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Krankheiten (Subject) / Gliedmaßenerkrankungen (Lesson)
Spat, Hufrehe, Gonitis, etc.
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- Kniescheibe springt aus ihrer Führung PatellaluxationPathogenese: Patella luxiert überwiegend nach dorsomedial und selten nach lateral (physiologische Lage), Patella entgleitet kurz, um sich anschließend wieder zu repositionieren (im Antritt nach Stützbeinphase) Untersuchung: Pferd über „Schweifrübenzug“ schaukeln, man erkennt das „Zurückrutschen“ der Patella in die physiologische Lage (lateral), danach wieder in die dorsomediale Lage, (falls Zehenspitze nach außen gestellt wird = Ausweichbewegung = Pferd wieder gerade hinstellen Symptome: kurzes Einknicken, Pferd meidet enge Wendungen Folgen: Stürze, unsicherer Gang, Arthrosenbildung Therapie: Trainieren der bandabhängigen Muskulatur (mind. 6 Wochen), Anspritzen der Bänder (vorher Röntgen, nicht im Wachstum, da sich die Bänder frühestens 2-jährig festigen)
- Einhaken der Kniescheibe Patellafixation, habituell = lösbar, stationär = richtig fest Habituell lösbar durch – rückwärtsrichten, stolpern, erschrecken Symptome: gestreckte Stellung der Gliedmaße nach hinten, betroffene Gliedmaße erscheint länger, so dass, das Pferd „mähende“ Bewegungen beim Gehen macht, Hasengalopp Therapie: bei jungen Pferden in leichten Fällen Wachstum abwarten, chirugisch – Entfernung des medialen Kniescheibenbandes (Lig. patellae mediale (Endsehne des M. quadriceps femoris)) Folgen: Stürze, unsicherer Gang, Arthrosenbildung Shettys haben oft deformierte Knie, kompensieren das aber in der Regel sehr gut.
- Hufrehe Hufverschlag Pododermatitis diffusa aseptica Morbus apparatus suspensorii ossis ungularia (suspendere=aufhängen) Krankheit Aufhängeapparat Hufbein Vorkommen: vorwiegend adipöse Ponys, zunehmend aber auch Pferde betroffen,immer beide Vorderfüße (bilateral), selten auch Hinterfüße akute Hufrehe: absoluter Notfall (Tierarzt)Notfallmaßnahmen: Futterzufuhr einstellen, gesamten Huf in Wasser stellen(kühlen), Aderlass, Trachten hochstellen Pathogenese: Beginn durch reflektorischen oder toxischen Spasmus der Blutgefäße, Ursache: systemisch, metabolische Vorgänge, führt zur Ischämie, wodurch die Kapillarwände geschädigt werden und in Folge die Lederhautblättchen absterben, was zum Verlust des Aufhängeapparates führt. Hufbein rotiert oder senkt sich ab, in starken Fällen so stark, dass es durch die Sohle des Hufbeins bricht (kann bereits nach 3 Wochen passieren), infiziert sich zusätzlich noch die Lederhaut, kann es zum Ausschuhen kommen.(Absenken Hufbein durch Futterrehe, Rotation Hufbein durch Überlastung)Hufbeinrotation: bis 9° tollerierbar, ab 11° Pferd erlösen Symptome: Sägebockstellung, sehr warme Hufe, Pulsation Mittelfußarterie (proximal, caudal Fesselkopf - Arteria digitalis palmaris com.), durch hohen Schmerz hebt das Pferd den Huf nicht mehr, Huf ist zangendruckempfindlich Vordeutung: Fühligkeit, Speckkamm wird hart, breite weiße Linie Folgen für den Huf: caudaler Rand Hufbein drückt auf Lederhaut, Hornprokuktion wird eingestellt (Sohle wird dünner und drückt sich vor die Strahlspitze), Infektion der Huflederhaut, weiße breite Linie, Knollenhuf bei chronischer Hufrehe Ursachen: Futterrehe (übermäßige Fruktanaufnahme), Toxische Rehe (Vergiftung durch Arzneimittel, Cortison, Chemikalien, Pflanzen), Rehe nach Infenktionskrankheiten (Ifluenza), Geburtsrehe (Nachgeburt 6 Std.), Überlastungsrehe (langes Treten auf hartem Boden oder auch Überlstung eines Beines bei hochgradigem Lahmen des korrespondierenden Beines), Transportrehe (Erschütterungsrehe) Therapie: Aderlass, gefäßabdichtende Medikamente, Schmerzstillenden Mittel, Kühlen, Änderung Hufbeschlag, Blutegel bei chronischer ReheRehebeschlag: Sohle des Hufes soll parallel zur Sohle des Hufbeins korrigiert werden. Zehe wird oft ausgespart, um diesen Bereich zu entlasten.
