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OC-T (Subject) / OC-T 4 (Lesson)

lululu

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  • Definition: Overclaiming „Overclaiming [bezeichnet] die Tendenz, Wissen über Items vorzugeben, die in Wirklichkeit nicht existieren.“ (nach Paulhus, Harms, Bruce & Lysy, 2003)
  • Ursprüngliches Messprinzip von Overclaiming: Versuchsteilnehmer werden nach subjektivem Grad der Vertrautheit mit verschiedenen Items gefragt (Namen, Orten, Marken, Fachbegriffen, etc.) Fiktive, aber plausible Items Overclaiming-Index = Summe aller Vertrautheitsurteile Kritik: Nur fiktive Items• Overclaiming auch bei realen Items messbar
  • Kritik am Ursprünglichen Messprinzip für Overclaiming (vgl. Phillips & Clancy, 1972; Randall & Fernandes, 1991) Nur fiktive Items• Overclaiming auch bei realen Items messbar
  • Weiterentwicklung der Overclaiming-Technik durch.. Paulhus (seit 1991) Fiktive und reale Items Signalentdeckungstheoretische Auswertung OCQ-150 (Paulhus et al., 2003) Verschiedene Validierungsstudien
  • OCQ-150 Fragebogen mit jeweils 15 (= insgesamt 150) Begriffen aus den Kategorien.... (Over-Claiming Questionnaire, Paulhus et al., 2003) Fragebogen mit jeweils 15 (= insgesamt 150) Begriffen aus den Kategorien Historische Namen und Ereignisse Bildende Kunst Sprache Bücher und Poesie Autoren und Figuren Sozial- und Rechtswissenschaften Physik Biowissenschaften Popkultur Gegenwärtige Konsumprodukte
  • OCQ-150 Fragebogen mit jeweils 15 (= insgesamt 150) Begriffen aus 10 Kategorien 120 reale Items / existierende Begriffe (80%)Hohe Schwierigkeit --> Expertenwissen 30 fiktive, jedoch plausibel klingende Distraktoren (20%) Angabe der subjektiven Vertrautheit pro Begriff auf 7-stufiger Likert-Skala Gleichzeitige Messung von zwei Variablen: Leistungsmaß: Allgemeinwissen Persönlichkeitsmaß: Overclaiming Bildung getrennter Indizes mit Hilfe signalentdeckungstheoretischer Auswertung
  • Overclaiming-Technik – Auswertung Signalentdeckungstheorie erlaubt getrennte Betrachtung von Diskriminationsfähigkeit d‘ Antworttendenz c Analog erlaubt Overclaiming-Technik getrennte Betrachtung von Wissensstand / Knowledge Accuracy (OCQ accuracy) = d‘ Overclaiming / Response Bias (OCQ bias) = –c 7-stufige Likert-Skala in Paulhus et al. (2003, 2004) verkompliziert jedoch Auswertung Auswertung auf Ebene eines Testteilnehmers: Dichotomisierung des Antwortmusters über alle Items, aber getrennt für jeden Schwellenwert der Likert-Skala Ermittlung von Treffer- und Falscher-Alarm-Rate getrennt für jeden Schwellenwert H0 = Anzahl Treffer0 / Anzahl reale Items FA0 = Anzahl Falsche Alarme0 / Anzahl Distraktoren ... Bildung von d‘ und c getrennt für jeden Schwellenwert d‘0 = z(H0 ) - z(FA0) c0 = 0.5 (z(H0 ) + z(FA0)) Berechnung von OCQ accuracy und OCQ bias durch die Mittelung von d‘ und c über alle Schwellenwerte hinweg OCQ accuracy = ∑ d‘i / n OCQ bias = ∑ci / nn=Anzahl aller Schwellenwerte
  • Paulhus et al. (2003) Studie 1: Konvergente und diskriminante Validität des OCQ-150 Ergebnisse: OCQ-150 Accuracy  und IQ Test (Kognitive ability) : r= .52** OCQ-150 Bias und Narzissmus: r= .35** OCQ-150 Bias und SDE: r=.30** OCQ-150 Bias und Diskrepanzmaße: Ability enhancement: r= .25** OCQ-150 Bias und Diskrepanzmaße :Personality enhancement: r= .22** --> Selbsttäuschung  (egoistic bias) --> Overclaiming
  • Paulhus et al. (2003) Studie 2: Effekt von Warnung vor Distraktoren Unabhängige Variablen: Warnung (ja vs. nein) Ausprägung auf NPI (niedrig vs. hoch, pseudo-experimentell) Ergebnisse: Haupteffekt Warnung:OCQ bias (gewarnt) < OCQ bias (nicht gewarnt) Haupteffekt Persönlichkeit:OCQ bias (niedrig narzisstisch) < OCQ bias (hoch narzisstisch) Kein Interaktionseffekt OCQ liefert auch bei Warnung vor Distraktoren valide interpersonelle Differenzen in Overclaiming-Index (OCQ bias)
  • Paulhus et al. (2003) Studie 3: Verfälschbarkeit Unabhängige Variablen: Verfälschung (ehrlich vs. „fake good“) Ausprägung auf NPI (niedrig vs. hoch, pseudo-experimentell) Ergebnisse: Haupteffekt Verfälschung:OCQ bias (ehrlich) < OCQ bias („fake good“) Haupteffekt Persönlichkeit:OCQ bias (niedrig narzisstisch) < OCQ bias (hoch narzisstisch) Kein Interaktionseffekt OCQ liefert auch bei absichtlicher Verfälschung valide interpersonelle Differenzen in Overclaiming-Index (OCQ bias)
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  • Paulhus et al. (2004) Studie 1: Assoziation der OCQ accuracy mit kristalliner Intelligenz
  • Paulhus et al. (2004) Studie 2: Zusammenhang zwischen OCQ accuracy und kognitiver Leistungsfähigkeit lässt sich auf Vielzahl von Leistungsmaßen erweitern, u.a.Selbstbewertung, Fremdbewertung durch Peers, Schulnoten
  • Paulhus et al. (2004) Zusammenhang zwischen OCQ accuracy und kognitiver Leistungsfähigkeit zeigt sich auch bei Warnung vor Distraktoren
  • Paulhus et al. (2004) Studie 4: Zusammenhang zwischen OCQ accuracy und kognitiver Leistungsfähigkeit zeigt sich auch, wenn Teilnehmer den OCQ-150 zu Hause und ohne Zeitbegrenzung absolvieren
  • Musch, Ostapczuk & Klaiber (2012) OCT-72 (Overclaiming-Test 72; Deutsche Adaptation des OCQ-150) Insgesamt 72 Items ausgewählt und übersetztoder neu hinzugefügt, davon 54 reale Items und 18 Distraktoren 6 Wissensbereiche Dichotomes Antwortformat: „Kennen Sie dieses Wort?“ Erleichtert signalentdeckungstheoretische Auswertung OCQ accuracy und OCQ bias können direkt aus z(H) und z(FA) bestimmt werden Overclaiming wurde als Außenkriterium zur Validierung des BIDR eingesetzt Zusammenhang zwischen OCQ accuracy und Leistung im Wortschatztest(WST, Schmidt & Metzler, 1992): r = .40 Zusammenhang zwischen OCQ bias und BIDR-Skala zur Selbsttäuschung:r = .27