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Modul 1 Einführung in die Psychologie (Subject) / Einführung (Lesson)
Einführung nach Gerrig
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- Wie veränderte sich die psychodynamische Therapieform nach Freud? Zunächst:intensive und langwierige Technik zur Analyse unbewusster Motive, Beweggründe und Konflikte, Ziel: innerpsychische Harmonie (Erweiterung des Gewahrseins für die Kräfte des Es, Reduzierung der übermäßigen Ergebenheit in das Über-Ich, Stärkung der Rolle des Ich). Therapie: Feststellung des Zusammenhangs zwischen aktueller Symptome und unbewusster Konflikte (Einsichtstherapie); Bewusstmachen der unbewussten Konflikte, Arbeit an den unbewussten Konflikten (meistens verbunden mit schmerzvollen Gefühlen), Auflösung der Konflikte durch 1.freie Assoziation und Katharsis 2. Widerstand (als Barrieren zwischen Unbewusstem und Bewussten, die durchbrochen wird) 3. Traumdeutung 4.Übertragung und Gegenübertragung(unerwünschte Gefühle des Therapeuten) Heute: Betonung der Emotionen des Klienten, Konzentration auf Widerstände, Bedeutung von vergangenen Erfahrungen für gegenwärtiges Erleben, Unterschiedliche Vorgehensweisen der Therapeuten bzgl. der Übertragung), Dauer: einige Jahre, mehrere Sitzungen pro Woche (Kurzzeittherapien), Voraussetzungen auf Seiten der Klienten: Introspektionsfähig, gute verbale Ausdrucksweise, hohe Motivation für Therapie
- In welchen Bereichen bietet sich eine Verhaltenstherapie an und was sind die typischen Methoden? Verhaltenstherapie am besten bei spezifischen Problemen (im Gegensatz zu allgemeinen persönlichen Problemen), z.B. spezifischen Phobien Insgesamt breiter Anwendungsbereich: Ängste, Zwangshandlungen,Depressionen, Suchtverhalten, Aggression, Delinquenz „fehlangepasste Verhaltensweisen“ Gegenkonditionierung: Verbindung von CS mit anderer CR⇒Verschiedene Techniken, die mit Gegenkonditionierung arbeiten: Expositionstherapien (systematische Desensibilisierung nach Wolpe, Flooding, Implosion), Aversionstherapie Löschen unerwünschter Verhaltensweisen (Cave: gleichzeitig Aufmerksamkeit auf positives Verhalten)
- Wann und wie werden kognitive Therapien angewandtt? Änderung falscher Überzeugungssysteme Falsche Denkweisen durch Unvernünftige Einstellungen (z.B. „Ich muss perfekt sein.“), Falsche Vorannahmen (z.B. „Wenn ich alles tue, was verlangt wird, werde ich beliebt sein.“), Starre Regeln (z.B. „Ich muss Autoritäten gehorchen.“ Ersetzen durch effektivere Problemlösetechniken durch 4 Techniken: Infragestellen der grundlegenden Annahmen über das eigene Funktionieren, Bewertung der Belege für und gegen die Genauigkeit der automatisierten Gedanken, Reattribution der Schuld für Misserfolg auf situative Faktoren (z.B. „Ich konnte vor der Arbeit durch eine Erkrankung nicht so viel lernen.“), Diskussion alternativer Lösungsansätze für komplexe Aufgaben, die zu Misserfolgserlebnissen führen könnten (z.B. „Mein Bruder ist tatsächlich besser in Deutsch; dafür bin ich besser in Mathematik.“ oder „Mein Wert ist nicht durch die Schulnoten zu bemessen; ich bin mehr als meine Schulnoten.“) Rational-emotive Therapie (änderung von Kognitionen) nach Albert Ellis (1962): Irrationale Überzeugungen/ stark belastende emotionale Reaktionen Therapie: Umformung von irrationalen Überzeugungen (z.B. „Wenn ich mich blamiere, dann mag mich keiner.“ -> Konfrontation mit irrationaler Überzeugung, bewusstes Ausprobieren der Situation) Kognitive Verhaltensmodifikation (änderung von verhalten) nach Becks durch Kognitive Restrukturierung (Umwandlung von negativen Äußerungen über die eigene Person in konstruktive Äußerungen)