- Spat Osteoarthritis tarsi Definition: degenerative Gelenkserkrankung im Tarsometatarsalgelenk und im distalen Intertarsalgelenk, betroffen vor allem die medialen Tarsalknochen (Os tarsi centrale, Os tarsale III), typisch ist eine zusätzliche, entzündliche mediale Knochenhautaufreibung, im Anfangsstadium auf Röntgenbild nicht sichtbar, da zunächst nur Knorpelveränderung Symptome: zunächst Hangbeinlahmheit, in stärken Fällen (in den entzündlichen Schüben) auch gemischte Lahmheit, flacher Vorführbogen (Traber „manschen“), Lahmheit am deutlichsten nach Ruhepause, Pferde laufen sich ein Folgen für den Huf bei andauernder Krankheit: Hufspitze schleift über Boden (abgeschliffene Zehe), mangelndes Durchtreten=Trachten wachsen hoch und der Huf wird stumpf Pathogenese: innere Ursache: schwache Gelenke, Stellungsanomalien, Mineralstoffmangel äußere Ursache: Vielzahl von kleinen Stauchungen u. Verletzungen durch mechanische Dauereinwirkung (Überbelastung) oder einseitiger Nutzung Krankheitsverlauf: Knorpelschaden an Os tarsi und Os tarsale II+III (röntgenologisch noch nicht feststellbar – unsichtbarer Spat), Spatprobe jedoch positiv, im weiteren Verlauf reagiert der Knochen und die Knochenhaut –Spatexostose-, Verschmelzung der Tarsalknochen Diagnose: typische Spatlahmheit (verminderte Beugung Sprunggelenk), Spatexostose, positive Beugeprobe, Röntgenbefund, flacher Bogen der Vorführphase, Abnutzung der Zehe Therapie: Durchschneiden oder Entfernen der Spatsehne (med. Schenkel M. tibialis cranialis), Neurektomie (Nervenschnitt) N. tibialis u. N. fibularis, ortophädischer Beschlag (angeschmiedete Zehenrichtung u. Stollen um Fußung zu erleichtern) Blutegel in akuter Phase Teufelskralle - 21 Tage (greift Magen an) Grünlip-Muschelkalk Quarterhorses sind anfällig für Spat (und Hufrolle), da sie eine große Hinterpartie haben, aber zierliche Gliedmaße, ebenso alle Pferde mit offenen Sprunggelenken (großer Winkel) Osteolytischer Spat = selten = Auflösung, nicht heilbar
- Kniegelenksentzündung Gonitis acuta (gon=Knie, itis=Entzündung) Aseptische Form: Distorsion (Verdrehung), Kontusion (Prellung) Septische Form: bakterielle Entzündung Symptome (aseptisch): Hangbeinlahmheit, Bein wird wenig Belastet (leichte Flexion), Allgemeinbefinden wenig gestört, Gelenk fühlt sich warm an, gelegentlich Fluktationen, nicht immer starke lokale Schmerzen, weiche Beule = leichte Gonitis, straffe Beule = Gonitis stark vorangeschritten Diagnose bei palpatorisch unauffälligen Knien: Untersuchung der Synovia, Punktieren, kann aber akute Arthritis auslösen Chip kann auch evtl. Gonitis verursachen Folgen: Bänder können überdehnen, Meniskus kann geschädigt werden (Mandarienscheibenform mit nicht durchbluteten Regionen = Operation), wiederholte Gonitis kann zur Arthrose führen Differentialdiagnostik: Fraktur Therapie: Septisch – Antibiose (Antibiotika), Aseptisch – 14-18 Tage Ruhe nach letzter Lahmheit
