von Schülern (Zeugniskommentare. Übertrittsempfehlungen, Gutachten)
  • Was hat das Linsenmodell von Brunswick mit Verhaltensbeurteilungen zu tun)? Was ist demnach eine valide Beurteilung ? nach Brunswick nimmt ein Beurteiler (Lehrer) ein distales Merkmal (nicht direkt beobachtbares Merkmal wie Intelligenz) über proximale Merkmale wahr. die Validität oder Gültigkeit einer Beurteilung hängt von der wissenschaftlichen Begründung (Validität) der proximalen Merkmale ab. bei der Intelligenzbeurteilung wären valide: --> sprachliche Gewandtheit, rechnerische Fähgkeit, Erinnerungsleistung, Problemlöseleistung nicht valide: --> alltagstheoretische Annahmen: Höhe der Stirn, saubere Arbeitsweise, wacher verständnisvoller Gesichtsausdruck, verständige Eltern...
  • Was sind hochinferente und was sind niedriginferente Schätzurteile? hochinferent: intuitive Schätzurteile (z.B.Anstrengungsbereitschaft)     hier ist nicht expliziert was unter einem bestimmten beobachteten Aspekt zu verstehen sei.       Es sind keine definierten Kriterien zur Beurteilung angegeben sondern die Kriterien sind willkürlich (alltagspsychologisch)  gewählt. --> auch Zensuren können hochinferente Schätzurteile sein. niedirginferent: Kriterien sind nicht willkürlich gewählt, sondern empirisch begründet, meist mehrdimensionale Verfahren--> ermöglicht differenzierte Rückmeldung und damit Verbesserungsmaßnahmen!
  • Wie kann man valide Beurteilungsskalen konzipieren? Beschreibung und freie Protokollierung der Situation, von der vermutet wird, dass das Verhalten auftritt, danach Auswahl von Indikatoren für das Verhalten. Übernahme von Items aus vorliegenden Persönlichkeitsfragebögen/Beurteilungsverfahren (da Items wahrscheinl. schon auf ihre ValT hinsichtlich des angezielten Konstruktes geprüft sind) Befragung von Experten
  • Welche (Konkretisierungs-)Möglichkeiten zur äußeren formalen Gestaltung von Ratingskalen gibt es? die äußere formale Gestaltung von Ratingskalen kann konkretisiert werden durch: Polaritätenprofile (Paare von Eigenschaften, die zueinander gegensätzlich sind) verbale Beschreibung von Zwischenstufen (Beschreibung von Stärkegraden der Ratingskala durch einzelne quantifizierende Worte sehr zutreffend, zutreffend weder noch eher nicht zutreffend, gar nicht zutreffend) Visualisierung von Zwischenabstufungen (durch graphische Darstellung--> wichtig bei Kindern) Ankerbeispiele für Extremausprägungen (Textbeispiele für die Zuordnung in bestimmte Kategorien) Verwendung verhaltensnaher Indikatoren (eindeutige Begrifflichkeiten für den Beurteiler vorgeben durch konzeptbezogene Kriterien --> d.h. Konstruktion niedriginferenter Schätzskalen)
  • Welche Verzerrungsfaktoren können bei Schätzurteilen auftreten? sachfremde Einflüsse auf Beurteilungen: Güte-, Mildefehler Großzügigkeitsfehler Tendenz zur Strenge Fehler der zentralen Tendenz Reihungs- und rhythmische Schwankungseffekte Halo- /Mondhofeffekt: logischer fehler: Kontrastfehler:  Projektionsmechanismus Positionseffekte  Pygmalioneffekt Etikettierungs - und Stigmatisierungsprozesse soziale Stereotype: Konfabulationen beim Beobachtungsvorgang Form des Beobachtungsberichts als Fehlerquelle weitere Beurteilungsfehler: Hierarchie-Effekt Nikolauseffekt: wenn Mitarbeiter wissen,dass sie beurteilt werden, strengen sie sich besser an Kleber-Effekt....
  • Verzerrungsfaktoren bei Schätzurteilen: Was ist der Güte- bzw. Mildefehler? Personen, die der Beurteiler gut kennt, zu denen er ein hohes Ego-Involvement hat, werden positiver bewertet (Sympathie-/Antipathieeffekt) Sympathiefehler: besonders sympathisch wirkende Personen werden besser beurteilt
  • Was ist der Großzügigkeitsfehler? Neigung, zu gute Beurteilungen abzugeben (aufgrund der Befürchtung sich unbeliebt zu machen, Sorge, durch eindeutig negative Aussagen dem Beobachtetetn zu schaden...)
