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Psychotherapieprüfung Rettenbach (Subject) / Ps.und biol. Grundlagen d Psychotherapie (Lesson)
aus dem Buch: Psychotherapieprüfung von Kettenbach /Christ Verlag Schattiger, 4.Auflage 2016
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- Was ist eine Krankheit? (4) - Funktionsstörung bzw, Strukturschädigung (Abweichung der Lebensvorgänge führt zu wahrnehmbaren Veränderungen) - Botschaft (entschlüsselbarer Sinn) -Lösungsversuch (z.B unerträgliche Spannung abwehren) - Systemstörung (K. führt zu Regulationsprozessen auf allen Ebenen)
- Was ist Gesundheit? - geordnetes Zusammenspiel aller Funktionsabläufe -Zustand optimaler Leistungsfähigkeit -individuelle Anpassungsfähigkeit -Zustand vollkommenen körperlichen und seelischen Wohlbefinden WHO 1946: in der Ottawa-Charta von 1986 wurden Handlunsstrategien und -felder zur Gesundheitsversorgung festgelegt
- Was sind die Modellvorstellungen zur Krankheitsrolle? in der Krankenrolle ist man von alltäglichen Rollenverpflichtungen befreit wird man nicht für Erkrankung verantwortlich gemacht man muss alles tun um zu genesen man soll fachkundige HIlfe suchen
- Unterschied zwischen Krankheit und Störung Krankheit ist, wenn die Symptome eine psychische oder organische Ursache haben und es eine ICD-10 Diagnose gibt. Störungen sind auch sonstige Veränderungen und er gilt als weniger stigmatisierend.
- Was ist die Psychopathologie? einheitliche Erfassung, Benennung und Beschreibung von psychischen Störungen durch Zuordnung zu Diagnosen und Beschreibung von Syndromen DSM-V: psychische Störung ist ein Syndrom, das durch signifikante Störungen in den Kognitionen, Emotionsregulation und im Verhalten charakterisiert wird.
- Welche Konzepte der Psychopathologie gibt es? (6) Konzepte: physiologische Ansatz: organische Ursache psychoanalytischer A.: Grundlage ist eine Verdrängung von Ich-bedrohlichen Inhalten, mit Ursprung derer in frühen Kindheitskonflikten lerntheoretischer A.: Grundlage sind Lernprozesse, klassisch, operant konditioniert oder durch Modelllernen kognitive A.: Grundlage sind dysfunktionale Wahrnehmungs- und Interpretationsschemata humanistische A.: zu Störungen kommt es, wenn das eigene Wertgefühl blockiert oder verleugnet wird bio-psycho-soziale A.: körperliche, psychologische und soziale Lernprozesse werden alle berücksichtigt.
- Was ist Diagnostik? - systematische Erfassung von körperlichen, seelischen, sozialen, physiologischen, laborchemichen, bildgebenden, und anderen Anhaltspunkten um die Ursache eine Störung erklären zu können. wie? verbal, nicht-invasiv und invasiv
- Was ist Psychotherapie und was psychologische Intervention und was Beratung? Psychotherapie: Vielzahl von Methoden zur Behebung von seelischen, emotionalen und verhaltensstörungen - interaktioneller Prozess zwischen Therapeut und Patient - zielgerichteter, bewusster Ablauf Psychologische Intervention: alle Formen von Interventionen bei der Bewältigung von Störungen Beratung; fließende Grenze. Beratung eher bei leichteren, aktuellen Problenen mittels stützender Gesprächen Erleichterung der Situation, nicht Heilung, keine Bearbeitung unbewusster Inhalte oder Umstrukturierung der Persönlichkeit
- Phasen und Verlauf einer psychischen Störung: (10) Pränatale Noxen perinatale Noxen postnatale NOxen Sozialisationsphase Entwicklungsphase Prodromalphase Erkrankungs-, bzw. Störungsphase Remission Rezidiv Chronifizierung