- Piephacke Bursitis calcanei (Schleimbeutelentzündung) Jede Anschwellung im Bereich des Fersenhöckers wird als Piephacke bezeichnet. Pathogenese: Schlag, Auffahren, Anschlagen an Wänden ( = Quetschung Kappe Zehenbeuger, des Bursa subcutenea), Fissuren u. Frakturen Calcaneus Symptome: plötzliches Auftreten, große flukturierende Umfangsvermehrung, keine oder nur geringfügige Lahmheit, starke Lahmheit bei Fraktur Therapiemöglichkeit bis zu einem halben Jahr: Blutegel
- Hahnentritt Zuckfuß Symptome: unnatürlicher, paradeähnlicher Gang, erkrankte Gliedmaße wird aus dem Stand ruckartig gebeugt, schlagartiges Wiederaufsetzen der Gliedmaße, tritt uni- oder bilateral auf Pathogenese: Idiopathisch (kein klinischer Grund), Begleitsymptom von Spat und Patellaluxation(=symptomatischer Hahnentritt), ansonsten ungeklärte Ursache Therapie: unbekannt, evtl. Neurektomie
- Cushing,ECS,EMS ECS – equines cushing Syndrom PPID – pituitäre pars intermedia Dysfunktion Hormonstörung: Erkrankung der Hirnanhangsdrüse, unheilbar Verlängertes Haarkleid, dicker Hängebauch, Muskelschwund, Hufrehe, Fettdepots über den Augen, Speckhals Labortest, übermäßige Konzentration von Cortisol EMS – equines metabolisches Syndrom Erkrankung des endokrinen Systems Fettpolster, wo sie nicht hin gehören: Kruppe, Mähnenkamm, Schweifansatz) Bluttest 90% der EMS Pferse haben auch Hufrehe
- Druse Eiteransammlungen in den Lymphknoten des Kopfbereiches, hohes Fieber, Druseabzesse können auch innere Organe befallen, Lymphknoten öffnen sich und Eiter fließt ab Hochansteckend, auch über andere Lebewesen übertragbar, Quarantäne Ansteckung: Einzelpferd ca. 30 Tage, Bestand meistens durch Kettenansteckung länger, Quarantäne mind. 3 Wochen nach letztem erkranktem Pferd im Bestand abwarten Druseerreger können sich im Luftsack festsetzen (Schläferfunktion), könnte unter Vollnarkose gespült werden Impfung möglich, alle 3 Monate (in Oberlippe, sehr schmerzhaft)
- Sehnenstelzfuß Fohlen Ursache, Maßnahen - Fohlen auf harten Boden stellen - Cortison-Überdosis macht Gewebe weich - Dehnung -Ursache: Vitamin-B Mangel im letzten Drittel der Trächtigkeit
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- Was ist Sequester? Unterhöhlung des Knochens durch Bakterien, z.B. als Folge von Einschuß, oft unerkannt, der Knochen bricht schneller
- Was ist eine Hornsäule? Der Huf degeneriert, es bildet sich eine Sollbruchstelle
- Welche Bakterien verursachen die Strahlfäule? Behandlung mit? Fusobacterium necrophorum (Spindelbakterien), die eigentlich natürliche Darmbewohner des Pferdes sind Iodoformäther 4-10%ig, Kupfersulfat (nicht bei Blutungen), Kaliumpermangat, Wasserstoffperoxid 3-5%ig, In der Regel beginnt die Strahlfäule in der mittleren Strahlfurche Die Strahlfäule wird oft verwechselt mit einem nur etwas fransigen, sich erneuernden Strahl. Wenn der Strahl nicht wirklich „nach faulen Eiern riecht“ und eine schmierige Substanz absondert, muss er normalerweise nur glattgeschnitten und nicht behandelt werden.