- Was kennzeichnet die humanistische Therapieform? Grundannahme: Streben nach Selbstverwirklichung, Problem: fehlerhafte Lernmuster (Übernahme von negativen Bewertungen anderer Personen) -> Konflikt zwischen positivem Selbstbild und negativer externer Kritik -> Angst/Unglücklichsein) Therapie: Klientenzentrierte, non-direktive Therapie: unbedingte positive Wertschätzung: grundlegende Akzeptanz der KlientInnen Transparenz: Ausdruck der eigenen Gefühle und Gedanken gegenüber KlientInnen Empathie: Nachempfinden der Gefühle der KlientInnen 15.5.2 Gestalttherapie (nach FritzPerls, 1976) Ziel: Zusammenführen von Körper und Geist
- Was ist Hauptanliegen der Paartherapie? Paartherapie: Aufdeckung der typischen Kommunikationsmuster⇒ Therapie: Verbesserung der Qualität der Interaktionen
- Wo liegen Vor- und Nachteile von Gruppentherapien? Suchtverhalten,Organische und psychische Störungen, Lebensübergänge, Traumata Funktion von Selbsthilfegruppen:Hoffnung, Gefühl für Kontrolle über das Problem, Soziale Unterstützung, Informationserwerb über Störungen/Behandlung
- Welche biomedizinischen Therapien gibt es? Medikamentöse Therapie §§ Psychochirurgie §§ Elektrokrampftherapie §§ Repetitive Magnetstimulation(rTMS)
- Wie wirken Antipsychotika? Reduktion der Aktivität des Neurotransmitters Dopamin (z.B. durch Blockade der Rezeptoren) ⇒ Senkung der gesamten Hirnaktivität (-> beruhigende Wirkung), Reduktion der Positivsymptomatik (Wahnvorstellungen, Halluzinationen) §§ Nebenwirkungen: muskuläre Störungen §§ Hohe Rückfallquote
- Wie wirken angstlösende Medikamente? Erhöhung der Aktivität des Neurotransmitters GABA (durch verhinderte Wiederaufnahme in die präsynaptische Membran) -> Hemmung der Hirnregionen Nebenwirkungen: Tagesmüdigkeit, Undeutliche Sprechweise, Koordinationsprobleme, verminderte Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen, Abhängigkeit (-> Entzugserscheinungen bei Abbruch)
- In welchen Bereichen kommt es immer noch zu chirurgischen Eingriffen? Schizophrenie, Schwere Zwangsstörungen, Ernste neurologische Erkrankungen (Parkinson-Erkrankung, Tourette-Syndrom,Epilepsie) §§ Präfrontale Lobotomie (Durchtrennung der Verbindung des frontalen Cortex mit dem Zwischenhirn) –> Persönlichkeitsveränderungen⇒seltene Verwendung Zingulotomie(Gyruscinguli ) -> Besserung von schweren depressiven Verstimmungen, Zwangsstörungen
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- Was kann die elektrokrampftherapie und welche Alternative gibt es? Verabreichung von elektrischen Schlägen -> Krampf -> schnelle Besserung der Symptome (vergleichbar mit 1-2-wöchiger medikamentöser Therapie) – sehr erfolgreich Behandlung von Schizophrenie, Manie, Depression Wirkweise: Hormongleichgewicht, Stärkung des Gehirns ?? Nebenwirkungen: vorübergehende Desorientierung, kognitive Defizite Repetitive transkraniale Magnetstimulation (rTMS) als Alternative fürElektrokrampftherapie: Wiederholte Pulse magnetischer Stimulation Wirkweise vergleichbar mit Antidepressiva
