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Bodenkunde (Subject) / Bodenprofile (Lesson)
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- Terrestrische Böden O/C-Böden Felshumusboden Felshumusboden Profilaufbau: O/mCAusgangsgestein: massiver Fels Bodenbildende Prozesse: initiale Besiedlung mit Flechten, höherePflanzen wurzeln im Debris, Humusakkumulation, StreuzersetzungEigenschaften: sauer, basenarm, kurzzeitig nassVerbreitung: v.a. GebirgeNutzung: oft bewaldet, landwirtschaftlich nicht nutzbar.
- TerrestrischeBöden O/C-Böden Skeletthumusboden Skeletthumusboden(O/)xC+O/(xC/)mC,lCAusgangsgestein: aufgelockerter Fels, Hangschutt,Schotter, GeröllBodenbildende Prozesse: initiale Besiedlung mit Flechten, höherePflanzen wurzeln im Debris, Humusakkumulation, StreuzersetzungEigenschaften: sauer, basenarm, kurzzeitig nassVerbreitung: v.a. GebirgeNutzung: oft bewaldet, landwirtschaftlich nicht nutzbar.
- Terrestrische Böden Klasse: Terrestrische Rohböden Syrosem Profilaufbau: Ai/mC Ausgangsgestein: Festgestein Bodenbildende Prozesse: initiale Bodenbildung (Verbraunung,Verlehmung, Humusakkumulation)Eigenschaften: flachgründig, feinerdearm, geringe nFK, ungünstige Nährstoffversorgung, pH hängt von Ausgangsgestein abVerbreitung: Erosionslagen (Oberhang)Nutzung: oft bewaldet, landwirtschaftlich nicht nutzbar
- Terrestrische Böden Klasse: Terrestrische Rohböden Lockersyrosem LockersyrosemProfilaufbau: Ai/lCAusgangsgestein: LockergesteinBodenbildende Prozesse: initiale Bodenbildung (Verbraunung, Verlehmung, Humusakkumulation)Eigenschaften: humusarm, übrige Eigenschaften hängen vom Ausgangsgestein abVerbreitung: Erosionslagen (Oberhang)Nutzung: oft bewaldet, landwirtschaftlich nicht nutzbar.
- Terrestrische Böden Klasse: Ah/C-Böden (außer Schwarzerden) – saure Ausgangsgesteine (< 2% Carbonat) Ranker Profilaufbau: Ah/imC Ausgangsgestein: Festgestein Bodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, (Verbraunung, Verlehmung)Eigenschaften: flachgründig, geringe nFK, meist nährstoffarm (Sauer-, ranker (außer: eutropher (Eu-)Ranker aus Basalt), niedriger pHVerbreitung: ErosionslagenNutzung: oft bewaldet, landwirtschaftlich nicht nutzbar
- Klasse: Ah/C-Böden (außer Schwarzerden) – saure Ausgangsgesteine (< 2% Carbonat) Regosol Profilaufbau: Ah/ilCAusgangsgestein: LockergesteinBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, (Verbraunung, Verlehmung)Eigenschaften: tiefgründig, oft sandig, meist nährstoffarmVerbreitung: Dünen, erodierte Äcker, Deponieabdeckungen, HaldenNutzung: wenn sandig: sauer, nährstoffarm, trocken
- Terrestrische Böden Klasse: Ah/C-Böden (außer Schwarzerden) – basische Ausgangsgesteine (> 2% Carbonat) Rendzina Profilaufbau: Ah/cCAusgangsgestein: Festgestein (Carbonat,Sulfat)Bodenbildende Prozesse: Lösungsverwitterung, Verwitterung, HumusakkumulationEigenschaften: flachgründig, hoher pH, hohe KAK, hohe BS, humusreich,hohe biologische Aktivität (Mull-Auflage, Krümel, enges C/N-Verhältnis), nährstoffreich, gut durchlüftet, geringe nFK, skelettreich Verbreitung: MittelgebirgslagenNutzung: forstlich, meist Laubwald, bei Ackerbau Humuszehrung