- Mauke Symptome der Mauke: Entzündung der Haut in der Fesselbeuge: zunächst Rötung, Bläschen, Knötchen, dann nässender und stinkender Belag, Juckreiz chronische Mauke - verdickte Haut Warzenmauke (chronisch) - auch Strauch- oder Igelfuß genannt Lahmheit möglich (durch Risse und Wunden) Ursachen der Mauke: Infektion durch:Bakterien, Pilze, Hautparasiten, Viren Allergien / Autoimmunerkrankungen (falsche o. überschießende Reaktion des Immunsystems) Photosensibilität (Lichtempfindlichkeit) Schwache Pigmentierung Mangelnde Hygiene, Übertriebenen Hygiene, Hautreizung (Feuchte Wiesen/Paddoks, Herbstgrasmilbe, Schlechte Ausrüstung) Gestörter Stoffwechsel (Fütterungsbedingt, Magen- und Darmparasiten) Verlauf der Mauke: Kruste fördert die Heilung nicht, sondern schädigt - Verklebungen von Wundsekret und Haaren lassen Zugkräfte auf Haarwurzeln wirken, unter der Krustearbeiten die Bakterien Mauke wird schnell chronisch - Hautverdickung Nach der Hautverdickung folgen die Warzen - Warzenmauke vor allem bei Kaltblütern Kommt zu der Mauke noch anaerobes Bakterium (z.B. Fusobacterium necrophori), entsteht Brandmauke Anfällig für Mauke sind: Kaltblüter, wegen des langen Behanges, Pferde auf Matschausläufen, Pferde mit weißen Fesseln (unpigmentierte Haut), Füchse Mögliche Folgeerscheinungen: chronische Mauke (Hautverdickung) bei tiefer Mauke kann Eiter in den Huf gelangen und dort schwere Schäden auslösen, z.B. am Hufhorn und am Strahlbein Behandlung der Mauke: chronische Mauke ist schwierig zu behandeln, daher sollte man gleich bei den ersten Anzeichen eingreifen sind noch keine Krusten vorhanden, dann: Waschen mit mildem Shampoo (schwefelhaltig, Salicylsäurehaltig, auf der Basis von Hafermehl, oft nur in der Handhygiene zu finden) bei nässender Mauke: Waschen mit 3%iger Wasserstoffperoxidlösung TA gibt Antibiotikum oder Sulfonamide ist ganzer Bestand befallen: Erregernachweis (Futterüberprüfung) Warzenmauke: Krusten nicht entfernen, chirurgische Entfernung der Warzen, spezielle Verbände, Änderung der hygienischen Bedingungen Alternative Behandlung Salben auf z.B. Arnike- oder Hamamelis Basis Homöpathisch: Behandlung der Ausscheidungsorgane Leber und Niere, Warzenmauke z. B. mit Cantharis, Berberis, Sulfur, Graphites, Thuja Geeignete Pflanzen zur Wundversorgung Behandlungsdauer in der Regel 1 Woche bis 10 Tage chronische Mauke nicht heilbar, Symptome lindern
- Überbeine werden auch als Exostosen bezeichnet Kallus-Bildung treten überall am Körper auf, wo nur Haut den Knochen/Sehnen bedeckt, vor allem im distalen Bereich der Extremitäten und am Unterkieferast Symptome: unterschiedliche große Knochenauftreibungen (alle knöchernen Veränderungen werden als Überbeine bezeichnet) Lahmheit nur selten, von der Lage abhängig, in 90% der Fälle keine Probleme Ursachen der Überbeine leicht und schwere Verletzungen Stellungsfehler, vor allem bodeneng und zehenweit = unnatürliche Druck- und Zugkräfte strapazieren die Griffelbeine, Band zwischen Griffelbein und Röhrbein, Unterstützungsband der tiefen Beugesehne, Fesselträger zu frühes Anreiten Fütterung: zu wenig Calcium, zu viel Phosphor, zu fette Tiere Anfällig für Überbeine sind: 2-5jährige Pferde, Pferde mit Stellungsanomalien, Tollpatsche, Füchse