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Motivation und Emotion (Subject) / Motivationspsychologie 1 - 4 (Lesson)

Tu Chemnitz Einführung Methodik Freud Hull

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  • Was untersuchte Perin 1942? Beschreibe das Experiment! Perin - experimentelle Bestätigung von Hulls Verhaltensvorhersage (Verhalten = Trieb x Habit)- Wirkung von Trieb und Habit auf die Löschungsresistenz durch Training von Versuchstieren (Hebel betätigen um Futter zu erhalten)- UV1: Anzahl der Verstärkungen beim Hebeldrücken (oben vs unten in der Hierarchie)- UV2: Ausmaß der Nahrungsdeprivation (hohe vs niedrige Triebstärke)- AV: Löschungsresistenz des gelernten Verhaltens- Ergebnisse: Löschungsresistenz durch Triebstärke & Habituationshierarchie beeinflusst
  • Wodurch wurde die Theorie Hulls zur Motivation erweitert? - sekundäre (erlernte) Triebe- die Rolle des Anreizes (Verhalten = Trieb x Habit x Anreiz)
  • Beschreibe einen experimentellen Versuch zu den sekundären Trieben! Miller'sche "Shuttle-Box"- Shuttle-Box:-> 1. Abteil: durch Boden Elektroschocks-> 2. Abteil: normaler Boden-> getrennt durch eine Tür: Öffnung durch Wakze oder Hebel betätigen- Versuchsphase 1: Elektroschok (Furcht) in Abteil 1 bei geöffneter Tür- Versuchsphase 2: keine Elektroschocks mehr, Tier muss versuchen die nun geschlossene Tür zu öffnenErgebnisse:- Klassisches Konditionieren in der ersten Phase (Furcht)- Merkmale des Abteils, in dem Schmerzreize verabreicht wurden, werden zu Auslösern eines sekundären (erlernten) Triebs ind Phase 2
  • Nenne Kritikpunkte an den Ergebnissen der Miller'schen "Shuttle-Box"! - nur für Vermeidungsverhalten nachweisbar (nicht aufsuchendes Verhalten wie primäre Triebe)- klassisches Konditionieren der Furcht konnte physiologische nicht nachgewiesen werden
  • Was untersuchte Meryman 1952? Aggregation von angeborenen (Hunger) und erlernten (Furcht) Energiequellen - UV1: Verabreichung von Schmerzreizen (ja vs. nein) in der Lernphase - UV2: Nahrungsdeprivation (1h vs 24h)- AV: Schreckreaktion (Stärke)- Annahme: Verschiedene Trieben sagen geeinsam die Stärke des Verhaltens vorher, das in der jeweiligen Habithierarchie am weitesten oben steht- Ergebnisse: Bestätigung, dass Triebe eine übergreifende (aggregierte) Energiequelle des Verhaltens sind
  • Was sind aggregierte Energiequellen nach Hull? = übergreifende Energiequellen (Triebe)
  • Was bedeutet latentes Lernen nach Hull? ein neues Reizobjekt bringt verborgenes oder bis dahin nicht ausgenutztes Lernen (Fähigkeitsfortschritte) zum Vorschein
  • Was war der Ausgangspunkt für die Erweiterung durch die Rolle des Anreizes? Befunde zum Latenten Lernen (Tolman & Honzig) [->  bei der Dichotomie der (biologisch verankerten) Energiequellen und den Lernvariablen (Trieb x Habit)]
  • Wie wird der Anreiz nach Hull definiert? Anreiz besitzt sowohl eine biologische Komponente als auch eine Lernkomponente - gilt als Erweiterung der Motivationstheorie nach Hull (Verhalten = Trieb x Habit x Anreiz)
  • Was untersuchten Tolman und Honzig 1930? - UV1: Beginn der Verstärkung (ab Durchgang 1 vs. ab Durchgang 11 vs. keine Verstärkung) = Variation der Gewohnheitszustände- AV: Anzahl der Fehler beim Durchlaufen eines Labyrinths - Annahme:-> Gruppe 1: Fehlerzahl langsam abnehmend-> Gruppe 2: ab 11. Durchgang und parallel zur 1. Gruppe abnehmend (kontinuierlich)-> Gruppe 3: Fehlerzahl überhaupt nicht abnehmen- Ergebnis: Gruppe 2 zeigt am Ende weniger Fehler auf als Gruppe 1
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  • Beschreibe die multiplikative Verknüpfung der drei Größen des Verhalts nach Hull (Erweiterung)! Trieb (biologisch verankerte Energie)- "PUSH"-Variable, die zu einem Ziel hindrängt (zB. Hunger, Durst, Angst)- operationalisierbar (zB durch Dauer der Deprivation) Habit (Lernvariable)- situationsspezifische Gewohnheitshierarchie- operationalisierbar (zB anhand der Zahl der vorauslaufenden Verstärkungen) Anreiz (biologische und Lernkomponente)- Charakteristiska des Zielobjekts und erlernte Anreizwerte- operationalisierbar (zB. durch Menge oder Qualität des dargebotenen Futters)