- Terrestrische Böden Klasse: Ah/C-Böden (außer Schwarzerden) – basische Ausgangsgesteine (> 2% Carbonat) Pararendzina Profilaufbau: Ah/eCAusgangsgestein: Lockergestein (2-75% Carbobonat, Sulfat)Bodenbildende Prozesse: Lösungsverwitterung, Humusakkumulation, (Verbraunung, Verlehmung)Eigenschaften: tiefgründig, nFK abhängig von Textur und SkelettgehaltVerbreitung: Erosionslagen, Klimax in semiariden GebietenNutzung: ackerbaulich (meist) gut nutzbar
- Terrestrische Böden Klasse: Schwarzerden Tschernosem Profilaufbau: Axh/Axh+lC(c)/lC(kc,c)Ausgangsgestein: Löss, MergelBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation durch produktives Grünland und abbauhemmendes Steppenklima, Bioturbation durch Nagetiere (-> Krotowinen), Kalklösung und Ausfällung (v.a. im Unterboden -> Lösskindl)Eigenschaften: hoher Humusgehalt, hohe KAK, hohe BS, hohe biologische Aktivität (Mull-Auflage, Krümel, enges C/N-Verhältnis), nährstoffreich, hohe nFK, schwach saurer pHVerbreitung: Mitteldeutschland (Börde) OberrheingrabenNutzung: optimaler Nährstoff- und Wasserhaushalt, gute physikalischeEigenschaften, fruchtbarste Böden -> Ackerzahl 100.
- Terrestrische Böden Klasse: Schwarzerden Kalktschernosem Profilaufbau:Acxh/Acxh+elCc/elCcAusgangsgestein: Löss, MergelBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation durch produktives Grünland und abbauhemmendes Steppenklima, Bioturbation durch Nagetiere (-> Krotowinen), Kalklösung und Ausfällung (v.a. im Unterboden -> Lösskindl), aszendente KalkausfällungEigenschaften: hoher Humusgehalt, hohe KAK, hohe BS, hohe biologische Aktivität (Mull-Auflage, Krümel, enges C/N-Verhältnis), nährstoffreich, hohe nFK, pH neutraler pHVerbreitung: OberrheingrabenNutzung: optimaler Nährstoff- und Wasserhaushalt, gute physikalischeEigenschaften, fruchtbarste Böden -> Ackerzahl 100.
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- Terrestrische Böden Klasse: Pelosole Pelosol Profilaufbau: (P-)Ah/P/i,eCAusgangsgestein: Tonstein, Tonmergelstein, Schieferton, TonschieferBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, Entkalkung, Verseifung, Quellung/ Schrumpfung (-> Stresskutane, „slicken sides“, ausgeprägtes Absonderungsgefüge), HydromorphieEigenschaften: geringe bis mittlere nFK, O2-Mangel in gequollenem Zustand, pH schwach sauer bis neutral, hohe KAK, hohe Basensättigung, hohe Humusgehalte (-> Ton-Humus-Kopplung),hohe Elementvorräte, enges C/N-Verhältnis, gute N- und PVerfügbarkeitVerbreitung: azonaler Boden, gebunden an Ausgangsgestein (häufig: mesozoische Tonsteine, pleistozäne Becktone, Geschiebemergel, tonig verwitterte basische Vulkanite)Nutzung: Grünland oder Wald (v.a. Laubwald, „Eichenzwangsstandort“)