Krankheitsverlauf: Verletzung (Prellung) Anschwellen der Knochenhaut (Selbstheilung gebremst, z. B. durch gestörten Calcium-Phosphorgehalt) Knochenhautentzündung Körper lagert Kallus an, um gegen die Knochenhautentzündung vorzugehen mögliche Folgen von Überbeinen zu 90% keine gefährliche Überbeine liegen an Ansatzstellen von Sehnen und Bändern, in direkter Nachbarschaft zu Nerven, direkt an Gelenken, an den Griffelbeinen Behandlung von Überbeine müssen nur behandelt werden, wenn sie Lahmheiten auslösen sofort nach Trauma behandeln Kühlen gegen die Entzündung, danach Kühlen und Wärmen im Wechsel Entzündungshemmer (z. B. Cortison) Stoßwellentherapie bei Insertionsdesmopathien (Krankhafte Veränderung im Ursprungs- oder Ansatzbereich von Sehnen, Bändern und Gelenkkapsel) Operation: Entfernung des Überbeins Lösen von Verwachsungen z. B. Metakarpus und Griffelbein Neurektomie: Durchtrennen der Nerven zwischen Griffelbein und Röhrbein (leitet Schmerzreiz weiter) Nerv ist unwichtig für Motorik und Ernährung des umliegenden Gewebes ist OP im akutem Zustand, bilden sich neue Überbeine Alternative Methoden: Homöopathie, z.B. Hekla Lava oder Formidium Beinwell Arnika Vorbeugen von Überbeinen schrittweise Korrektur von Stellungsfehlern beim Fohlen Gute Ernährung schonendes Anreiten Beinschutz (Gamaschen) Streitigkeiten bei Überbeinen OP aus kosmetischen Gründen (Überbeine können sich nach OP vergrößern oder wiederkommen) Wie lange sollte das Pferd nach der Gabe von Entzündungshemmern geschont werden? einige TA sagen: 30-45 Tage Stallruhe, danch langsames Anführen einige TA sagen: nach Lahmheitsende gleich wieder bewegen, ca. nach 2 Tagen Stallruhe zu
- Strahlfäule Symptome der Strahlfäule fauliger Geruch, Strahlhorn wird zu eine schmierigen, schwarzen Masse Fäulnisspalten/Aushöhlungen Strahl kann schrumpfen und sich schließlich ablösen Ursachen der Strahlfäule Fäulnisbakterien (Fusobacterium necrophorum, Spindelbakterien, eigentlich natürliche Darmbewohner Mangelnde Sauberheit Schmutz (schließt luftdicht ab) Fehlender Hufmechanismus Anfällig für Strahlfäule sind... Pferde mit Bockhufen (hohe Trachten) Pferde mit zu engen Hufen (Hufwände drängen nach innen und Strahl verkümmert) Pferde mit Zwanghufen (Tragränder rollen sich ein) Pferde mit tiefen Strahlfurchen Krankheitsverlauf Beginn meistens in der mittleren Strahlfurche anschließend Befall der seitlichen Furchen Befall von Hufballen und Strahlschenkeln (Horn löst sich in Fetzen ab) Huflederhaut liegt frei (Schmerzen, z.B. beim Hufeauskratzen) Lahmheit Behandlung der Strahlfäule Zuerst entfernen der verfaulten Hornteile Entfernen/Verkleinern von Nischen und Taschen (soviel wir nötig, aber so wenig wie möglich) Desinfektion Mittel zur Desinfektion Jodoformäther Kupfersulfat (Kupfervitrol) nicht bei Blutungen Jodogel, oft nicht stark genug Kaliumpermanganat, oxifiert zu schnell Wasserstoffperoxid Essig, Aloe- oder Myrrhentinktur, Teebaumöl - hilft nicht genug Mögliche Mischung gegen Strahlfäule Kupfersulfat, Zinksulfat, Kalium...sulfat, Alkohol, Zitronensäure Abdecken mit Gase, Watte ungünstig Vorbeugung gegen Strahlfäule Sauberkeit im Stall / Auslauf tägliches Hufeauskratzen Guter Schmied Bewegung auf weichem Boden, am besten ohne Hufeisen Futterzusätze: Biotin und Zink