- Erklärung für pro-, peri- und postnatale Noxen Pränatale Noxen: z.B Infektion, Instoxikation, genetischer Schadenperinatale Noxen: während der Geburt: Frühgeburt, verzögerte Geburt, Komplikationenpostnatale NOxen: Stoffwechselstörungen, Ernährungsstörungen, Hirntrauma, sozioökonomische und psychosoziale Faktoren
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- Erklärung Sozialisation (3stufen) und Entwicklungsphase Sozialisationsphase: primäre (0.-6.Lj. durch Familie), sekundäre So.ph.: 6.-20-Lj. auch Einfluss Schule, Vereine, etc.), tertiäre S.ph.: Arbeitsplatz, MEdien etc. Entwicklungsphase: universell, aber im Tempo unterschiedlich, genetisch bedingt und an das Lebensalter gebunden
- Was ist eine Prodromalphase? Prodromalphase: Vorläuferstadium einer Erkrankung (z.B. vor Schizophrenie)
- Erklärung für Erkrankung- und Störungsphase: Unterschied zu Schub und Episode Erkrankungs-, bzw. Störungsphase: Abschnitt einer steten Entwicklung, das ist nicht ein kein Schub (=akut, der zu dauerhafter Veränderung führt) und auch keine Episode (= Prozess, bei danach völliger Rückbildung). Unterschieden wird in akut, remittierend und chronisch
- Erklärung Remission und Rezidiv Remission: vorübergehendes Nachlassen der Symptome ohne das Erreichen der vollkommenen Genesung. bei einigen Erkrankungen gibt es Ansätze zur Remissionsstabilisierung (Rezidivprophylaxe) Rezidiv: Ruckfall in Krankheit, die überwunden war
- Erklärung Chronifizierung (9 Faktoren) Chronifizierung: Faktoren schaukeln sich hoch: selektive Wahrnehmung verstärkte Aufmerksamkeitslenkung auf körperliche Beschwerden katastrophierende Bewertungen vemehrtes Schon- und Vermeidungsverhalten Checking behaviour sozialer Rückzug Abbau der körperlichen Belastbarkeit erhöhtes Psychophysiologisches Erregungsniveau verstärkte Inanspruchnahme Gesundheitssystem, hohe Medikamentenverbrauch kurzfristige Beruhigung hält langfristige Störung aufrecht
- Erklärung Vulnerabilität Verletzlichkeit und Krankheitsanfälligkeit, je höher Vulnerabilität, desto schneller eine Störung je höher eine Belastungen
- Was sind Risiko-, protektive Faktoren, Marker? Risikofaktoren: Verhaltensweisen oder Befunde, die Wahrscheinlichkeit einer STörung erhöhen, statistisch nachweislich: Alkoholkonsum, Rauchen, fehlende Bewegung, falsche Ernährung, Übergewicht, Stress, und niedriger sozioökonomischer Status Marker sind Risikofaktoren, die fest (Geschlecht) oder variabel (Alter), genetische Marker in Familien Protektive Faktoren: externe Ressourcen: materiell gut, oder sozial unterstützt oder interne Ressourcen (Intelligenz, soziale Kompetenz)
- Was sind Resilienzfaktoren? Resilienz: mildert Ausbruch oder Verlauf einer Störung. Stärke eines Menschen, Lebenskrisen zu überstehen. Diese Widerstandskraft wird duch soziale und wirtschaftliches Umfeld, Vitalität und Einstellung zu Problemen bestimmt. Hoch bei: hohes Engangement statt sich fügen, Kontrolle statt Machtlosigkeit, Herausforderung sehen statt Bedrohung
- Was ist eine Querschnitterhebung, Vor und Nachteile? zu einem Zeitpunkt werden mehrere unabhängige Stichproben mit demselben Messinstrument jeweils einmal untersucht. Erlaubt Aussagen über Punktprävalenz. Vorteile: kurze Dauer, simpel Nachteil: unabhängige Stichproben haben unterschiedliche Sozialisationsbedingungen, keine Aussagen zu interindividuellen Unterschieden möglich, es stehen weniger Verfahren zur Verfügung, Generlaisierung über den Zeitpunkt hinaus ist schwierig
