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Psychiatrie1 (Subject) / Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten (Lesson)

Allgemein

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  • Insomnie - Definition Ein- oder Durchschlaf gestört oder schlechte Schlafqualität - mindestens 3x/Woche, mindestens 1 Monat - deutlicher Leidensdruck oder Störung der alltäglichen Funktionsfähigkeit
  • Verteilung der Schlafstadien Kinder: 50% REM-Schlaf, 50% non-REM-Schlaf Im Erwachsenenalter nimmt REM-Schlaf relativ ab
  • Narkolepsie - Symptome - Einschlafattacken - Kataplexien (Muskeltonusverlust) - evtl. Schlaflähmung- evtl. hypnagoge Halluzinationen
  • Circadiane Rhythmusstörungen - Zirkadiane Rhythmus-Schlafstörung vom Typ verzögerte Schlafphase = Eule - Zirkadiane Rhythmus-Schlafstörung vom Typ vorverlagerte Schlafphase = Lerche - Zirkadiane Rhythmus-Schlafstörung vom Typ Schichtarbeit
  • Restless-Legs-Syndrom - Missempfindungen der Beine mit Bewegungsdrang - Zunahme der Beschwerden in Ruhe - Zunahme der Beschwerden am Abend und nachts - Besserung durch Bewegung
  • DSM - Klassifikation Gruppe A: exzentrisches und seltsames Verhalten- paranoide Persönlichkeitsstörung- schizoide Persönlichkeitsstörung Gruppe B: emotional-labiles und launisches Verhalten- Borderline Persönlichkeitsstörung- histrionische Persönlichkeitsstörung- narzisstische Persönlichkeitsstörung- dissoziale Persönlichkeitsstörung Gruppe C: selbstunsicheres und zwanghaftes Verhalten:- ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung- abhängige Persönlichkeitsstörung- zwanghafte Persönlichkeitsstörung
  • Dependente (asthenische) Persönlichkeitsstörung Frauen > Männer - Überlassen der Verantwortung für wichtige Bereiche des eigenen Lebens an andere- klammerndes Verhalten- Selbstwahrnehmung als hilflos, inkompetent und schwach
  • Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung - Unsicherheitsgefühle - Minderheitsgefühle - Ängstlichkeit mit andauernder Anspannung und Besorgtheit - Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisund und Kritik
  • Paranoide Persönlichkeitsstörung - Misstrauen- verzerrte Interpretation der Umgebung- gedankliche Starre- erhöhte Kränkbarkeit- Neigung zu aggressiven Reaktionen- querulatorische und fanatisch-expansive Zuspitzungen
  • Schizoide Persönlichkeitsstörung - Unvermögen zum Erleben von Freude (Anhedonie)- emotionale Kühle- schwache Reaktion auf Lob oder Kritik- wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen mit einer anderen Person- übermässige Voriliebe für Fantasie und einzelgängerisches Verhalten- Mangel an engen, vertraunsvollen Beziehungen
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  • Histrionische Persönlichkeitsstörung - Dramatisierung bezüglich der eigenen Person, theatralisches Verhalten, übertriebener Ausdruck von Gefühlen- Suggestibilität, leichte Beeinflussung durch andere- oberflächliche und labile Affektivität- Egozentrik, Selbstbezogenheit- dauerndes Verlangen nach Anerkennung- Verlangen daach, im Mittelpunkt zu stehen
  • Narzisstische Persönlichkeitsstörung - Ablehnung der eigenen Person- übertriebende Selbstdarstellung nach aussen- übermässiges Verlangen nach Aufmerksamkeit- geben an, eine Sonderstellung einzunehmen- Brüchiges Selbstwertgefühl - in hohem Maße kränkbar, dünnhäutig und überempfindlich gegenüber der Einschätzung durch andere - Denkschemata: „Niemand hat das Recht, mich zu kritisieren“, „Da ich anderen überlegen bin, habe ich das Recht auf besondere Behandlung und Privilegien“, „Andere Menschen sollten glücklich sein, dass sie meine Bedürfnisse befriedigen dürfen“ 
  • Emotional instabile Persönlichkeitsstörung Impulsiver Typ- Instabilität bezüglich des Selbstbildes und zwischenmenschlichen Beziehungen- deutliche Neigung, unerwartet und ohne Berücksichtigung der Konsequenzen zu handeln- streitsüchtiges Verhalten- Anfälligkeit für Ärger- und Gewaltausbrüche Borderline Typ- Neigung, sich in intensive aber instabile Beziehungen einzulassen, oft mit der Folge von emotionalen Krisen- wiederholte drohende oder vollzogene Selbstbeschädigungen- Störungen und Unsicherheiten über das Selbstbild, Ziele und "innere Präferenzen" Therapie: dialektisch-behavoriale Therapie
  • Perinatale Komplikationen - erhöhen das Risiko für Essstörungen- erhöhen nicht das Risiko für Depressionen und Angststörungen z.B. Geburtskomplikationen, Infektionen, niedriges Gewicht bei Geburt, Futterstörung beim Säugling
  • ADHS im Erwachsenenalter Leitsymptome:1. Aufmerksamkeitsstörung2. Hyperaktivität3. Affektive Labilität4. Desorganisation in Verhalten und Aktivitäten5. Mangelde Affektkontrolle ("hot temper")6. Impulsivität7. Emotionale Überreagibilität (Stressintoleranz)
  • Schizotype Persönlichkeitsstörung - Störungen der selektiven Wahrnehmung und der Filterung von Reizen, vermehrte Bezugssetzung durch eigentümliche Auswahl und Bewertung von Informationen (Beispiel mit Husten als Andeutung)- Einzelgängerisch, fühlen sich in Gesellschaft unwohl - häufig magische, esoterische und abergläubige Überzeugungen - Denkschemata : „Wenn fremde Menschen mich ansprechen, ist dies furchtbar unangenehm“, „Wenn andere Menschen miteinander sprechen, kennen die sich wahrscheinlich schon lange und wollen mich nicht dabei haben“, „Ich gehöre nicht dazu“ 
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung - dauerhafte und tiefgreifende Neigung, die Rechte anderer zu verletzen und zu missachten - Mangel an Empathie, Gefühlskälte, Egozentrizität, überhöhter Anspruch- Denkschemata: „Andere Menschen sind schwach und verdienen es, dass man sie ausbeutet“, „Wenn ich etwas haben möchte, sollte ich alles Erforderliche tun, um es zu bekommen“, „Wir leben in einem Dschungel, in dem der Stärkste überlebt“ 
  • Borderline Persönlichkeitsstörung - affektive Instabilität, übersensible Reaktivität gegenüber schon niedrigschwelligen, aber emotional relevanten Reizen - hohe Affektintensität, Neigung zu schnellen Affektwechseln - impulsive Selbst oder Fremdschädigung - chronisches Gefühle der Leere - Denkschemata : „Die Welt ist gefährlich und böse“, „Ich bin hilflos und machtlos“, „Ich bin von Natur aus unakzeptabel“ 
  • Anankastische Persönlichkeitsstörung - Unentschlossenheit, Zweifel, übermässige Vorsicht- Perfektionismus- übermässige Gewissenhaftigkeit, Skrupelhaftigkeit- Pedanterie und Konventionalität - Rigidität und Eigensinn- Bedürfnis zu frühzeigiem, detailliertem und unveränderbarem Vorausplanen