- Wie misst sich die Güte einer Therapie und wie kann sie verbessert werden? Therapie muss besser sein als Placebo oder Spontanremission Identifikation gemeinsamer Faktoren für eine gute therapeutische Effektivität Positive Erwartungen des Klienten Verstärkung der positiven Erwartungen durch den Therapeuten Zukunftsperspektive durch den Therapeuten mit Möglichkeiten zum Ausprobierendes neuen Verhaltens Klarer Behandlungsplan als Basis für Therapie§§ Vertrauen, Wärme und Akzeptanz als Grundlage für Beziehung zwischen Klient und Therapeutische Allianz: wechselseitige Beziehung zwischen Klient undTherapeut, geprägt durch Kooperation
- Welche drei Formen der Prävention psychischer Erkrankungen gibt es? Primäre Prävention: Vermeidung von auslösenden Bedingungen vor deren Auftreten (z.B. Bewältigungsstrategien -> erhöhter Widerstand gegenüber Problemen) §§Sekundäre Prävention: Reduktion der Dauer und des Schweregrades einer bereits vorhandenen Störung (z.B. schnelle Erkennung und Behandlung) §§ Tertiäre Prävention: Verringerung der langfristigen Auswirkungen einer psychischen Störung durch Rückfallprävention (z.B. Kontrolle der medikamentösen Therapie)
- Worum handelt es sich um typische Fehler der Alltagspsychologie? Fehler bei der Wahrnehmung, Fehler beim Erinnern, Fehler im logischen Denken, Fehler beim Umgang mit Wahrscheinlichkeiten
- Was besagt der Fremde Person Test? Der englische Kinderpsychiater und Psychoanalytiker John Bowlby begründete in den 1950er Jahren die Bindungstheorie (Bowlby 1958): sicher (B), kurzzeitig irritiert, wenn Mutter Raum verlässt, lassen sich jedoch von der Testerin trösten, laufen der Bezugsperson bei deren Wiederkehr entgegen und begrüßen diese freudigunsicher-vermeidend (A) Sie wirken bei der Trennung von der Bezugsperson unbeeindruckt; ignorerien diese bei Rückkehrunsicher-ambivalent (C): Sie wirken bei der Trennung massiv verunsichert, weinen, laufen zur Tür, schlagen gegen diese und sind durch die Testerin kaum zu beruhigen. Bei Wiederkehr der Bezugsperson zeigen sie abwechselnd anklammerndes und aggressiv-abweisendes Verhalten und sind nur schwer zu beruhigenSpäter kam im Zuge der Untersuchung schwer vernachlässigter Kinder die Kategorie desorganisiert (D) hinzu: Erstarren, im Kreis drehen schaukeln....
- Was dachte Sternberg über die Intelligenz? Die triarchische Intelligenztheorie von Robert Sternberg geht davon aus, dass Intelligenz vor allem darin zum Ausdruck kommt, wie erfolgreich man im Leben ist, und postuliert drei Intelligenzbereiche: analytische, praktische und erfahrungsbezogene Fähigkeiten. Sternberg betrachtet Intelligenz somit nicht als eine feststehende Eigenschaft, sondern als Prozess,
- Wie verändern sich die Hirnwellen während des Schlafs? Gamma > 38 Hz geistige Höchstleistung, für Zusammensetzung von Wahrnehmungen wichtig Beispiel: Hochkonzentriertes Arbeiten nicht bekannt Beta 12 - 38 Hz wach und aufmerksam, konzentriert, bei vollem Bewusstsein normales Frequenzband während des Tages, Beispiel: konzentriertes Arbeiten nicht sehr effektiv - Einflussnahme jedoch möglich (z.B. auf Aufmerksamkeit) Alpha 8 - 12 Hz wach aber entspannt, passiv, ruhig, kreativ, Brücke zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein leichte bis mäßige Entspannung, leichte Meditation, Hypnose, nach dem Aufwachen, vor dem Einschlafen, bei Tagträumen sehr gut geeignet Theta 3 - 8 Hz "Traumzustand", Unterbewusstsein aktiv leichter Schlaf, tiefe Entspannung, REM-Phase / Träume, Meditation am effektivsten Delta 0,2 - 3 Hz tiefer, traumloser Schlaf - komplette Ausschaltung des Bewusstseins - Unbewusstsein aktiv längerer Schlaf, komatöse Zustände schwierig, aber z.B. geeignet zur Behandlung Schmerzen