- Terrestrische Böden Klasse: Braunerden Braunerde Profilaufbau: Ah/Bv/CAusgangsgestein: Silikat: Basalt (eutroph), Granit, Gneis, Glimmerschiefer, Sandsteine, … (oligotroph-dystroph), häufig aus Schutt-decken entwickeltBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, Verbraunung, VerlehmungEigenschaften: mittlere bis hohe nFK, stabiles Absonderungsgefüge (subpolyedrisch), häufig skelettreich, hohe KAK (Dreischicht-Tonminerale), breite Variation der pH-Werte, selten schwach sauer und basenreich, häufiger stärker sauer, N- und P-Verfügbarkeit variabel (pH-abhängig)Verbreitung: Mittelgebirge, pleistozäne und holozäne Sande in niederschlagsarmen Gebieten (z.B. Ost- und Nordostdeutschland)Nutzung: variiert über breiten Bereich: häufig Wald, aber auch Ackerbau möglich
- Terrestrische Böden Klasse: Lessivés Parabraunerde Profilaufbau: Ah/Al/Bt/(Bv/)CAusgangsgestein: kalkhaltige Geschiebelehme, Geschiebemergel, Mergel, Löss, KalksandsteineBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, Entkalkung, LessivierungEigenschaften: hohe nFK, stabiles Krümelgefüge im Ah, Absonderungsgefüge (subpolyedrisch-polyedrisch) im Bt, hohe KAK (Dreischichttonminerale), schwach sauer und basenreich, enges C/N-Verhältnis, gute N- und P-VerfügbarkeitVerbreitung: weit verbreitet, v.a. in Löss- und MoränenlandschaftenNutzung: günstige Ackerstandorte, allerdings Verschlämmungs- und Erosionsrisiko Subtyp der Parabraunerde: BänderparabraunerdeAh/Al/Bv+Bbt/(Bv)/C
- Terrestirsche Böden Klasse: Lessivés Fahlerde Profilaufbau: Ah/Ael/Ael+Bt/Bt/(Bv/)CAusgangsgestein: entkalkte quarzreiche Feinsedimente (Flug-, Dünensande, Sande, Terrassen-, Deltasedimente, Löss)Bodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, Entkalkung, Lessivierung, Hydromorphie, PodsolierungEigenschaften: mittlere nFK, mittlere-hohe KAK (Dreischichttonminerale), instabiles Plattengefüge (Ael-Horizont), stark sauer, niedrige Basensättigung, weites C/N-Verhältnis, schlechte N- und PVerfügbarkeit, zeitweise O2-armVerbreitung: weite Verbreitung, gebunden an kalkärmere, quarzreichere AusgangsgesteineNutzung: mäßig gute Ackerböden, besser geeignet für Wald- und Weidenutzung
- Terrestrische Böden Klasse: Podsole Podsol Profilaufbau: Ahe/Ae/B(s)h/B(h)s/CAusgangsgestein: basenarme Gesteine (z.B. Sandsteine, grobkörnig verwitternde Magmatite wie Granit oder Metamorphite wie Gneis)Bodenbildende Prozesse: Humusakkumulation (Rohhumus-Auflage), PodsolierungEigenschaften: niedrige nFK, sehr niedrige KAK, stark sauer, niedrige Basensättigung, weites C/N-Verhältnis, schlechte N- und PVerfügbarkeit, SpurenelementmangelVerbreitung: Norddeutschland (Sander, Dünen, Geschiebesande), Mittelgebirge (basenarme Fließerden), Hochgebirge (nahe Waldgrenze)Nutzung: typischerweise Waldstandort, nur unter hohem Agrochemikalien- Einsatz landwirtschaftlich nutzbar (häufig verbessert durch „Plaggen“), bei Auftreten von Ortstein außerdem Tiefenlockerung nötig
- Terrestrische Böden Klasse: Podsole Staupodsol Profilaufbau: (Sw-)Ahe, Sw-Aa/Sw-Ae/Sd-B(h)ms/C Entwicklung wie Podsol, danach Entstehung eines sekundären Pseudogleys / Stauwasserboden