- Was ist eine Längsschnitterhebung (Kohortenstudie)? Vor und nachteile Diesselbe Stichprobe wird zu verschiedenen Zeitpunkten mit dem gleichen Messinstrument gemessen (z.B. Leistungsprofil einer Klasse in Mathe von 1.-4.Schuljahr) Vorteile: Unterschiede in den Messungen und innerhalb der Stichprobe geben intraindividuelle Unterschiede preis, es gibt viele Verfahren Nachteile: Veränderung der Umweltbedingungen sind unkontrollierbare Störfaktoren, Mortalität und Alterung können Probleme machen, Ausfall von Studienteilnehmer (Drop-out-Effekte), was die interne Validität schwächt. und Lerneffekte, reaktive Effekte können auftreten, Untersuchungsverfahren darf nciht mehr abgeändert werden, Carry-off Effekt: Störvariable, die zeigt, dass eine frühe Bedingung eine spätere im Experiment inhaltlich beeinflusst
- Was ist eine retrospektive Untersuchung? Welche unterart ist wichtig? Man untersucht vom Ergebnis ausgehend die Einflussgrößen. (z.B. Erinnerung an einen Krieg) Bei Fall-Kontrollstudie untersucht man kranke und eine Kontrollgruppe. Vorteile: Erfassung großer Datenmengen, bei prospektiven dauerte es länger Nachteile: keine Beweiskraft, Ergebnisse sind nur Hinweise, Richtung des Zusammenhanges ist unklar (A kann B oder umgekehrt beeinfliussen, oder auch Variable C), Erinnerungen sind immer fehlerhaft WICHTIG: die high-risk- Studie: Unterart der retrospekt. U.: Zusammenwirken genetischer Disposition und Umweltfaktoren werden erfasst um Prädikatoren für Auftreten von Störungen herauszufinden
- Was sind Labor- und Feldstudien, Vor und Nachteile? Labor: künstliches Milieu für Studie entwickelt. (z.B. Fremde-Situationstest), hohe interne, geringe externe Validität Vorteil: leicht manipulierbar, Störvariablen gut kontrollierbar, optimale Bedinungen Nachteil: unnatürlich, Personen veröndern ihr Verhaltne, weil sie wissen, dass sie untersucht werden, Übertragbarkeit auf natürliche Umgebung ist fraglich Feld: Situation unnatürlich, wenig durch Untersuchung beeinflusst. z.B. auf einem Spielplatz, hohe exterene, geringe interene Validität. Vorteile: natürlich Umgebung, spontanes Verhalten, gute Übertragbarkeit, keien Verfälschung durch Untersuchung Nachteile: Störvariablen schlecht kontrollierbar,Manipulation schwierig, Verhalten schwer zugänglich, Untersuchungsbedingungen nicht optimal.
- Was ist eine Einzelfallstudie? entweder ein Individuum oder eine Gruppe mit einem homogenen Merkmal (z.B. Verein). Untersuchung meist weniger standardisiert, dient zur Beschreibung eines Phänomens Hyptohesengenerierung Auswertung über eine Zeitreihenanalyse: Aussagen über Trend, Oszillation und Fehlerkomponenten ZUsammenfassung von Einzelergebnissen ist problematisch Generlisierbarkeit von Befunden nur durch Replikationsuntersuchungen
- Was sind Gruppenstudien? möglichst große Stichproben Experimental und Kontrollgruppe für beide Gruppen werden Mittelwertunterschiede berechnet und dann kann man statistisch auf Signifikanz schauen Generalsierung möglich Individualität unberüchsichtigt
- Was sin experimentielle (6)und quasiexperimentielle Studien(2) ? experimentell: eine Situation wird genau definiert Überprüfung der Hypothese reproduzierbar experimental und Kontrollgruppe die durch Randomisierung ( also zufälliges Zuteilen) besetze werden unabhängige Variable wird verändert und die abhängige gemessen, andere Variablen kontrolliert und gehalten Grundlage für RCT - randomisierte kontrollierte TherapiestudieN quasiexperiment: befunde gehen auf gruppenunterschiede zurück, nicht auf bedingungsveränderung zb keine kontrollgruppe keine radomisierung
- wElche epidemiologische Erhebung gibt es (2)? deskriptive: auftreten und verteilung von krankheiten in der polpulation, einer region oder über eine zeit analytische: ursachen, Risiken, Determinanten über Krankheit und Gesundheit