- Hufkrebs Ursachen des Hufkrebs (Pododermatits chronica verrucosa) Hufkrebs = keine wirkliche Krebserkrankung, benannt nach Wucherungen, die wie Tumore aussehen Huflederhaut bildet nur noch eingeschränkt oder gar kein neues Horn mehr - Epithelzellen, die normalerweise zu neuem Horn werden sterben ab = schmieriger Belag mit Fäulniserregern auf der Lederhaut, die sich irgendwann entzündet Mangelnde Hygiene Folge von lananhaltender Hornfäule Nischen mit Fäulnisbakterien werden oft nicht erkannt Anfällig für Hufkrebs sind... Pferde mit engen und hohen Hufen Pferde mit vernachlässigten Hufen Symptome des Hufkrebs stinkt wie Strahlfäule beginnt ebenfalls meistens in der mittleren Strahlfurche Lederhaut quillt auf und verfärbt sich weiß, käsiger Belag bildet sich Belag trocknet oberflächlich ab - Überzug aus normal aussehendem Horn, oft nur 1 mm dick irgendwann ist die Lederhaut so stark geschwollen, dass die trockene Außenschicht durchbrochen wird Lederhautzöttchen werden bis 1 cm groß Lederhaut ähnelt Blumenkohl Schmerzen und Lahmheit kommen erst recht spät - Großteil der Hornkapsel ist bereits ausgehöhlt, Pferd läuft auf einem halbhohen Schuh, der teilweise keine Verbindung zum Leben mehr hat Verlauf des Hufkrebs Es gibt Strahl-, Sohlen-, Eckstreben und Wandkrebs - Varianten treten in der Regen nicht getrennt auf Es erkrankt immer zuerst der hintere Teil der mittleren Strahlfurche - Strahlkissen bildet die sog. Strahlmilch (Stoffwechselprodukt) zum Feuchthalten Im fortgeschrittenen Stadium geht der Hufkrebs auf die Hufwände über Hufkrebs wandert gerne nach dorsal ins Blättchenhorn und bricht am Kronsaum durch Folgen des Hufkrebs chronische Saumbandentzündung am Kronrand bilden sich borkige Krusten aus bröckeligem Hufhorn auf den Trachtenwänden können Ringe entstehen
- Schale Exostosen an Fessel-, Kron- oder Hufbein bezeichnet man als Schale Vorderbeine häufiger betroffen Befinden sich die Exostosen palmar, bezeichnet man sie als Leist, nicht als Schale Befinden sich die Exostosen an allen 4 Beinen, spricht man von Ringbein Hohe Schale: am distalen Rand des Fesselbeins und am proximalen Rand des Kronbeins Tiefe Schale: am distalen Rand des Kronbeins und tiefer Artikuläre Schale: Gelenkschale - macht durch Lage stärkere Probleme Periartikuläre Schale: Gelenknahe Schale, macht oft keine Probleme Symptome der Schale Im Anfangsstadium schwer zu erkennen langsam, schlimmer werdende Stützbeinlahmheit Trachtenfußung ständiges Entlasten der Vorderbeine leichte Sägebockstellung (Differentialdiagnostik Hufrehe) Exostosen wie bei Exostosen, außerdem Arbeit auf extrem hartem Boden (Kutschpferdkrankheit) und abrupte Starts und Stopps Anfällig für Schale sind..,. alte Pferde (dauerhafte Überlastung) junge Pferde mit gestärtem Knochenstoffwechsel erbliche Veranlagung wird diskutiert Kaltblüter (hohes Körpergewicht) Pferde mit hohen Trachten und kurzen Zehen Kutschpferde, Westernpferde, Poloponys, Springpferde Verlauf der Schale ähnlich wie beim Spat Pferd lahmt am Krankheitsbeginn deutlich - Knochenwucherungen verengen die Zehengelenke, so dass Exostosen permanent aneinander reiben - Entzündung wird aufrechterhalten Verknöchert / Versteift das Gelenk, bessert sich die Lahmheit Folgen der Schale Pferd kann bis zur endgültigen Verknöcherung nicht geritten/gefahren werden nach Verknöcherung ist der Gang nicht mehr so schwungvoll Behandlung der Schale Röntgenaufnahme machen anschließend Beschlag anpassen Entzündungshemmer geben Stoßwellentherapie Orthovoltage (Behandlung mit Röntgenstrahlen) Versteifungsprozess förden