- Terrestrische Böden Klasse: Terrae calcis Terra fusca Profilaufbau: Ah/T/cCAusgangsgestein: Festgestein (Kalk, Dolomit, Gips)Bodenbildende Prozesse: Kalkverwitterung, Humusakkumulation, VerbraunungEigenschaften: skelettreich, tonreich, dicht, geringe nFK, im Oberboden mäßig bis stark sauer, nährstoffreich, mittlere N-Versorgung, gute PVersorgung, basenreich, Spurenelementversorgung gut, hohe KAK (Dreischicht-Ton-minerale)Verbreitung: vereinzelt auf erosionsalten LandoberflächenNutzung: kaum ackerbaulich (dicht, skelettreich), Laubwaldstandort
- Terrestrische Böden Klasse: Terrae calcis Terra rossa Profilaufbau: Ah/T/cC Ah/Tu/cCAusgangsgestein: Festgestein (Kalk, Dolomit, Gips)Bodenbildende Prozesse: Kalkverwitterung, Humusakkumulation, RubefizierungEigenschaften: skelettreich, tonreich, dicht, geringe nFK, im Oberboden mäßig bis stark sauer, nährstoffreich, mittlere N-Versorgung, gute P-Versorgung, basenreich, Spurenelementversorgung gut, niedrige KAK (Zweischicht-Tonminerale)Verbreitung: Paläoboden in Europa fernenNutzung: kaum ackerbaulich (dicht, skelettreich), Laubwaldstandort
- Terrestrische Böden Klasse: Fersiallitische und ferrallitische Paläoböden Fersiallit Profilaufbau: …/IIBj/Cj/CvAusgangsgestein: basische Magmatite (alte Landoberflächen, tropisch-subtropische Verwitterung)Bodenbildende Prozesse: Rubefizierung, KaolinitbildungEigenschaften: tonig, stabile Aggregierung (Pseudosand), sauer (pH 5, Al- Oxid-Puffer), niedrige KAK, nährstoffarmVerbreitung: selten, keine vollständigen Profile, Aufarbeitung in SolifluktionsdeckenNutzung: nicht relevant
- Terrestrische Böden Klasse: Fersiallitische und ferrallitische Paläoböden Ferrallit Profilaufbau: …/IIBu/Cj/CvAusgangsgestein: saure Magmatite(alte Landoberflächen, tropisch-subtropische Verwitterung)Bodenbildende Prozesse: Rubefizierung, KaolinitbildungEigenschaften: tonig, stabile Aggregierung (Pseudosand), sauer (pH 5, Al- Oxid-Puffer), niedrige KAK, nährstoffarmVerbreitung: selten, keine vollständigen Profile, Aufarbeitung in SolifluktionsdeckenNutzung: nicht relevant
- Terrestrische Böden Klasse: Stauwasserböden Pseudogley Profilaufbau: Ah/S(e)w/(II)SdAusgangsgestein: alle Substrate mit Schichtwechsel (z.B. Sedimente, periglaziale Lagen – „primärer“ Pseudogley), Substrate, aus denen Parabraunerden oder Podsole entstehen („sekundärer“ Pseudogley)Bodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, (extrovertierte) Hydromorphie, FerrolyseEigenschaften: zeitweise O2-Mangel, hohe nFK, Sd-Horizont dicht, Spätfrostgefahr, sauer, nährstoffarm, Festlegung von Nährstoffen in KonkretionenVerbreitung: weite Verbreitung in Europa (v.a. periglazial geprägte Landschaften, unter Mittelgebirgslagen mit Niederschlag > 700 mm)Nutzung: guter Wiesen- und Waldstandort, Ackerbau nur eingeschränkt möglich und abhängig von Dauer der Vernässung
- Terrestrische Böden Klasse: Stauwasserböden Haftnässepseudogley Profilaufbau: Ah/SgAusgangsgestein: grobschluffreiche SubstrateBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, (extrovertierte) Hydromorphie, FerrolyseEigenschaften: zeitweise O2-Mangel, hohe nFK, Spätfrostgefahr, sauer, nährstoffarm, Festlegung von Nährstoffen in KonkretionenVerbreitung: selten, z.B. Lössgebiete mit hohen NiederschlägenNutzung: guter Wiesen- und Waldstandort, Ackerbau abhängig von Dauer der Vernässung, Haftnässepseudogley oft besser ackerbaulich nutzbar als Pseudogleye