  • Was sind Grenzen der Theorie Hulls? - sekundäre Triebe immer vermeidender Charakter (kein Nachweis für aufsuchenden Charakter)- Phänomen des spontanen Reaktionswechsels- Entscheidungsexperimente von Montgomery (1952) und Glanzer (1953)
  • Beschreibe das Phänomen des spontanen Reaktionswechsel mit Hilfe eines Experimentes! Labyrinth mit jeweils zwei waagerechten und senkrechten Armen- waagerechte Arme in unterschiedlichen Farben- zuerst ist der Startpunkt des Versuchstiers im südlichen Arm- Verstärkung immer nur in einem Arm (Rechts)- in zweiter Phase Versuchstier mit Start im Norden- läuft nun nicht immer nach links (rechter Arm) sondern zeigt auch spontane Reaktionswechseln- widerlegt die Hypothese der Reaktionsermüdung- sondern Tier zeigt EXPLORATIONSVERHALTEN (Neugier --> Kognitionen)
  • Welche drei Erklärungsmöglichkeiten gibt es für das Phänomen des spontanen Reaktionswechsels! - einseitige muskuläre Ermüdung (HULL) - Stimulus-Sättigungs-Hypothese - Evolutionäre Perspektive
  • Welche Theorie baut auf Hulls auf? Bzw. kann als Erweiterung Hulls Theorie gesehen werden? Aktivationstheorie von D.E.Berlyne (1952)
  • Auf welchen drei Erkenntnissen basiert die Theorie zu kognitiven Motivation 1974? (Aktivationstheorie, Berlyne) - Zusammenhang Aktivation und Attraktivität - Zusammenhang Aktivation und Stimuluskomplexität - Zusammenhang Stimuluskomplexität und Attraktivität
  • Was besagt die Triebtheorie nach aktivationstheoretischen Konzepten? je größer die triebkräfte, desto höher die Auftretenswahrscheinlichkeit, Häufigkeit und Intensität einer gelernten Reaktion
  • Beschreibe den Zusammenhang von Aktivation und Attraktivität nach aktivationstheoretischen Konzepten! Attraktivität y-AscheAktivation  x-Achse umgekehrter linearer Zusammenhang
  • Beschreibe den Zusammenhang von Aktivation und Stimuluskomplexität! Aktivation y-AchseStimuluskomplexität x-Achse U-förmiger Zusammenhang
  • Beschreibe den Zusammenhang von Attraktivität und Stimuluskomplexität! Attraktivität y-AchseStimuluskomplexität x-Achse umgekehrter u-förmiger Zusammenhang
  • Nenne die vier experimentellen Bestätigungen der Berlyne'schen Theorie! - Experimente zur sensorischen Deprivation (Lilly [1956], Bexter,Heron&Scott [1954]) - Reizüberflutung - Das Schwierigkeitsgesetz der Motivation (Yerkes und Dosdson [1908]) - Das Phänomen der sozialen Erleichterung (Zajonc, 1965)
  • Welche Erkenntnisse sind zu den Experimenten der sensorischen Deprivation zu nennen? Nenne Wissenschaftler, die solche Experimente durchführten! - Umgebung mit extrem geringer Stimulation werden als höchst unangenehm erlebt- Extremfall: Halluzinationen (Generierung interner Reize) - Lilly - 1956- Bexter, Heron & Scott - 1954
  • Nenne ein Beispiel zur Reizüberflutung (als Bestätigung der Berlyne'schen Theorie)! - dauerhafter Lärm als Gesundheitsrisiko
  • Welchen Zusammenhang beschreibt das Schwierigkeitsgesetz der Motivation von Yerkes und Dodson (1908)? - umgekehrter U-förmiger Zusammenhang zwischen physiologischem Aktivierungsniveau und kognitiver Leistungsfähigkeit
  • Was beschreibt das Phänomen der sozialen Erleichterung (Zajonc, 1965)? - soziale Erleichterung = leistungsfördernde Funktion der Aktivierung durch die Anwesenheit Anderer-> nur bei einfachen Aufgaben-> bei komplexen Aufgaben eher hinderlich (höhere Aktivierung) - audience effect (andere schauen zu)- coaction effect (andere machen genau die gleiche Tätigkeit)
  • Warum führte Hull das Konzept des Anreizes in seine Theorie ein? A) Aufgrund der Befunde zum Spontanen Reaktionswechsel B) Aufgrund der Überlegungen von Berlyne zum Zusammenhang von Aktivation und Stimulusattraktivität C) Aufgrund der Befunde von Richter (1927) zur Nahrungsdeprivation D) Aufgrund der Befunde zum Latenten Lernen E) Keine Alternative ist zutreffend A - falsch: Spontaner Reaktionswechsel eher ausschlaggebend für Aktivationstheoretische KonzepteB - falsch: Berlyne nicht Vertreter Hulls Theorie, baute auf seiner auf, aber kognitive GrundgedankenC - falsch: Richter als Grundlage für primäre TriebeD - richtig