- Sarkoid Symptome des Sarkoides Bindegewebstumore der Haut kein Juckreiz keine Schmerzen kommen besonders von an den Beinen (Kniefalte, Achsel) und an den Augen Sarkoid-Typen Fibroblastisches (faserbildendes) Sarkoid beschädigt die Haut und das darunterliegende Gewebe oft gestielt wächst besonders gut distal des Carpalgelenkes stark durchblutet Wechsel zwischen Wachstum und Stillstand Okkultes (verborgenes) Sarkoid ist unter der Haut verborgen kahler Fleck im Fell zeigt Lage des Sarkoid Kahlstelle kann auch schuppig oder krustig sein (Differentialdiagnostik: Flechte) an Kahlstelle kann Sekundärsarkoid entstehen Noduläres (knotenförmiges) Sarkoid oft als Sekundärsarkoid bei der okkulten Form Kugelförmig treten meist alleine auf gut verschiebbar unter der Haut ähneln Geschwüren beim Duchbrechen Verrusköses (warzenartiges) Sarkoid: befallen auch tiefere Hautschichten können gestielt sein wachsen nur langsam werden nur selten problemhaft (müssten dafür gereizt werden) Malevolentes (bösartiges) Sarkoid breitet sich in den Lymphbahnen aus - Differentialdiagnostik: Lyphsystemerkrankung aggressives Wachstum Haut ist knotig verdickt bricht es durch, ist das Allgemeinbefinden nur minimal getrübt Ursachen des Sarkoid wahrscheinlich ist Virus beteiligt (Bovines Papillonvirus oder Retrovirus) Viren treten durch Wunden ein und vermehren sich in/unter der Haut Narbengewebe begünstigt Sarkoidwachstum Anfällig für Sarkoide sind... junge Pferde unter 6 Jahren Füchse, Quarterhorses, Appaloosas, Araber Krankheitsverlauf der Sarkoide Streuen in der Regel nicht Tumore können aber Haut unterwandern und Ableger bilden Biopsie kann Wachstum fördern (Entnahme und Untersuchung von Material (meist Gewebe) aus einem lebenden Organismus) kommen nach dem Entfernen oft wieder (am Auge seltener, Einzelne nicht so schnell, wie im Verband) ähneln unter dem Mikroskop den Sarkomen Folgen der Sarkoide Behinderung beim Laufen / Stehen Behinderung des Reiters (Sattel- oder Gurtlage) Behandlung der Sarkoide es wurde noch keine gute Behandlungsmethode entwickelt ruhende / inaktive Sarkoide läßt man in Ruhe wachsende Sarkoide müssen behandelt werden Konventionelle Methode ist OP, allerdings mit 50%iger Rückfallqote ...? Medikament der humanen Chemotherapie gestielte Sarkoide mit Gummiring abbinden Stärkung des Immunsystems Herstellung einer Autovakzine (Erregertest) - wie Eigenblutbehandlung, Medikamentencockteil - 500 ml Blut wird durch Zentrifugieren zerlegt, Antigene werden wieder ins Pferd gespritzt, in die Nähe der Tumoren Alternative Behandlungsformen ungeeignet sind Aloe Vera-Produkte Homöopathie zum Austrocken gut Akupunktur Behandlungsdauer Normalerweise zwischen 5 Wochen und 2 Monaten, kann aber erheblich länger dauern Vorbeugen ist nicht möglich, evtl. vererbbar Strittigkeiten ums Sarkoid Ansteckungsgefahr? Übertragbar von Pferd zu Pferd oder Pferd zu Rind?