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Kommunikation (Subject) / Foliensatz 3 (Lesson)

Massenkommunikation / Medienkommunikation - Begriffsbestimmung

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  • WIe kam es zur Massenkommunikation? Massenkommunikation - Begriffsbestimmung Kategorie „Masse“ – Soziologie / Psychologie / Kulturtheorie– umstritten, meist pejorativ  Entstehung des Phänomens Mitte 19. Jhd.: Industriealisierung, Urbanisierung, Verstädterung Entstehung des Industrieproletariats Entstehung neuartiger sozialer Strukturen in Ballungsgebieten
  • Was ist Massenkommunikation im klassischen Sinne nach Maletzke 1963? Massenkommunikation ist jede Form der Kommunikation, bei der Aussagen auf folgende Weise vermittelt werden: öffentlich Empfänger / Rezipienten nicht begrenzt oder definiert technische Verbreitungsmittel technische Medien indirekt räumliche / zeitliche Distanz zwischen den Kommunikationspartnern einseitig kein Rollenwechsel zwischen Sender (Produzent) und Empfänger (Rezipient) disperses Publikum nicht homogen nicht stabil  
  • Welche Eigenschaften hat die Massenkommunikation? Massenkommunikation – besondere Eigenschaften Ausstrahlung (Einweg-Distribution) Multiplikation Agenda-Setting Themen setzen (bzw. beenden) zu aktuelle Themen Material zur Verfügung stellen mehrheitsfähige Wirklichkeitsentwürfe anbieten Freiheitsgrade in der Kommunikation Lockerung der Verflechtung von Produktion und Rezeption (im Vergleich zu face to face Kommunikation)
  • Wie unterscheiden sich Massenkommunikation und Face-to-Face Kommunikation? Massenkommunikation Produktion Beiträge auf idealtypischen Produktion Rezipienten hin konzipiert direkte Reaktionen des Rezipienten müssen weniger berücksichtigt werden--> weniger direkte Rückkopplung Rezeption Rezipient hat situativ RezeptionFreiheit bei der Auswahlder Medienangebote(aber: Gruppenzwänge) Face-to-Face-Kommunikation Produktion Beiträge auf situativ anwesenden Interaktionspartner hin konzipiert direkte Reaktionen des Interaktionspartners haben Einfluss auf den weiterenVerlauf der Kommunikation--> direkte Rückkopplung Rezeption Interaktionspartner sind durch Situationseingebundenheit nicht frei in der Rezeption
  • Aufgrund welcher besonderen Eigenschaften können Massenmedien gesellschaftliche Diskurse organisieren? - Einweg-Distribution- Multiplikation- Agenda-Setting
  • Was bedeutet Medienkommunikation? Medienkommunikation (Makro- / Meso-Ebene) – Begriffsbestimmung 1. keine klareTrennung zwischen interpersonaler und Massenkommunikation (z.B. Talkshows, Blogs als neues News-Format, Twitter, Foren) Soziale Medien sind elementarer Bestandteil der Präsidentschaftskampagnen (USA 2. Verschwinden der Grenzen zwischen Öffentlichkeit und (inszenierter) Privatheit z.B. Talkshows bei Privatsendern, Doku Soaps, parasoziale Beziehungen zu ModeratorInnen 3. massenhaft verbreitete Inhalte beanspruchen nicht mehr unbedingt eine publizistische Aussage (Botschaft) 4. massenhaft verbreitete Inhalte werden nicht unbedingt von einem Sender professionell produziert (z.B. Videoclips bei YouTube -> Motto „broadcast yourself“) 5. Medienkonvergenz (alle Funktionalitäten klassischer Medien in einem Medium vereint) Sowohl private als auch öffentliche Kommunikation: Online-Zeitungen, Internet-Radio, Internet-Fernsehen, Podcasting, Social Media ... 6. Gerichtetheit der Kommunikation wird durch Interaktivität relativiert (interaktive Angebote in klassischen Medien, Social Media) 7. Rezipienten differenzieren sich in Adressaten-, Ziel- und Nutzergruppen Beispiel Twitter: „ad hoc-Publikum“ durch gemeinsames Schlagwort (Hashtag) lässt bisher unzugängliche Rezeptionspraktiken eines Massenpublikums sichtbar werden MERKE: Unterschied zu face to face Kommunikation nicht mehr Kriterium der Professionalitätund Institutionalisierung der Produktionsseite, sondern lediglich Zwischenschaltungeines technischen Medium
  • Welche Theorien der Wirkungsforschung existieren? 1. psychologische Theorien der 1920er und 30er Jahre: angeborene und verhältnismäßig uniforme biologische Mechanismen Instinkttheorie Äußere Stimuli lösen auf Grund relativ festgelegter Triebe festgelegteVerhaltensweisen (Reaktionen) aus Black-Box-Modell (Behaviorismus) 2. soziologische Theorien der 1920er und 30er Jahre:  Theorie der Massengesellschaft Industriealisierung führt zu Urbanisierung der Gesellschaft (Verstädterung) Primärgruppen, die dem Individuum sozialeAußenstabilisierung boten, brechen zusammen (Familie als traditionelle Grundlage solidarischen Handelns) Isolation, Vereinzelung, Anonymität 3. Stimulus-Response-Theorie der Massenkommunikation Behauptung: sorgfältig gestaltete Stimuli erreichen jedes Individuum der Gesellschaft auf gleiche Weise, werden von jedem Individuum in der gleichen Art wahrgenommen und erzielen bei jedem ähnlich Reaktionen
  • Wodurch wurden die 1) Instinktheorie, 2) Die Tehorie der Massengesellschaft und das 3) S-R-Konzept abgelöst? Psychologie und die Instinkttheorie Auffassung von individueller psychologischer Variabilität Inhalt der Black Box Einstellungen als zentrale Variable Lerntheorien Soziologie und die Theorie des Massengesellschaft Kleingruppenkonzept Individuen in der modernen Gesellschaft nicht atomisiert und sozial isoliert Mitglied vieler Gruppen Massenkommunikative Wirkungsforschung und das S-R-Konzept Stimulus-Objekt-Response Individuum = „Objekt“ von Beeinflussungsversuchen Wichtiger Einflussfaktor für Wirkungsforschung denn: 1. Bedeutung der individuellen psychischen Disposition: Einstellungsforschung Einstellungen als relevante Variable im Wirkungsprozess 2. Erreichbarkeit der potentiellen Rezipienten Diffusionsforschung --> Bedingungen, unter denen sich massenmedial vermittelteInhalte verbreiten Stellenwert der interpersonalen Kommunikation (Stellenwert der Kleingruppen)
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