- Terrestrische Böden Klasse: Stauwasserböden Stagnogley Profilaufbau: Sw-Ah/S(e)rw/IISrdAusgangsgestein: Sand über Ton (z.B. im Buntsandstein)Bodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, Nassbleichung, (extrovertierte) Hydromorphie, FerrolyseEigenschaften: anhaltender O2-Mangel, hohe nFK, Sd-Horizont dicht, Spätfrostgefahr, sauer, basenarm, Festlegung von Nährstoffen in Konkretionen, hoher Vorrat organisch gebundener Nährstoffe (N, P, S) aber schlechte Verfügbarkeit (Rohhumus)Verbreitung: auf alten, intensiv verwitterten Rumpfflächen, auf Basislagen von periglazialen Schuttdecken, in Süddeutschland häufig auf mittlerem BuntsandsteinNutzung: nur forstlich nutzbar, schlechte Holzerträge
- Terrestrische Böden Klasse: Reduktosole Reduktosol Profilaufbau: Ah/Yo/YrAusgangssubstrat: Mofetten, Müll, Klärschlamm, Hafenschlamm, Mineralöl-verunreinigte Substrate, Böden/Schüttungen um Gasleitungen mit Lecks, RieselfelderBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, (introvertierte) Redoximorphose durch Reduktgase (CH4, H2S, CO2)Eigenschaften: heterogenes Substrat, zeitweise O2-Mangel im Yo, permanenter O2-Mangel im Yr, stark sauer/nährstoffarm (CO2, Sulfid-Oxidation) oder schwach alkalisch/nährstoffreichVerbreitung: urban-industrielle Räume, Standorte mit (post)vulkanischer AktivitätNutzung: keine land- oder forstwirtschaftliche Nutzung
- Terrestrische Böden Klasse: Terrestrisch antropogene Böden Typen: Kollusivol, Plaggenesch, Tortisol, Rigosol, Trposol
- Semiterrestrische Böden Klasse: Auenböden Tschernitza Profilaufbau: aAxh/aC/aGAusgangssubstrat: alluviale SedimenteBodenbildende Prozesse: Sedimentation; „ererbt“ und „in situ“: Humusakkumulation, Verbraunung, VerlehmungEigenschaften: hohe nFK, hoher Humusgehalt, schwach saurer pH, hohe KAK, hohe BS, hohe biologische Aktivität (Mull-Auflage, Krümel, enges C/N-Verhältnis), nährstoffreichVerbreitung: Auen in SchwarzerdegebietenNutzung: guter Ackerbaustandort, seltener Grünland, natürliche Vegetation: Auwald
- Semiterrestrische Böden Klasse: Auenböden Vega Profilaufbau: aAh/aM/(IIalC/)(II)aGAusgangssubstrat: alluviale SedimenteBodenbildende Prozesse: Sedimentation; „ererbt“ und „in situ“: Humusakkumulation, Verbraunung, VerlehmungEigenschaften: hohe nFK, hoher Humusgehalt (bis in größere Tiefe), pH abhängig von Liefergebiet der Sedimente, bei schwach sauremneutralem pH hohe KAK, hohe BS, nährstoffreich, häufig schadstoffbelastetVerbreitung: Auen der Mittel- und Unterläufe mitteleuropäischer FlüsseNutzung: meist Grünland, wenn tiefgründig auch Ackerbau, natürliche Vegetation: Auwald