- Was passiert im Körper bei Walter Cannons Fight or Flight Modell? Während der Fight-or-flight-Reaktion veranlasst das Gehirn, dass durch Nervenbahnen des vegetativen Nervensystems Impulse an das Nebennierenmark gesendet werden, die dort eine schlagartige Freisetzung von Adrenalin bewirken, das u. a. das Herzminutenvolumen, die Körperkraft (Muskeltonus) und die Atemfrequenz erhöht. Bei einer Dauerbelastung werden zusätzlich stoffwechselanregende Hormone wie Cortisol von der Nebennierenrinde ins Blut abgegeben, da das Adrenalin zwar sofort, aber nur für kurze Zeit wirksam ist
- Welche Sets gibt es im Bereich der Wahrnehmung? Ein Set ist eine zeitweilige Bereitschaft, einen Stimulus auf eine bestimmte Weise wahrzunehmen oder in einer bestimmten Weise darauf zu reagieren. Dabei können motorische, mentale und perzeptuelle Sets unterschieden werden.
- Wie nennt man den Verlust der Fähigkeit, Gedächtnisinhalte abzurufen, die VOR der Verletzung abgespeichert wurden? Retrograde (rückwärts gewandte) Amnesie. Bei der anterograden Amnesie (auch Ekmnesie,[1] englisch ecmnesia) ist die Merkfähigkeit für neue Bewusstseinsinhalte massiv reduziert. So
- Was ist eine proaktive Interferenz? Die Proaktive Interferenz bezeichnet in der Gedächtnispsychologie die Beeinflussung bzw. Überlagerung von neu erworbenen Gedächtnisinhalten durch früher Gelerntes (im Gegensatz zur Retroaktiven Interferenz).
- Wer entwickelte die klientenzentrierte Therapie und was sind ihre Kernsätze? Carl Rogers: Empathie, Kongruenz (Hiermit macht Rogers klar, daß es dem Klienten in einer Beziehung nur möglich ist zu wachsen, wenn ihm der Therapeut so gegenübertritt, wie er wirklich ist. Das heißt, er ist in dieser Beziehung, in diesem Moment selbst auch Mensch, kann also auch über seine Gefühle und Einstellungen offen reden), bedingungslose positive Zuwendung
- Wie sieht Harold Kelley die Attributionstheorie? Kovariationsprinzip: der Mensch analysiert objektiv und logisch, drei Informationen, um zu einer internen oder externen Attribution zu gelangen. Konsistenz: Tritt das Verhalten des Akteurs in ähnlichen Situationen über verschiedene Zeitpunkte hinweg auf? Konsens: Zeigen auch andere Menschen das Verhalten in der gleichen Situation? Distinktheit: : Ist das Verhalten spezifisch für diese eine Situation? Die Distinktheit ist hoch, wenn sich die Person nur in wenigen Situationen so verhält. niedriger Konsensus und niedrige Distinktheit führt zu interner Attribution (die Ursache des Verhaltens läge im Akteur) hoher Konsensus und hohe Distinktheit führt zu externer Attribution (die Ursache des Verhaltens läge in der Situation)[7]
- Wobei handelt es sich um den fundamentalen Attributionsfehler? Überbewertung dispositionaler Faktoren, Unterbewertung situativer Faktoren
- Wem nützt die Self-Serving-Bias? Verzerrung zugunsten der eigenen Person: bei positiven Erlebnissen Attribuierung auf die Person, bei negativen Erlebnissen auf die Umwelt: (bei Menschen mit depressiven Verstimmungen anders) z.B. „Ich habe eine gute Arbeit geschrieben, weil ich in dem Fach sehr gut bin.“ vs. „Ich habe die Stelle nicht bekommen," anders als die selfullfilling prophecies, die auch sehr negativ ausfallen können.