  • Verzerrungsfaktoren bei Schätzurteilen: Was ist die Tendenz zur Strenge? ein unzutreffender Maßstab durch ein zu hohes Anspruchsniveau (überproportional niedrige Einstufungen)
  • Verzerrungsfaktoren bei Schätzurteilen: Was ist der Fehler der zentralen Tendenz: Vermeidung von extremen Positionen bei der Bewertung, bevorzugung mittlerer Ausprägungen
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  • Was sind Reihungs- und rhythmische Schwankungseffekte? erstere Arbeiten werden eher mit mittleren Noten zensuriert als die späteren. dann periodisches Absinken und Ansteigen der Bewertung.
  • Was ist der Halo- /Mondhofeffekt: Ein Beurteilungsmerkmal (z.B. Wortgewandtheit) strahlt durch Überbewertung auf andere aus; Schluss von leicht zu beobachtenden auf schwer beobachtbare Merkmale (ordentliche Kleidung --> anständiger Mensch) tritt besonders auf, wenn Eigenschaft selten in Beurteilungsskalen enthalten ist, nicht klar u. präzise definiert ist, hohe moralische Wertigkeit besitzt.
  • Was ist der logische Fehler? Tendenz, die für den Beobachter logisch zusammengehörende Merkmale ähnlich zu bewerten; Annahme, dass best. Merkmale gekoppelt sind
  • Was ist der Kontrasteffekt? der zu bewertenden Person werden im Vgl zur eigenen Person gegenteiliger Eigenschaften zugeschrieben o. Beurteiler meinen fälschlicherweise, andere Personen seien so geartet wie sie selbst
  • Was ist der Projektionsmechanismus? eigene Fehler werden beim anderen bekämpft. Persönlichkeitsaspekte, die vom ÜberIch nicht toleriert werden, werden zu verdrängen versucht. Deshalb werden gerade diese Aspekte bei anderen Menschen in sensibilisierter Weise wahrgenommen und auch kritisiert (v.a. sozial oder moralisch nicht akzeptable Merkmale)
  • Was sind Positionseffekte (primacy-, recency - Effekt)? Erste oder letzte Info prägt das endgültige Schätzurteil
  • Was ist der Pygmalioneffekt (Rosenthaleffekt)? selbsterfüllende Prophezeihung: das Bild das man sich von einer anderen Person gemacht hat oder das einem nahe gelegt wurde bestimmt wie man eine andere Person behandelt oder auch beurteilt
  • Was sind Etikettierungs - und Stigmatisierungsprozesse? Zuordnung zu einer neg. bewerteten Kategorie ist Ursache für eine Entwicklung in eine bestimmte Richtung; aus einer eventuell nicht zutreffenden Zuschreibung wird Realität. (ähnlich selbsterfüllende Prophezeiung)
  • Was sind soziale Stereotype? Sonderfall des logischen Fehlers; soziales Verhalten wird  ohne rechtfertigung als zusammengehörig empfunden (z.B. Stereotype über Nationen, Volksgruppen)
  • Was sind Konfabulationen beim Beobachtungsvorgang Lücken oder Ungereimtheiten beim Beobachtungsvorgang werden durch erfundene Erlebnisse oder Erinnerungstäuschungen überdeckt (Zeitgitterstörung)
  • Verzerrungsfaktoren bei Beurteilungen: Was bedeutet: Form des Beobachtungsberichts als Fehlerquelle? Verkürzungen, Kontrastierungen, Def.probleme beim Übersetzen vorhandenen diagnostischen Materials in schriftlichen Bericht
  • Wie hängen Beurteilungs- und Beobachtungsverfahren zusammen? sie stehen in einem sachlogischen Zusammenhang: jede Beurteilung mittels Skalen setzt eine Beobachtung voraus. und umgekehrt folgt auf eine Beobachtung auch immer eine Beurteilung.
  • Tests oder Ratingskalen? Vor und Nachteile auf beiden Seiten? Tests: + bessere Erfüllung der Gütekriterien für dagnostische Verfahren - nicht für alle Bereich und Altersstufen sind Verfahren entwickelt worden Für Beurteilungsverfahren sprechen : Verfälschungstendenzen von Tests und Ökonomieargumente, wie Materielbedarf, diagnostische Ausbildung, Zeit von Tests.