- Semiterrestrische Klasse: Gleye Böden Gley Profilaufbau: Ah/Go/GrAusgangssubstrat: jedes Substrat möglichBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation, (introvertierte) HydromorphieEigenschaften: Ah und Go sind gut strukturiert, Gr: Einzelkorn- oder Kohärentgefüge, hohes Wasserangebot, zeitweise-permanenter O2-Mangel, Spätfrostgefahr, meist sauer (außer CaCO3-haltiges Grundwasser), KAK abhängig vom Tongehalt, meist niedrige BS, langsame N-Mineralisierung, P-Fixierung durch Fe-Oxide, Nährstofffestlegung in Konkretionen, Nährstoffzufuhr über GrundwasserVerbreitung: kleinräumig weit verbreitet, grundwasserbeeinflusste SenkenlagenNutzung: produktiver Waldstandort (Bruchwald: Pappeln, Eschen, Erlen), Grünland, Ackerbau nur nach Drainage
- Marschen Rohmarsch, Kalkmarsch, Kleimarsch, Knickmarsch, Dwogmarsch, Organomarsch
- Semisubhydrische und subhydrische Böden Klasse: Subhydrische Böden Typ: Protopedon Unterwasserboden aus verschiedenen Sedimenten ohne makroskopisch sichtbaren Humus, aber besiedelt durch Organismen
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- Semisubhydrische und subhydrische Böden Klasse: Subhydrische Böden Typ: Gyttja organischen und/oder mineralischen, meist limnischen Sedimenten, in der Regel Mudden; nährstoffreich, gut belüftet
- Semisubhydrische und subhydrische Böden Klasse: Subhydrische Böden Sapropel Unterwasserboden aus meist organischen limnischen Sedimenten (Faulschlamm), oft mit Metallsulfiden; nährstoffreich, schlecht durchlüftet
- Semisubhydrische und subhydrische Böden Klasse: Subhydrische Böden Typ: Dy Unterwasserboden vorwiegend aus dunkelbraunen, sauren Huminstoffgelen (Braunschlamm); nährstoffarm, schlecht durchlüftet
- Moore Klasse: Natürliche Moore Niedermoor Profilaufbau: (nHw/)nHr/(F/)/II(f)…Ausgangsgestein: jedes Substrat möglichBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation durch O2-MangelEigenschaften: geringe Dichte, hohes Porenvolumen, hohe nFK, häufigO2-Mangel, kaltpH und Nährstoffversorgung abhängig vom speisenden GrundwasserVerbreitung: Senken, v.a. in Glaziallandschaften, aber auch im Gebirge bei hohen NiederschlägenNutzung: landwirtschaftlich nur nach Drainage und pH-Regulierung, Torfabbau
- Moore Klasse: Natürliche Moore Hochmoor Profilaufbau: (hHw/)hHr/(uHr/)(nHr/)(F/)II(f)…Ausgangsgestein: jedes Substrat möglichBodenbildende Prozesse: Humusakkumulation durch O2-MangelEigenschaften: geringe Dichte, hohes Porenvolumen, hohe nFK, häufigO2-Mangel, kaltsauer, nährstoffarm (Mangel!)Verbreitung: Senken, v.a. in Glaziallandschaften, aber auch im Gebirge bei hohen NiederschlägenNutzung: landwirtschaftlich nur nach Drainage und pH-Regulierung, Torfabbau
- Böden Europas Kultivierte Moore Fehnkultur; Sanddeckkultur; Sandmischkultur 1. Fehnkultur„Bunkerde“ (oberster, gut zersetzer Horizont) wird abgeräumt, darunter liegender Torf abgebaut, dann Bunkerde wieder aufgebracht und mit Mineralboden vermischt 2. Sanddeckkultur10-20 cm Sand (oder anderes mineralisches Material) werden aufgebracht (evtl. auch mit darunter liegendem Torf vermischt) 3. Sandmischkultur (nur geringmächtiges Hochmoor)tiefes Pflügen (1,8-2,5 m) führt zu Mischung von Torf und darunter liegendem Sand