- Was sind Groupthink und Gruppenpolarisierung? Groputhink:Tendenz einer Gruppe, unerwünschte Inputs auszufiltern auf dem Weg zu einer Entscheidung Gruppenpolarisierung: Tendenz zu extremeren Entscheidungen in der Gruppe als alleine (vorsichtigere vs. risikofreudigere Gruppe); Grund: Modell des Informationseinflusses (mehr Informationen von einzelnen Gruppenmitgliedern-stärkere Polarisierung), Modell des sozialen Vergleichs (extremere Meinung als Gruppenmittel für Achtung der Gruppenmitglieder)
- Warum gehorchen wir Autoritäten? Normeneinfluss (Menschen wollen gemocht werden) Informationseinfluss (Menschen wollen sich korrekt verhalten) Unsicherheit darüber, wie sie Gehorsam hätten verweigern können Gewohnheit
- Was ist eine Einstellung, warum brauchen wir sie und wie lässt sie sich ändern ? Einstellung = positive oder negative Bewertung von Menschen, Objekten und Vorstellungen anhand von kognitiven, affektiven, behavioralen InformationenEinstellungen als Grundlage für Konstruktion der sozialen Realität (für Attributionen) Einstellungsänderung nur bedingt möglich - z.B. durch Persuasion durch sich selbst oder andere
- Was besagt das Elaboration-Likelihood-Modell? Von Richard Petty und John T. Cacioppo entwickeltes Modell in der Sozialpsychologie: Es beschreibt die Auswirkungen einer persuasiven Mitteilung auf den Empfänger hinsichtlich seiner Einstellung gegenüber dem Thema der Mitteilug- letztendlich: Wie leicht ist jemand zu beeinflussen? Kann der Hörer eine Information gut verarbeiten/will er sie verarbeiten (neigt er zum kritischen Denken), nimmt diese die zentrale Route (high elaboration), die zu einer stabilen Einstellung führt, sonst die periphere (low elaboration), die zu eien schwankenden Einstellung führt..
- Was unterscheidet ein Vorurteil von einer Einstellung? Das Vorurteil umfasst die negativen Gefühle (Abneigung), negative Überzeugungen (Stereotypen) und Verhaltensabsicht (z.B. Objekte der Zielgruppe zu vermeiden); z.B. „Menschenmit dem Sternzeichen „Jungfrau“ sind gefühlskalt.“ Entstehung von Vorurteilen: Falsche Überzeugung > Belege für Falschheit> trotzdem Weiterbestand => Vorurteil
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- Warum haben Menschen so gerne Vorurteile und wie lautet deren einfachste Einteilung? Soziale Kategorisierung = Prozess der Einordnung von Menschen zu bestimmten Gruppen (> Organisation der sozialen Umgebung >Vorhersagemöglichkeit für zukünftige Ereignisse) Einfachste Einteilung in „In- Group“ (Identifikation mit der Gruppe, z.B.„Widder“) und „Out-Group“ (keine Identifikation mit der Gruppe, z.B. „Jungfrauen“)
- Kann man implizite Vorurteile messen? Messmethode: IAT (impliziter Assoziationstest); misst Geschwindigkeit positiver und negativer Assoziationen auf eine Zielgruppe §Weiße: längere Reaktionszeiten bei schwarzen Gesichtern und positiven Wörtern als bei schwarzen Gesichtern mit negativen Wörtern => unbewusstes Vorurteil gegenüber Schwarzen
- Wie werden Vorurteile abgebaut? Kooperatives Handeln und gemeinsame Ziele> Rückgang der Feindseligkeit Kontakthypothese (Förderung der persönlichen Interaktion in der Verfolgung gemeinsamer Ziele; auch indirekter Kontakt)
- Wie entsteht Zuneigung? Physische Attraktivität> Zuschreibung von positiven Charaktereigenschaften (z.B.Freundlichkeit, Wärme, Großzügigkeit), Zuschreibung von sozialer KompetenzGrund: evolutionstheoretische Hypothese (Verbindung von physischer Attraktivitätmit wichtigen Merkmalen zur Gesundheit und Fortpflanzung), V.a. Attraktivität des Gesichtes (bei Symmetrie)§ Durch Ähnlichkeit: Bzgl. Überzeugungen, Einstellungen und WertenGrund: Gefühl der persönlichen Bestätigung bei Ähnlichkeit, starke Zurückweisung bei Unähnlichkeit, Ähnlichkeit auch Determinante bei der Dauer der Freundschaft Durch Reziprozität:Zuneigung zu Menschen, von denen man glaubt, dass man von ihnen gemocht wird/ Annahme: Zuneigung ~ Vertrauen-> erwiderte Zuneigung
- Welche drei Dimensionen kennzeichnen die Liebe? Definition von Liebe: Zusammensetzung aus den Dimensionen „Leidenschaft“ (sexuelle Leidenschaft und Verlangen), „Intimität“ (Ehrlichkeit und Verständnis) und „Verbindlichkeit“ (Hingabe und Opfer) Hoher Wert auf Dimension „Leidenschaft“ => „Verliebt sein“ Veränderung von leidenschaftlicher Liebe (hohe Werte auf der Dimension„Leidenschaft“) zu freundschaftlicher Liebe (hohe Werte auf der Dimension „Intimität“)
- Wie prägt die Kultur die Erwartungen an die Liebe? Kultureller Faktor bzgl. der Erwartungen an die Liebe :independente(Auswahlhinsichtlich der eigenen Gefühle) vs. interdependente Kultur (Auswahl hinsichtlich der Passung zur Familienstruktur und-prioritäten) Faktoren für das Verliebtsein in den USA: Erscheinung und Ähnlichkeit Faktoren für das Verliebtsein in China: Reaktion von Familie und Freundeskreis Unterschiedliche Gewichtung von „Liebe“ bei Beziehungsaufbau in Abhängigkeit der Kultur (Heirat ohne Liebe in Indien, nicht in USA)
- Wo sitzt die Aggression und welche Formen gibt es? Biologische Ursachen: starke genetische Komponente, Hirnunterschiede(Amygdala), neurchemische Veränderungen (Serotonin) Unterscheidung zwischen impulsiver (emotionsgeleitet, spontane Reaktion auf bestimmte Situationen) und instrumenteller Aggression (zielgerichtet, überlegt)
- Welche Gründe kennt Daniel Batson für prosoziales Verhalten? Altruismus: Motiv, anderen etwas Gutes zu tun § Egoismus: Hilfe für Gegenleistung oder Belohnung § Kollektivismus: Gutes Tun nur für eine bestimmte Gruppe von Personen § Prinzipien: moralische Prinzipien (religiös, ethische Richtlinien)
- Was besagt der Bystander-Effekt? Latané&Darley, 1970): Bereitschaft, Fremden in Not zu helfen, ist abhängig von den genauen Eigenschaften einer Situation Diskussion: Verantwortungsdiffusion §Weitere Variablen für prosoziales Verhalten: § Ernsthaftigkeit des Notfalls (geringe physische Gefahr und Zeugen > keine Hilfe hohe physische Gefahr und Zeugen §Offensichtlichkeit des Notfalls für Anwesende (Aufmerksamkeit auf Notfall und nichtauf eigene Angelegenheiten)
- Was sind Operatoren? Die Schritte, auf die wir zurückgreifen, um von einem Anfangszustand zu einem Endzustand zu gelangen...
- Was bewirkt die Regression beim Kind? Man nennt das Regression, wenn ein Kind in Verhaltensweisen zurück verfällt, denen er längst entwachsen sein sollte.
- Wann ist eine Konditionierung besonders löschungsresistent? Reaktionen, die unter Plänen partieller Verstärkung erworben wurden, sind löschungsresistenter als Reaktionen, die unter kontinuierlichen Verstärkerplänen erworben wurden. Variable Quotenpläne erzeugen den größten Löschungswiderstand und die höchste Reaktionsrate